Rück/Seitenwand mit welchem Bindemittel aufbauen?

  • Hallo liebe Community,


    mit eurer Hilfe habe ich nun schon die richtigen Tiere für mein Projekt gefunden. Ziel ist es Phelsumen und Dendrobanten einen schönes Zuhause zu bieten.


    Nun habe ich schon die komplette Grundstruktur mit Styropor aufgebaut.

    Unten rechts sitzt das Wasserbehälter mit Pumpe für den "Wasserfall" und kleinen See. Tiefe ist maximal 3cm, daher auch keine Gefahr des Ertrinkens und auch leichte Austtiege.

    Der komplette untere Bereich wird mit Bodensubstraten(Blähton usw) aufgefüllt. Die Wände habe ich nun fast vollständig mit Flexkleber versiegelt, wobei noch eine zweite Schicht drauf kommt.

    Den Wasserbereich habe ich schon mit 2 Schichten Epoxy versiegelt und es kommen nun noch zwei Schichten mit feinem Aquariumsand+Epoxy drauf.


    Im Terraristikgeschäft empfiel mir ein Mitarbeiter für die Wände Kokosplatten zu nehmen und diese zu zerbröseln und die dicken Stengel raus zu nehmen. Und damit die Wände ausgleiten.

    In meinem Eifer habe ich direkt 4 Platten für 40€ gekauft :rolleyes:

    Jetzt hatte ich Anfangs vor auch die Seitenwände mit Epoxy ein zu streichen und darauf Kokosgebrösel zu setzen. Ich vermute jedoch das ich damit nur eine relativ dünne Schicht hin bekomme.


    Auch habe ich oft gelesen das es auch mit Latex Bindemittel gut funktionieren soll, jedoch schreiben andere das sich solch eine Rückwand im Tropenterrarium nach wenigen Jahren auflösen. Ebenfalls wird hier immer Torf verwendet, spricht etwas dagegen das Kokosgebrösel zu verwenden? Es wurde auch geschrieben das Kokos zu stachelig wäre und die Tiere sich verletzen könnten.


    Ich bin jetzt extrem unsicher und hin und her gerissen was ich nehmen soll. Ich hoffe Ihr habt mir ein paar gute Infos und Ratschläge :)


    Viele Grüße


    Raphael


    PS: Ich habe mal ein paar Bilder angehängt. Für manchen vielleicht auch eine Idee dabei :)

  • Ich würde auf jeden Fall die Holz/Bambus Konstruktionen nicht fest installieren, sondern praktisch in "Astgabeln" aus Bauschaum/Styropor. Also zum rausnehmen

    Sonst ist in 5 Jahren das Holz durchgeschimmelt und du kriegst es nicht mehr raus.


    Auf das Thema Vergesellschaftung von 2 Tieren die bis auf eingeschleppte Populationen von komplett verschiedenen Kontinenten kommen werd ich jetzt nicht näher eingehen. Wenn überhaupt dann hätte ich zu den Fröschen Anolis gesetzt oder zu den Phelsumen Tiere aus Madagaskar / Südafrika.

    Aber ist Geschmackssache.


    Grüße

  • Frage: verstehe ich das richtig, dass die Styroporkiste in der rechten Ecke der Wasserbehälter sein soll?

    Falls ja: ein solcher muss ja regelmässig gereinigt werden, wie stellst du dir das vor?

    „Ich weiss, dass ich nichts weiss“. Sokrates

  • Der Behälter hat links eine Kammer für Filtermatten. Im Prinzip das gleiche wie ein Aquarium Filtersystem. Und zum reinigen habe ich die zwei abgesägten Quarkdosen mit Deckel eingebaut. Darüber kommt dann der Bodengrund. So kann ich den Bodengrund an dieser Stelle einfach etwas zur Seite schieben und habe Zugang zur Pumpe usw. Der Wasserbehälter ist mit mehreren Schichten Epoxy gestrichen. Der Ablauf aus dem Wasserbereich ist noch mit Edelstahlgitter gesichert, damit keine Tiere reinflutschen können.

  • Ich hätte da meine Bedenken. Zum Reinigen in alle Ecken zu kommen dürfte schwierig sein. Und da Styropor nicht wirklich stabil ist befürchte ich, dass es dabei zu Rissen im Epoxy kommen könnte.

    „Ich weiss, dass ich nichts weiss“. Sokrates

  • Ziel ist es Phelsumen und Dendrobanten einen schönes Zuhause zu bieten.

