Beiträge von SerivaSenkalora

    Bevor du an ein zweites Tier denkst, solltest du erstmal dem ersten ein vernünftiges Zuhause bieten.

    Dieser Kasten hat mit artgerechter Leopardgeckohaltung leider nichts gemeinsam.


    Und es sind nicht die Leuchtsteine die da stören.


    Regelmäßiges Austauschen von Einrichtung kann man machen, ich tausche zB bei meinen Kornnattern immer mal wieder kleinere Gegenstände zwischen den Terrarien - so haben die Tiere mal was neues "zu riechen" und es ist schon interessant zu sehen, wie sie auf die Gerüche der anderen Tiere reagieren. Oder ich lege mal neue Rindenstücke rein, die ich aus dem Feuerholzstapel meines Onkel bekommen habe. Im Herbst mögen die auch frisch gefallenes Laub sehr gern. Große Umbauten hingegen lasse ich bleiben. Bekomme aus den zugewachsenen Terrarien eh nix mehr so richtig raus. :D


    LG

    Seriva

    Bezüglich wildfang Insekten aber bin ich selbst etwas unschlüssig - wie sehr da unter umständen eine Glyphosat, bzw. Dünger-Belastung in den Tieren vorherrscht - wenn es aber eine Biowiese wäre, dann aber holla, da würd ich fast jeden Tag draußen sein und Futter einsammeln! :D

    Naja, das ist eine echte Unart Wildtiere zu entnehmen und an gebietsfremde Haustiere zu verfüttern... Jedes Insekt, was in deinem Exoten landet, fehlt draußen. Gerade in der Brutzeit brauchen Vogeleltern jedes Insekt das sie finden können! Und auch außerhalb der Brutzeit haben Insekten durchaus einen Sinn, sonst würde man sich wegen des Insektensterbens keine Sorgen machen müssen.


    Die Krabbler sind nun echt nicht schwer zu züchten und ordentlich ernährt eine sehr gute Futterquelle.


    LG

    Seriva

    Danke euch.


    Scheint, als könnte ich ruhigen Gewissens bei meiner bewährten Methode bleiben und habe nichts sinnvolles verpasst. :)

    Hätte ja sein können, dass ich den ultimativen Grund für den Umstieg einfach nur noch nicht mitbekommen habe.


    Das mit der Aktivkohle weiß ich, danke. :) Der Schimmelbefall war meist nur gering und auf den Schlupferfolg hat das nur geringen Einfluss, aber für mich ist das stets ein Zeichen, dass die Trennung den Eiern nicht gut tut, so dass ich das nur noch in Ausnahmefällen mal mache. Üblicherweise sind meine Inkubationsboxen so bemessen, dass auch ein gestapeltes Kornnattergelege problemlos reinpasst und dabei werde ich auch bleiben.


    Liebe Grüße
    Seriva

    Hallo zusammen,


    auch, wenn bei mir der Inkubator dieses Jahr Pause macht, ist es doch die Jahreszeit, in der man überall auf Fotos schlüpfender Tiere trifft und sich dann doch auch damit beschäftigt. :D


    Ich inkubiere seit über zehn Jahren meine Natterngelege auf gut durchgefeuchtetem Perlite, weil mir das Vermiculite zu matschig ist. Unten bleibt ein knapper Zentimeter Wasser stehen, der im Laufe der Zeit verdunstet. Gegen Tropfwasser bedecke ich die Eier mit einer Schicht Moos. Deckel drauf, ab in den Brutschank und 60 Tage lang ignorieren hat immer gut funktioniert. Möchte das auch nicht ändern, aber in letzter Zeit fallen mir auch bei Kornnatterzüchter*innen zunehmend diese Boxen auf, wo die Eier auf einem Gitter getrennt vom Substrat liegen.


    Rein aus Neugier wollte ich einmal mal in die Runde fragen, ob jemand hier auch schon Erfahrungen mit der S.I.M. Methode (Suspensions-Inkubations-Methode) gemacht hat und ob das wirklich so viel besser ist angepriesen? Mich stört daran aktuell, dass man bei den meisten angebotenen Boxen die Eier trennen muss, was ich lieber vermeide, um die Eier nicht zu beschädigen (getrennte Eier schimmelten mir meist immer an der Stelle, wo das andere Ei zuvor befestigt war).


    Liebe Grüße

    Seriva

    Was genau meinst du mit "triangulum"?

    Der Komplex wurde um 2013 überarbeitet und es hat sich einiges geändert.


    Zwischen Lampropeltis polyzona und Lampropeltis abnorma z.B. bestehen erhebliche Unterschiede - und sie sind beide ehemalige Lampropeltis triangulum ssp.


    Beißen kann und wird nahezu jede Schlange. Auch in die Finger der Hand die sie hält. ;) Auch manche Pantherophis guttatus sind da nicht zimperlich - eines meiner Tiere ist schlimmer drauf als mein Liasis savuensis Männchen. Die L. polyzona die ich miterlebt habe, taten sich mit den L. abnorma gleich: Beide zerkauten mir als Babys fröhlich die Finger bei der Geschlechtsbestimmung und entleerten sich bereits unmittelbar beim Angucken auf alles was ihnen zu nahe kam - auf Anfassen stehen die halt einfach nicht. Da sind Kornnattern in der Tat etwas ruhiger.


