Aussenhaltung Trioceros jacksonii xantholophus

  • Moin Moin aus Braunschweig,

    Ich habe hier lang nichts mehr geschrieben im Forum da ich Arbeitsbedingt doch sehr wenig Zeit hatte.

    Und nun komme ich auch schon wieder mit einer Frage.

    Und hoffe mir kann jemand darauf eine fachkundige Antwort geben.

    Ich halte jetzt zu meinem anderen Chamäleons die bei mir schon länger wohnen.

    Ein 1.0 Trioceros jacksonii xantholophus

    Momentan noch drinne mein Aussenterrarium steht aber schon seit zwei Wochen fertig draußen.

    Da ich mich noch nicht getraut habe den kleinen Mann nach draußen zu setzen.

    Ab welchen Temperaturen kann man diese Art den mit guten Gewissen umsiedeln.

    Möchte ihn ungern nach einer Woche wieder zurück setzen um ihm diesen Stress zu ersparen.


    Vieleicht ist ja hier jemand mit Erfahrungen .

    Liebe Grüße Philipp


    Alter ist ziemlich genau 5 Monate falls das ausschlaggebend ist.

  • Ich bin mir nicht sicher ob man diese Art dauerhaft oder über längeren Zeitraum draußen halten sollte. Mehrere Stunden am Tag in einem Außengehege ist denke ich okey um Ihm etwas Gutes zu tun und Ihn in der Natur zu halten aber in Deutschland herrscht halt nicht die benötigte Luftfeuchtigkeit für diese Art. :/


    Man kann das Umsetzen in ein Außengehege auch stressfrei gestalten durch anlocken mit Futter oder eine kleine Übergangspflanze auf die das Chamäleon klettern kann und transportiert werden kann. So besteht kein direkter Kontakt zu Menschen und er sollte nicht so gestresst sein. :)


    MfG

    Jannik

    1.0 Pantherchamäleon Lokalform Nosy be // 1.0 Himmelblauer Zwergtaggecko // 1.0 Kronengecko // 0.2 Leopardgeckos // 0.1 Wandelnde Geige //

  • Vielen Dank erstmal für deine Antwort,


    Bei dieser Art ist es sogar sehr gut sie so lang wie möglich draußen zu halten.

    Da Sie extreme Frischluftfanatiker sind und ihnen auch eine deutliche Nachtabsenkung zu gute kommt.

    Die Luftfeuchte kriege ich dank extrem dichter Bepflanzung ( Mikroklima) und zusätzlich einer Regenanlage ganz gut geregelt.


    Mir geht es eigentlich nur um den richtigen Zeitpunkt.


    Danke und Gruß Philipp

  • Falls der Kleine durch z.B. geöffnete Fenster etc. bereits an kalte/kühle Nächte gewöhnt ist (bei uns heute morgen ca. 8°) und für längere kalt- nasse Perioden eine Wärmemöglichkeit besteht, kann man, denke ich, ab sofort die Außenhaltung in Angriff nehmen. Ein Bekannter hält seine Tr.hoehnelii seit gut 4 Wochen im Außengehege.


    mfg

    jotpede

  • Vielen Dank für die Antwort!


    Na ja wirklich kühle Nachttemperaturen ist er noch nicht gewöhnt.

    Er war ein sagen wir mal Notfall Chamäleon, aus sehr schlechter Haltung Gott sei dank nicht lange.

    Gehalten wurde er durch eine mehr als unwissende Person in einem Spinnenwürfel mit einem Spot drin, man glaubt garnicht wie dumm die Menschheit doch manchmal ist.

    Und dieser Spinnenwürfel stand dann auch noch auf einem anderen Terrarium, Resultat des ganzen war dann eine Lufttemperatur von 30 Grad.

    Und ein schon dehydriertes Tier.


    Na wie gesagt jetzt ist es in guten Händen.

    Und wohnt bei mir in einem Terrarium wo 3 Seiten komplett aus Gaze sind.

    Und was mehr als voll mit Pflanzen und Ästen ist.

    Vorher hatte es ne Bambus Stange man man man .

    Eine 50 Watt Solar Raptor und zwei T5 Röhren.

    Später beim Endterra ersetze ich diese dann durch HQI Strahler ,und lass sie Vielleicht noch als Grundbeleuchtung laufen.


    Dann werde ich ihn die nächsten Tage umziehen lassen und für schlecht Wetter Tage noch einen Wärmespot über dem Terrarium hängen.

    Strom liegt sowieso da ja die Regenanlage installiert ist.


    Gruß Philipp euch ein schönes Wochenende.

  • Hallo chamaeleo 87 ,


    hast Du denn eine Möglichkeit, die Tiefsttemperatur bei Euch zu ermitteln?


    Ich habe hier für meine Bradypodion eine Wetter-Station neben meinem Bett stehen, die bei Unterschreiten einer eingestellten Temperatur Alarm schlägt - momentan ist es bei uns nämlich noch sehr schwankend - hatten schon Nächte mit 17° C aber gerade heute Nacht auch wieder nur knapp über 4°C (vor nicht all zu langer Zeit sogar am Gefrierpunkt) - da ist mir mit so einem Alarm schon wohler...

