Beiträge von Erdbähr

    Es gibt herzlich wenige gute Argumente für Freilauf in Wohnräumen, sehr wohl aber viele dagegen. Entsprechende Bedingungen vorausgesetzt, spricht wenig gegen die Aussenhaltung im Sommer. Unabhängig von Pro- und Contra-Argumenten scheinst Du Deine Entscheidung bereits getroffen zu haben, was wiederum Deine Frage überflüssig macht: trägt man das Tier nicht wohin auch immer, kann man auf alles ausserhalb des Terrariums ebenso verzichten.


    Genau diesen Standpunkt vertrete ich übrigens. Wenn man ein ausreichend bis überdurchschnittlich großes, der Art entsprechend angemessen eingerichtetes Terrarium bieten kann, besteht keinerlei Notwendigkeit für Freilauf, Fensterbretthaltung, oder wie man es sonst nennen möchte.

    Um welche Art geht es denn? Californiae? Wie groß und schwer ist das Tier? Wurde der Gesundheitszustand kontrolliert? Foto?


    Ohne irgendwelche Infos von Dir, ganz pauschal: mit Babymäusen füttert man junge Lampropeltis, aber keine mit 1,5 Jahren. Wenn Babymäuse für L. californiae (?) in dem Alter doch angemessen groß sind, ist mit dem Tier selbst etwas nicht in Ordnung.

    Ich hab's nicht so mit Kronengeckos, aber 2,1 geht gar nicht. Ich würde die Tiere einzeln setzen und auch bis auf weiteres einzeln halten. Du siehst doch, daß es so nicht weiter geht, im Interesse der Tiere ist eine Trennung zu diesem Zeitpunkt die einzig sinnvolle Möglichkeit .

    Das Terrarium ist zu klein. Die Mindestmaße des BNA-Gutachtens würden es zwar rechtfertigen, mehr aber auch nicht. Man sollte sich schon an dem orientieren, was auch für Pogona vitticeps empfohlen wird, also 150x80x80 und aufwärts.


    150x60x60 +Lichtkasten halte ich für P. henrylawsoni zwar für vertretbar, weniger sollte es aber nicht sein.


    Für die Grundbeleuchtung würde ich HQI wählen, Leuchtstoffröhren kann man zusätzlich nutzen.

    Schimmel ist oft das Resultat mangelnder Belüftung. Ein Foto des Terrariums könnte für eine Einschätzung hilfreich sein.


    Wenn sich Schimmel in einer Korkröhre bildet, und sonst nirgendwo, entfernt man das Ding einfach und ersetzt es.

    Anders als Schlangen häuten sich Echsen nicht am Stück, das abstreifen der alten Haut kann mal mehr, mal weniger lange dauern. Beeinflusst wird das u.a. von den Haltungsparametern im Terrarium, der Gesundheit der Tiere, Stressfaktoren etc.

    Man kann also absolut nichts verallgemeinern, dazu ist die Familie der Skinke (nicht Skinks) mit aktuell ca. 100 Gattungen eh viel zu groß.

    Da gibt es vieles, das bisher nur Du weißt, und was die Werte im Terrarium stark beeinflussen kann, z.B.:

    - aus welchem Material ist das Terrarium?

    - zusätzlich isoliert?

    - Lichtkasten, oder Beleuchtung innenliegend?

    - Bodengrund wie hoch?

    - Größe und Platzierung der Lüftungsflächen?

    - welche Umgebungstemperatur, besonders im Sommer?

    - irgendeine Möglichkeit der Kühlung im Sommer, z.B. mobiles Klimagerät?

    - direkte Sonneneinstrahlung durch ein Fenster?

    usw.

    So groß sind die Differenzen zu meinem Vorschlag nicht. Beides sind ausserdem genau das, nämlich nur Vorschläge, da zu Deinem Terrarium und den Umgebungsparametern keine weiteren Infos vorliegen.


    Auch wenn Dir im anderen Forum ein Buchautor mit viel Erfahrung Ratschläge gibt, tendiere ich dennoch erstmal mehr zu meiner Idee. Zu hell kann es in einem Pogonaterrarium nicht sein, und es muß auch nicht jedes von mir vorgeschlagene Leuchmittel 12-14 Stunden täglich durchgängig in Betrieb sein.

    Ich plane lieber etwas zu üppig, denn es ist im laufenden Betrieb einfacher, ein Leuchtmittel abzuschalten, als mit Tierbesatz ein neues nachzurüsten und probelaufen zu lassen bis alles passt.

    Danke für diesen Beitrag, aber in der Tat, meine Frage war an Manni gerichtet. Hätte Dir auch klar sein müssen, da Du selbst in Deinem ersten Beitrag keins der von mir hinterfragten Maße nanntest, und Manni hier derjenige ist, der die Waranhaltung erst plant.

    Wetboxen kann man anbieten, entsprechend feuchte Stellen sollte es aber auch ohne solche Hilfsmittel im Terrarium geben.


    Die normale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen liegt i.d.R. zwischen 40 und 60%. Bei trockener Heizungsluft im Winter entsprechend am unteren Ende dieses Bereiches.

    Sicherlich sind Jungferngeckos inzwischen sehr weit verbreitet, aber betrachtet man mal deren Lebensraum, so sind konstante 30-40% LF doch eher unrealistisch. Auf irgendwelchen Webseiten können Menschen jeden Schei++ schreiben, aus dem Grund habe ich ein Buch empfohlen. Das hat immerhin ein Lektorat hinter sich, und die Autorin ist zudem keine Unbekannte in der Terraristik. Investiere einfach diese ca. 15 Euro, wenn Du diese Art halten möchtest.