    Wie Camperhater bereits geschrieben hat, würde ich die Tiere nicht vergesellschaften.


    Tiere aus verschiedenen Verbreitungsgebieten sollte man nie vergesellschaften. Die Tiere haben dauerstress weil sie einander nicht entkommen können. Noch dazu kommen sie ja beide nicht in der Natur zusammen vor, warum sollte man das dann im Terrarium anstreben. Man möchte doch artgerechte Haltung erzielen, das wäre hier nicht der Fall. Noch dazu müsste man schauen ob die Haltungsparameter sich nicht unterscheiden.


    Ein weiterer Aspekt sind Bakterien und andere Mikroorganismen oder Krankheiten die verschieden vertragen werden. Einige Echsen-Arten haben z.B Salmonellen im Darm die das Tier auch benötigt, von Amphibien wie Dendrobaten aber nicht vertragen wird oder zu Krankheiten führt.


    Ich würde es bei Dendrobaten belassen, das Terrarium sieht mir zu klein aus für Phelsumen, noch dazu wenn eine andere Tier-Art mit darin lebt.


    Mit freundlichen Grüßen

    Jannik

    Aktueller Tierbestand: 1.0 Pantherchamäleon Lokalform Nosy be // 1.0 Himmelblauer Zwergtaggecko // 1.0 Kronengecko // 0.2 Leopardgeckos // 0.0.2 Blaue Gottesanbeterinnen // RIP Fränky

  • Tatsächlich gibt es laut Ig Phelsuma keine negativen Berichte in Bezug auf eine erfolgreiche Vergesellschaftung (was aber natürlich kein Garant für dem heimischen Erfolg darstellt).


    Konkret ging es um eine Vergesellschaftung von D. tinctorius und P. vittatus mit P. Laticauda Angularis. Als Kulturfolger bietet sich P. Laticauda da natürlich an, entsprechend wird auch empfohlen, das Terrarium mehr nach den Bedürfnissen der Frösche einzurichten.


    Es kommt immer auch darauf an welche Art mit welcher Art. Nicht alle Phelsumen eignen sich dafür, das Größenverhältnis muss stimmen, es muss mehr als ausreichend Platz zur Verfügung stehen und man sollte immer bedenken, dass so eine Vergesellschaftung auch schief gehen kann.


    Sooooo authentisch sind die meisten Terrarien sowieso nicht. Die meisten Phelsumen werden mit südamerikanischen Pflanzen zusammen gehalten. Ist nun auch nicht gerade habitatsentsprechend. :)


    Nachtrag Quelle zur Vergesellschaftung: https://www.ig-phelsuma.de/spe…lschaftung-von-taggeckos/

  • Ich danke euch schonmal für die vielen Infos.


    Zum Putzen ist der Behälter stabild genug. Es ist eine 3-4mm dicke Epoxyschicht (mit Glasbindemittel) vorhanden, diese sollte nicht brechen. Und als Aquarianer mit 5 Becken habe ich Filterbecken die noch schwerer zu reinigen sind. Gröberer Dreck kommt ja durch das Gitter erst garnicht erst in die Kammer.


    Bezüglich des Besatzes habe ich mich direkt mit meinem Züchter abgesprochen. Phelsuma Grandis oder etwas in der Größe kommt natürlich nicht in das Becken. Dafür wäre das Becken natürlich viel zu klein. Aber wie von Klexi angesprochen gibt es ja noch einige Arten und mein Züchter hat Terrarien mit Phelusema und Dendrobanten in einem Gesellschaftsbecken. Ebenfalls stimmen hier auch die Haltungsparameter sehr gut überein.


    Was für mich jetzt tatsächlich wichtig wäre ist die Rückwand Verkleidung. Ich denke doch das Epoxy das beste sein wird. Wobei ich mich gerne von Latex Bindemittel überzeugen lasse, da ich dies von der einfacheren Verarbeitung sehr interessant finde.

  • Noch dazu kommen sie ja beide nicht in der Natur zusammen vor

    Ob die Viecher das wohl wissen? :/ Nicht falsch verstehen, ich bin grundsätzlich gegen Vergesellschaftung.

    Tatsächlich gibt es laut Ig Phelsuma keine negativen Berichte in Bezug auf eine erfolgreiche Vergesellschaftung

    Dann lies den Link, den Du gepostet hast, einfach mal. 8o Dort werden zwar keine großen Dramen geschildert, aber durchaus negative Aspekte, abgebrochene Vergesellschaftung, Schwanzverlust usw.