    Aufgrund dieser Vorrichtung und da ich sie mitsamt Terrarium "umziehen" kann, traue ich mich meist schon recht früh im Jahr, die Tierchen 'rauszuschieben.

    Solche Kälteeinbrüche sind ja (zumindest hier wo ich wohne) schon noch bis in den Juni hinein nicht ganz ungewöhnlich.


    Ich habe mir in der Vorbereitungszeit über einen langen Zeitraum Klimadaten aus dem Herkunftsgebiet meiner Tiere angesehen um eine Grundlage zu haben, bis zu welcher Temperatur ich sie draußen lasse - sicherehitshalber bleibe ich da aber ein paar Grad über den absoluten Minima (im Terrarium haben sie möglicherweise doch nicht dieselben Strukturen zur Verfügung, die sie in der Natur bei Temperaturen um den Gefrierpunkt aufsuchen würden). Vielleicht kannst Du da ja im Netz auch etwas zu Deiner Art finden...


    Kamelion ,


    Der größere Stress beim Umsetzen würde in meinen Augen eher durch den ständigen Umgebungswechsel ausgelöst werden als durch den "Kontakt zum Menschen" (der ja wie Du auch schreibts bei Chamäleons auch leicht zu vermeiden ist) - es dauert immer eine ganze Weile, bis das "neue Revier" erkundet und als einigermaßen sicher befunden wird. Wenn das Tier durch das fortlaufende Umsetzen dazu kaum Zeit hat kann das schon stressig sein.

    Ich habe ja das Glück, dass ich meine Tiere komplett samt Terrarium rein und raus schieben kann...


    Grüßle,

    Claudia

  • Hey Claudia auch dir danke für deine Antwort.


    Die Möglichkeit zu messen habe ich aufjedenfall, habe momentan drei digitale Thermo/Hygrometer im Außen Terrarium.

    Um zu sehen ob es dem Chamäleon möglich ist sich kühlere Ecken zu suchen,

    Falls das Thermometer doch mal wieder mehr anzeigt.

    Und das funktioniert durch die Dichte Bepflanzung mehr als gut hätte nicht gedacht das sich das auf dem Balkon doch so gut realisieren lässt.

    Hab aber auch immer leichten Wind durch den Mittellandkanal in meiner unmittelbaren Nähe was dem Klima auch noch zu gute kommt.

    Und um zu sehen wie stark die Abkühlung in der Nacht ist , die Geräte speichern jede Stunde die aktuellen Temperaturen.

    Seit ca einer Woche ist es nie kälter als 7-8 Grad geworden.

    Eher immer so um die 10-11 Grad.

    In der Literatur ließt man sehr häufig das Temperaturen um die 5 Grad sehr gut vertragen werden.

    Und das passt auch zu den klimatischen Werten im ursprünglichen Habitat.

    Ich glaube ich bin da auch etwas über vorsichtig mit den Temperaturen, ist meine erste Montan Art die ich halte.

    Halte sonst Jemen , Panther und Senegal Chamäleons und die mögen es ja allesamt eher warm.

    Ist für mich halt echt faszinierend das sie solche Temperaturen als wechselwarmes Tier einfach so wegstecken.

    Da muss ich mich wohl erst dran gewöhnen.


    Gruß Philipp

  • Ich glaube ich bin da auch etwas über vorsichtig mit den Temperaturen,

    Halte sonst Jemen , Panther und Senegal Chamäleons und die mögen es ja allesamt eher warm.

    wobei angemerkt sein darf, dass auch Chamaeleo calyptratus in höheren Lagen vorkommt und durchaus recht kühle Nachttemperaturen bei hoher Luftfeuchtigkeit verträgt (unter 18°), sofern die durchschn.Tagestemperatur ca 23° (Wärmeplatz ca.28° - 30°) beträgt.


    mfg

    jotpede

  • Keine Frage !

    Können auch noch niedrigere Temperaturen ab meine sind alle bis ca 13-14 Grad Nachttemperaturen draußen.

    Ist alles kein Problem.

    Dennoch sind es zu 5 Grad doch ein deutlicher Unterschied.

    Auch für mich Gefühlt :D....

    Köche lieben es warm :).

  • Seit ca einer Woche ist es nie kälter als 7-8 Grad geworden.

    Eher immer so um die 10-11 Grad.

    Klingt wetterseits stabiler als hier - sollte also schon gehen.

    Wie stabil das Tierchen nach seiner Vorgeschichte ist, kannst Du allerdings natürlich besser beurteilen als wir hier an unseren PCs :-)

    Ist für mich halt echt faszinierend das sie solche Temperaturen als wechselwarmes Tier einfach so wegstecken.

    Da muss ich mich wohl erst dran gewöhnen.

