Phelsuma Grandis Streitigkeiten

  • Hallo, Ich bin Luca 18 Jahre alt und bin in der Terraristik Szene neu. Ich habe seit ca. 2 Wochen 2 Phelsuma Grandis Jungtiere. Einer ist 10 Wochen alt und der andere 8 Wochen. Der ältere ist deutlich grösser als der jüngere. Hatte die beiden bis Samstag in Quarantäne damit sie sich erholen können von der langen Autofahrt. Jetzt ist der grosse die ganze Zeit dabei den kleinen durchs Terrarium zu jagen. Geschlecht kann ich leider nichts zu sagen, da sie viel zu Jung sind. Sie fressen beide und sind auch Fit aber der kleine zieht sich öfter zurück und versteckt sich. Ausweichterrarium ist nicht möglich.

    In wie weit ist das normal im sinne von Revierkämpfen? Ab wann muss ich mir Gedanken machen? Mfg Luca


    Anbei ein Bild meines Terrariums

    Maße: 60x60x120

    Grösseres ist aber geplant

    UV Lampe: 70W Jungle

    Heizstrahler: 75w Halogen

    T5 Röhre von Luckyreptile

    Beregnungsanlage: Monsoon Rs400

  • Ich kann den Ernst der Lage anhand Deiner Schilderung nicht einschätzen. Wenn ich den Verdacht habe, daß ein (kleineres) Tier unterdrückt wird, wenn ich beobachte es wird gejagt, würde ich sicherheitshalber trennen. Ich weiß nicht ob so junge Männchen bereits Revierstreitigkeiten haben können, oder ob sowas für gewöhnlich erst später kommt - aber wie Du schon selbst sagst, für eine Geschlechtsbestimmung ist es noch zu früh.


    Wenn jetzt kein Ausweichterrarium vorhanden ist: wie wurden sie denn in Quarantäne gehalten? Im worst case ist auch ein Übergangsbehälter besser, als Verletzung oder gar Verlust eines Tieres zu riskieren.

    Wenn sich das Verhalten nicht legt und es keine Chance auf ein zweites Terrarium gibt, wirst Du wohl ein Tier wieder abgeben müssen.


    Für die Aufzucht ist Dein Terrarium ausreichend bemessen. Für die dauerhafte Haltung zweier adulter Tiere ist es zu klein.

  • Das Terrarium war geliehen von einem Freund. Das mit der Größen habe ich ja schon gesagt. Es war immer mal wieder wo sie sich gejagt haben momentan ist es ruhig. Ich beobachte es heute noch und wenn es nicht klappt kaufe ich morgen ein Übergangsterrarium.

  • ich würde versuchen, das Terrarium in mehrereBereiche einzuteilen. Das ist bei 60*60 Gtundfläche zugegeben ein bisschen schwierig.

    Vielleicht kannst du mit Rankpflanzen für Sichtschutz sorgen?

  • Im Wesentlichen geht es darum, dass sich das unterdrückte Tier zurückziehen kann und nicht ständig dem dominanteren ausgesetzt sein muss. Im Idealfall hat es damit auch einen eigenen Sonnenplatz.


    Das soll nur eine Möglichkeit sein wie es funktionieren könnte, das muss es aber nicht....


    Ersbähr hat es schon gesagt, deine Tiere sind zu jung für rivalisierende Männchen. Von daher würde ich dem ne Chance geben.


    Aber vielleicht kann noch jemand was dazu sagen?

  • Moin,


    Deutlich mehr Struktur ist sicher keine schlechte Idee! Einfach im Wald/Garten/Park ein paar Äste sammeln, ruhig ein paar mehr großblättrige Pflanzen einbringen - kurz: für Sichtschutz und Rückzugsorte in verschiedenen Klimazonen sorgen.


    Bei so jungen Tieren würde ich auch ersteinmal nicht auf ernsthafte Revierkämpfe tippen. -> Du bist Dir beim Alter aber sicher? (Woher hast Du die Tiere?)

