Beiträge von Damokles

    Wie geschrieben, ist das hier nur noch Off-Topic. Wie DU richtig erkannt hast:

    Wohin soll das führen?

    Daher beende ich meinen Beitrag zu dieser Diskussion. Überlasse Dir das letzte Wort, lieber Erdbähr. Sollten persönliche Dinge zu klären sein, kann man mich auch direkt anschreiben.

    Erdbähr, Du setzt aber darauf, dass sich der Halter mit dem Terrarium und den Haltungsbedingungen auseinandersetzen will. Leider ist dies aber nicht der Regelfall. Meist ist es doch, dass jemand ein Tier kauft/übernimmt, und sich erst im Nachhinein mit den Haltungsbedingungen beschäftigt. Da hilft es zumindest, dem Neubesitzer auf die Empfehlungen der Hersteller hinzuweisen, um ein Grundverständnis aufzubauen. Was dann noch besser/empfehlenswerter ist, ist dann im zweiten Ansatz dran, sofern dann noch weiterer Optimierungswille des Neubesitzer besteht. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass man zunächst es wirklich einfach und schonend erklären sollte -das nimmt zunächst den Schrecken, dass alles doch irgendwie suboptimal im Terrarium aufgebaut ist. -ABer das ist nun schon sehr Offtopic.

    Ich würde Neulingen immer zu den Herstellerangaben raten, da sie selbst wenig bis keine Erfahrung mit der Ermittlung von Grenzwerten haben und ich Ihnen meist keine Empfehlungen geben kann, wie man es auch anders machen könnte, solange ich nicht den Aufbau überprüfen konnte. Wenn Du, Erdbähr, eigene Möglichkeiten der Bestimmung von Haltungsparametern (UV und Hitze in diesem Fall) bei verschiedenen Terrarien hast, ist das sicher Beispielhaft. Aber auch deine Angaben werden sich wohl nicht auf wildfremde Terrarien so einfach übertragen lassen, wie Du es selbst bemerkt hast ("...die bei weitem nicht dem tatsächlichen, ganz individuellen Betrieb gleichen müssen").


    Der UV-B Anteil aus der Literatur ist bei der BS Lucky Reptile Desert anscheinend sehr gering. Eine punktuelle Überhitzung eines Sonnenplatz (der abhängig des Materials auch gut aufwärmen lassen kann) bei einem Abstand unter 20 cm halte ich für sehr wahrscheinlich .

    Hallo Cham-sitter,


    die UV-Strahlung ist nicht so kritisch bei einer 50 Watt Desert. Der Hersteller weißt aber ausdrücklich auf die Temperatur hin.

    (Link zu Fressnapf mit den Temperaturen & den dazu gehörigen Abständen: LR Bright Sun Desert 50 Watt)


    Warum also ist die UV-Strahlung nicht so wichtig?


    Die Lebenszonen von Tieren und der UV-Bedarf stehen in Zusammenhang. Man teilt diese in die 4 sogenannten Fergusons Zonen auf:



    Zone

    Charakter

    UVI (6.5)

    UVImax(6.5)

    1

    nachtaktiv / Schattenbewohner

    0,0 - 0,7

    0,6 - 1,4

    2

    gelegentlich / selten sonnend

    0,7 - 1,0

    1,1 - 3,0

    3

    öfter sonnend

    1,0 - 2,6

    2,9 - 7,4

    4

    Sonnenanbeter

    2,6 - 3,5

    4,5 - 9,5


    Wenn man nun die Lucky Reptile Desert 50 Watt bei dem empfohlenen Minimumabstand des Herstellers betrachtet, liegt die UV-B Strahlung nur bei Zone 1 und 2.

    Die Strahlung wird exponentiell höher, je näher man der Lampe kommt. Gleichzeitig wird aber auch die Temperatur für die Tiere so unangenehm, dass die Tiere vorher einen Hitzetod sterben würden.


    Siehe Literatur: http://www.amphibianark.org/wp…2018/07/How-much-UV-B.pdf

    Hallo,


    ich muss mich kurz beim Thema einmengen. Bitte beachtet die nötigen Abstände bei den Lucky Reptile Bright Suns,

    Bei der Desert wird ein Abstand von 25-40 cm empfohlen, da bei 20 cm noch eine Temperatur von 50 °C sein kann. Temperaturen von an die 40 °C sind punktuell in Ordnung. 50°C wäre schon sehr warm.