    Ging mir auch so - aber spätestens nach der Geschichte mit meinem Phelsuma robertmertensi-Männchen bin ich insgesamt deutlich weniger nervös, wenn meine Tiere die kälteren Nächte draußen verbringen - ganz kurz zusammengefasst war die wie folgt:


    (Anmerkung vorweg: Im Herkunftsgebiet der Tiere herrschen laut Literatur und den wenigen etwas vagen Daten, an die ich herankam Minimaltemperaturen um die 17°C.)

    Bei der Übergabe im Winter fand ich im Transportbehälter einen augenscheinlich toten Gecko vor - durch Fehleinschätzung des Vorbesitzers bezüglich der Wärmespeicherkapazität seiner Verpackung und eventuell auch falscher Information seines Freundes der mir das Tierchen übergab war der kleine Mann auf vermutlich sogar unter 5°C abgekühlt (Thermometer hatte ich zu dem Zeitpunkt keines zur Hand - Außentemperatur betrug um die 0°C).

    Ich konnte ihn mittels vorsichtigen Aufwärmens zunächst in meinen Händen und mit etwas Atemluft und später dann im Transportgefäß vorsichtig in der Nähe der Autoheitzung aber wiederbeleben und bis heute zeigen sich keine negativen Auswirkungen seines "Scheintodes"...
    Seither hat er den Spitznamen "Lazarus" weg...

    Natürlich sollte man sich dennoch generell an den Klimadaten des Herkunftsgebietes orientieren - aber anscheinend können "Ausreißer" in gewissen Grenzen dennoch von ansonsten gesunden Tieren doch ganz gut weggesteckt werden.



    Ein bißchen unheimlich bleibt es mir aber dennoch wenn die Temperaturen so wie jetzt noch stark schwanken - daher auch die Sicherheitsmaßnahme mit dem Alarm...


    Viele Grüße,

    Claudia

  • Ja es ist schon unglaublich, was so ein gesundes und stabiles Reptil so verträgt.

    Mit deinem Gecko ist natürlich echt grenzwertig gewesen.

    Schön das dass der kleine Mann so gut weggesteckt hat ,und du ihn lebend nach Hause bekommen hast.


    Zum Zustand meines Chamäleons kann ich sagen das er echt fit ist.

    Hat sich in den 5 Wochen echt gut gemacht bei mir.

    Ist im Wachstum zwar noch etwas zurück, aber auch das wird noch.

    Hat beim alten Besitzer auch keinerlei Supplemente bekommen.

    Deswegen war ich die letzten Wochen echt nur am Aufbauen des kleinen Mannes.

    Mittlerweile ist er aber auf einem mehr als guten Wege.


    Vor zwei Tagen habe ich am Terrarium noch einige Dinge verändert, damit er gestern ausziehen konnte.

    Habe noch ein Notfall Spot über dem Außen Terrarium angebracht schön Wetter Dicht.

    Und habe das untere Drittel von hinten mit Xamin verkleidet , um die Luftfeuchtigkeit noch besser halten zu können.

    Was sehr gut funktioniert.

    Aufjedenfall lange Rede kurzer Sinn es scheint als ginge es ihm fantastisch draußen.


    Wünsche euch allen noch einen schönen Abend und danke für eure Antworten und eure persönlichen Geschichten.


    Und hier noch ein kleines Foto von Emilio so heisst er.

  • Moin Philipp,


    den hast Du ja wirklich gut wieder hin bekommen:) - erstaunlich, dass er nach der vorherigen Haltung augenscheinlich ohne Folgeschäden (Rachitis) zu sein scheint. Ein kleines Glückskind, dass Du ihn da entdeckt und herausgeholt hast.


    Viel Freude mit dem kleinen Schätzchen! Vielleicht magst Du uns ja hier ab und zu über seine Fortschritte auf dem Laufenden halten :-)


    Liebe Grüße,

    Claudia

  • Hey ihr lieben wollte euch nur ein kleines Update von Emilio geben.

    Emilio war bis letzte Woche in seinem Außen Zuhause und hat diese Zeit mehr als genossen.

    Und hat sich prächtig entwickelt.

    Nun ist er in sein neues Winter Quartier gezogen.

    Was außer links die Wand und die Rückwand komplett aus Gaze ist.

    Es hat die Maße 90 breit 60 tief und 120 reine Kletterhöhe was für die erwartende Größe des Chamäleons mehr als ausreichend ist.

    Beleuchten tue ich mit 2 mal T8 Narva Biovital ein 50 Watt HQI Strahler und einer 50 Watt Solar Raptor.

    Anbei noch ein paar Bilder von Emilio und dem Terra.

    Euch alles gute Gruß Philipp

  • Moin Moin aus Braunschweig....


    Kleines Update zu dem kleine Mann Emilio, na gut so klein ist er garnicht mehr ;).

    Er hat die Wintermonate in seinen luftigen Wohnzimmer Zuhause gut überstanden und ist gut gewachsen.


    Nun wollte er euch mal vom Balkon aus sonnige Grüße senden.

    Wie ich finde ist er ein echt schöner Bursche geworden wenn man bedenkt wie er die ersten Wochen gehalten wurde.


    Gruß Emilio und Philipp