Beiträge von Janka

    Wurde bei Dir eine Quarantäne durchgeführt? Oder bevor sie bei Dir ankam? Durch den Umzugsstreß (Transport, neues Terrarium, wöchentliches Angrabbeln) wird ein Tier geschwächt, was es vorhandenen Parasiten leichter macht sich zu vermehren und das Tier krank zu machen. Dadurch, daß das Tier vorher nicht gestreßt/geschwächt war, könnten vorhandene Parasiten bei vorherigen Untersuchungen übersehen worden sein.


    Gerade bei der Ersthaltung hat man ist gar keine Ahnung, worauf man eigentlich achten soll, was normal und was unnormal ist (von offenen, blutenden Stellen vielleicht abgesehen). Was genau überprüfst Du denn wöchentlich?

    Aus diesem Grund läßt man das Terrarium erstmal ohne Tier einlaufen. Dann können in Ruhe alle Werte geprüft, verbessert und optimiert werden, statt immer das Tier zu stressen. Und man muß nicht jedes Mal panisch reagieren, wenn ein Wert über- oder unterschritten wird.

    Dir wurde doch schon Baumrinde empfohlen. Wo ist da das Problem? Es müssen ja nicht die Korkplatten sein. Ich habe auf meine Rückwand (Caribena versicolor) einfach Rindenstücke geklebt. Dazu hab ich dünn Bauschaum draufgesprüht und da rein dann Rindenstücke und Äste gedrückt. In die Lücken dazwischen dann einfach Holzspäne, wie man sie z.B. als Terrarienbodengrund kaufen kann.


    P.S.: Becken ist einfach nur ein anderes Wort für Terrarium.

    Wegen dem Kot, da weiß ich jetzt nicht genau, was alles untersucht wurde.

    Was hast Du denn in Auftrag gegeben? Da Chryptosporidien, wie erwähnt, nicht ganz unaufwendig zu diagnostizieren sind und somit auch teurer, wird (meines Wissens) nicht ohne Auftrag darauf hin gesucht. Darauf muß zwar nicht vor jeder Winterruhe getestet werden, aber bei Neuzugängen würde ich das schon tun (2-3 mal).


    Du schreibst, ihr habt einen Balkon. Wie sieht der aus? Da wird im Winter ja nicht allzuviel los sein. Ich überwintere meine Tiere auf dem Balkon, allerdings ist der komplett wettergeschützt und von fast allen Seiten geschlossen.

    wie ich bereits geschrieben habe ( bei #3 ) sind die Tiere gesund und der Kot ok.

    Sorry, das hatte ich überlesen. Ich wollte nicht zur Winteruhe raten bevor der Gesundheitszustand geklärt ist. Und da Du Dich selbst als unerfahren beschreibst, wollte ich lieber nochmal alles erklären.

    Jetzt alles wieder neu zu desinfizieren , neuen Sand-Lehm zu kaufen, und noch einmal in Quarantäne zu stecken, ist wohl nicht nötig.

    Natürlich nicht, daher schrieb ich auch

    Solltest du das beschriebene alles schon getan haben und die Tiere sind gesund, kannst du im Prinzip mit dem Überwintern anfangen

    Statt eines Kellers könnte man auch einen Dachboden nutzen oder eben den oben erwähnten Kühlschrank.

    Perfekt ist es noch nicht, aber das wird noch.

    Im Frühjahr, wird alle nochmal richtig eingeräumt und dekoriert.

    Auch das ist ein Grund die Tiere eher außerhalb des Terrariums überwintern zu lassen, sofern sie schon im neuen Terrarium sind. Habe ich wieder was überlesen, ignoriere das, aber einrichten und einlaufen lassen sollte man im Terrarium ohne Besatz.

    Das Geschlecht wurde von einem Tierarzt bestimmt, der auch die Kotproben gemacht hat.

    Sollte es sich tatsächlich um 1.1 handeln, dann rate ich weiterhin zur Trennung. Die Tiere fühlen sich nicht einsam oder vermissen das andere. Das Männchen wird das Weibchen bedrängen und stressen und das Weibchen wird Eier produzieren und kann Legenot bekommen. Warum das bisher nicht passiert ist kann entweder daran liegen, daß es 0.2 sind und falsch bestimmt wurden oder, daß der Vorbesitzer das nicht erwähnt hat.

    Weißt Du, worauf der Kot untersucht wurde? "Nur" Würmer? Chryptosporidien sind aufwendiger zu diagnostizieren. Das wird Dein Tierarzt vermutlich nicht können.