    Kannst du ein Foto vom Terrarium reinstellen? -so dass man den Aufbau erkennen kann?


    Viele Grüße

    Hallo Wheinaxtmann,

    Das Terrarium sieht wirklich gut aus. Ich hätte nur minimale Anmerkungen. Die Torfbeschichtung hätte ich nur punktuell gemacht, da die Grandis einfach glatte Oberflächen lieben. Gerade Bambus wurden schon erwähnt. Falls du in der Nähe zu den Niederlanden wohnst, würde ich dir empfehlen, dort einige Bambus zu kaufen, die eine schöne Dicke (10 cm) haben. Dort kann man auch schöne Höhlen hineinbohren. Grosse Bogenhanfe sind die perfekten Begleiter für die Grandis. Mit der Diffenbachie hatte ich nie Probleme aufgrund ihrer giftigkeit. Die haben nur meist das Klima nicht vertragen.


    Die Lampen sind soweit in Ordnung. Was machst du denn mit den LEDs?


    Gruß

    Benjamin

    Hallo Stobber,


    ja, die Maße sind ausreichend. Sofern man nicht versteckte (Lichtunabhängige) Wärmequellen wie. z.b. Wärmesteine verwendet, fliehen die Tiere nach unten. Einzig allein bei UV muss man aufpassen, da dieser auch von den Tieren nicht wahrgenommen wird und zu Verbrennungen führen kann.


    Bei den guten Höhenmaßen kann ich dir nur den Tipp geben, dass die Durchlüftung vom Terrarium in das Zimmer nicht zu groß sein sollte, damit die Wärme nicht direkt ins Zimmer abgegeben wird, sondern im Terrarium verbleibt. Im Endeffekt musst du schauen, wie Durchlässig der Lampenkasten ist. Wird er zu warm, besteht die Gefahr, dass Vorschaltgeräte oder Lampen ausfallen. Ist immer etwas fummelig, bis man es hinbekommt. Spots-Lampen können zudem gut helfen, die Wärme etwas nach unten zu lenken. Floods verteilen die Wärme sehr flächig und sind gut für die Höhenregion.


    Wie aufwendig es sein kann, hab ich hier mal dargestellt:
    Baudokumentation für Phelsuma grandis


    Ist aber schon länger her und leider fehlen die Abschlussfotos. Das Becken musste ich leider wegen Umzugs abbauen und habe es dann nach Hobbyaufgabe eingemottet.

    Hallo Stobber,


    willkommen im Forum. Ich verweise gern mal auf meinen alten Haltungsbericht, der hoffentlich deine Fragen beantwortet:


    Großer Madagaskar Taggecko - Phelsuma grandis


    Der Abstand ist immer der Abstand zu Tier gemeint. Das kriegt man schnell raus, wenn man das Verhalten der Tiere sieht, wo sie sich tagsüber aufhalten oder sonnen.


    Die T5 Röhren finde ich persönlich nur als Zusatz in Ordnung (siehe Haltungsbericht). Sie geben einfach zu viel Licht nach allen Seiten ab, was die Beleuchtungsstärke natürlich schmälert.


    Trennung der Tiere mit einer Platte finde ich schwierig. Die Mindestmaße gelten meist für ein Tier allein. Wenn man 10% mehr Raum für ein Paar einplant, dass dann aber wegen Streitigkeiten durch ein halb so großes Becken trennt, sind die Mindestmaße nicht gegeben. Aber: Streitigkeiten lassen sich durch das richtige Terrarium viel besser beheben, als man denkT: Schafffe viele Spotplätze und Rückzugsorte. die nicht von den anderen Plätzen eingesehen werden können und man erhält schon eine für die Tiere gute räumliche Trennung! Meine Erfahrung war bisher immer, dass die Aquarienbecken aufgebaut waren. Viel Freifläche, kaum versteckte Winkel. Erst wenn der menschliche Zuschauer mehr als 2 Minuten braucht, bis er das Tier gefunden hat, ist ein Becken für einen Gecko ideal.