    So richtig Sorgen solltest Du Dir machen, wenn es ernsthafte Verletzungen (tiefe Bisswunden) gibt, ein Tier dauernd dunkel gefärbt in einer Ecke/am Boden sitzt - nicht an's Futter oder an den Wärmeplatz kommt, durch andauernde Jagden nicht zur Ruhe kommt.


    Ab und zu mal kurzes Wegjagen ist ersteinmal nicht weiter schlimm.


    Allerdings wird sich das dann eventuell bald ändern - die Tiere werden nuneinmal älter... Du kennst ja noch nichteinmal die Geschlechterverteilung - die Wahrscheinlichkeit, dass Du die Tiere dauerhaft zusammen halten kannst ist ja nun daher nicht die allerhöchste.


    WIe hattest Du DIr das denn gedacht? Zusammenhalten, bis die Geschlechter klar sind, dann ggf. getrennt halten?

    Ist Dir klar, dass P. grandis eher Einzelgänger sind und gleichgeschlechtliche "Gruppen" eher nicht gutgehen - auch 1.1 muss nicht immer ein "Paar" sein - das kann schonmal nach hinten losgehen.

    Man sollte da immer auf eine nötige Trennung - vorübergehend oder auch dauerhaft - gefasst sein.

  • Im Grunde hatte ich mir schon gedacht, dass die diese zusammen aufwachsen. Von Problemen bei gleichem Geschlecht ist mir bewusst aber bei einem Paar wusste ich es nicjt. Die Tiere habe ich von einem Züchter der seit 30 Jahren züchtet. Werde jetzt mehr Pflanzen einbringen und hoffen, dass es reicht und dem kleinen nichts passiert. Wie viele heimchen fressen sie in diesem Alter und und wie oft?

    der kleine ist ca. 11cm groß und der große ca.15-17cm. Laut Züchter ist der kleine 8 Wochen alt und der große 11wochen alt. Kann das sein?

  • Moinsen,


    ich kann das Alter so leider schlecht einschätzen - kann aber schon hinkommen. Haben die zwei denn noch ihr "Jugendkleid"?

    Ich würde in dem Alter ruhig schon "Fastentage" einführen.

    Ich notiere mir ehrlich gesagt die genauen Futtermengen bei meinen Geckos nicht - denen sieht man ganz gut an, ob sie zu viel oder zu wenig bekommen und entsprechend wird dann halt mal mehr oder weniger gegeben.

    Ich würde schätzen, dass Du bei Tieren im Wachstum in dieser Größe mit einem bis drei mittleren Heimchen (je nach Größe der Heimchen halt) oder dem Äquivalent in anderen Futtertieren (bitte nicht nur Heimchen geben) pro Fütterungstag hinkommen solltest. Schau Dir an, wie dick die Schwanzansätze sind und ob die Tiere weiterwachsen. Auch Jungtiere können schon verfetten b.z.w. gar zu schnell wachsen. Aber die richtige Futtermenge bekommst Du dann mit der Zeit schon raus.

    Wichtig ist gerade in der Wachstumsphase ausreichende Mineralien- und Vitaminzufuhr.


    Das Thema "Gruppenaufzucht" von Phelsumen wird immer mal wieder kontrovers diskutiert. Ich kann da einfach nich mit genügend eigenen Erfahrungswerten aufwarten um eine fundierte Empfehlung auszusprechen - aber selbst erfahrene Halter vertreten dazu unterschiedliche Ansichten.


    Ich hab' hier für Dich einen (zwar älteren aber dennoch) interessanten Thread aus dem DGHT-Forum 'rausgesucht.


    Richte Dich beim Umbau der Einrichtung am besten nach den Empfehlungen von Ingo Kober in dem Thread (Post #5).

    Und dann drück' ich Dir die Daumen, dass sie sich in Zukunft vertragen.

    Ein Ausweichterrarium sollte trotzdem kurzfristig aufstellbar sein.