    LG

    Seriva

    Zum Terrarium:

    Nimm lieber ein paar Euro mehr in die Hand und investiere in ein PVC Terrarium. Da musst du nicht drölfzig Schichten "Wasserschutz" auftragen bevor es dicht wird und Feuchtigkeit aushält. :)


    Zur Beleuchtung:
    Mit einer Röhre zur Grundausleuchtung macht man erstmal wenig falsch - ich nutze LED mit hohem Farbwiedergabeindex (nicht die billigen 5€ Röhren) und kann keinerlei Beeinträchtigung oder Verhaltensänderung bei meinen Tieren feststellen.


    Zur Haltung kann ich dir leider nicht helfen, da ich keine der beiden Gattungen pflege.


    LG

    Seriva

    Ich habe hier eine andere Sichtweise auf das Thema und so wie ich jedem Menschen eingestehe seine Zeit mit der Auswertung von Temperaturkürvchen zu verbringen, so verbringe ich meine halt lieber anders und halte es da eher "rustikal". Wichtig ist mir, dass Anfängern nicht immer direkt vermittelt wird, man müsse unbedingt diesen ganzen Schnickschnack nutzen. Muss man nämlich nicht. :) Einstellen und halten geht auch mit einfacheren Thermometern. Finde gerade auch die Stelle nicht, an der ich gesagt hätte, dass man überhaupt nicht messen sollte um die Werte einzustellen, muss an meinem Alter liegen.


    Mehr wollte ich nicht sagen und bin damit hier dann auch fertig.


    LG

    Seriva

    Dieses Temperaturthema mit technischen Spirenzchen und hübschen Grafiken ist eindeutig ein Hobby im Hobby. :D Mich interessiert das zB überhaupt nicht, wie die Temperaturen letzte Woche waren - meinen Tieren ist das auch egal. Ich schreibe hier auch keine Werte von irgendwelchen Thermometern in irgendwelche Tabellchen - in meinem Fall bei meinen Tieren ist es sogar so, dass ich gar nicht in jedem Becken eine Messstelle habe sondern nur drei Referenzthermometer verteilt habe und ein Raumthermometer an der Wand hängt und da nichtmal täglich draufgucke. ;) Einmal eingelaufen, behaupte ich mal, dass man seine Terrarien und Tiere kennt. Nach dem Umzug werde ich mal ein paar Tage genauer hingucken, um die neuen räumlichen Bedingungen einzuschätzen und dann wird's gut sein.


    Insofern bleibe ich dabei:

    Einfache Geräte reichen völlig aus, um ein Tier artgerecht pflegen zu können.

    Denn am Ende geht es hierbei um das Tier und nicht um irgendwelche Statistiken.


    LG

    Seriva

    Ich würde hier auch aus reinem Eigennutz über ein Klimagerät nachdenken. Habe selbst jahrelang in einer Dachgeschosswohnung mit Südfenstern gewoht (gab nur an einer Seite eine Fensterfront ohne Rolläden, war ein Appartement) und frage mich immer noch, wie man so so einen Höllenkessel baulich planen konnte, ohne auch nur im Ansatz zu bedenken, dass die eine halbe Mieterschar gekocht wird und die andere nie Sonne in der Bude hat. Naja, auf jeden Fall hatte ich dann nach dem ersten Sommer mit Spitzenwerten von 41°C in der Bude, in eine mobile Klimaanlage und Hitzeschutzrollos investiert und konnte so manch heiße Tage spürbar abmildern.


    Ehrlich gesagt halte ich seitdem eine Dachgeschosswohnung in den meisten Fällen für kein Tier geeignet, das im Hitzefall nicht mal eben woanders mit hingenommen kann. Hunde kann ich mit zum Badesee nehmen - mit einem Reptil wird's eher nichts mit dem Badespaß.


    Daher würde ich hier zu gar keinem Reptil raten sondern eher zur Geduld bis zu einem späteren Umzug.

    Die Sommer werden tendenziell wärmer statt kälter und >40°C wird dann keine Seltenheit mehr sein.


    LG

    Seriva

    Da Tiere nicht bei 1°C-Abweichung tot umfallen, reichen mir die günstigen Digitalthermometer mit Fernfühler - gibt es z.B. beim großen Fluss recht günstig. Abweichungen von 4°C zwischen den einzelnen Dingern sind da wurscht, da ich zudem auch nicht an den Extremstellen messe sondern im Mittel und es so immer kühlere und wärmere Bereiche gibt. Im Inkubator hängt ein altes analoges Plastikthermometer um das Thermostat zu kontrollieren, das tut schon seit Jahren brav seinen Dienst. Zum Einstellen habe ich ein Infrarotthermometer aus der ehemaligen Fleischtheke meines Arbeitgebers. Das ist zwar nicht mehr geeicht, aber immer noch genau genug.


    Tiere sind robuster als man ihnen zugestehen mag, es braucht keine Hochpräzisionsinstrumente und auf das Zehntel-Grad eingestellten Werte. Gewisse Schwankungen sind normal und auch gut, da sie u.a. das Immunsystem der Tiere fördern und fordern. Bei sensiblen Hochlandchamäleons ist die Toleranzbreite sicherlich signifikant kleiner als bei meinen Tieren, doch auch da hat es in der Natur nicht immer exakt identische Werte und es ist mal ein paar Grad kälter/wärmer oder etwas feuchter/trockener. Würden die das nicht aushalten, wären sie schon längst ausgestorben. Und da man in einem Terrarium ohnehin mehrere Zonen anbietet, können die Tiere ja auch aktiv ihren momentan bevorzugten Bereich aufsuchen und immer mal wechseln.


    LG

    Seriva