    Hallo Fabana,


    vielen Dank dafür, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst.
    Natürlich kann man nun anfangen, alle Haltungsparameter durchzuarbeiten. Auch Fotos wären hilfreich, damit man sich ein Bild machen könnte, woran es genau gescheitert hat.
    Ich persönlich habe viele positive Erfahrungen gemacht, was die Haltung in großen Becken betrifft. Aber man erkennt auch schnell die einzelnen Zonen, die nicht oder kaum genutzt werden, weil es ihnen zu dunkel/kalt/ungeschützt ist.
    Falls du noch mal ausführlich deine Erfahrungen austauschen möchtest, würde ich mich freuen.

    Meme1 Auch wenn der Beitrag schon mehr als 3 Jahre alt ist, ist die Haltung immer noch gültig. Nur weil es bei einer Schlange weniger problematisch war (woran wird es festgemacht, dass das Tier allein wegen dem häufigen Umgang einfacher ist? Gibt es dazu Belege, dass das nur wegen dem vielen Händeln war? Kann das Tier nicht einfach nur stressresistenter sein als andere?), sollte man solch ein Umgang nicht verallgemeinern. Schon gar nicht bei Geckos, die mehr Beutetiere sind als Jäger. Auch ein Punkt ist: Welche Wärmequelle hat das Tier, wenn man es auf der Hand hat: natürlich nur die Hand. Es kann also sein, dass das Tier sich an die Hand schmiegt, weil es nicht auskühlen will (Raumtemperatur ist meistens nicht 30 °C und mehr). Auch beim "Streicheln" bekommt das Tier Wärme durch die Hand übertragen. Auch das muss dann kein "Genießen der Berührung" sein, wie einige Halter den Tieren unterstellen, sondern einfach das Nutzen der neuen (einzigen) Wärmequelle. Wenn man auch noch berücksichtigt, dass in der Natur kein anderes Tier (selbst keine Artverwandten) mit Schlangen oder Geckos schmust, woher solldas Bedürfnis des Tieres nach Berührung kommen? Und durch einen Gewohnheitseffekt das Tier einfacher händelbarer zu machen, dabei komplett jedoch das natürliche Verhalten eines Tieres abändern zu wollen, halte ich nicht für einen guten Ansatz im Bereich Terraristik. Das ist nämlich ein ähnlicher Ansatz, wie im Delphinarium den Tieren zu unterstellen, sie genießen es im kleinen Becken zu schwimmen und zu spielen.

    Hallo Ketsu,


    leuchtende Farben und nachaktive Tiere schließen sich in der Regel aus. Die nachaktiven Tiere verstecken sich tagsüber -da wäre eine leuchtende Farbe absolut unbrauchbar. Und wozu dann das Tier nachts auch noch leuchtende Farben brauch, die kaum zu Geltung kommen, erschließt mir auch nicht.


    Als Hingucker sollte zunächst immer das Terrarium reichen. Je mehr Mühe man sich macht, desto eher schauen Personen sich einfach nur das Terrarium an. Wer kennt es denn nicht, wenn er in einem zoologischen Garten ist und versucht das Tier in Terrarium zu finden. Bei ner tristen Einrichtung braucht man dagegen nur ein-zwei Blicke und man hat alles gesehen. Hinzu kommt, dass sich gerade Geckoarten wie Beutetiere verhalten. Sie brauchen das geschützte Umfeld, weil Ihnen der Instinkt befiehlt, sich möglichst schnell verstecken zu können. Vor allem bei sehr bunten Tieren ist meine Meinung nach der Fluchtreflex wesentlich höher, als bei eher unscheinbaren Tieren.


    Daher würde ich dir zunächst einmal Tag- bis maximal Dämmerungsaktive Tiere empfehlen. Baumbewohner, bis maximal 20 cm Gesamtlänge - 12,5 Rumpflänge (wegen Mindestanforderung).
    Wie sieht es mit dem Züchten aus? Viele Tiere können allein gehalten werden, doch die Halter wollen gern die Paarhaltung. Am Ende stehen sie doch mit einer Menge an Eiern da (gerade Beutetiere zeichnen sich durch hohe Reproduktionsraten aus) und werden nicht mehr Herr/Frau der Lage.