    Berichte doch mal :-)

  • Also das Jugendkleid tragen sie noch. Fütterung des großen geckos ist problemlos er jagt auch. Der kleine is nicjt so begabt...schnappt oft daneben. Er ist vor den Hinterbeinen relativ dünn. Jetzt beginnt wohl auch die Häutung bei denn kleinen. Der Große hat sich am 1. tag gehäutet. Vitamine führe ich über JBL TerraVit zu. Werde mir den Thread jetzt mal Ansehen. Die streitereien sind mittlerweile auch weniger geworden. Der kleine sitzt aber viel an der selben Stelle und traut sich nicjz so raus. Werde das Terrarium nochmal überdenken und evtl sogar ein neues anschaffen.

    was für Pflanzen würdet ihr denn noch empfehlen? Etwas das groß ist und noch größer wird?

  • Hi,


    hmm - das Vitaminpräparat kenne ich nicht. Auf den ersten Blick enorm viel Vitamin A drin... verhältnismäßig wenig D3... muss ich mir mal genauer ansehen, um wirkllich etwas dazu sagen zu können.

    Du hast ja aber eine gute UVB-Quelle, - brauchst es mit der Vitamingabe also nicht zu übertreiben. Lieber ausgewogen mit gut ernährten Futtertieren versorgen.


    Aber wichtig ist auch Calcium und andere Mineralien.
    Bisserl zerstoßene Sepiaschale oder Ziegelmehl können da schon dauerhaft im Terrarium angeboten werden.


    Kurz vor einer Häutung sind meine Tiere auch extrem zurückgezogen und fressen wenig bis nichts - die Treffsicherheit leidet dann auch regelmäßig.

    Wenn das mit dem Danebenschnappen nach der Häutung aber so bleibt, dann würde ich wirklich mal über eine Quarantänehaltung des kleineren Tieres nachdenken - direkt vor der Häutung ist es relativ normal, dass wenig gefressen wird und die Sicht schlecht ist, aber ansonsten kann soetwas schon einer genaueren Beobachtung bedürfen.

    Auch wenn er sich dauerhaft (also auch nach der Häutung) nicht an den Sonnenplatz traut, ist das eher kein so guter Zustand.


    Und apropos Quarantäne: Die scheinst Du ja nur sehr kurz durchgeführt zu haben - hattest Du denn da Kotproben untersuchen lassen?

    Er ist vor den Hinterbeinen relativ dünn.

    nur anhand soeiner Beschreibung ist der Ernährungszustand echt schwer einzuschätzen - solange die Beine selbst und vor allem der Schwanz nicht zu dünn sind, sollte er ok sein.

    Vielleicht kannst Du ja mal Fotos einstellen.


    Wenn sie noch die juvenilen Farben haben, wird das mit dem Alter schon stimmen.


    Du hast ja soweit ich das sehen kann schon eine Art "Efeutute" - andere Rankpflanzen wie Philodendron sind durchaus auch geeignet und nehmen am Boden kaum Platz ein (b.z.w. wenn im Hängetopf sogar garkeinen).

    Ansonsten fallen mir jetzt auf Anhieb noch Zamioculcas zamiifolia ein - die sind recht pflegeleicht und stabil - oder wenn noch genügend Platz da ist vielleicht eine kleine Strahlenaralie. Müsstest Du dann halt später mal regelmäßig einkürzen.

    Bei den Maranthen oder anderen Blattschmuckgewächse sollten sich auch ein paar geeignete finden lassen.


    Aber vor allem (wie in Ingo K.s Post beschrieben) nicht die Äste vergessen - etliche davon mindestens so dick wie die Tiere breit sind, damit sie einen echten Sichtschutz bieten.

  • Das ist das Große Tier. Werde morgen die Pflanzen holen nachdem es heute nicht geklappt hat. Kotproben habe ich nicht untersuchen lassen. Würde beim Züchter gemacht. Momentan sehe ich ein, dass ich mehrere Fehler gemacht habe. Ob das nun auf meine Quellen zurückzuführen ist bleibt fraglich. Ich möchte nur jetzt das beste draus machen. Ich möchte den Tieren ein schönes Zuhause bieten und natürlich sie nicht leiden sehen wegen Haltungsfehlern. Also eher sparsam mit demvitaminpulver? Ich habe damit das Obst/Gemüse bestäubt dass die Heimchen fressen..ist ja richtig so oder?