Phelsuma laticauda im Nanoterra?

  • Danke, ihr Lieben <3

    Vorwürfe mache ich mir keine, ich habe wirklich alles versucht, habe den Schnipsel immer genau beobachtet, aber er/sie hat immer weiter abgebaut.

    Ein bisschen traurig war ich gestern dennoch. Man ist ja doch mit dem Herzen dabei. Aber so ist das Leben und es gibt (leider) nie eine Garantie dafür, dass jedes schlüpfende Tier fit und munter ist.

  • So, es geht in den Urlaub auf Balkonien. Wenn die Ausreise nicht so schwierig sein würde :rolleyes:


    Ich stehe vor dem Problem, mein Paar irgendwie einfangen zu "müssen". Anders können sie nicht in ihr Urlaubsdomizil auf Balkonien ziehen. Und jetzt wo die Temperaturen endlich mal im akzeptablen Bereich sind, würde ich ihnen doch gerne die Luftkur schenken.


    Das Problem: Sie verschwinden, sobald ich mich dem Terrarium nähe, ins hintere Dickicht. Da sind sie ganz nach Bilderbuch scheu. Anlocken mit Futter? Unmöglich. Sich im Schneckentempo dem Terrarium nähern? Wusch, sind sie weg. Spätestens wenn ich anstalten mache, meinen Arm zu bewegen, sind sie fort. Das Dickicht hinten ist so, dass ich sie weder sehe, noch irgendwie ausfindig machen kann. Selbst mit meiner Teleskopkamera finde ich sie nicht. Keine Chance, sie da irgendwie raus zu bekommen. Sie verharren auch in ihrem Dickicht, wenn ich die Pflanzen bewege, da rumfummel oder die Teleskopkamera herumwandert. Rausscheuchen aus dem Dickicht ist nicht, und ehrlich gesagt will ich sie auch nicht unnötig stressen.


    Selbst wenn ich wie ein Baum vorm Terrarium stehen bleibe, ewig dort verharre, kommen sie nicht raus. Sie warten, bis ich weg bin. Das macht das Einfangen echt nicht einfach.


    Der ultimative Tipp sie mit einer Heimchendose gegen Glas und mit einer Pappe untendrunter geschoben irgendwie rauszufischen fällt flach.


    Was also tun? Ich habe gelesen, dass es mit Bambusrohre wohl gut geht, sie es als Versteck nutzen, und man einfach beide Enden schließen muss, wenn sie gerade drin sind, und das Rohr so entfernen kann (inkl Phelsume). Ich will mir jetzt mal ein entsprechendes Rohr bestellen um es auszuprobieren. Gibt es denn ansonsten irgendeinen Tipp?


    Die Jungtiere einzufangen ist deutlich einfacher. Sie werden zwar auch mit zunehmenden Alter scheuer, aber die Aufzuchtterrarien sind nicht so zugewachsen, sodass man sie eigentlich immer irgendwo ausfindig machen kann. Und die "flüchten" tatsächlich am liebsten auf die Glaswände.

  • Klexi Du kannst das obere 1/3 einer Plastikflasche abschneiden und verkehrt hinein setzten und anschließend mit Klebeband befestigen (achte darauf das keine Klebestellen frei liegen). Geb das Lieblingsfutter der kleinen hinein und warte ab. Dadurch das die Öffnung von außen nach innen größer ist kommen sie leichter hinein als raus. Du kannst das untere 1/3 der Plastikflasche auch verdunkeln bzw mit blickdichtem Klebeband versehen, dann flüchten sie ggf. dorthin wenn du dich näherst und schlüpfen nicht zufällig vorne raus. So musst du auch nur eine Öffnung beim Transport schließen.

    Im außen Terra kannst du dann einfach das Klebeband entfernen und das umgestülpte Ende rausnehmen (Da würde es auch reichen wenn du es so weit raus ziehst, dass die raus schlüpfen können. So kannst du die Fluchtgefahr auch nochmal verringern.)

