Was kann zu Argentinischen Waldschaben?

  • Hallo


    Ich heiße Jessy und hab mich gerade angemeldet, weil ich keine Antwort auf meine Frage bei Google finden kann.

    Ich muß vielleicht ein bisschen ausholen....:S

    Ich habe A) ein Exoterra, 45er Würfel, in das eventuell! eigentlich mal ein oder zwei Tausendfüßer und Gespensterschrecken sollten...bin nicht sicher, ob das gehen würde, ist aber auch nicht mehr Thema...

    Ich habe B) eine Gruppe Argentinische Waldschaben in einer Faunabox, die eigentlich für meinen Schmuckhornfrosch als Futter dienen sollten.

    Nun wurde leider eine falsche Größe geliefert und er kann sie nicht essen ( zu groß ).

    Die Schaben leben nun seit gut einem halben Jahr in der Faunabox und tun mir leid :(

    Nun möchte ich sie in das Terrarium umsiedeln.

    Die Tausendfüßer fallen dadurch dann natürlich weg aber wie sieht es mit Gespensterschrecken aus?

    Die Schaben halten sich ja im Grunde auf dem Boden auf und die Schrecken in den Zweigen...

    Ist das richtig?

    Würde das möglich sein ohne den Tieren zu schaden?

    Ich weiß, Vergesellschaftung ist oft fragwürdig bzw völlig daneben aber wie sieht es in meinem Fall aus?

    Wenn es nicht geht muß ich eben auf die Schrecken auch noch verzichten...die Schaben hab ich ja nun schon ^^

    Da haben die Vorrecht auf das Becken, die sollen auf jeden Fall dahin umziehen.

    Ich hoffe die Frage ist nicht zu dämlich aber ich weiß es leider nicht besser und habe wirklich nichts finden können.


    Liebe Grüße, Jessy

  • Willkommen im Forum :)


    Unter idealen Bedingungen vermehren sich Argentinische Waldschaben rasant und könnten im Terrarium überhand nehmen. Es besteht die Möglichkeit, dass sie bei ihrer Futtersuche die Mitbewohner anknabbern könnten - auch bei genügend Futter.

    Argentinische Waldschaben können zwar auf glatten Flächen nicht laufen, aber sehr wohl auf der Einrichtung (Rückwände, Stöcke, Pflanzen, etc.) und so durch Ritzen im Terrarium entkommen (vor allem Jungtiere).

    Auch würden sich viele Jungtiere hinter einer Einrichtung verkriechen wo sie sich verfangen könnten und verenden - und genau dort wirst du auf kurz oder lang eine Milbenplage haben, weil sie sich auf die toten Schaben hermachen.

    Terrarien also eher ungeeignet.


    Seit gut einem halben Jahr in der Faunabox? Haben sie sich nicht vermehrt? Falls beide Geschlechter vorhanden sind, müsstest du eigentlich Nachwuchs haben :/.


    Zur Zucht der Argentinischen Waldschabe:


    Argentinische Waldschaben sind sehr genügsame Tiere und verzeihen viele Fehler da sie sehr robust sind. Adulte Tiere kommen sogar einen Monat ohne Futter aus, aber vermehren sich dann kaum bis garnicht mehr.

    Solange sie genug Versteckmöglichkeiten (z.B. Eierpappe), Trockenfutter (z.B. Fischfutter, zermahlenes Katzenfutter und Haferflocken) und einen Wasserspender haben, kannst du sie ruhig in der Faunabox (gut belüftet) belassen. Eine Beleuchtung ist nicht nötig. Zimmertemperatur reicht aus für eine moderate Vermehrungsrate.

    Den Schaben ist es absolut egal in welchem Behälter sie sich befinden, solange die oben genannten Punkte eingehalten werden. Du brauchst nicht einmal einen Bodengrund. Das Futter immer separat in ein Schälchen (grobe Oberfläche wegen klettern) anbieten und nur soviel wie sie innerhalb von 2 bis 3 Tagen fressen können (wegen Hygiene, Schimmel und Milben). Es macht den Schaben nichts aus wenn die Luftfeuchtigkeit sehr gering ist, solange sie immer Zugang zu Wasser haben. Eine Dochttränke oder ein Schälchen mit saugfähigem Wattepads ist sicher, da Jungschaben (welche du verfüttern möchtest) nicht ertrinken können.

