Frage bezüglich UVB Lampen (oder Heizkörper) | Automatischer Luftbefeuchter

  • Hallo liebe Community,

    seit einigen Tagen interessiere ich mich für Reptilien und würde mir gerne ein Tier anschaffen. Schlangen, Bartagamen und Gekkos faszinieren mich sehr.
    Nur kommt mir folgende Frage auf:

    "Wird die Wohnung sehr warm bzw. wird die Zimmertemperatur viel höher, wenn man ein Terrarium mit Lampen/Heizkörper hat?"

    Z.B. eine Königspython sollte eine Umgebungstemperatur von bis zu 30°C haben, das nur durch Technik in einem Terrarium erreicht werde kann.
    Die Lampen strahlen ja einiges an Wärme und wenn dies über einige Stunden / 24/7 passiert, wird der Raum / Wohnung sehr warm, speziell in den wärmeren Monaten, oder irre ich mich?
    Besonders wenn die Wohnung sich in einem hohen Stockwerk befindet, ist es im Sommer schon sehr warm und die Wärmelampen/Heizkörper fördern es schon immens, oder?

    Zu meiner 2. Frage:

    "Ich hab gelesen, dass es durch Technik möglich ist, dass es immer zur bestimmten Zeit das Terrarium bewässert wird. Kann dies auch geschehen, wenn eine bestimmte Feuchtigkeit unterschritten wird?"

    Danke für die ganzen Antworten!

  • Hallo,


    ich muss sagen das ganze klingt für mich etwas konfus. Du musst dir erstmal genau darüber klar werden welches Tier du halten willst.


    Bei der Temperatur kommt es auf die Größe und Isolierung an. Ich habe in meinem Regenwald ca. 25-27° und habe bisher nicht wirklich etwas an meinem Raumklima bemerkt. Jedoch setze ich auch nur einen Strahler und sonst LED ein. Ich muss daher eher im Winter per Heitzkabel die Zuluft etwas erhöhen.


    Eine Beregnungsanlage zum Steuern der Luftfeuchtigkeit macht eigentlich auch nur beim Regenwald Terrarium wirklich einen Sinn. Jedoch brauchst du das bei 95% der Schlangen, Bartagamen und Gekkos überhaupt nicht. Da diese Tiere doch meist in eher "trockenen" Terrarien gehalten werden.

    Das ganze kann dann zeitlich oder auch über Sensoren gesteuert werden. Aber gleich mal als Info, das kostet dann meist auch ein paar hunder Euro mit allen Reglern, Pumpe usw.


    Das erste was du dir überlegen musst ist ein passendes Tier oder Terrarientyp und daraufhin das andere. Jedes Tier braucht eine andere Umgebung und Temperaturen/Luftfeuchtigkeit/Sonnenzeit/Lichtverhältnisse usw.


    Daher sind seriöse Aussagen nur möglich, wenn man das ganze etwas genauer plant. Ebenfalls solltest du dir auch überlegen welchen Preisrahmen du stemmen kannst. Einmal die Anschaffung und auch der dauerhafte Unterhalt. Bei einer Beregnungsanlage z.B. benötigst du je nach größe direkt noch eine Osmoseanlage die auch mal schnell 100-300€ kostet.


    Nur als Beispiel die Königspython sollte in einem Becken der Maße 200x100x150cm gehalten werden. Dafür braucht man auch erstmal den Platz und die Kosten werden sich auch sicher an die 1000€ aufwärts erreichen.


    Ich hoffe ich konnte dich in die richtige Richtung führen ;)


    Lg Raphael

  • Besonders wenn die Wohnung sich in einem hohen Stockwerk befindet, ist es im Sommer schon sehr warm und die Wärmelampen/Heizkörper fördern es schon immens, oder?

    Ja, in einer Dachgeschosswohnung wird es z.B. im Sommer schnell so heiss, daß die Haltung vieler Reptilien kaum noch vertretbar ist. Nein, ein einzelnes Terrarium erhöht die Temperatur im Raum in dem es steht i.d.R. nicht. Wenn es ein sehr großes Terrarium mit sehr hoher Temperatur darin ist, und ein sehr kleiner Raum, dann ggf. schon, aber solche Gedanken sind doch eher theoretischer Natur.


    Heizkörper? Die Heizkörper einer Wohnung wird im Sommer vermutlich kein klar denkender Mensch nutzen. Ausser vielleicht in einem Terrarienzimmer, in einem eher kühlen Sommer wie wir ihn dieses jahr hatten.

    Kann dies auch geschehen, wenn eine bestimmte Feuchtigkeit unterschritten wird?"

    Mit einem Hygrostat, ja. Sowas kostet entgegen der Meinung von raphael_sch keine paar hundert Euro.

    Jedoch brauchst du das bei 95% der Schlangen, Bartagamen und Gekkos überhaupt nicht.

