Cupiennius salei

  • Cupiennius salei



    Haltung


    Für diese Jagdspinne eignen sich am besten Hochterrarien der Masse von mindestens 25x25x30. Als einrichtung empfehle ich Rindenstücke, als Bodengrund Humus bzw. Quellerde; eine Rückwand ist kein muss, aber die Spinne würde es ihnen danken.
    C. salei springt seine beute an, die spinne bringt sich in position, und mit einem schnellen satz macht sich die spinne über ihre beut her. Die Temperatur sollte Tagsüber bei 25-28°C liegen,eine Nachtabsenkung ist nicht zwingend erforderlich,aber empfehlenswert.


    Zucht


    Das Weibchen ist im vornherein gut anzufüttern! !
    Man setzt das Männchen in das Terrarium des Weibchens. Das Männchen beginnt, das Weibchen anzutrommeln. Sobald das Weibchen sein Trommeln erwiedert, springt es über das Weibchen und umklammert es mit seinen Beinen. Die paarung kann bis zu 2 Stunden andauern. Nach der Paarung flüchtet das männchen. Das Männchen sollte man nun ambesten schnell aus dem Terrarium des weibchens entfernen. Etwa 4 Wohen später fängt das weibchen an, einen eikokon anzufertigen, nach weiteren 4-6 Wochen schlüpen dann ca. 200 Jungtiere


    Geschlechtsunterschiede


    Im Adulten Stadium kann man erkennen, das die männchen deutlich kleiner (2,5 cm) als die weibchen (3,5 cm) sind.


    Aufzucht der Jungen


    Das einzige, was man beachten muss, man sollte die Jungtiere nach der 2. Häutung trennen


    Toxikologie


    Auch diese Kammspinnen-Art ist äußerst gefährlich, was die Giftigkeit anbelangt. Die Wirkung des Giftes ist fast mit dem der giftigsten Spinne der Welt, nämlich Phoneutria fera, zu vergleichen! Also unbedingt äußerst vorsichtig sein!

  • Hallo,


    Zitat

    Auch diese Kammspinnen-Art ist äußerst gefährlich, was die Giftigkeit anbelangt. Die Wirkung des Giftes ist fast mit dem der giftigsten Spinne der Welt, nämlich Phoneutria fera, zu vergleichen! Also unbedingt äußerst vorsichtig sein!


    Woher hast du die Information?


    Hier mal ein Bericht über einen Bissunfall mit Cupiennius salei:


    Für den ängstlichen Leser sei vorweg gesagt, dass der Autor Bisse von C.salei, C.getazi, C.occineus und C. panamensis blendend überstanden hat. [...] Dennoch kann der Erstbiß spannend sein. Ich entsinne mich noch genau. Es war in Costa Rica, in der OTS-Station Las Cruces, im Süden des Landes im Frühjahr 1985. Der Täter: ein großes Weibchen von C.occineus; das Opfer: Ortrun, meine Frau. Sie fing kurz entschlossen und ohne Hemmung den bei der Fütterung dem Aufbewahrunsbehälter enkommenen Flüchtling von der Zimmerwand. Welches vernünftige Tier würde sich unter solch auswegslosen Umständen nich mit allen verfügbaren Mitteln wehren? Der Biß war kräftig, traf einen Finger und schmerzte etwa wie ein Bienenstich. Was würde weiter passieren? Wir haben auf die Uhr geschaut und in wohlwollender Einschätzung der vermuteten Harmlosigkeit des Täters den Ereignissen ihren Lauf gelassen. Dem ersten heftigen Schmerz folgte nach wenigen Minuten ein taubes Gefühl um die Bißstelle herum, nach 20 Minuten war der Schmerz schon fast abgeklungen und nach 30 Minuten war alles vorbei und das Ergebnis des Experimentes klar: harmlos! Einer gewissen Spannung entbehrte dieses Ereignis wegen der engen Verwandtschaft von Cupiennius zu Phoneutria dennoch nicht.


    Quelle: Barth, F. G. (2001): Sinne und Verhalten: aus dem Leben einer Spinne. Seite 30


    Viele Grüsse
    Wolfgang