    Nicht gefressenes Futter nach spätestens 3 Tagen entsorgen und das Wasser wöchentlich ersetzen.

    Du kannst auch Feuchtfutter wie Gemüse und Obst anbieten (gut abwaschen wegen Pestiziden), so ersparst du dir einen Wasserspender, aber da Argentinische Waldschaben mal gerne ihr Futter in ein Versteck schleppen, wird die Feuchtigkeit verteilt und es kann zu Schimmelbildung führen.

    Trockenfutter und Wasserspender sind die sauberste Lösung.

    Du wirst mit der Zeit sogar mehr Schaben haben als du brauchst ;) .


    Je nach Besatzungsdichte die Zuchtbox alle 3 bis 6 Wochen reinigen (viel Kot mit der Zeit).

    Je nach Grösse der Zuchtbox passen 200 bis 600 Schaben rein (Eierpappe nebeneinander aufstellen). Es sind sehr gesellige Tiere.

  • Vielen Dank für Deine sehr ausführliche Antwort :)

    Ach das ist ja schade... dann bleiben die halt weiterhin in ihrer Box... ich mache aber ansonsten alles wie beschrieben, sie bekommen Apfel, Möhre und Gurke, haben Haferflocken, Katzen Trockenfutter und auch Flockenfutter für Fische und Axolotl Pellets zum essen...

    Die Pellets sind nicht gut für meine Axolotl, die bekommen jetzt größere von Aquaterratec und die Novolotl haben die Schaben geerbt 8)

    Also die sind genau genommen schon acht Monate in der Box, solange habe ich den Frosch...

    Habe beide Geschlechter, drei adulte Männchen sind dabei, insgesamt schätze ich sind es zwanzig Tiere.

    Bisher haben sie sich nicht vermehrt.

    Ach ja, ich habe keinen Bodengrund, nur Eierpappe und Küchenrollen (einmal durchgeschnitten )

    Keine Ahnung woran es liegt.

    Stehen dunkel und ohne jegliche Technik bei Zimmertemperatur.

    Also nicht stockdunkel...Tag Nacht Rhythmus ist vorhanden.

    Dann mal sehen, was ich mit dem Terrarium mache... vielleicht auch eine Gottesanbeterin...oder doch den/die Tausendfüßer...

    Danke

  • Ich würde alles so belassen wie es ist, auf jegliche Vergesellschaftung verzichten, und die Jungtiere der Schaben an den Frosch verfüttern. Der wird ausserdem auch wachsen, so daß adulte B. dubia über kurz oder lang gar kein Problem mehr für ihn sind.

    Bisher haben sie sich nicht vermehrt.

    Bei so wenigen Tieren übersieht man das u.U. auch mal. Kann allerdings auch andere Gründe haben. Bei welchen Temperaturen werden sie gehalten?

  • Nein, der Frosch ist bereits adult und laut Vorbesitzerin soll er nur mittlere bekommen...

    Aber ist auch egal...

    Ich halte, wie bereits erwähnt, bei Zimmertemperatur, das kann zwischen 15 und 24 Grad liegen, je nach Jahreszeit...

  • Für adulte Ceratophrys cranwelli sind adulte B. dubia überhaupt kein Problem. Diese Tiere schaffen auch noch ganz andere Futtertiere, wobei ich das in der Form nicht befürworte.


    Für eine gut laufende, oder überhaupt laufende Zucht Argentinischer Waldschaben sollte die Temperatur höher sein, ganz grob 25-28°C.

  • Das wird der Grund sein, warum sie sich nicht vermehren aber ich wollte denen jetzt nicht noch irgendwelche Technik zu kommen lassen.

    Dann sollen die ihr Leben leben so lange es eben dauert, meine was von zwei Jahren gelesen zu haben und für den Frosch kaufe ich weiterhin neue und Grillen etc.