    Du kannst natürlich auch das Futter vor dem zukleben in das untere Ende schmieren. Fruchtbrei ist ja geduldig und haut dir da nicht ab.


    Falls ich um 3 Uhr morgens etwas verworren geschrieben hab und du nicht so ganz verstehst was ich meine, dann kann ich dir das heute Nachmittag gerne mal basteln und ein Bild davon posten.

  • Ah, ich kenn das als Heimchenfalle ^^


    Das ist ne super Idee, ich werde versuchen, da was köstliches reinzusetzen. Ich hoffe sie checken das. Meine erste Fütterungsversuche mit einem durchsichtigen Becher scheiterten daran, dass sie die Öffnung nicht gefunden hatten :saint:


    Im Moment bin ich noch am Zögern mit dem Raussetzen. Hier wird es abends noch deutlich unter die 18 grad, die in der Literatur als untere Marke genannt werden und auch nicht im natürlichen Habitat unterschritten werden. Habe mir auch mal die Klimatabelle von Hawaii angeschaut, wo es mittlerweile ja auch P. Laticauda in der freien Umgebung herumspringen. Auch da geht es nicht unter 18 grad.


    Da mein Paar überaus scheu ist, wäre ein abendliches Hineinwuchten des Gazeterrariums wohl stress pur für die zwei. Ich warte bis die Temperaturen noch etwas hoch klettern, auch wenn wohl viele andere ihre Phelsumen schon draußen halten.

  • Gute Idee mit der Heimchenfalle. Ich denke, dass es zum rauslassen genügt, den Deckel der Flasche aufzuschrauben, ohne den umgekehrten Boden wieder heraus zu nehmen. Die sind ja klein und dünn und passen locker durch den Flaschenhals.

    „Ich weiss, dass ich nichts weiss“. Sokrates

  • cham-sitter Ich denke auch. Spätestens wenn ich die aufgeschraubte Flasche im neuen Terrarium ablege und sie in Ruhe lasse, werden sie von allein früher oder später rausklettern :) Dann kann ich die Flasche einfach wieder einsammeln.


    Und wenn ich dich schon gerade markiert habe: Chamäleon werden ja auch gern im Sommer draußen an der Luft gehalten. Wie handhaben Chamäleonbesitzer das mit den Temperaturen? Gelten da andere Toleranztemperaturen als in der Indoorhaltung?

  • Ich denke, die Toleranztemperaturen sind die gleichen wie drinnen. Nur lassen sie sich draussen besser ausreizen. Viele Chamäleons vertragen ja um einiges tiefere (Nacht-)Temperaturen, als man ihnen in einem Wohnraum bieten kann. Ein Jemenchamäleon kann problemlos vom Frühjahr bis in den späteren Herbst draussen gehalten werden, solange die Temperaturen nachts über +/- 7 Grad bleiben und sie sich tagsüber aufwärmen können. Sei‘s an der Sonne oder bei Schlechtwetterperioden unter einem Spot.
    Probleme bereitet bei den heutigen Sommern wohl eher die Höchsttemperatur. Auf einem unüberdeckten Süd-Balkon wird eine dichte Bepflanzung des Terrariums nicht ausreichen. Da braucht es eine zusätzliche Beschattung und genügend hohen, feuchten Bodengrund. Bei montanen Arten wird die Toleranzgrenze definitiv überschritten. Da wird eine Aussenhaltung meistens nur noch im Frühjahr und Herbst möglich sein.

