NZ, DNZ, FZ, WF - und was es damit auf sich hat

  • NZ -> Nachzucht
    Dies bedeutet lediglich, dass das Tier nachgezogen wurde und nicht aus der Natur entnommen worden ist. Es gibt hierbei keinen Hinweis auf das Land, in dem das Tier nachgezogen wurde.


    DNZ -> Deutsche Nachzucht
    Dies bedeutet, dass das Tier in Deutschland nachgezogen wurde. Dabei steht das D für Deutschland und NZ für Nachzucht. Diese Tiere erwirbt man im Regelfall direkt beim Züchter, wo man auch die Elterntiere begutachten kann.


    ENZ -> Eigene Nachzucht
    Dies bedeutet, dass das angebotene Tier eine eigene Nachzucht des Verkäufers ist.


    WF -> Wildfang
    Was es mit den Wildfängen auf sich hat, ist bereits dem Wort zu entnehmen. Hier werden die Tiere direkt der Natur entnommen und verkauft.


    FZ bzw. FNZ -> Farmzucht
    Um Farmzuchten zu erhalten, werden trächtige Weibchen aus der Natur entnommen und legen ihre Eier in den Farmen, wo dann auch die Jungtiere, die Farmzuchten, schlüpfen. Das Muttertier wird angeblich im besten Falle wieder in die Natur entlassen, woran ich allerdings nicht so recht glauben mag.





    -> Farmzuchten und Wildfänge - einmal kritisch betrachtet:


    Tiere, die eigentlich in der Natur schlüpfen sollten, schlüpfen stattdessen in den Farmen oder werden als Wildfänge direkt eingesammelt und danach verschickt. Davon abgesehen, dass dadurch der natürliche Bestand beeinträchtigt wird, da ganze Landstriche regelrecht kahlgefegt werden, überleben viele Jungtiere diese Strapazen nicht.


    Gerade Königspythons (Python regius) trifft diese Problematik besonders. Auf Börsen, bei Händlern und auch in Zooläden sind fast ausschließlich Farmzuchten zu finden. Hier lohnt es auf jeden Fall, genauer nachzufragen, woher das Tier stammt.


    Ein Anhaltspunkt kann hierbei auch der Preis sein. Farmzuchten sind häufig für den Bruchteil des Geldes erhältlich, das man für eine deutsche Nachzucht investieren muss. Es ist keine Seltenheit, dass die Farmzucht- oder auch Wildfang-Tiere durch den Stress des Transportes so geschwächt sind, dass sich auch harmlose oder grundsätzlich im Tier vorhandene Erreger sprunghaft vermehren, zudem liegt häufig ein Befall mit Endo- und Ektoparasiten vor. Der Gang zum Tierarzt bleibt dem Käufer in diesen Fällen kaum erspart.
    Zudem sollte bei einem Tier, das einem nach dem Kauf womöglich noch 20 Jahre erhalten bleibt, nicht gerade am Kaufpreis gespart werden.


    Bei Python regius wird gerade bei Farmzuchten und Wildfängen auch immer wieder von Fressproblemen berichtet.
    Doch auch, wenn man an eine unkomplizierte Schlange gerät, so mussten doch viele andere ihr Leben lassen, nur damit dieses Tier in den Handel kommt.




    Ob man sich nun für eine DNZ/NZ oder eine FZ bzw. WF entscheidet, bleibt schlussendlich jedem selbst überlassen. Es liegt an jedem selbst, die Vor- und Nachteile und auch die ethischen Gesichtspunkte für sich abzuwägen.


    Der Kauf beim Züchter ist aber sicherlich noch immer die beste Entscheidung. Hier kann man sich nicht nur die Eltertiere anschauen, sicher sind die allermeisten Züchter auch bereit, bei Fragen und Problemen der erste Ansprechpartner zu bleiben.



    Pantherophis guttatus (Kornnattern) aus eigener Nachzucht 2007 abzugeben:
    1.0 anerythristic het. amelanistic
    0.1 caramel het. amel (butter) motley