Hochterrarium seitlich beleuchten

  • Hallo liebe Reptilien Freunde,

    Ich hätte da ein kleines Problem undzwar besitze ich einen Morelia viridis der kleine Wurm ist +- 40-50cm lang diesen habe ich in einem 60x60x120 terra untergebracht, das Problem ist aber das ich mein zimmer wechseln musste und die einzige Stelle wo ich das terra hinstellen könnte wäre an der wand neben der Türe da diese Wand aber +-7cm zu kurz ist habe ich überlegt mir ein 50x50x100 terra zu besorgen das dort perfekt reinpassen würde, der einzige Nachteil liegt in der Beleuchtung ich besitze im jetzigen terra 60cm leuchtstoffröhren ( diese musste ich schon schräg anbringen weil sie durch das Kabel schon zu lang waren) diese würden im 50x50x100 terra schon garnicht reinpassen und durch die dichte Bepflanzung habe ich Bedenken ob genug Licht nach unten kommt wenn ich kleinere Röhren nehme. Jetzt zu meiner Frage wäre es möglich die leuchtstoffröhren seitlich an der terrarienwand anzubringen ohne das es dem viridis stört ? Da es ja in der Natur niemals Licht von der Seite geben wird stelle ich mir diese Frage. P.s. von oben kommt nochmal eine brightsun die wenigstens etwas Licht von oben abgeben würde, was haltet Ihr von der idee?

    MfG

  • Du schränkst also das Tier in Platz und Beleuchtung ein, weil du irgend ein Problem hast oder sich irgendwas an der räumlichen Situation geändert hat. Das ist auf jeden Fall der falsche Ansatz.


    Meiner Meinung nach müsstest du / müsstet Ihr eine Lösung finden in der das Tier seine gewohnte Beleuchtung und das Terrarium behalten kann.

  • Du schränkst also das Tier in Platz und Beleuchtung ein

    ich schränke das Tier ein Minimum an Platz ein JA, das es aber (Noch) nicht ausnutzt, wegen der Beleuchtung stelle ich ja diese Frage.

    Dies ist eine Notlösung die ich in Betracht ziehe da der kleine im 50x50terra immer noch artgerecht gehalten werden kann, und ich ihm im Nachhinein dadurch mehr Platz bieten kann, mein Plan ist es nämlich den Dachboden bis nächstes Jahr auszubauen dafür würde mein altes Zimmer aber leider in diesem Zeitraum nicht mehr benutzt werden können, dadurch muss ich halt bis alles fertig ist ein kleineres Zimmer nehmen wo das 60x60 leider nicht reinpasst.

  • Vorab, ich habe keine Schlangenerfahrung. Ich weiß also nicht inwieweit sie eine seitliche Beleuchtung stören / beeinträchtigen könnte. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass sich die Schlange unglücklich um das Leuchtmittel wickeln und verletzen könnte.

    Außerdem bin ich mir nicht sicher inwieweit deine Bepflanzung mit dem seitlichen Licht klar kommt. Das hängt sicherlich auch davon ab was dort gepflanzt ist.


    Wenn es wirklich um wenige cm an einer Wand geht, kannst du das Terrarium dann nicht einfach schräg stellen? Oder vorübergehend einfach etwas von der Wand entfernt in den Raum hinein, sodass die Tür noch zu schließen und zu öffnen ist? Alternativ einfach die Tür für die Zeit des Umbaus nicht benutzen und die 7cm Überstand in Kauf nehmen? Für deine Schlange wäre das am stressfreisten, du würdest dir ein vorübergehendes Terrarium sparen und müsstest nicht mit den Leuchtmitteln experimentieren.

  • von oben kommt nochmal eine brightsun die wenigstens etwas Licht von oben abgeben würde

    ETWAS Licht? UV-HQI geben reichlich Licht ab. Selbst wenn es aufgrund der Terrariengröße nur eine mit 35 Watt sein sollte, würde ich sagen, ist keine zusätzliche LSR nötig. Wenn doch, kauf halt eine kleinere und montiere sie so wie es sich gehört, anstatt irgendwelche Experimente zu machen.

  • Dauerhaft seitlich einfallendes Licht kann, weil keine Flucht/Schutzmöglichkeit gegeben ist, schnell zu Augenreizungen führen.

    Das wäre für mich ein klares Ausschlusskriterium.

    Wahrheit tut weh!


    ... manche Signaturen sind größer als die Antworten :D:P

  • Wollte mal ein Feedback von meiner Erfahrung geben, die Leute die gesagt haben das es negativ wäre das Tier in Platz einzuschränken und das es Stress für das Tier wäre, kann ich nicht zustimmen.

    Haltet mich für verrückt aber es war die beste Idee die ich wohl dieses Jahr gehabt habe:P

    Ich habe das Tier nicht wie vorher geplant in einem 50x50x100 Becken untergebracht sondern in einem 80x40x50 Becken das ich auf ein anderes draufstapeln konnte. Seitdem ich dies gemacht habe fühlt sich mein kleiner baumphyton viel wohler, er ist viel mehr auf erkundungstour, wechselt seitdem auch auf lust und Laune die Äste (fühlt sich sicherer) was natürlich gut für die thermorégulation ist.

    Mein Feedback soll unter anderem auch Anfänger Helfen die dem Tier durch VIEL PLATZ etwas Gutes tun wollen, beim Morelia Viridis scheint allerdings WENIGER MEHR ZU SEIN ( Nicht nur meine Erfahrung!) Die kleinen baumphytons sind sehr stressanfällige Tiere die sich in einem etwas kleineren terrarium Sicherer fühlen. Und noch ein kleiner Hinweis gerade bei Jungtieren ist es sinnvoll KEINE hochterrarien zu nehmen da das richtige Temperaturgefälle in einem hochterrarium schwerer zu erreichen ist.;)

  • Mein Feedback soll unter anderem auch Anfänger Helfen die dem Tier durch VIEL PLATZ etwas Gutes tun wollen, beim Morelia Viridis scheint allerdings WENIGER MEHR ZU SEIN

    Schon erstaunlich, wie die blöden Viecher zigtausend Jahre in der Natur überleben konnten, ohne Terrarianer die meinen alles besser zu wissen.

