Beiträge von Erdbähr

    Das sehe ich ganz genauso. Ein entweichen von terraristiküblichen Futterinsekten in die hiesige Natur sollte man unbedingt vermeiden. Ich müßte mir den Schrank wie gesagt mit eigenen Augen ansehen, auf Fotos verlasse ich mich was die Ausbruchsicherheit betrifft nicht. Von Pinzette füttern ist auch nicht meins, wäre aber eine Möglichkeit, sollte die Maschenweite zu groß sein. Ebenso möglich wäre es, bestimmte Insekten aus Behältern anzubieten, wenn das Chamäleon einen solchen akzeptiert. Sehr viel realistischer, da es ja eh primär um ein Aussengehege bei geeigneten Temperaturen gehen soll: Wiesenplankton. Da ist es herzlich egal, wenn einiges wieder den Weg in die Freiheit findet. Bei Wiesenplankton, sofern man die Möglichkeit zum keschern hat, spart man sich zudem Vitamin- und Mineralpräparate, gut loading etc...

    Weiterhin gehören die Tiere zur Hälfte ja eigentlich auch mir, oder nicht?

    Hast Du die Züchterin in irgendeiner Form darauf angesprochen? Oder hast Du schweigend den vereinbarten Betrag für die Pflege gezahlt und bist mitsamt Deinem Tier wieder gegangen?


    Deine Frage kann vermutlich nur ein Anwalt mit Sicherheit beantworten. Ihr Weibchen könnte ohne Dein Männchen, an dem sie keine Rechte hat, nie diese Eier legen. Ohne Ihr Weibchen, an dem wiederum Du keine Rechte hast, wäre gar nichts passiert. Rede mit der Frau. Das ist die beste und schnellste Möglichkeit eine Antwort zu erhalten. Und wenn Dir die Antwort nicht passt, steht es Dir frei den Rechtsweg zu wählen.

    Klar gehört das Tier dir aber rechtlich hast du ihr das Tier zur Pflege überlassen also war sie zu dem Zeitpunkt der Besitzer 😑

    Hier muß man zwischen Besitz und Eigentum differenzieren.


    Die Pflegestelle hatte während der vereinbarten Zeit die Verantwortung für das Tier, es befand sich unweigerlich in ihrer Obhut, und juristisch in ihrem Besitz. Das bedeutet aber nicht, daß die Pflegestelle mit diesem Tier, das ja nicht ihr Eigentum ist, tun darf was immer sie tun möchte. Zumal es eben eine artgeschütze, nachweis- und meldepflichtige Art ist. Wer rechtliche Sicherheit will und wissen möchte inwiefern die aus der Situation entstehenden Nachzuchten zur Sachherrschaft von Eigentümer und/oder vorübergehendem Besitzer gehören, geht zu einem Anwalt. Wenn es das denn wert ist. Alternativ macht man in Zukunft einen großen Bogen um diese "Züchterin".


    Könnte das nicht rechtliche Probleme für den Betreiber von Terraron nach sich ziehen, hätte ich den Namen gern als Warnung öffentlich stehen lassen.

    Apropos Literatur: "Chameleons of southern africa" by Krystal Tolley&Marius Burger war das einzige Buch über die Gattung, das ich finden konnte. Es ist aber mehr ein Fieldguide auf Terrarienhaltung wird dort nicht eingegangen.

    Und das ist auch gut so! Solche Fieldguides sind ein guter und unproblematischer Weg, um schnell möglichst viel über die natürliche Lebensweise seiner (zukünftigen) Pfleglinge zu erfahren, und das gewissermaßen aus erster Hand. Haltungsbezogene Literatur nennt zwar i.d.R. Quellen, ist aber oft eher eine Interpretation des Autors, um die natürliche Lebensweise auf die Terrarienhaltung zu projezieren. Ich denke lieber selbst nach und setze die Informationen aus Field Guides gern direkt um, anstatt mich rein auf die Interpretationen anderer zu verlassen.


    Ich habe schonmal auf ein Buch hingewiesen, das auch empfehlenswert ist. Definitiv kein Schnäppchen, aber sein Geld absolut wert. Die von Dir gehaltene Art wird darin auch erwähnt.

    In Deutschland gibt es keine gesetzliche Regelung für Terrariengrößen. Es gibt nur das Tierschutzgesetz.

    Die einzige Richtlinie ist ein über 20 Jahre altes Gutachten , in dem Mindestanforderungen vorgegeben sind. Mangels anderer rechtlicher Grundlage wird man sich im Rechtsstreit vermutlich immer darauf berufen. Wie schon geschrieben sind diese Maße für die meisten Echsen reine Tierquälerei. Das sehe nicht nur ich so, sondern u.a. eine Tierärztin ganz ähnlich.


    Weibliche F. pardalis bleiben kleiner, erreichen aber dennoch bis zu 38cm GL und können sich somit auf 50cm Tiefe (abzüglich Rückwand) gerade mal so drehen. Von Rückzugsmöglichkeiten ganz zu schweigen.

    Man muß kein ganzes Zimmer umbauen um ein Reptil angemessen halten zu können. Man sollte sich aber auf gar keinen Fall an den vielen schlechten Beispielen orientieren, die man im www findet, um so ein eigenes grenzwertiges Maß schönzureden.


    Zoohandlungen sind übrigens ein denkbar schlechter Ort für die Informationsbeschaffung. Ausser man kauft dort Bücher.


