Welche Vorzüge gibt es denn?
Würde mich interessieren, wie Du da (ohne Dich nur auf Dein sehr spezielles Beispiel zu beziehen) argumentierst.
Man muss sich wie gesagt immer mit dem Einzelfall beschäftigen, desahlb macht eine Diskussion über dieses Thema überhaupt nur Sinn, wenn man wie ich ein spezielles Beispiel anführt.
Zu den Vorzügen, die man natürlich immer im Vergleich zur Haltung im Artbecken und deren Vor- und Nachteilen sehen muss. Deshalb bleib ich natürlich bei meinem Beispiel, denn, wie bereits gesagt, 1:1 übertragen auf andere Halter darf und kann man das nicht. Da machst du es dir zu einfach. Aus meinem Beispiel geht ja in meinem Fall schon der Vorteil einer gemischten Haltung gegenüber einer Paarhaltung hervor, wenn man es aufmerksam liest.
Die Mehrzahl der im Terrarium gehaltenen Agamenarten hat wohl in der Natur ein wesentlich größeres Revier als im Terrarium oder gar selbst im Gewächshaus je dargeboten werden könnte, ich denke das ist klar, oder.
Auf diesem begrenzten Raum, leben die Tiere, die richtigen Haltungs- und Pflegebedingungen vorausgesetzt, jetzt mehr oder weniger ihr Verhaltensrepertoire aus. Es werden bedenkenlos einfach Paare zusammengesetzt, und dann lässt man sie mal machen. Mal ganz abgesehen vom Paarungsstress, zumindest bei nicht saisonal fortpflanzungsbeschränkten Arten, wohl ein Dauerstress für das dem Männchen schlecht bis nicht ausweichen könnende Weibchen. Bei Einzelgängern oder auch einfach besonders aggressiven Individuen tritt darüber hinaus auch noch ein Konkurenzkampf um Nahrung und um das Revier(Terrarium) auf. Die wenigsten Agamenarten, sind wohl von Natur aus besonders gesellig und umgänglich mit dem Artgenossen, während andere Arten, sofern sie nicht ins Beute- oder Prädatorenschema passen und deshalb nicht aufgefressen werden oder auf die mit einer panischen Flucht reagiert wird, durchaus ignoriert werden können.
Hinzu kommt noch, dass Tiere einer Art eben zwangsläufig den selben Raum bewohnen, also z.B. Bodenbewohner eben kaum mal die Höhe als Ausweichfläche nutzen, Baumbewohner hocken eben dann im Geäst aufeinander usw.
Wenn man jetzt hier clever auswählt, und Bewohner verschiedener Zonen nimmt, begegnen diese sich im Terrarium schon mal weit weniger bzw. konkurieren auch nicht so um die Sonnen- und Ruheplätze.
Ein weiterer auch für mich, das gebe ich gern zu, sehr nützlicher Effekt ist z.B. das unterschiedliche Verhalten der Tiere. Durch die recht ruhigen und sehr zutraulichen Uromastyx wurde das Laudakiaweibchen(diese Art ist von Natur aus sehr scheu) schon sehr viel ruhiger geworden und frisst auch aus der Hand, was z.B. widerum die gezielte Vitaminsupplementierung stark vereinfacht. Andersrum gehen meine Dornschwänze wesentlich besser ans Futter, da die Laudakias eben ein ganz anderes Tempo an den Tag legen(hektische Fresser).
Ich könnte noch mehr aufzählen, aber das genügd jetzt mal, zumal ich kaum Gegenargumente gehört hab bislang.
Man könnte jetzt die Einzelhaltung als Alternative zu beidem anführen, aber machen wir uns da doch nichts vor, das scheitert bei den meisten Haltern bereits am Platz, denn zwei Terrarien machen eben mehr Platz und mehr Kosten als eins.
Auch bei der Aufzucht kann man sich das kaum leisten, schon vom Platzangebot her nicht. Speziell bei meinen Tieren würde ich mir und letztendlich auch den Tieren damit auch keinen Gefallen tun, denn von klein auf einzeln aufgezogene Uromastyx werden später im Alter, eigentlich schon mit Erreichen der Geschlechtsreife, abhängig von Geschlecht und Art, häufig hoch aggressiv auf Artgenossen und lassen sich später kaum bis gar nicht mehr an einen Partner heranführen.
Bei anderen Agamenarten wie z.B. grade den Pogonas mag das wider anders sein, aber deshalb sagte ich ja, im Einzelfall abwägen.
@Tscherno:
OHNE das gleich wieder einer diskusion ausbricht!!!
Wenn du keine Diskussion willst, dann solltest du auch kein solches Thema eröffnen. Ist für mich absolut nicht nachvollziehbar, was willst du denn überhaupt? Glaub mir, es ist eine Illusion zu denke, man könne solch ein Reizthema hier sachlich und ruhig im größeren Rahmen diskutieren.
Gruß Andreas