Beiträge von RWZ

    hei, spannend spannend ...


    mich würde interessieren, woran eine "artgerechte Mindestgröße" denn vom Gutachter festgemacht wird. Den Gecko hat wohl eher niemand gefragt, oder? Ich denke, eine "tadellose" Haltung wurde auch schon mit kleineren Maßen erreicht (*Aufschrei!*) ... was ist denn eine tadellose Haltung!?!? - Eben!


    Ich kann einem Phelsumen einen Riesenkasten hinstellen, aber bereits ohne entsprechende dreidimensionale Strukturierung wirds Mist bleiben. Denn ein Gecko bewohnt nun Mal "Oberfläche" und nicht "Volumen".


    Artgerecht: man belasse das Tier in seinem natürlichen Habitat.
    Im Unterschied hierzu "Terrarienhaltung". Da muß ein Mix aus Größe, Temperatur, Licht, Feuchte, Strukturierung, Bepflanzung, Futter, Supplementierung beachtet werden. Da bin ich mir sehr sicher, daß es sauschlechte Haltungsbedingungen auch in Riesenterrarien gibt, die ein anderer mit einem etwas kleineren Terrarium locker toppt, weil eben die anderen Parameter stimmen.


    Und dann wird so ein grandis in einem "zu kleinen" Terrarium maximal alt, nie krank und zeigt auch sonst keinerlei Streßsymptome. Sehr irgendwelchen Gutachten zum Trotz. Und jetzt? Ist diese Haltung trotzdem "nicht artgerecht"? Natürlich nicht! Denn artgerecht umfasst mehr "Grundfläche" und "Volumen" als meine oder Deine Wohnung hat. Am besten sind die zu halten auf einer Insel ... Madagaskar ist recht angemessen, denke ich ... ;)


    So. Nachdem ich mir das von der Seele geschrieben habe, meine ich: je größer das Terrarium, desto besser.


    Gruß!

    Ja, auch wir verfüttern grundsätzlich nur tadellose saftig-grüne Blätter ohne Fraß- und Schleimspuren, keine gelben Stellen, keine schwarzen Pünktchen drauf. Dafür wurden wir sogar schon mitleidig belächelt ...
    Und um fehlende Nährstoffe zu supplementieren, sind wir hier ja zum Glück nicht auf Schnecken angewiesen ...


    Eventuell fressen die in Florida die Schnecken, weil sie scharf auf den Kalk sind? Dann würden sie auch leere Schneckenhäuser nehmen. Aber solange nicht klar ist, welche Pflanzen sie im natürlichen Lebensraum fressen bzw. was für Nährstoffe dadrin sind, kann man zum Futterangebot in Florida keine Vergleiche ziehen, und der Appetit auf Schnecken bleibt ein Rätsel.


    Wenn sie auch Frösche fressen, dann wurde der Iguana iguana ssp. parisienne eventuell von Franzosen ausgewildert?? :D

    hossa, das ist spannend! wie viele andere invasive Spezies scheint auch Iguana iguana seine natürliche Lebensweise zu modifizieren, sobald er in neues Terrain versetzt ist. Besonders interessant finde ich die Urbanisierung ...


    @ Schnecken: ich könnte mir vorstellen, daß die Iguanas in Florida eine Reihe essentieller Futterpflanzen vermissen. Das dadurch entstehende Nährstoff-Ungleichgewicht könnte die latent vorhandene Omnivorie (Jungtiere!) bei adulten Tieren anregen und ein bewußtes Fressen von Schnecken auslösen. Soweit ich weiß, ist das Fressen von Schnecken im natürlichen Lebensraum noch nicht dokumentiert worden, oder?


    Und was heißt das jetzt für uns? Eine kleine Schnirkelschnecke mit in den Futternapf? ;)

    hab hier ne pflanze gefunden wo ich mich frage ob ich diese füttern darf?


    Hier mal ein Foto:


    Hallo, nach langer Zeit bin ich mal wieder hier ...
    diese Pflanze ist Fallopia convolvulus (Windenknöterich) und gehört zu den Knöterichgewächsen wie zB auch der Ampfer. Würde ich deshalb nicht verfüttern.
    Die Blätter sehen aus wie die der Zaunwinde, die man schon verfüttern kann. Aber die Zaunwinde hat weißen Milchsaft, der Knöterich nicht.