    Und nochmal zu Deiner Theorie mit dem geringen "UV-Verlust" durch das Glas: UVA wird durch Glas nur bedingt gefiltert. UVB, und besonders deswegen nutzt man ja Leuchtmittel wie die Bright Sun, hingegen fast völlig. Die UV-Versorgung findet bei Dir also nur durch den schmalen Belüftungsstreifen statt, der "Verlust" dürfte entsprechend sehr viel höher liegen, als Du es vermutest.

    SIe hält aber auch ein Parsonii mit 5 F. pardalis in einem riesen Terra zusammen, scheint gut zugehen. Aber wie gesagt es ist IHRE Methode und ich werde ihr da nichts reinreden.

    Möglich ist vieles. Was davon für die Tiere Sinn macht, und was nur für den Halter, dazu soll sich jeder seinen Teil denken. Es sprechen allerdings sehr viel mehr Argumente gegen derartige Vergesellschaftungen, als dafür. Obwohl... wenn ich so überlege, fällt mir eigentlich gar kein Argument dafür ein, ausser den Bedürfnissen des Halters.

    da mir 20 - 30 % UV durch die Scheibe verloren gehen

    An diesen Zahlen möchte ich mal meine Zweifel anmelden.


    Da Du die Terrariengröße als "mehr als ausreichend" bezeichnest, spare ich mir die üblichen Diskussionsansätze. Erfahrungsgemäß sind die meisten Halter so sehr von sich und ihrem Handeln überzeugt, daß Argumente wenig helfen, und letztendlich alles nur eskaliert.


    Gemessen an den Mindestanforderungen des BNA-Gutachtens hast Du sicherlich recht, die sind aber bei den meisten Echsen schlicht Tierquälerei.


    Auch wenn Weibchen dieser Art kleiner bleiben als die Männchen, sind 50cm Tiefe zu wenig. Das Tier hat keine Rückzugsmöglichkeiten und Deckung, das Terrarium ist bis auf die Rückwand von überall einsehbar. Ein aktuelles Bild wäre sinnvoller gewesen, wenn Du eine objektive Einschätzung von den Usern dieses Forums wünschst.

    Meine Frage war, kann ich etwas Geld für seine Verpaarung "verlangen", da es ja auch einige Anbieter für eine Deckung gibt, um tolle Farbformen zu züchten. Weiterhin verlangt sie schon etwas an Betreuungskosten.

    Frag die Züchterin doch einfach.


    Ich frage mich, wie sie die Nachzuchten überhaupt melden möchte, da der Vater ja Dir gehört und nicht ihr. Bei meiner Meldebehörde würde das sicherlich Probleme geben.

    Sie hält zwar einige Tiere zusammen und das funktioniert echt gut, klar wird das jetzt kritisiert aber sie hat 14 Jahre Erfahrung und es ist ihre Haltung.

    Um welche Art handelt es sich überhaupt?

    Bei vielen in der Terraristik gepflegten Chamäleons ist es in der Tat so, daß die längerfristige Paarhaltung nicht gut geht. Ein paar Jahre "Erfahrung" müssen weder etwas bedeuten, noch rechtfertigen sie etwas.

    Für F. pardalis ist ein Terrarium mit mindestens 30cm mehr Tiefe eine gute Idee, vorausgesetzt mit 150x100x50 ist Höhe x Breite x Tiefe gemeint.


    Wie sieht denn die Beleuchtung und UV-Versorgung bisher aus, bei einem "Standardterrarium" mit schmalem Gazestreifen oben?

    Kann man, und ja, die kleinsten Jungtiere werden sicherlich entkommen können. Ich bin mir nicht sicher ob das bei Faunaboxen möglich ist, aber eventuell kann man den Deckel mit sowas absichern. Vermutlich macht es mehr Sinn, sich direkt einen Behälter zu suchen, der dicht schließt und wo man vorhandene, ungeeignete Lüftungsflächen nicht erst zubasteln muß. Der verlinkte Behälter dient nur als Beispiel, ich selbst würde den aufgrund der relativ geringen Größe vermutlich nicht für eine Heimchenzucht nutzen.

    Wie ich es in Beitrag 18 schon richtig prophezeit habe...


    Ich denke, hier ist alles gesagt. Bevor Du noch weiter mit sinn- und haltlosen Beleidigungen um Dich wirfst, befreie ich Dich von der Last Deines Profils. Schade nur um das Tier, für das Du eigentlich die Verantwortung tragen solltest.

    Eine zusätzliche Leuchtstoffröhre wird nicht viel bringen, solange das gesamte Beleuchtungskonzept nicht passt. Zusätzliche Wärmespots bringen nur zusätzliche Wärme, jedoch kein Licht, und wie schonmal geschrieben mangelt es in dem Terrarium an Licht.


    Angaben zum Mindestabstand der Solar Glo findest Du auf der Verpackung oder im Beipackzettel darin. Ich würde dieses Leuchtmittel gar nicht verwenden, es sei denn, ich habe ein geeignetes Messgerät. Und auch dann gibt es in jeder Hinsicht bessere Möglichkeiten , um Licht und UV ins Terrarium zu bekommen.


    Ehrlich gesagt möchte ich für Dein Terrarium keine Verbesserungsmöglichkeiten vorschlagen, weil ich es für komplett ungeeignet halte. Welche Maße ein Pogonaterrarium haben und wie es ausgerüstet sein sollte, entnimmst Du der bereits verlinkten Literatur, oder unseren FAQ. Obwohl es in den FAQ um P. vitticeps geht, und der Bericht nicht mehr ganz aktuell ist, kann man Terrariengröße und Beleuchtung ruhigen Gewissens übernehmen. Was für henrylawsoni angepasst werden muß, ergibt sich aus der empfohlenen Literatur.