    „Ich weiss, dass ich nichts weiss“. Sokrates

  • Danke cham-sitter

    Damit hilfst du mir echt weiter. Ich finde, gerade in Bezug auf Phelsumen, schwierig an Infos zu kommen. Aber da P. laticauda genauso wie die entsprechende Lokalform der Pantherchamäleon auf Nosy Be zu finden sind, teilen sie sich zumindest das klimatische Herkunftsgebiet :)


    Mein Balkon ist überdacht, hat eine Markise und steht nicht voll in der Sonne. Er ist reichlich bepflanzt, eine Weinrebe wächst direkt vor das Gazeterrarium. Und innen bekommt es natürlich auch Pflanzen. Ich habe den Standort so ausgewählt, dass erst Nachmittags die Sonne dort hinkommt. So steht das Terrarium nicht in der Mittagshitze. Sollte es dennoch zu knackig werden mit der Nachmittagssonne, kann ich die Markise ordentlich runterkurbeln. Trotz Südseite ist der Balkon wirklich angenehm vom Klima her. Ich kontrolliere die ganze Zeit schon die Temperatur dort und tagsüber sind sie wirklich gut.


    Allerdings werden es Nachts auch noch mal 12 °C.


    Wenn ich aber jetzt warte, dass die Nachttemperaturen über 18°C liegen, wird die Tagestemperatur bestimmt die 30°C knacken :/

    Hach, schwierig das alles. Vielleicht mache ich mir auch zu viele Gedanken... will nichts falsch machen und finde es wirklich schwierig da an Infos ran zu kommen. Die (Phelsumen) Literatur gibt da leider nicht viele Infos her.

  • Es gibt Fühlerthermometer mit min max Speicherfunktion. Fühler einfach an verschiedenen Stellen im Terrarium deponieren und dann sehen, wie der Unterschied ist im Bezug zur jeweiligen Außentemperatur.

    ... so würde ich agieren.

    Wahrheit tut weh!


    ... manche Signaturen sind größer als die Antworten :D:P

  • Harte


    Ich kontrolliere schon die Temperatur innerhalb des Gazeterrariums und außerhalb (im Balkon). Allerdings sinkt die Temperatur Nachts innerhalb des Terrariums auf unter 18°C. Die Nächte sind leider noch zu kalt.


    Bin gerade am Überlegen ob ein Heatpanel / eine Infrarotmatte für Nachts helfen könnte. Ich habe eine Steckdose im Balkon, die ich verwenden könnte. Wäre es möglich, damit die Temperatur innerhalb des Gazeterrariums etwas hoch zu drehen, oder Aufgrund der Beschaffenheit (Gaze) sinnlos?

    Evtl für Nachts gezielt mit der Infrarotmatte eine Schieferplatte oder ähnliches erwärmen?


    Ich habe da leider absolut keine Erfahrungen mit Gazeterrarium und/oder Heatpanel/Infrarotmatte und/oder Nachttemperatur für das Terrarium erhöhen :D

  • Falls das ganze Terrarium fahrbar wäre, dann könnte man das bei Bedarf reinholen oder rausfahren. Mit so einer Beheizung von offenen Gazeterrarien habe ich keine Erfahrung. Ich habe nur echte Freilandterrarien schon mal zusätzlich beheizt.

    Wahrheit tut weh!


    ... manche Signaturen sind größer als die Antworten :D:P

  • Man findet in Gartencentern stabile Pflanzenrollis, runde wie quadratische, in verschiedenen Grössen, die auch schwere Töpfe tragen. Oder DIY, du bist ja gut im Bauen 😄

    Das Ganze hätte den Vorteil, dass du sie so nur 2x im Jahr umsetzen müsstest.

    „Ich weiss, dass ich nichts weiss“. Sokrates

  • cham-sitter


    Ich dödel hab mir extra nen Tisch gekauft gehabt um das Terrarium drauf zu stellen. :D

    Aber ich glaube ich bau mir aus nem Pflanzenroller und nen Aufbau etwas. Dann stell ich das Terrarium noch auf eine extra Platte. So kann ich es vom Tisch auf den Roll"container" schieben und dann rein in die Wohnung rollen. :/

    Muss nur schauen, wie ich nen stabilen Aufbau auf den Roller bekomm.



    So stehts momentan. Nur eben ohne Einrichtung (noch).