Perfektes Terrarium Königspython

  • Hallöchen ihr Lieben,

    Ich bin neu hier. 😁


    Ich möchte mir in Zukunft eine Königspython zulegen. Was ist denn eurer Meinung nach das PERFEKTE Terrarium?

    Wir würden aus OSB Platten eins selbst bauen. Größe ist dabei relativ egal, wir haben Platz. Deshalb bin ich nicht ganz sicher... ich lese immer wieder etwas von höchstens 120 breiten Terrarien bei erwachsenen Tieren und zu große würden zu Futter Verweigerung führen. Ist das tatsächlich so? Oder ist groß und „voll“ eingerichtet doch besser?
    Der natürliche Lebensraum ist schließlich auch nicht begrenzt.


    Und wie am besten einrichten? Es heißt, sie würden nicht viel aktiv sein. Ist das so, weil die Terrarien einfach alle sehr leer sind, oder weil sie wirklich einfach nichts tun würden, selbst wenn sie könnten? Große Äste, wurzeln, jede Menge Versteck Möglichkeiten klingt für mich irgendwie logischer als nur eine wetbox, ein Versteck und ein Ast.


    Danke schon mal im Voraus :)

  • danke dafür, das Sie nicht mit den Vorstellungen behaftet an die Haltung herangehen wollen, die heutzutage geradezu Mantra-artig von diversen Schubkastenhaltern, Großhändlern und Vermehrern als ultimativ verbreitet werden. Man kann Python regius tatsächlich auch in naturnah eingerichteten Terrarien halten, die Art ist tatsächlich auch aktiv in einem solchen Terrarium unterwegs!


    Ich hatte früher das Glück, Python regius in einem 180 x 80 x 80 cm großen Terrarium halten zu können, zu einer Zeit, als es noch keine Nachzuchten zu kaufen gab, sondern mehr oder weniger erwachsene, mit Zecken besetzte Wildfänge. Das Terrarium war für die 3 Tiere etwa so eingerichtet wie auf dem beigefügten Foto, im Gegensatz zu dem , was man heute überall lesen kann, wohl jahreszeitlich bedingt, auch recht aktiv, aber auch Monatelang eher ruhig und mehr oder weniger rumliegend. Die Tiere waren allerdings auch bei weitem nicht so verfettet, wie das heutzutage leider sehr oft der Fall ist. Ich denke, wenn man Ihnen genügend Bewegungsfläche anbietet, kann man sie auch aktiv erleben. Heutzutage würde ich die Haltung mit doppeltem Boden im Terrarium mit Durchschlupf vorziehen, wo sie sich in temperierte Verstecke zurückziehen können. Hier gibt es auch so einige regius-Erfahrene Halter, aber Glückwunsch zu Ihrer Entscheidung..

  • danke dafür, das Sie nicht mit den Vorstellungen behaftet an die Haltung herangehen wollen, die heutzutage geradezu Mantra-artig von diversen Schubkastenhaltern, Großhändlern und Vermehrern als ultimativ verbreitet werden.

    Wofür aber ja die anderen Leute die diese "ultimative" Haltung eingepredigt bekommen ja nicht wirklich was dafür können oder? Ich meine Sie wissen es ja nicht besser. :)


    MfG

    Jannik

    1.0 Pantherchamäleon Lokalform Nosy be // 1.0 Himmelblauer Zwergtaggecko // 1.0 Kronengecko // 0.2 Leopardgeckos // 0.1 Blaue Gottesanbeterin //

  • Wofür aber ja die anderen Leute die diese "ultimative" Haltung eingepredigt bekommen ja nicht wirklich was dafür können oder? Ich meine Sie wissen es ja nicht besser.

    Ne, man könnte niemals darauf kommen, dass diese pseudosterilen Plastikboxen nicht in halb Afrika verteilt liegen... Informationsbeschaffung ist eine Holschuld und dazu gehört noch eine Portion Eigeninitiative und Menschenverstand! Na gut, dass es an letzterem hierzulande leider dramatisch mangelt, sieht man ja schon täglich in den Nachrichten...


    Ich hatte früher das Glück, Python regius in einem 180 x 80 x 80 cm großen Terrarium halten zu können, zu einer Zeit, als es noch keine Nachzuchten zu kaufen gab, sondern mehr oder weniger erwachsene, mit Zecken besetzte Wildfänge. Das Terrarium war für die 3 Tiere etwa so eingerichtet wie auf dem beigefügten Foto, im Gegensatz zu dem , was man heute überall lesen kann, wohl jahreszeitlich bedingt, auch recht aktiv, aber auch Monatelang eher ruhig und mehr oder weniger rumliegend. Die Tiere waren allerdings auch bei weitem nicht so verfettet, wie das heutzutage leider sehr oft der Fall ist. Ich denke, wenn man Ihnen genügend Bewegungsfläche anbietet, kann man sie auch aktiv erleben. Heutzutage würde ich die Haltung mit doppeltem Boden im Terrarium mit Durchschlupf vorziehen, wo sie sich in temperierte Verstecke zurückziehen können.

    Ein sehr schönes Terrarium!


    LG

    Seriva

  • Ein sehr schönes Terrarium!


    LG

    Seriva

    Danke für die Blumen, aber unverdientermaßen. Das Bild stammt nicht von mir, die Erlaubnis zur Veröffentlichung habe ich allerdings. Sieht halt ähnlich aus wie mein damaliges 180 x 80 x 80-Becken, von dem ich leider keine Fotos habe. Ich hatte keinen Fotoapparat,

    mein Vater hat sich geweigert, diese , Zitat: "perversen Viecher" , zu fotografieren:)

  • Dankeschön! Also kann ich meiner Kreativität freien Lauf lassen. Hätte mich auch irgendwie gewundert, wenn nicht.

    Also ich meine, das Verkäufer ständig jedem erzählen wollen, dass man ja „nur dies und das“ bräuchte und der Rest wäre nicht unbedingt notwendig ist ja normal. Zoohandlungen verkaufen ja auch noch immer Hamster in winzigen Käfigen und sagen das ist okay so. Schon klar, dass das Unsinn ist. Aber bei der Python hab ich mich wirklich extrem verunsichern lassen, ich würde etwas extrem falsch machen, wenn ich ihnen „zu viel“ Platz gebe, weil das ständig gesagt/geschrieben wird.


    Dann weiß ich ja, womit ich mich die nächsten (vielen) Wochen beschäftigen werde. 😁

  • Also kann ich meiner Kreativität freien Lauf lassen. Hätte mich auch irgendwie gewundert, wenn nicht.

    Selbstverständlich. Dazu vorweg: Auch wenn vielfach etwas anderes gesagt wird, meiner Erfahrung nach klettern die Tiere, wenn man Ihnen geeignete Einrichtungsgegenstände zur Verfügung stellt. Sie klettern nicht gut, sie sind nicht unbedingt geschickt, aber sie nutzen den zusätzlichen Bewegungsraum. Große, dicke Äste (kann man wegen des Gewichtes gut aus Korkröhren mit großem Durchmesser und Füllung mit Bauschaum selbst "herstellen") und große Wurzeln wie auf dem Foto eignen sich gut.