Meinungsumfrage: S.I.M - Methode

  • Hallo zusammen,


    auch, wenn bei mir der Inkubator dieses Jahr Pause macht, ist es doch die Jahreszeit, in der man überall auf Fotos schlüpfender Tiere trifft und sich dann doch auch damit beschäftigt. :D


    Ich inkubiere seit über zehn Jahren meine Natterngelege auf gut durchgefeuchtetem Perlite, weil mir das Vermiculite zu matschig ist. Unten bleibt ein knapper Zentimeter Wasser stehen, der im Laufe der Zeit verdunstet. Gegen Tropfwasser bedecke ich die Eier mit einer Schicht Moos. Deckel drauf, ab in den Brutschank und 60 Tage lang ignorieren hat immer gut funktioniert. Möchte das auch nicht ändern, aber in letzter Zeit fallen mir auch bei Kornnatterzüchter*innen zunehmend diese Boxen auf, wo die Eier auf einem Gitter getrennt vom Substrat liegen.


    Rein aus Neugier wollte ich einmal mal in die Runde fragen, ob jemand hier auch schon Erfahrungen mit der S.I.M. Methode (Suspensions-Inkubations-Methode) gemacht hat und ob das wirklich so viel besser ist angepriesen? Mich stört daran aktuell, dass man bei den meisten angebotenen Boxen die Eier trennen muss, was ich lieber vermeide, um die Eier nicht zu beschädigen (getrennte Eier schimmelten mir meist immer an der Stelle, wo das andere Ei zuvor befestigt war).


    Liebe Grüße

    Seriva

  • Hallo, ich habe solche Boxen in runder und in rechteckiger Form benutzt und war vom zeitlichen Aufwand als auch des praktischen Umgangs von dieser Art der Inkubation nicht begeistert. Ich bin schnell wieder zur Inkubation mit Seramis zurückgekehrt.

    Was mir so aufgefallen ist .....

    Es bildet sich mehr Tropfwasser. Das haftet dann zu schnell an der Schale der Eier. Beim Kontrollieren schwappt das Wasser schnell hoch an die Eier. Bei kleineren Schlüpflingen besteht die Gefahr, das diese sich im Spalt der Auflage quetschen oder sogar in das Wasser gelangen und ertrinken.

    Wahrheit tut weh!


    ... manche Signaturen sind größer als die Antworten :D:P

  • Ich habe mir so ein Ding vor zig Jahren mal gekauft, um mir eine eigene Meinung bilden zu können. Am nervigsten war das auseinanderpulen der Gelege, sowas versuche ich wegen meiner zarten Fingerchen gern zu vermeiden. Schimmelbildung an den Stellen, wo die Eier getrennt wurden, beugt man wie beim herkömmlichen zeitigen mit Aktivkohle vor.


    Am Schlupfergebnis gab es keine relevanten Veränderungen, und da das Ding mir keinerlei Mehrwert, sondern lediglich mehr Aufwand zu bieten hatten, wird's nicht mehr genutzt und verstaubt irgendwo in einem Karton mit anderem sinnlosen Zeug.

  • Danke euch.


    Scheint, als könnte ich ruhigen Gewissens bei meiner bewährten Methode bleiben und habe nichts sinnvolles verpasst. :)

    Hätte ja sein können, dass ich den ultimativen Grund für den Umstieg einfach nur noch nicht mitbekommen habe.


    Das mit der Aktivkohle weiß ich, danke. :) Der Schimmelbefall war meist nur gering und auf den Schlupferfolg hat das nur geringen Einfluss, aber für mich ist das stets ein Zeichen, dass die Trennung den Eiern nicht gut tut, so dass ich das nur noch in Ausnahmefällen mal mache. Üblicherweise sind meine Inkubationsboxen so bemessen, dass auch ein gestapeltes Kornnattergelege problemlos reinpasst und dabei werde ich auch bleiben.


    Liebe Grüße
    Seriva

  • Scheint, als könnte ich ruhigen Gewissens bei meiner bewährten Methode bleiben und habe nichts sinnvolles verpasst.

    Never change a running system! ;)


    Ich jedenfalls habe noch von keinem Befürworter DAS Argument für die Nutzung solcher Boxen in Erfahrung bringen können...

  • Der Spruch passt auch auf meinen Inkubator (selbstgebauter Motorbrüter). Direkt nach Erscheinung des Artikels von Broer und Horn 1985 gebaut und nur die Steuerungstechnik mehrmals optimiert.

    Wahrheit tut weh!


    ... manche Signaturen sind größer als die Antworten :D:P