    Gruß, Stefan

    @Pics:
    1) Meerrettich
    2) ein Sauerampfer
    3) Gundermann
    4) ein Beifuß
    5) ein Storchschnabel
    6) keine Ahnung ... hast Du ein Foto von den reifen Früchten?
    7) ein Hollunder
    8.) Wiesen-Bärenklau
    9) Robinie
    10) Maulbeerbaum


    kannst es ja mit der Futterliste abgleichen ...


    Wer eine Pflanze bestimmt haben will, darf mich immer gerne per PN kontaktieren. Fotos von Blüten und Früchten machen es leichter.


    LG, Stefan

    Jop, dann lag ich ja richtig;)
    Das mit dem Holz kann übrigens durchaus hinkommen.

    Cool, danke!
    Bei meinem Bekannten kann es eigentlich nur das Holz gewesen sein, denn immerhin ist er ja ein gestandener Terrarianer, der das Becken nicht mit Geschirrspülmittel reinigt oder so ... Futterempfehlungen von uns hat er auch übernommen ...


    der Anblick war wirklich gruselig, 10 Schaben von Fingerlänge, alle zusammengekrümmt im Substrat oder in Eierpappen "sitzend", alle mit den Füßen zuckend und rudernd ... brrr ...


    Lieber Gruß, Stefan

    ... oder gar irgendwelche Schaben (ich habe ungefähr 100) nacheinander badet (bei vielen kleinen - na viel Spaß)..

    gerade habe ich dem Tierpfleger erzählt, daß das Schabenbaden ausfällt, und er ist mit geballten Fäusten im Raum herumgetanzt, laut "JAAA" rufend ... :D

    Hast du mal über den Einsatz von Raubmilben nachgedacht? Die fressen andere Milben, je nachdem, um was für Milben es sich handelt, brauchst du halt verschiedene.

    Diese Problematik kenn ich auch von anderen Gebieten. Alle Nützlinge wie Raubmilben o.ä. sind nur dann sinnvoll, wenn man sie irgendwo einsetzt, wo man beständig eine große Schädlingspopulation zu erwarten hat.
    In geschlossenen Systemen wie Terrarien oder Glashäusern passiert aber sehr leicht folgendes:
    Die Raubmilben fressen die Schädlinge auf bis zu einem gewissen Punkt, an dem nur noch sehr wenige Schädlinge vorhanden sind. Ab diesem Punkt bricht die Nützlingspopulation plötzlich zusammen. Meist sind dann alle Nützlinge komplett weg, und aus den wenigen verbliebenen Schädlingen wird sehr schnell wieder eine florierende Population ...
    Der Einsatz von Nützlingen ist also meist nicht zu empfehlen, wenn man den Schädlingsbefall eines "geschlossenen" Systems komplett entfernen möchte. (Ich habe einen ähnlichen Kampf mit Passionsblumen, Wollläusen und ganzen Paletten an sehr teuren Nützlingen hinter mir ... nie wieder ...)


    LG!

    Das könnte nämlich auch ein Punkt sein - wie ist denn Dein Becken eingerichtet?
    Vielleicht ist es zu feucht, vielleicht zuviel Futter. Da gibt es häufig diese kleinen, weißen Milben.

    Unser Becken ist super eingerichtet ... bei uns sterben ja auch keine Schaben ... ;)
    mit "kleinen, weißen Milben", die im Substrat leben, meinst Du aber nicht zufällig diese winzigen Asseln, die sich in jedem dritten Terrarium der Welt ansiedeln und als Nützlinge gelten? Unsere Milben sind auf jeden Fall nicht weiß, eher rötlich-bräunlich.