    Und noch ein kleiner Hinweis gerade bei Jungtieren ist es sinnvoll KEINE hochterrarien zu nehmen da das richtige Temperaturgefälle in einem hochterrarium schwerer zu erreichen ist.

    Es ist i.d.R. einfacher und weniger kostenintensiv, das nötige Temperaturgefälle in einem niedrigen Terrarium zu erzeugen. Das ist aber lediglich eine faule Ausrede für faule Halter. Wer nicht bereit ist etwas Aufwand zu betreiben und ein paar Euro auszugeben, lässt die Finger besser ganz von der Reptilienhaltung.

  • Hallo zusammen,meinen Baumpython halte ich von Anfang an in einem Terrarium

    Höhe:1,20m Breite:1,20m Tiefe:0,80m

    soviel zu,,weniger ist mehr"

    So sind mehrere Temperaturzonen entstanden,das Tier kann also aussuchen wo

    es sich aufhält.

    Schönes Wochenende

    Thor

  • Schon erstaunlich, wie die blöden Viecher zigtausend Jahre in der Natur überleben konnten, ohne Terrarianer die meinen alles besser zu wissen.

    Es ist i.d.R. einfacher und weniger kostenintensiv, das nötige Temperaturgefälle in einem niedrigen Terrarium zu erzeugen. Das ist aber lediglich eine faule Ausrede für faule Halter. Wer nicht bereit ist etwas Aufwand zu betreiben und ein paar Euro auszugeben, lässt die Finger besser ganz von der

    Bist du selbst Chondro Halter? Hast du dein Wissen durch eigene Erfahrungen sammeln können? Wie hoch ist die Überlebenschance eines Neonat in der Natur? Schonmal gehört das Neonate in der Natur nicht auf hohe Bäume klettern? Es ist leicht ein Urteil über jemanden zu fällen ohne ihn zu kennen, muss wohl eine lästige Angewohnheit unserer Kultur sein! Jeder Neonat hat seinen individuellen Charakter bei meinen 2 Neonaten konnte ich einen Positiven Unterschied zwischen der Haltung in einem (für ihn) großen Hochterrarium und einem kleineren niedrigen Terrarium feststellen, außerdem habe ich diesen Tipp von Chondro Züchtern bekommen die es meiner Meinung nach besser wissen als manche Halter hier. Ich habe auch angedeutet das es einfacher ist ein Temperaturgefälle in einem kleineren Terrarium zu erreichen und nicht das es in einem hoch Terrarium unmöglich wäre. Wie bereits gesagt lag mein Neonat (im Hochterrarium) nur auf einen bestimmten Ast ganz egal welche Temperaturen dort herrschten, und auf erkundungstour ging er auch so gut wie nie, seitdem er im kleineren Becken war konnte man gut beobachten das er seinen Platz auch wechselte (Thermoregulation) außerdem sieht man ihn nachts auch ab und zu auf erkundungstour. Mit Faulheit oder Geldmangel hat das überhaupt nichts zu tun, sondern mit gesundem Menschenverstand!


    Freut mich für deinen Neonaten das es ihm gefällt!

    Meine Neonaten hatten ein ausgereiftes Temperaturgefälle im Becken, leider nutzten sie es nicht aus und blieben immer in der unteren Ecke des Beckens egal ob es dort 25° oder 30° waren. Im kleineren Terrarium fühlten sie sich wohl sicherer, wechselten ab und an die Äste ( was bei dem anderen Becken NIE der Fall war, hatte eine IP Kamera um alles zu filmen). Eine Bekannte von mir ist Chondro Züchterin, sie gab mir den Tipp der auch gut geholfen hat, mittlerweile ist der kleine Chondro auch in einem 80x60x90 Becken und macht auch dort keine Probleme.

  • Ja.

    Dann müsstest du ja wissen das sich jedes Tier anders Verhält und das man seine Meinung aus der eigenen Erfahrung bezieht, ich für meinen Teil habe ausdrücklich geschrieben das es besser ist vor allem für Anfänger die nicht wirklich auf kleine Details achten, Morelia Viridis Jungtiere in Kleineren Behältnisse zu halten, es ist ein Rat der von dir sofort mit den Argumenten "Kostspielig" "Faulheit" kritisiert wurde. Ich konnte durch diese Maßnahmen allerdings einen Positiven Unterschied beobachten, es sollte nicht verallgemeinert werden, manchen Tieren wird es wohl nichts ausmachen von klein auf in großen Terrarien aufzuwachsen andere schon. Als Schlussfolgerung kann ich nur sagen das es einen Grund hat wenn man von Erfahrenen Haltern und Züchter oft die Empfehlung bekommt kleine Chondros (Nicht Große sondern die Betonung liegt auf Kleinen) in entsprechend kleinen Behältnisse zu Halten.

  • Anfänger die nicht wirklich auf kleine Details achten

    Die sollten nicht nur auf "Details" achten, das müssen sie sogar.


    Jeder macht mal Fehler, keine Frage, aber darum sollten Fehler als Begründung für Empfehlungen nicht fest eingeplant werden. Auch die Haltung zu der Du rätst, bietet reichlich Potential für Fehler. Gerade für den Typ Halter, den ich im November angesprochen habe...