Umbau meines Terrariums

  • Ich benötige dringend Hilfe! ?-(
    Ich habe momentan ein großes Terrarium von Exo Terra. (90x45x90cm). Ich habe immerwieder Probleme mit Staunässe und modrigem Geruch.
    Gehalten werden drei Rotbauchunken, die es sehr feucht brauchen.
    Ich kam auf die Idee, nachdem ich im Internet gegoogelt habe, ich könnte einen ähnlichen Aufbau machen wie in einem so genannten "Dentrobartenterrarium". So schaffe ich es, dass das Moos am "Landteil" zwar mit Hilfe der Beregnungsanlage feucht bleibt, aber durch die schräge Bodenplatte keine Staunässe entsteht. Im Vorderbereich soll der "Wassergraben" mit einer Pumpe und Heizstab ausgestattet werden, sodass die Tiere im Wasser baden können. So weit so gut! Das war die grundsätzliche Idee. Beim Rest scheitert es allerdings, da ich nicht weiß, wie ich das mit dem Aufbau genau machen soll. Welche Materialien sollte ich verwenden und was hält hohe Luftfeuchtigkeit stand? Wie schaffe ich es, dass das abgeleitete Wasser sauber bleibt und meine Tiere nicht krank macht? ?(


    Benötige dringend Hilfe bei der Umsetzung.
    Danke für die Hilfe schon mal im Vorraus :love:

  • Grüß dich,


    bevor du jetzt irgendetwas überstürzt, stell doch bitte ersteinmal ein Bild von deinem Terrarium hier ein. Ich habe mit ExoTerra Terrarien noch nie Probleme hinsichtlich einer Staunässe. Nächste Frage: Handelt es sich wirklich um Bombina bombina? Oder doch um Bombina orientalis? Was deine Aussage angeht, sie brauchen es sehr feucht: nicht unbedingt... Der Landteil sollte nicht versumpft sein, darf auch gerne trockene Stellen aufweisen. Beregnungsanlage ist völlig daneben gegriffen, einmal die Woche sprühen reicht vollkommen, gegebenenfalls zwei mal. Heizstab ist auch nicht wirklich nötig, Raumtemperatur ist bestens geeignet. Zumal ein Heizstab für die durch den Umbau entstehende Pfütze viel zu stark ausgelegt wäre. Wenn es den Tieren zu trocken wird, ziehen sie sich in den Wasserteil zurück. Anbei ein Bild von einem meiner Aufzuchtterrarien. Ich habe die Mitte mit einer Kunststoffscheibe getrennt die oben rund geschliffen ist. 45% Landteil zum Erbeuten von Würmern und anderem Futter, sowie für Landgänge und 55% Wasserteil zum schwimmen, paaren und Laichen.



    LG
    Mario

  • Ich kann leider keine Bilder hochladen, da die zu groß sind. Kenn ich Ihnen per Email welche zukommen lassen? Laut Internet habe ich Bombina Orientalis. Was kann ich machen, dass meine Pflanzen nicht kaputt gehen? Auch das Moos...das war vor wenigen Wochen noch saftig grün ;( Brauche drigend Hilfe. Will doch dass es meinen Lieblingen gut geht... :love:

  • Grüß dich,


    das Bild simpelst auf Forenniveau verkleinern - oder extern hochladen. Z.B. bei Flickr.


    Dass du B. orientalis hast, war mir irgendwo schon klar, wollte nur sicher gehen. Denn B. bombina darf nicht einfach so gehalten werden. Mittlerweile braucht man dafür in manchen Landteilen die Zustimmung der Behörde.


    Zum Terrarium: Was für Pflanzen hast du? Wie angebracht? Wie ist der Landteil genau aufgebaut? Stehen die Wurzeln im Wasser? Das Moos kannst du eigentlich vergessen, das brauchen die Tiere nicht, modert dir bei zu viel Feuchtigkeit nur weg oder vertrocknet innerhalb kürzester Zeit. . Wichtig ist den Tieren nur, dass genügend Rückzugsmöglichkeiten dargeboten werden. Welche wiederum logischerweise gründend auf der artgerechten Haltung aus Pflanzen bestehen sollte... Ich selbst habe hauptsächlich Epipremnum in den Terrarien, wächst an Land und in Wasser, entzieht dem Wasser viele Giftstoffe in kurzer Zeit, die Tiere können sich darunter verstecken, darauf klettern und an den Wurzeln ihren Laich anbringen. Wuchert halt stark.


    Wäre übrigens auch für mich hilfreich, wenn du auf das, was ich geschrieben habe eingehst. Ansonsten weiß ich nämlich nicht was bei dir an kam und was nicht ;)


    LG

  • Hallo,


    ich mische mich auch einfach mal ein :D
    Ich habe eine Frage an dich, Mario.
    Mein jetziges Unkenbecken habe ich ähnlich wie deines "gebaut", indem ich eine Plexiglasscheibe mit Silikon eingeklebt habe. Doch nun, seit ca. 5 Tagen ist der Landteil, der durch das Plexiglas abgetrennt werden sollte, komplett geflutet. Wahrscheinlich an einer Stelle undicht, obwohl ich reichlich Silikon benutzt habe.
    Habe gelesen, dass Silikon auf Plexiglas nicht gut hält und man das Plexiglas deshalb vor etwas anrauen soll (Natürlich erst im Nachhinein gelesen). Hast du die Kanten deines Plexiglases extra angeraut oder ein spezielles Silikon verwendet? Die Unken sitzten momentan leider komplett im Wasser mit einer kleinen Insel ;-(
    Ich hoffe, du kannst mir weiterhelfen.


    LG Julian

  • Hallo Juli,


    das ist natürlich Sch...ade. Leider ist es so dass Silikon nicht so auf Plexiglas hält, wie man es gerne hätte. Die Kanten habe ich tief aufgeraut. Nachdem der Silikon trocken war. Hat drei Jahre gehalten bis zum Umzug. Mittlerweile bin ich dazu übergegangen auf den Silikon bzw. die Übergänge von Glas auf Plexiglas noch zwei Schichten Epoxydharz mit auf zu pinseln. Macht das ganze noch etwas langlebiger. An deiner Stelle würde ich die Tiere für ein paar Tage umsetzen, das Terrarium ausräumen, trocknen und richten. Anders wird es da nichts geben was helfen würde. Wer sich das mit dem Epoxydharz sparen möchte, kann auch eine normale Glasscheibe einkleben, und auf die obere Kante ein passendes Kunststoff-U-Profil kleben. Am U-Profil eventuell die Kanten noch brechen damit den Tieren nichts passiert.


    Nachtrag: Wasser sucht sich schnell auch durch Kapilarkräfte einen Weg . nach solchen Stellen auch mal Ausschau halten. Was mir auch schon einmal unter gekommen ist, ist dass Wurzeln sich durch den Silikon in den Ecken gebohrt hatten.


    LG

  • Hi,


    ich würde da ja einfach Glas verbauen, keinen Kunststoff. Eine solche Scheibe kostet ja nun nicht die Welt und das lässt sich prima mit Silikon verkleben :)
    Ich habe jedenfalls keine guten Erfahrungen mit Silikon auf Kunststoff gemacht - auch nicht auf aufgerautem.


    Dort wo Silikon auf bereits abgebundenes Silikon geklebt wird (also auf den Nähten des Terrariums), bleibt dann zwar eine minimale "Risikostelle", die man u.U. zusätzlich abdichten könnte - bedeutend weniger aber, als bei Kunststoff"glas".


    Grüßle,
    Claudia