    Hm... bei Pogona kann ich diese Aussage nachvollziehen. Aber irgendwie mag ich nicht so recht glauben, daß 95% aller (!) Schlangen und Geckos (nicht Gekko, das ist eine aktuell recht große Gattung) in trockenen Habitaten leben, so daß eine erhöhte LF und Beregnung in Terrarienhaltung ausgeschlossen sein soll. Für Deine Behauptung hast Du sicher eine Quellenangabe?

    Bei einer Beregnungsanlage z.B. benötigst du je nach größe direkt noch eine Osmoseanlage

    Kann man nutzen, muß man nicht.

    Nur als Beispiel die Königspython sollte in einem Becken der Maße 200x100x150cm gehalten werden.

    Tatsächlich?!? :/

    DIE Königspython? :/

    und die Kosten werden sich auch sicher an die 1000€ aufwärts erreichen.

    Ja, kann man ausgeben, sogar noch sehr viel mehr, muß man aber nicht. Ein Terrarium der Größe ist für Python regius übrigens definitiv kein "soll". OSB-Terrarien 200x80x120 habe ich übrigens schon für knapp über 100 Euronen gebaut, inklusive Lüftungen, Führungsschienen und Gebrauchtglas als Scheiben, das dann lediglich noch per Hand geschliffen wurde.

    Ich hoffe ich konnte dich in die richtige Richtung führen

    Wenn Dein Ziel war, andere zum Geld verbrennen zu animieren, sicher. :rolleyes:

  • Also meiner Meiner nach macht eine Beregnungsanlage erst Sinn wenn man wirklich ein Tropenterrarium aufbaut. Für einmal sprühen alle 2 Tage finde ich es dann doch übertrieben. Aber jeder wie er möchte :) Daher auch die aus der Luft gegriffenen 95%... Das war mehr umgangssprachlich gemeint wie: Braucht man nur bei einem Terrariumtyp ;)


    Dazu sollte man Osmose oder Regenwasser nutzen, sonst sind die Düsen nach kurzer Zeit dicht. Da Regenwasser je nach Region und Beschaffenheit des Daches aber auch alles andere als gut ist bleibt einem ja fast nichts anderes übrig.


    Bezüglich der Beckengröße habe ich mich auf die Webseite des Tierschutzbundes bezogen. Und ja man kann auch viele Tiere in kleinen Becken halten, doch die Natur hört auch nicht nach 50cm auf :) Und eine Bartagame in ein 120 Terra zu setzen wie es doch leider viele machen halte ich einfach nichts. Ich plane hier doch immer einiges größer als die Mindestangaben.


    Und ich finde 1000€ bei einem Becken mit Beleuchtung, Strahlern, Beregnungsanlage bei den genannten Tieren garnicht so daneben. Wenn man alles selber baut kommt man vielleicht billiger, aber alleine OSB für ein 2x1x1 Becken kostet 100€. Aber bis man wirklich alles zusammen hat kommt doch sehr viel zusammen. Alleine die Technik in meinem jetzigen Regenterra mit diesen Maßen kommt mich auf ca. 250€ ohne Leuchtmittel.


    Und Tiere sind ja auch nicht billig. Ein einfacher Leo koset ja auch so um die 60-80€ das Tier.

    Dazu kommen dann noch Äste, Steine, Substrate und da ist man auch direkt mal 100-200€ los.


    Ich finde man sollte sich einfach doch genauer Gedanken machen was man vor hat, dann kann man auch realistisch planen.


    Entschuldige wenn ich hier vllt eine andere Meinung vertrete. Doch für gute Technik und damit auch ein gutes Habitat für die Tiere finde ich sollte man nicht sparen. Aber das ist meine ganz persönliche Ansicht :)


    Lg Raphael

  • Dazu kommen dann noch Äste, Steine, Substrate und da ist man auch direkt mal 100-200€ los.

    Äste aus dem Wald/Garten, Steine aus dem Bach und je nach Tier ein paar Säcke Blumenerde (mit Walderde) oder Sand/Lehmpulver, da kommt man mit weit weniger als 100€ hin.

    „Ich weiss, dass ich nichts weiss“. Sokrates

  • Also meiner Meiner nach macht eine Beregnungsanlage erst Sinn wenn man wirklich ein Tropenterrarium aufbaut

    Also meiner Meiner nach weichst Du gerade aus, weil Du Dir der Sinnlosigkeit der von mir zitierten Aussage bewußt bist. Ich habe aber auch nicht wirklich mit einer Quellenangabe gerechnet. Dich mit Umgangssprache rausreden zu wollen ist albern, sorry.


