Leopardgeckos (0.2) positiv auf Cryptosporidien

  • Hallo zusammen,


    folgende Situation:


    Wir haben vor 14 tagen 0.2 Leopardgeckos erworben (ca. 6 Monate alt). Die Tiere haben wir aus einem Reptilien Geschäft welches Sie von "bekannten" Züchtern bekommt. Die Tiere sind auf Parasiten/Cryptos getestet gewesen. (laut Besitzer)

    Die Tiere machten einen "guten/fitten" Eindruck.

    Die beiden sind Zuhause in Ihr Quarantäne Terra eingezogen. (Zusammen da die beiden vorher auch zusammen waren)

    Wir haben die beiden sich in Ruhe eingewöhnen lassen, wobei Sie von Anfang an nicht übermäßig ängstlich rüberkamen und sich viel bewegt haben.

    Sie haben auch von Anfang an einen sehr guten Hunger an Tag gelegt und auch gut Verdaut:).


    So nun zum nicht so schönen Teil.

    Heute haben wir die Ergebnisse unseren ersten Tests erhalten ;( Parasitäre-Untersuchungen = ohne Befund aber Elisa-Kryptosporidien = positiv .(Hinweise Trennung ratsam/bzw. Einzeltierhaltung empfohlen)

    Es sind die einzigen Reptilien im Haus somit ist denke ich eine Ansteckung bei uns ausgeschlossen.

    Es sind auch keine "gebrauchten" Gegenstände zum Einsatz gekommen.


    Wie würdet Ihr nun weiter vorgehen....?


    Würde mich freuen wenn Ihr eure Meinungen und Erfahrungen teilt.


    Viele Grüße

    Pad

  • Ich würde zur Sicherheit noch einen zweiten Test empfehlen.


    Wenn es bei den beiden bleibt, kannst du sie auch behalten und Ihnen einen schönen Lebensabend machen. Auch mit der Infektion können die Tiere noch ein gewisses Alter erreichen. Sollten die Tiere irgendwann zu stark abbauen und leiden, sollte man über eine Euthanasierung nachdenken.


    Es ist wichtig, dass andere Reptilien nicht infiziert werden können. Also Kontakt zu den Tieren und auch Gegenständen aus dem Umfeld der Tiere unbedingt vermeiden.


    Ich würde das Geschäft beim Veterinäramt melden.

  • Danke für deinen Beitrag.


    Da wir keine anderen Reptilien pflegen und auch keine weiteren anschaffen werden, sollte diesbezüglich kein Risiko bestehen.

    Würdet ihr vorschlagen einen Test in Wien mit genauer Bestimmung durchführen zu lassen? Eine Umsiedlung aus der Quarantäne würde ich solange aussetzen bis ich Gewissheit habe.


    Falls aber alles 'positiv' auf cryptos hinausläuft ;(

    Sie dann in ihr schönes Zuhause umsiedeln.


    Mit dem Verkäufer wollte ich heute bzw. morgen in Kontakt treten. Habt ihr Erfahrungen ob man hier noch etwas erzielen kann.


    Viele Grüße

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  • Behalte im Hinterkopf, dass du das neue Terrarium nach diesen beiden Tieren (die ja durchaus schon innerhalb der nächsten Wochen/Monate versterben könnten) nicht weiterverwenden kannst. Die gesamte Innenausstattung muss als infektiös angesehen werden.

    Sobald also die Bestätigung kommt, wäre es keinesfalls verwerflich die Tiere in eine dafür vorgesehene Auffangstation zu geben, oder aber ein "einfacheres" Behätlnis für die Tiere bereit zu stellen.



  • Würdet ihr vorschlagen einen Test in Wien mit genauer Bestimmung durchführen zu lassen?

    Sicherheitshalber ja. Zumindest ich weiß gern woran ich bin. Ein positiver Befund muß zwar nicht unweigerlich der worst case sein, besonders in Eurem Fall nicht, aber zu spassen ist damit keinesfalls.


    Der Hinweis von Benji_017 ist sicherlich angebracht. So ein Terrarium sollte nach dem versterben positiver Tiere vernichtet werden. Bis dahin können sie aber theroretisch noch ein langes und symptomfreies Leben bei Euch führen. Entgegen der Meinung von Benji_017: ich sehe keinen Grund für eine Abgabe kranker Tiere, wenn es keinerlei Möglichkeit der Ansteckung anderer Tiere bei Euch gibt. Ebenso MUSS es kein "einfaches" Behältnis sein, was in dem Fall vermutlich der Quarantänehaltung entspricht. Sowas sollte man erst nach einem entsprechenden Befund in Betracht ziehen.

  • So kleiner Nachtrag.


    Der Händler hat sich bei mir gemeldet und angeboten die Tiere selbstverständlich zurück zu nehmen.

    Er würde diese in Quarantäne bringen und anschließend weitere Tests durchführen und zu sehen wie er weiter mit den Tieren umgehen wird. (ob es stimmt keine Ahnung)

    Was haltet Ihre davon......

  • Ich würde die Tiere nicht zurückgeben. Eventuell verkauft er sie an den nächsten Gutgläubigen. Eventuelle "entsorgt" er sie auch einfach. Die Kosten für Tests und Quarantäne werden ihm zu hoch sein. Ich weiß auch nicht, wie er sinnvoll in seinem Geschäft eine Quarantäne durchführen sollte.


    Ich bleibe dabei, dass ich den Händler beim Veterinäramt melden würde.

  • Den Gedanken bzgl. direkten weiterverkauf bzw. entsorgen hatte ich natürlich auch.

    Daher ist das echt mies.

    Vor allem da sich unsere Kinder die beiden ausgesucht haben und jetzt ist das natürlich echt eine doofe Situation.

    “Bequem“ wäre natürlich Tiere zurück und gut...... aber hat man natürliche auch ein schlechtes Gewissen.

  • Wenn ihr nur diese Reptilien haltet und alle infizierten Gegenstände entsorgt sobald ihr diese nicht mehr benötigt, ist es für euch eigentlich egal, dass die Tiere infiziert sind. Außer dass sie wahrscheinlich nicht 20 Jahre alt werden.

  • Da hast du schon Recht.

    Bzgl. der Hygiene meinst du müssen wir also keine höhere Sorgsamkeit walten lassen als bei "gesunden" Tieren?

    Wie sieht es mit Einmalhandschuhe beim Versorgen bzw. Desinfizieren etc. aus.....

  • Das mit den Einmalhandschuhen macht alles natürlich einfacher. Dann muss man nicht ganz so penibel aufs Händewaschen achten. Kann es aber natürlich auch nicht ganz sein lassen.


    Alles was aus dem Terrarium entnommen wird oder mit dem im Terrarium gearbeitet wurde (Näpfe, Pinzetten, usw.) würde ich abkochen und auf gar keinen Fall bei anderen Reptilien verwenden.


    Kot sollte sorgfältig eingesammelt werden, da die Tiere sich auch immer wieder mit ihrem eigenen Kot neu infizieren und so die Keimbelastung ansteigt.


    Bitte auch keine Futtertiere aus eurem Haushalt mit anderen Reptilienhaltern teilen.