Beiträge von Erdbähr

    Das Thema Zoo"fach"handel kommt immer wieder auf, kürzlich erst hier im Forum.

    der sagte es sei ein Stachelleguane

    OK, das klingt immerhin etwas anders als das, was Du zu Beginn geschrieben hast:


    Ich weiß nichts... welche art, wie alt und ob w/m.

    Der Verkäufer konnte mir nichts zum Tier sagen

    Selbst wenn der Trivialname Stachelleguan zutreffend wäre, umfasst die Gattung Sceloporus immerhin über 100 Arten.

    Das sieht mir doch sehr nach Cordylus tropidosternum aus. Wenn ich richtig liege, stehen sie unter Artenschutz, sind nachweis- und meldepflichtig, was für Dich wohl ein großes Problem wird.


    Versteh das bitte nicht falsch, nimm es bitte nicht persönlich, aber: wieso kauft man ein Reptil, ohne zu wissen welches, wie es gehalten wird, welche Ansprüche es hat, und so weiter?

    Das Thema Beleuchtung ist zwar recht komplex, aber das ist nichts, was man nicht lösen könnte. Es gibt gute Internetquellen und gute Literatur um sich zu informieren. So schwierig ist es nicht, ein geeignetes UV-Leuchtmittel zu nutzen und entsprechend der Herstellerangaben nach einer bestimmten Zeit zu wechseln.


    Man kann jedes Reptil anfassen, wenn es nötig ist, ohne dabei dessen Haut zu verletzen.


    Die Grundfläche des Terrariums wäre übrigens auch für Phelsuma grandis zu klein gewesen.

    soviel zum thema patzig



    solche anmerkungen kann man sich sparen....

    OK, Du suchst also Streit. Meinetwegen. Meine Frage war in keiner Form "patzig", ich sehe nichts, was Du hättest persönlich nehmen müssen. Ich finde meine Frage sogar vollkommen gerechtfertigt, da die Grundfläche Deines Terrariums für Gekko gecko nunmal schlicht und ergreifend nicht ausreicht. Sind meine Worte so unverständlich? Ist es so abwegig, daß man sich vor dem Einrichten Gedanken macht, ob das Terrarium für die gewünschte Art überhaupt "passt"?

    Entschuldige bitte, daß ich Dir nicht die Antwort geben kann, auf die Du gehofft hast. Patzig wirst allerdings gerade nur Du. Aber bitte, dann halt nur noch kurz, knapp und unmissverständlich:

    würde die höhe des terrariums die fehlende breite+tiefe wett machen??

    Nein.

    Sollte man die Frage, ob das Terrarium überhaupt geeignet ist, nicht besser lange vor dem einrichten stellen? Geht man nach dem BNA-Gutachten und rechnet mit ca. 18cm KRL, die Gekko gecko erreichen kann, müßte die Grundfläche MINDESTENS 108x108cm betragen.

    Wärme steigt nach oben, das kann man glaube ich so simpel formuliert als Tatsache in den Raum stellen. Das bedeutet natürlich, daß bei Nutzung eines Lichtkastens etwas mehr Energie benötigt wird, um die notwendigen Temperaturen im Terrarium zu erzeugen. Einen großen Unterschied macht das jedoch nicht.


    Bei unseren Bartagamen hatten wir früher glaube ich eine Heizlampe und 2 Röhren

    Wie gesagt: solange man es richtig macht...

    Gerade Pogona vitticeps leiden sehr lange und ausdauernd. Diese Art ist auch unter mieserabelsten Bedingungen wie "Beleuchtung" vergleichbar mit einer Dunkelkammer bereit sich zu vermehren, und wird trotz aller Umstände 10 und mehr Jahre alt. Nur weil Pogona eine derartige Haltung längere Zeit überleben können, rechtfertigt das absolut gar nichts. Man muß immer bedenken, wo diese Tiere (und auch V. acanthurus) in der Natur leben, und wie hell es dort ist. Also ja, was ich als Tendenz aufgelistet habe, ist in der Form absolut notwendig. Sicherlich wird auch ein Stachelschwanzwaran in einem kleinen Terrarium beim "Licht" von zwei LSR und eines simplen Wärmespots einige Jahre durchhalten... aber man sollte dann schon ehrlich zu sich selbst sein und sich fragen, ob die Terraristik unter solchen Voraussetzungen das richtige Hobby ist. Im Grunde wurde alles gesagt was gesagt werden mußte, ich kann mich also nur noch wiederholen:


    Es gibt keine preisgünstige Möglichkeit, relativ große Terrarien für tagaktive, heliophile Echsen zu beleuchten. Jedenfalls nicht, solange man es richtig macht.

    Hier mal ein Beispiel, was Du Dir unter einem Lichtkasten vorzustellen hast, und wie man ihn bauen kann. Über die Suchfunktion von Terraon findest Du noch viel, viel mehr Infos dazu.


    Man muß keinen Lichtkasten nutzen, er bietet aber durchaus Vorteile. Installiert man die Beleuchtung im Terrarium, was natürlich absolut machbar ist, sollte man diese jedoch mit Schutzkörben sichern. Verbrennungen seiner Tiere will schliesslich niemand.