    Ich würde wie folgt vorgehen: Beide Tiere aus ihrem Terrarium in ein Quarantäne-Becken setzen. Da sie bisher zusammen gehalten wurden, kann die Quarantäne auch zusammen durchgeführt werden; was das eine Tier hat, hat auch das andere. Dazu nimmst du eine leicht zu reinigende Box, ein altes Terrarium o.ä. Der Boden wird mit Küchenpapier ausgelegt. Du stellst einen Wassernapf, ein paar Verstecke (z.B. Deckel von Eierkartons oder irgendwas, was man wegschmeißen kann), eine Schale mit Sepia und eine Wetbox (z.B. Margarineschachtel mit feuchtem Küchenpapier) rein. Die Quarantäne Box sollte natürlich auch Belüftungslöcher haben. Am besten hast du das ganze in doppelter (bzw vierfacher, sollten beide einzeln in Quarantäne sein) Ausführung. Jetzt setzt du die Tiere rein. Eine kleine Wärmelampe oder Heizmatte (nicht unter der kompletten Box) sorgt für die richtigen Temperaturen. Du fütterst ganz normal und schickst eine Kotprobe ans Labor oder gibst sie bei einem kundigen Tierarzt ab. Lasse auf Chryptosporidien und "normale" Parasiten testen. Ist das Ergebnis positiv, erfolgt eine Behandlung, ist das Ergebnis negativ, schickst du nach ca zwei Wochen erneut Proben ab. Und nach zwei Wochen nochmal. Sollten alle drei Proben negativ sein, kann man zwar noch nicht 100%ig sicher sein, daß sie gesund sind, aber ich würde sie überwintern lassen. Das kann dann auch in dem Quarantäne Terrarium geschehen.


    Die doppelte Ausführung dient dazu, das Tier von einem ins andere zu setzen und das eine dann gründlich zu reinigen (vor allem bei positiven Befall). Das macht sich leichter ohne Tiere.


    Solltest du das beschriebene alles schon getan haben und die Tiere sind gesund, kannst du im Prinzip mit dem Überwintern anfangen. Dazu am besten auch eine Kiste, wie oben beschrieben, nehmen und dann im Keller o.ä. unterbringen.

    Du mußte nicht zwangsläufig bis Dezember warten. Meine sind jetzt auch schon in der Winterruhe und hatten heute morgen 11,6°C bei sich.


    Andere Frage noch: sind die Geschlechter sicher bestimmt? Wenn ja, von wem?

    Zur gestellten Frage: Ja, es ist normal einen Gecko auch mal längere Zeit nicht zu sehen. Zumindest, wenn genügend Verstecke da sind, daß er nicht gezwungenermaßen wie auf dem Präsentierteller sitzt. Es kam auch schon vor, daß ich eine meiner beiden Damen über einen längeren Zeitraum nicht sah, während die andere immer mal wieder auftauchte. Zur Beruhigung: Falls ein Tier über lange Zeit nicht gesehen wird, weil es gestorben ist, riecht man das ganz schnell. Also nicht unnötig das Terrarium ausräumen, um ein Tier zu suchen, das einfach nur in einem Versteck liegt. Das streßt nur alle Beteiligten.


    Zu den nicht gestellten Fragen: 1. Das was du da durchführst ist keine Winterruhe. 18-19°C sind viel zu warm. Suche dir einen Platz, mit ca 10°C, dann kann man von einer Überwinterung sprechen. Die muß auch nicht im Terrarium stattfinden. Eine kleinere Kiste reicht dafür aus. Hast du vor deiner "Überwinterung" Kotproben untersuchen lassen? Nur gesunde Tiere sollten überwintert werden.


    2. Bitte nicht Männchen und Weibchen zusammen halten. Das ist die ungünstigste von allen möglichen Gruppenhaltungen. Bitte halte beide getrennt in eigenen Terrarien. Das ist die streßfreiste Lösung und eine lebensverlängernde Maßnahme für das Weibchen.

    Ich verstehe die Frage nicht. Wieso willst Du die Winterruhe vorzeitig beenden? Wie und wo werden die drei überwintert?

    Führe die Winterruhe ganz normal zu Ende durch und danach setzt Du sie ins neue Terrarium. Währenddessen kann es in Ruhe einlaufen, Du kannst überprüfen, ob alle Werte stimmig sind und so weiter.

    Stelle das neue Terrarium (gerne mit Bildern) doch mal vor. Vielleicht gibt es noch Änderungsvorschläge, die Du unsetzen kannst, bevor die Tiere einziehen.

    Generell aber würde mich durchaus interessieren wie du das machst!

    Das kann ich gerne erzählen.

    Als erstes schicke ich Kotproben ans Labor und lasse diese auf Parasiten untersuchen. Da es sich nicht um Quarantäne handelt, belasse ich es meist bei einer Untersuchung. Hin und wieder hab ich auch nochmal auf Cryptosporidien testen lassen, quasi, wenn man schon mal beim Untersuchen ist. Das ist aber kein Muß, sondern nur für meine Sicherheit. Bisher waren alle Proben negativ.

    Zu der Zeit wird auch das Füttern eingestellt. Sollte mal ein positives Testergebnis kommen, wird natürlich während der Behandlung weiter gefüttert und danach dann nicht mehr. Ca 14 Tage nach der letzten Fütterung wird die Beleuchtung runter gefahren. Sprich Wärmespot und "normale" Lampe laufen täglich je 1/2 Stunde kürzer. Manchmal auch 1 Stunde pro Tag kürzer. Es gibt da keine feste Regeln.

