Beiträge von Erdbähr

    Das Bild auf der offenen Hand wurde also nach der gestrigen Fütterung gemacht?

    Ich hatte vermutet die Bilder seien von heute. Wenn man ausserhalb des Terrariums füttert, muß das Tier natürlich dahin zurück. Dabei ein, zwei Fotos zu machen ist in der Tat kein Problem. Ansonsten wurde wohl alles gesagt. Ich hoffe die Kornnatter ist gesund, parasitenfrei und auch die anzuratenden Cryptosporidientests werden ohne Befund sein, so daß sie in Kürze in ihre Winterruhe gehen kann.

    Sie kommt mir doch sehr zierlich vor.

    Und wie meinst Du sollte eine Kornnatter aussehen, daß irgendwann von September bis zum Kauf am Sonntag geschlüpft sein müßte? Wie lang schätzt Du sie? Anhand der Fotos kann ich nur raten, und auf der Basis halte ich die lächerlich vage Angabe des Züchters, Juni bis September, bei 6-7tägigem Fütterungsintervall für durchaus realistisch.


    Das Bild auf der offenen Hand wurde also nach der gestrigen Fütterung gemacht? Wenn ja, meine ich über Deinem kleinen Finger noch deutlich das Futtertier zu erkennen. Demnach wäre die von Dir gewählte Futtertiergröße im grünen Bereich, keinesfalls zu klein, größer würde ich auch vorerst nicht versuchen.


    btw: rumhantieren nach der Fütterung sollte man vermeiden. Im Zweifelsfall verzichtet man auf Fotos, und macht die einige Tage später.

    Ja, ein Bild mit Größenvergleich wäre sicherlich hilfreich. Bisher kann man sich leider herzlich wenig vorstellen, was die Größe der Schlange angeht.


    Welcher Züchter kann denn das Schlupfdatum seiner eigenen Nachzuchten 2019 nicht wenigstens halbwegs genau nennen? Zwischen Juni und September ist eine Angabe, die mich persönlich sofort bewogen hätte, dessen Räumlichkeiten zu verlassen und mir das Tier meiner Wünsche anderswo zu kaufen. Wie kommst Du darauf, die vage Angabe des Züchters zum Alter könne falsch sein? Und wenn Du das befürchtest, warum hast Du trotzdem gekauft?


    Auch wenn dessen Meinung nach der bisherigen Schilderung wohl nicht viel wert ist: zu welchem Intervall rät denn der "Züchter"?


    Je nach tatsächlichem Alter, Größe und Ernährungszustand würde ich jetzt im Bereich 7 bis 10 Tage vorschlagen. Zwei, drei Fütterungen während der Quarantäne, in der das Tier hoffentlich gehalten wird... währenddessen Kotuntersuchungen, sind die o.B., Winterruhe einleiten. Man muß keine möglichst großen Futtertiere in möglichst kurzen Intervallen anbieten. Auch wenn manche "Züchter" das leider so handhaben, und auch Internetquellen das empfehlen. Auch wenn da ebenso nicht alles perfekt und fehlerfrei ist, sollte man dennoch Literatur als primäre Informationsquelle vorziehen.

    Kann ich mir als Neuling zutrauen, das Geschlecht nach Anleitung sicher zu bestimmen?

    Das von mir empfohlene Buch "Die Gattung Pogona" bietet ab Seite 83 eine solide Basis dafür. Vielleicht ist für Dich das entsprechende Thema aus den FAQ hilfreicher, weil es aufgrund der Bebilderung etwas realitätsnäher ist, gerade für Einsteiger. Bist Du Dir danach immer noch unsicher, weißt Du zumindest wie die Fotos aussehen sollten, die Du zur Geschlechtsbestimmung hier einstellen müßtest.


    Das Verhalten des Tieres während Deines Versuches der Geschlechtsbestimmung, oder um Fotos zu machen, kann natürlich niemand von uns einschätzen. Im Zweifelsfall arbeitet man zu zweit. Einer fixiert das Tier, der andere schaut in Ruhe nach und macht ggf. Fotos. Pogona haben Krallen und können durchaus fest zubeissen, ein minimales Verletzungsrisiko mag gegeben sein, wenn auch eher in der Theorie. Gleiches gilt andersrum, packt man zu fest zu, oder mangels Erfahrung falsch, kann sich auch das Tier verletzen. Das ist aber nichts, was nicht lösbar wäre. Gerade dann, wenn Du Deine eigenen Fähigkeiten im Umgang mit Tieren korrekt einschätzt. Und davon gehe ich einfach mal aus.

    Das mit dem streicheln solltest Du ganz schnell wieder vergessen. Grundsätzlich solltest Du einen Blick auf das hier werfen, was das Thema handling angeht. Ist das "streicheln" für Dich elementar wichtig, vergiss bitte sofort jegliche Reptilienhaltung.


    Wenn Du dem Link zu den FAQ bereits gefolgt sein solltest, weißt Du wie groß Pogona vitticeps werden können, und daß das Terrarium kein wirklich kleines sein darf. Unter 150x80x80 brauchst Du nicht anfangen zu planen.