    Magst Du mal die Webseite des Tierschutzbundes verlinken, wo für Python regius das völlig absurde Maß von 200x100x150 empfohlen wird? Nur aus Interesse. In Deutschland gibt es keine rechtlich verbindlichen Mindestmaße, wenn, würden sich die Behörden auf das BNA-Gutachten beziehen. Der Tierschutzbund hat (zum Glück) keinerlei Mitspracherecht, und: größer ist nicht immer besser. Selbstverständlich hat die Natur nichts mit gängigen Terrarien zu tun. Das gilt aber ebenso für ein Terrarium 200x100x150.


    Warum bringst Du jetzt zu kleine Terrarien für Pogona zur Sprache, wo es doch eigentlich um absurde Maße für Python regius geht?


    Wenn Du die Beleuchtung mit einbeziehst, kann ein Terrarium sogar noch sehr viel teurer werden. Um so größer ist der finanzielle Unterschied, ob es um eine dämmerungs- und nachtaktive afrikanische Schlange, oder eine tagaktive australische Agame handelt.

    Ein einfacher Leo koset ja auch so um die 60-80€ das Tier.

    Definiere "einfach", bitte. Und nimm keine Apothekenpreise als Referenz.

    Doch für gute Technik und damit auch ein gutes Habitat für die Tiere finde ich sollte man nicht sparen.

    Sparen und sinnlos Geld ausgeben sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Darauf hat cham-sitter bereits hingewiesen, denn gerade Äste und Steine gibt es für gewöhnlich kostenlos. Natürlich kann man dafür auch Geld verbrennen und Händlern einen Gefallen tun, muß man aber nicht. Das so gesparte Geld sollte man vor Anschaffung eines Tieres besser in einige Bücher investieren.

  • Entschuldige das ich nicht so perfekt wie an der Uni mit Quellenangaben arbeite. Ich habe mich hier auch auf Aussagen und Infos bezogen die ich im Austausch mit einem Händler und Züchter aus meiner Region und anderen Freunden in diesem Bereich erhalten habe. Ich will mich hier nicht rausreden und mich als albern zu bezeichnen finde ich doch etwas übergriffig.


    Ich habe das Gefühl ich habe die großen Herren hier in Ihrem Reich gestört. Man könnte mich auch einfach freundlicher auf eventuelle falsche Aussagen hinweisen, aber diese Art und Weise von oben herab finde ich doch echt daneben. So habe ich das bisher nur hier bei euch im Forum erlebt.

    Ich finde auch als nicht Spezialist mit allen Fachbegriffen sollte man seine Meinung mitteilen dürfen. Gerne können dann ja Verbesserungen oder Klarstellungen gepostet werden.


    Ich habe mich auf mein Wissen und meine Erfahrungen bezogen und die müssen natürlich nicht richtig sein, aber ich finde man kann auch anderst miteinander umgehen.


    Und 60-80€ zahlt man hier in unserer Gegend egal ob beim Züchter oder Zoohändler für einen einfachen(entschuldige das ich den lateinischen Begriff nicht weiß, ich meine die ohne spezielle Maßerungen oder Färbungen) Leo.



    Bezüglich der Äste und Steine aus dem Wald habe ich von vielen schon sehr negative Erfahrungen gehört, da Sie sich damit einheimische Parasiten in das Terra geholt haben. Daher wurde mir hier immer davon abgeraten, es sei denn die Gegenstände waren klein genug um sie ab zu kochen.


    Lg Raphael

    PS: Es sind nicht alle Mitglieder gleich die Experten, doch ich denke genau dafür ist ein Forum. Und wenn ich als nicht Fachmann seit vielen Jahren etwas schreibe, muss man sich nicht gleich wie ein Gottkönig aufführen.

  • Bezüglich Äste und Steine .... Welche heimischen Parasiten könnten denn den Terrarienbewohnern schaden?


    Fast immer werden Parasiten durch den Tierneukauf oder Deko aus unsauberen Zoogeschäften eingeschleppt. Mangelnde Hygiene und nicht durchgeführte Quarantäne sorgen dann für die Verbreitung im Bestand.

    Wahrheit tut weh!


    ... manche Signaturen sind größer als die Antworten :D:P

  • Bezüglich der Äste und Steine aus dem Wald habe ich von vielen schon sehr negative Erfahrungen gehört, da Sie sich damit einheimische Parasiten in das Terra geholt haben. Daher wurde mir hier immer davon abgeraten, es sei denn die Gegenstände waren klein genug um sie ab zu kochen.

    Eigentlich ist genau das Gegenteil der Fall. Wenn du ein funktionierendes Ökosystem im Terrarium aufbauen willst (ich rede jetzt von Waldterrarien - tropisch, subtropisch), dann brauchst du dafür unbedingt die Kleinstlebewesen im Boden, auf Ästen und Steinen, in den Moosen und Pflanzenwurzeln etc. Ich nutze seit ca. 16 Jahren dieselbe Muttererde vom Kompost, Ästen aus dem Garten/Wald und auch Pflanzen(-teile). Das funktioniert viel besser als eine sterile Umgebung.