    Hey Manitu16,


    ich glaube, dass Mika das schon getan hat. Wäre es sinnvoller sich in einem Forum anzumelden, wenn Google einen Klick entfernt ist? Ich denke, es geht bei Mika um nen Fachmännischen Rat. Schließlich lebt das Forum davon, wenn solcher ausgetauscht wird und nicht, wenn jeder einen an Google verweist. Zumal man nicht weiß. welche Homepage Google einen weiterleitet.


    Mika . Meine Haltung ist jetzt 20 Jahre her und es war mein erstes Terraristiktier, welches ich damals von meinem Lehrer geschenkt bekommen habe. Ich bin mir sicher, dass diese Haltung heute anders gemacht wird, aber bis zu dein Becken eingerichtet hast, kannst du dies auch mit den Bestand durchführen, bevor du nicht weißt, wie du anfangen sollst.


    Ich kann mich noch daran erinnern, für die Haltung frischen Sand genommen diesen als Bodengrundlage benutzt zu haben. In den Deckel eines Marmeladenglas habe ich dünne Löcher gestanzt und durch diese dann Himbeer-, Brombeer- oder Efeuranken (je nach Jahreszeit verfügbar) gesteckt, die im Marmeladenglas drunter in Wasser standen. (Ohne Deckel können die Tiere im Wasser ertrinken). Ab und zu kann man die Pflanzen mit wenig Wasser bestäuben...dann trinken die Tiere das Wasser auch auf, aber generell nehmen sie dies über die Pflanzen auf.
    Die Temperatur war bei mir Zimmertemperatur (Fenster bei 20 °C). Ansonsten hatte ich keine technischen Gerätschaften oder Beleuchtungen. Als Becken hatte ich ein altes Aquarium mit GAZE-Deckel verwendet, da es damals nichts anderes zu kaufen gab. War eine tolle Erfahrung! Viel Spass damit!!

    Hey und willkommen hier,


    das "...und halte seit Kurzem Kronengeckos" ist immer der schlechteste Ansatz, um eine Vergesellschaftung durchzuführen. Wie willst du erkennen, wenn was nicht stimmt? Kannst du das Stressverhalten deiner neuen Schützlinge einschätzen? Oder das normale Verhalten, so dass du eingeschränktes Verhalten erkennst? Und wie sieht es bei den Zwerggeckos aus? Außerdem müssen die Ansprüche der Tiere im gleichen Becken realisiert werden. Wenn beide unterschiedliche Habitatansprüche haben, sollte man direkt von so was absehen. Auch sind Reptilien keine wirklichen Gesellschaftstiere. Meist erfolgt nur eine Einschätzung Beute oder Jäger, alles andere ist dann eine Duldung, was aber unter Umständen auch nur Stress bedeutet. Und wie Raptor 49 schon schrieb, sollte es niemals das Ziel sein, dass das andere Tier gefressen werden könnte.



    Hinzu kommt, dass natürlich die Terrariummaße für Vergesellschaftungsbecken angepasst werden müssen -man spart also nichts, wenn man die Tiere in einem sehr großen Becken hält und dazu noch bei Bedarf und schnellstmöglich Ausweichterrarien anbieten muss.


    Wenn es zu langweilig sein sollte, kann man sich über die natürliche Inneneinrichtung des Beckens Gedanken machen. Aber da würde ich auch nicht jede Woche dran rumwerkeln, sondern nach nem halben Jahr schauen, ob alle Pflanzen gedeihen, oder man neue Spotplätze etc. anbieten möchte.

    Noch mal Hallo Arthas IV,



    sehr schönes Becken! Betreffend des Schwanzes ist es schwer zu sagen, was genau vorliegt. Es könnte noch alte Haut sein, die zusätzlich verdreckt ist oder nach einer kleinen Wunde und du siehst das Schuppenunterkleid (das schwarz ist). In beiden Fällen wirst du nach der nächsten Häutung mehr wissen. Beobachte weiter und falls es sich ausweitet gehe am Besten zum Arzt.