    Quarantäne ist ein umstrittenes Thema. Viele werden sagen, die ist unnötig, wenn das Dein erstes und einziges Reptil sein wird. Ich sage, man sollte den Gesundheitszustand seines Tieres möglichst genau kennen, und leider sind so manche Endo- und Ektoparasiten in der Terraristik ein immenses Problem. Setzt Du ein neu erworbenes Reptil direkt in ein fertig eingerichtetes Terrarium, wirst Du im worst case damit leben müssen, daß es nach kurzer Zeit vollständig saniert und das Tier währenddessen anderswo untergebracht werden muß.


    Gleiches gilt für die Winterruhe, die für Pogona vitticeps unumgänglich ist. Die nötigen Temperaturen sind in den meisten Wohnungen nicht ohne weiteres zu ermöglichen, so daß man das Tier währenddessen auch anderswo unterbringen muß. Das kann ein kleineres Terrarium im Keller, auf dem Dachboden oder in der Garage sein, sofern die nötigen Temperaturen dort gewährleistet werden können. In einem im Winter geheizten Wohnraum als Terrarienstandort ist i.d.R. keine Winterruhe möglich.

    Vielleicht solltest Du erstmal erklären, was genau Du unter zahm, nicht zu groß und pflegeleicht verstehst oder erwartest.


    Beissen kann grundsätzlich jedes Reptil, im Rahmen seiner körperlichen Möglichkeiten.


    Was ist mit "keine Nachzucht" gemeint? Du möchtest nicht, daß Dein Tier/Deine Tiere Nachwuchs haben, oder Du möchtest Wildfänge?


    Nicht so laut wie ein Papagei ist kein Problem, die meisten Reptilien sind eher ruhige Gesellen.


    Wenn Dir die Gattung Pogona zusagt, spricht meiner Meinung nach nichts dagegen, vitticeps oder henrylawsoni für den Einstieg zu wählen. Ob Du deren Ansprüchen gerecht werden kannst, kannst zum jetzigen Zeitpunkt nur Du selbst beurteilen. Du muß Dir im klaren sein, daß besonders das Thema Beleuchtung bei dieser Gattung einiges an Aufwand und Kosten nach sich zieht.

    Leider gibt es noch immer wenig Bücher und Infos im Netz.

    Internetquellen wurden hier noch gar nicht erwähnt. Meine Links bzgl. Literatur und auch die Antwort von John dazu scheinst Du nicht bemerkt zu haben?


    Man muß sich auf JEDES Tier gründlich vorbereiten. Warum sollten die drei genannten Warane problematischer sein als "Leguane" oder "Geckos"? Findest Du Deine Aussage nicht vielleicht etwas zu pauschal?

    Von Pogona mal ganz zu schweigen, deren Haltung der australischer Warane übrigens sehr ähnlich ist.

    Zudem gibt es noch eine Menge Tipps.

    ...die allerdings teilweise mit Vorsicht zu geniessen sind. Empfehlenswerte(re) Informationsquellen, wo es auch keinerlei Zweifel an der fachlichen Eignung der Autoren gibt, habe ich bereits verlinkt.

    Grundsätzlich muß man sich auf jedes Tier gleichermaßen vorbereiten. Ich sehe in der Haltung von Sceloporus malachiticus nichts, was ein engagierter Einsteiger nicht bewältigen könnte. Ob Du den räumlichen Anforderungen gerecht werden kannst, den nötigen Temperaturen etc, kannst zu diesem Zeitpunkt nur Du selbst beurteilen.

    Könnt ihr mir Bücher über ihn empfehlen?

    Das hier ist für die erste Informationsbeschaffung sicherlich vertretbar. Darüber hinaus gibt es noch ein wenig mehr.


    Ich würde für den Einstieg zu einem Einzeltier raten. Mehrere Männchen gehen i.d.R. nicht gut. Wenn 1,x, dann müssen Quarantäne- bzw. Aufzuchtterrarien bereitstehen.


    Ein eher überschaubares Angebot findest Du bei terraristik.com . Lass Dir keine (frischen) Wildfänge als angeblich adulte Nachzuchten aufschwatzen.

    Kann man. In ca. 1,5 Jahren. Vorher wäre das den Weibchen gegenüber verantwortungslos. Und man muß sich in jedem Fall die Frage stellen, ob ständige Eiablagen wirklich erstrebenswert sind.

    Dort bezieht man sich, wie oft üblich, auf die Mindestanforderungen des BNA-Gutachtens und dann wird ein Terrarienmaß genannt, das diesen Anforderungen nur knapp entspricht. Kann man diese Art auf den für Dich maximal möglichen 60x40x60 halten? Sicherlich kann man. Man kann sich aber auch etwas mit der natürlichen Lebensweise dieser Tiere, ihrer Agilität, beschäftigen, und das Vorhaben dann nochmal überdenken. Ich hoffe doch, das Terrarium MUSS jetzt nicht schnellstmöglich mit Leben gefüllt werden?

    Man sollte sich auf jedes Tier lange im Voraus vorbereiten. Entsprechende Vorbereitung vorausgesetzt, idealerweise mit Literatur als Grundlage, sehe ich keinen Grund, warum die drei genannten Arten nicht für den Einstieg geeignet sein sollten. Lediglich den Wunsch nach einem "zahmen" Waran würde ich an Deiner Stelle ganz weit hinten anstellen, oder am besten ganz streichen. Manche Individuen sind zutraulicher als andere, planen kann man sowas nicht.