Kornnatter würgt aus

  • Moin!


    Eine meiner Schlangen (junge, weibliche Kornnatter, ca. 50-60cm lang, Alter unbekannt) hat Probleme mit dem Fressen.


    Vor einigen Wochen begann sie plötzlich die Springer wieder auszuwürgen.

    Habe sie also sicherheitshalber separiert und ihr bei der nächsten Fütterung nur zwei Pinkies angeboten, die sie auch gierig angenommen hat. Jedoch hat sie auch die zwei Tage später ausgespuckt.


    Also ab mit Maus, Kotprobe und Schlange zum Reptidoc - nichts. Tier ist gesund.


    Die nächsten zwei Pinkies hat sie bei sich behalten, jetzt spuckte sie die letzten zwei wieder aus.


    Mit Maus ect. Also wieder zum Doc, diesmal ein anderer - auch hier nichts. Tier ist gesund.


    Hab die Termperatur mal testweise etwas verändert ebenso die Luftfeuchtigkeit. Nichts. Mal frisst sie, beim nächsten mal würgt sie bei gleichen Bedingungen wieder.


    Inzwischen liegt die kleine nur noch apathisch in der Ecke, bewegt sich aber agil wenn man im Terrarium hantiert. Leider wiegt sie inzwischen nur noch 25 Gramm und die Wirbelsäule ist deutlich zu sehen.


    Ich bin ratlos, will aber natürlich nicht das mir das Tier in den Händen wegstirbt.


    Vielleicht hat ja einer von euch noch eine Idee?


    Die zweite Kornnattern gleicher Größe, mit der sie zusammensaß hat keinerlei Probleme.


    Gruß

    Pluuto!

  • Da gibt es viele mögliche Ursachen, der Weg zum Tierarzt ist eigentlich der einzig sinnvolle Tip, den ein Forum geben kann. Ferndiagnosen sind unmöglich. Da Du aber schon bei zwei Tierärzten warst, gibt es jetzt erstmal jede Menge Fragen:


    - waren beide Tierärzte reptilienkundig?

    - was genau haben sie untersucht?

    - wie sehen die aktuellen Haltungsbedingungen aus?

    - inwiefern wurden die Temperaturen angepasst?

    - was wird verfüttert? Lebend oder Frost?


    Ohne irgendeine Kenntnis der Lage folgende Empfehlung: das nächste ausgewürgte Futtertier an ein Labor senden und auf Cryptosporidien testen lassen. Sollte sich das bestätigen, muß man davon ausgehen, daß auch das andere Tier befallen ist, und lediglich noch keine Symptome zeigt.

  • Danke Erdbähr für die schnelle Antwort!


    Ja, beide Tierärzte waren Reptilienkundig, Maus und Kot hat der zweite ins Labor geschickt und auch dort wurde nichts festgestellt.

    Was genau sie untersucht haben kann ich dir allerdings leider nicht sagen, der Tierarzt erwähnte es zwar aber merken konnte ich es mir leider nicht (häufige Gedächtnisslücken).


    Bis sie Symptome zeigte hat das Tier in einem 110×50×90 großen Terrarium gelebt, Rück- und Seitenwände, Temperatur Spots von 22 bis 30 Grad, Sonnenplatz, Verstecke und feuchte Stellen.


    Aktuell sitzt sie in einem kleinen Terrarium von 60×30×30, ausgelegt mit Zeitungspapier und im Ofen gebackene und desinfiziert Höhle und Trinkschale.

    Kälteste Stelle hier im Terrarium hat 21 Grad, wärmste ca. 30 Grad.

    Hatte die allgemeine Temperatur zeitweise etwas erhöht, hat allerings keine Wirkung gezeigt.


    Sie frisst Frostfutter, an lebende geht sie nicht. Habe vorhin extra nochmal kontrolliert ob Gefrierbrand oder ähnliches erkennbar ist, aber nichts zu erkennen. Kühlkette war, soweit ich mich erinnern kann, auch nie unterbrochen.


    Was ich vergessen hatte zu erwähnen: Auch die Häutung bleibt bei dem Tier aus.

  • Ja, es wäre schon gut zu wissen, was genau die beiden Tierärzte untersucht haben, bzw. welche Laboruntersuchungen sie in Auftrag gegeben haben. Cryptosporidientests werden bei z.B. Kotproben keinesfalls automatisch mitgemacht, und anhand der geschilderten Symptome halte ich diesen Test für notwendig.


    Stammen beide Tiere vom selben Züchter?