    Ich habe einen relativ großen wind-, regen- und schneegeschützten Balkon. Auf diesem Überwintern meine Leopardgeckos und die Kornnatter. Natürlich nicht komplett ungeschützt, das wäre dann doch zu kalt. Ich habe eine große Themobox aus Styropor. Darin verteile ich dann geknülltes Papier, Luftpolsterfolie, geschredderte Papiere oder ähnliches Zeugs zum dämmen. Da stelle ich dann eine kleinere Box rein. In die kommen später die Geckos. Zu Anfang habe ich beide in seperaten Boxen überwintern lassen, es scheint ihnen aber auch nichts auszumachen sich eine Kiste zu teilen. Es sind zwei Wetboxen drin und genug Möglichkeiten sich aus dem Weg zu gehen. In die kleinere Box kommt eine Heizmatte und ein Thermostat. Die Matte ist kleiner als die Box, sodaß die Tiere selbst einscheiden können, ob sie auf die Matte wollen, oder nicht. Außerdem kommen in die Box kleine Pappschachteln, wie z.B. die Oberseite von Eierkartons, die Pappe, die Katzenfutterdosen zusammenhält o.ä., was so im Haushalt anfällt. Leere Küchen- oder Klopapierrollen, etc., ein kleiner Wassernapf, dünne (ca 5-8mm) Styroporplatten stapel ich dadrüber und dazwischen, wie kleine Felsspalten. Dann kommt der Deckel drauf. Je nach Außentemperatur wieder Dämmmaterial (eher gröberes, was man gut entfernen kann, falls man mal einen Kontrollblick in die Kiste wirft) und da drauf dann der Deckel der großen Kiste. Das ganze ist nicht luftdicht abgeriegelt und hin und wieder (beim Kontrollblick) wird auch "durchgelüftet", wenn ich den Deckel abnehme.

    Ist das Licht im Terrarium, wie oben beschrieben irgendwann komplett runtergefahren, kommen die Geckos in die kleinere Box. Um nicht direkt von Zimmertemperatur auf Außentemperatur runter zu kühlen, stelle ich das Thermostat der Heizmatte am ersten Tag noch auf Zimmertemperatur (etwa 19-20°C bei mir) und sinke sie täglich um ein Grad ab auf 10°C. Sollte die Temperatur unter 9°C sinken, heizt die Matte.

    Im Moment ist die Beleuchtung fast runter, das heißt ich werde die beiden am Sonntag oder Montag raus setzen. Zur Zeit ist es draußen ja auch noch nicht so kalt.

    Ich schätze so Anfang/Mitte Januar werde ich die Heizmatte dann wieder täglich um 1°C erhöhen, bis 20°C erreicht sind. Dann kommen sie wieder ins Terrarium, das während der Winterruhe einmal komplett gereinigt und etwas neu eingerichtet wurde, und dann wird wieder im 1/2h - 1h Takt pro Tag die Beleuchtung und später der Wärmespot dazu geschaltet. Läuft das Terrarium ein paar Tage wieder "normal", wird gefüttert.

    Bisher haben die Tiere die Winterruhe so immer gut überstanden, daher werde ich das auch weiter so durchführen (es sei denn jemand schlägt bei dem Bericht die Hände über dem Kopf zusammen und kann begründen, warum das auf keinen Fall so geht.)


    Vielleicht wäre das bei Dir auch eine Option. Im Winter nutzt man den Balkon eh kaum. Wichtig ist natürlich, daß er wettergeschützt ist und eine Steckdose wäre auch von Vorteil.

    zu Frage 4: 15-16°C (ist die Temperatur gemessen oder geschätzt?) ist zu warm, von daher würde ich das Schlafzimmer nicht wählen. Daß man sich hin und wieder im Winterquartier aufhält, finde ich weniger schlimm, als zu hohe Temperaturen.

    Und nur, weil es "des Öfteren so gemacht" wird, ist es noch lange nicht richtig.

    Ich weiß nicht wo du her kommst und das eine Möglichkeit für dich ist, aber ich hab meine aus dem Tierheim.

    Außerdem werden immer mal wieder erwachsene Leopardgeckos (nicht LeopardENgeckos) im Internet von privat angeboten.


    Generell würde ich allerdings keinen neuen Gecko kaufen, bevor nicht die Todesursache des alten genau geklärt wurde (was wurde denn untersucht?), bzw. die Gesundheitszustände der noch vorhandenen gecheckt wurden. Nicht nur nach Augenschein und Verhalten, sondern richtig mit Kotuntersuchung.

    Es kann vorkommen, daß der neue sich dann auch nicht mit den alten versteht und man dauerhaft trennen muß. Hast du den Platz dafür? Wenn ja, würde ich komplett auf einen Neukauf verzichten und die vorhanden trennen. So, daß jeder (dauerhaft) in seinem eigenen Terrarium wohnt. So ersparst du den Tieren Streß und vermissen tun sie sich nicht, falls du da jetzt vermenschlichen solltest.