    ... glaub ich nicht, dass die Schaben durch die Milben gestorben sind - vorallem wären dann Deine ja auch kaputt.
    Hast Du deinen Bekannten schon mal gefragt, was für Gegenstände/Futter er gegeben hat. Vielleicht war irgendwo was drauf/dran/drin, was den Schaben den Tod brachte. Pestizide, Schadstoffe, ... - hört sich für mich eher danach an.

    war auch mein Verdacht. Er hatte Pinienholzstückchen als Substrat genommen ... da Nadelgehölze im Regenwald ja eher nicht vorkommt, kann es sein, daß die Regenwaldschaben mit den ätherischen Stoffen und Harzen der Nadelbäume nicht klarkommen.


    LG, Stefan

    Nicht wegmachen!!! Die Milben sind spezifisch, die gehören zu den Schaben wie auch zu Diplopoden.
    Die sorgen dafür, dass der Wirt nicht von einem Pilz befallen wird

    Ja, das ist die Info, die ich gerne hören wollte!

    die Milben können auch durch die Wiesenkräuter kommen


    die Milben verschwinden normalerweise nach einer generalreinigung
    die milben an den schaben kann man mit warmen wasser abspülen, jedenfalls bei Blaptica d. und der Totenkopfschabe
    PS: Beschreib mal wie die Milben aussehen

    In allen anderen Terrarien, wo wir regelmäßig Wiesenkräuter füttern, sind keine Milben (Grillen, Heimchen, Kongorosenkäfer, Waldschaben, auch Bartagame und Grüner Leguan) ... ich hätte deswegen Wiesenkräuter als Quelle ausgeschlossen.
    Die Milben werde ich beschreiben, wenn ich wieder auf Arbeit bin (dort steht das Terrarium ...).


    Danke für die Tipps zur Bekämpfung, das werden wir machen ... steht nur zu befürchten, daß die Milben wieder aus dem benachbarten Archispirostreptus-Terrarium einwandern (wenns denn die sind). Müssen wohl die beiden Terrarien auseinander stellen.
    Das warme Wasser wird auch die Fauchschaben nicht belästigen ... die schwimmen richtig gut, haben kein Problem mit Wasser ...
    Generalreinigung im Schabenbecken ist immer eine häßliche Arbeit ... allein die ganzen kleinen Schaben, die man aud Borkenlöchern rauspuhlen muß ...


    Lieber Gruß und Danke für die Ratschläge,


    Stefan

    Art/Gattung: Madagaskar-Fauchschaben (NZ)


    Terrariengröße LxTxH: 60x40x40
    Einrichtung/Bodengrund: Torf, Korkröhren, Äste
    Luftfeuchtigkeit: ~70%
    Temperatur: 24-30°C
    Beleuchtung (genaue Bezeichnung): 15W Backofenlampe


    Ernährung: Wiesenkräuter, Obst & Gemüse, verschiedene Trockenfutter
    Verhalten: "normal"


    So, und diese seit Jahren stabile Population hat leider Milben. Die stammen eventuell aus dem benachbarten Terrarium (Archispirostreptus gigas, Riesentausendfüßler, die leben mit den Milben mutualistisch). Uns haben die Milben bisher nicht gestört und die Schaben offenbar auch nicht.


    Jetzt haben wir an einen Bekannten 10 Schaben abgegeben, und die sind alle unter schweren Zuckungen eingegangen. Er hat gemeint, das waren die Milben, die aufgrund des Umzuges besonders aggressiv waren. Zwar kann ich mir das nicht vorstellen, da wir dieses abnorme Verhalten (Zuckungen) in unserem Terrarium noch nie beobachtet haben. Aber ich verstehe natürlich den Vorbehalt, sich mit den Schaben unbekannte Milben einzuschleppen.


    Deswegen haben wir beschlossen, die Milben aus dem Fauchschabenterrarium zu entfernen.
    ABER WIE??


    Lieber Gruß, Stefan

    Allerdings mit versch. Funktion und Inhaltsstoffen.

    daher unsere Diskussion ... wir hätten im April ein 20-Arten-Menü nur aus Blüten anbieten können.
    In welchem Verhältnis (ungefähr) ist das Verhältnis Blatt : Blüte günstig? Oder hat sich darüber noch nie wer Gedankren gemacht (kann ich nicht glauben ...)


    LG, Stefan