    Die dort erwähnten "Fehlschläge" hingegen werden nur seltenst, wenn überhaupt, irgendwo publik gemacht. Wenn man unterschiedliche Arten ins selbe Terrarium schmeisst, und die leben nach Zeitraum x noch, rühmt man sich wegen seiner "erfolgreichen" Vergesellschaftung. NIemand wird versuchen Ruhm einzuheimsen, weil sich vergesellschaftete Tiere in ihre Bestandteile zerlegt haben. Über sowas hüllt man dezent den Mantel des Schweigens.


    Auch wenn das Thema hier ein anderes ist, sollte man sich vor jeder Vergesellschaftung die eine, absolut elementare Frage stellen: WARUM???

    Ich bin sehr sicher, die Antworten fallen zu 99% zu Gunsten des Halters aus. Und ob das eine verbliebene Prozent dann irgendwas ist, von dem die vergesellschafteten Tiere tatsächlich profitieren, sei dahingestellt...

  • Erdbähr habe ich und ich bezog mich auf den Abschnitt:


    Zitat

    Vergesellschaftung mit Dentrobates tinctorius (Färberfrosch) und / oder Phyllobates vittatus (Gestreifter Blattsteigerfrosch)

    Auch eine gemeinsame Haltung mit Pfeilgiftfröschen ist durchaus möglich. An dieser Stelle seien die Arten D. tinctorius und P. vittatus genannt. Diese beiden Arten werden z. Zt. bei mir gemeinsam mit P. l. angularis gehalten, jedoch sollte das Terrarium bei dieser Art von Vergesellschaftung eher an die Bedürfnisse der Frösche angepasst werden. Auf Grund ihrer meist Bodenbewohnenden und tagaktiven Lebensweise stellen die Frösche einen hübschen und interessanten Bodenbewohner im Phelsuma-Terrarium dar. Übergriffe von Seiten der Geckos konnten nicht beobachtet werden bzw. sind eher unwahrscheinlich, da diese die Frösche völlig ignorieren.

    (t. h.)

    Was natürlich nicht bedeutet, dass es immer klappt und damit auch sicher kein Garant ist.

    Innerhalb der iG scheint es wohl öfters vorzukommen, Phelsumen mit Fröschen zusammen zu halten. Mir wurde das für mein groß geplantes Terrarium ebenfalls empfohlen. Damit wollte ich nur einwenden, dass die Idee der gemeinsamen Haltung wohl nicht so selten ist (sondern ganz im Gegenteil, wohl recht beliebt ist).


    Im Grunde stimme ich dir aber zu, dass eine solche Vergesellschaftung zum Vorteil des Halters passiert. Die Tiere profitieren absolut gar nicht voneinander. Sie profitieren nicht einmal indirekt voneinander, wie es bei der Kombination Terrariumtier + Bodenpolizei der Fall ist. Zumindest ist mir kein Vorteil bekannnt. Was der Grund für mich persönlich ist, keine verschiedenen Arten miteinander zu vergesellschaften. Eher würde ich zwei Terrarien übereinander packen, optisch homogen gestalten und die Tiere getrennt voneinander leben lassen.

  • Selbst innerartliche Vergesellschaftung (M/W) ist unter Umständen abzulehnen, wenn dabei die Weibchen durch die Eibildung auf Dauer verbraucht werden und die Eier entsorgt werden. Nachzucht in Terrarienhaltung muss der Arterhaltung für den Bestand in den Terrarien dienen und nicht dem Tierverbrauch durch Fehlverhalten des Halters (z. B. Profilierung der angeblich naturnahen Haltung).

    Wahrheit tut weh!


    ... manche Signaturen sind größer als die Antworten :D:P

  • Ich werde mir das ganze mit dem Besatz nochmal durch den Kopf gehen lassen. Aber auf meine eigentliche Frage habe ich bisher leider keine Antwort bekommen ^^

    Wäre es möglich mir hier Erfahrungswerte mit zu teilen? ;)

  • Wenn es um den Wasserteil geht, da bin ich aus Erfahrung heraus ein Freund von herausnehmbaren Teilen. Falls mal Tiere (Futtertiere, Terrarienbewohner) zufällig im Wasserteil versterben, ist eine desinfizierende Reinigung bei Festeinbau schlicht unmöglich.

    Wahrheit tut weh!


    ... manche Signaturen sind größer als die Antworten :D:P

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