    Bei einem Terrarium 200x100x100 + Lichtkasten würde ich bzgl. der Beleuchtung in folgende Richtung tendieren:

    1x 150 Watt Bright Sun oder vergleichbare

    1x 150 Watt HQI

    2x 70 Watt HQI, eine davon ggf. mit UV, also wiederum Bright Sun oder vergleichbare

    2-3 T5, 36-54 Watt

    Spotstrahler nach Bedarf, PAR 38 bieten sich an, ggf. reichen auch kleinere Halogenspots.

    1,1 oder 0,2 ist nicht generell auszuschliessen. Die Frage ist halt, ob Du für den Fall der Fälle, also bei Bedarf sofort, ein vergleichbar großes Terrarium bereitstellen kannst. Wenn nicht, ist und bleibt Einzelhaltung die vernünftigste Entscheidung.


    Mindestmaße sind ein Thema für sich. In Deutschland gibt es nur eine Richtlinie, nämlich das BNA-Gutachten. Dieses Gutachten ist meiner Meinung nach für viele Echsen mit Tierquälerei gleichzusetzen. Ich denke, 150x80x80 zzgl. Lichtkasten ist für ein Einzeltier vertretbar. Mehr Platz wird jedoch garantiert genutzt werden.

    Abhängig von der Terrariengröße. Was für ein Becken 150x80x80 ausreicht, ist für eins mit 250x120x120 viel zu wenig. Wenn Du jetzt eine grobe Richtung wissen willst, mußt Du mit Deiner Planung konkreter werden.


    Mit 300 Watt wirst Du bei 250x120x120 nicht weit kommen. Gast tendiert schon in eine recht realistische Richtung.


    der Rest bis etwa 25 Grad liegt.

    Die Durchschnittstemperatur sollte ca. 5°C höher liegen. Ein Temperaturgefälle runter bis 25°C, je nach Jahreszeit auch etwas weniger, ist wünschenswert.


    Es gibt keine preisgünstige Möglichkeit, relativ große Terrarien für tagaktive, heliophile Echsen zu beleuchten. Jedenfalls nicht, solange man es richtig macht.

    Man sollte nie irgendeine Information ungeprüft übernehmen. Der solideste Einstieg ist und bleibt Literatur. Detailfragen kann man später immer noch an andere Halter richten... wenn man grundsätzlich bereits zwischen richtig und falsch unterscheiden kann.


    Doch, man findet sogar reichlich Informationen zu Ameiva ameiva. Vielleicht keine "Bedienungsanleitung", wie man sie für verbreitetere Reptilien wie z.B. Pogona vitticeps findet, aber alle für die Haltung notwendigen Infos lassen sich durchaus mit Google finden. Auch hier sollte man sich erstmal nach verfügbarer Literatur umsehen.

    Da Du Deine Frage inhaltlich wiederholt hast, habe ich das Thema entfernt und den Beitrag hierher verschoben.


    Ich wiederhole einfach mal die an Dich gerichtete Frage:

    Da Du Dich offenbar bewußt für diese Art, und sowohl ein Aufzuchtterrarium, als auch eins für die dauerhafte Haltung entschieden hast, wirst Du Dir sicherlich auch schon Gedanken über die Beleuchtung gemacht haben. Am besten stellst Du Deine bisherige Idee einfach mal vor, und dann kann man schauen ob da eventuell etwas zu verbessern, oder bereits alles ok ist.

    Wenn man etwas Eigeninitiative erkennt, sind viele Forenuser sehr viel hilfsbereiter als wenn der Eindruck entsteht, jemand möchte alles auf dem Silbertablett serviert bekommen.

    Das kommt in erster Linie auf die Terrariengröße an, und welche Leuchtmittel man nutzt. Natürlich kann man ein kleines Terrarium mit unzureichender/ungeeigneter Beleuchtung relativ günstig betreiben.


    Um jetzt mal bei dem von Dir zu Beginn genannten Maß zu bleiben: bei 250x120x120 werden sich die Stromkosten nicht nennenswert unterscheiden, egal von nun Varanus acanthurus darin gehalten wird, oder Varanus exanthematicus. Mit 25 Euro für Strom und Futter kommt man nicht hin. Ich nehme an, diese Zahl hat man Dir in einer Zoohandlung genannt?

    Wegen der Paarung hat derselbe mir auch gesagt, dass wenn man die Winterruhe auslässt, würden die Tiere keine Eier legen.

    Auch das ist Unsinn. In Terrarienhaltung und x-ter Nachzuchtgeneration spielt das bei vielen Reptilien keine Rolle mehr, die vermehren sich unabhängig des Jahreszeitenverlaufes. Das auslassen der Winterruhe bei einer Art, die in der Natur eine solche halten würde, ist ebenso Unsinn. Es muß keine aktuen Folgen haben, aber entweder hält man ein Tier entsprechend seiner Ansprüche, oder man lässt es ganz. Ich nehme an, auch diese Weisheit hast Du aus einer Zoohandlung?


    Ja, grundsätzlich kann man unerwünschte Reptilieneier einfrieren und entsorgen. Ob das bei artgeschützten Tieren ok ist, muß jeder mit sich selbst ausmachen. Wo kein Richter, da kein Henker. Aber: warum will man einem Weibchen das bewusst antun? Wenn keine Nachzuchten gewünscht sind, sorgt man dafür, daß es gar nicht erst zu Paarungen und Eiablagen kommt. Man MUSS schliesslich nicht 1,1 halten. Einzelhaltung ist i.d.R. überhaupt kein Problem, und unter diesen Voraussetzungen ist es die beste und sinnvollste Option.