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Lady Froggy Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 28. Januar 2007

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Wien

Status: Züchter

1

Montag, 13. Juni 2011, 23:00

Wildfänge ... ein sehr umstrittenes Thema ...

.... hier ein Video, welches vielen von uns die Augen öffnen sollte und die Entscheidung, ob man WF kauft, abnehmen sollte.

http://www.abc.com.py/nota/seam-otorga-g…de-tatu-bolita/

Zwar spanisch, das Video jedoch ist ohne Worte - es bedarf auch keiner!!!

LG,
Irina

Murmeltier Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 11. Januar 2011

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Ludwigshafen/Rhein

Status: Halter

2

Montag, 13. Juni 2011, 23:40

Wow....
Ja, du hast Recht. Es bedarf wirklich keiner Worte. genauso wie dem Zuschauer die Worte fehlen... Schade um die Tiere...
Lg Melissa

Kegellachs Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 7. August 2010

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Büren

Status: Halter

3

Dienstag, 14. Juni 2011, 00:24

Einfach nur zum Heulen :( Richtig übel finde ich aber die Ameisenhaltung was Wildfänge angeht. Da sind zu 98% NUR WF verfügbar, da niemand sich wirklich ernsthaft mit der Nachzucht fortpflanzungsfähiger Königinnen beschäftigt.
Als Argument kommt immer "Das ist verdammt aufwendig. Antstore und co. würden die niemals verkauft bekommen weil sie viel zu teuer sind."

Aber wo ist das Problem? Statt dutzender exotischer Ameisen, die ohnehin zum Großteil versterben könnte man einfach mal ein oder zwei Arten halten, versuchen sie zu vermehren und einfach verschenken.

Es mag noch RELATIV harmlos sein, von tausenden abfliegnden Königinnen 20 oder 30 Stück abzusammeln. Solbald aber ganze Nester ausgegraben und exportiert werden, ist ein Punkt erreicht, der einfach nicht mehr zu vertreten ist.

Zudem wird die Ameisenhaltung immer populärer, was die gefangenen Stückzahlen drastisch erhöht. Mal ganz abgesehen von den ökologischen Risiken für die heimische Flora und Fauna, wenn irgendwelche Deppen Arten aussetzen, die sich hier halten und vermehren können.
Was nicht erst einmal passiert ist.

Ein gutes Beispiel für die Gedankenlosigkeit ist die Art Myrmica rubra aus Deutschland. Sie ist polygyn, das heisst, es leben viele Königinen zusammen.

Hier könnte man vermehren. Und ich habe es eine Zeit lang auch und die Gynen verschenkt, bis mir dann die Kolonie an einem Milbenbefall eingegangen ist.
Stattdessen werden weiterhin Königinnen und ganze Nester der Natur entnommen, oftmals werden sie dabei mit selteneren, geschützten Myrmica Arten vertauscht.

Oder Zierfische? Da bedarf es wohl keiner Erklärung. Ganze Riffe, Seen und Flüsse wurden leer gefischt.

Blutauffrischung und Einführung neuer Arten sind nachvollziehbar. In jedem Zweig der "Glashaltung von Tieren",, Aber ganz ehrlich: Wie viel Prozent macht das aus?

Lady Froggy Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 28. Januar 2007

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Wien

Status: Züchter

4

Montag, 20. Juni 2011, 17:51

Grüß Euch,

ich sehe das auch immer zwiespältig das Thema.
Mir ging es besonders darum, dass gerade Neulinge oft das Thema Wildfänge gar nicht oder nur am Rande beachten.
Vielen ist es auch wurscht, weil die Tiere meist billiger sind.

Ein weiteres Problem - gerade Neulinge haben auch gar nicht den Durchblick, was nun Wildfang ist und was eine sichere Nachzucht.
Wenn ich in Österreich auf die Terraristikmessen gehe (dort sind Wildfänge verboten), steht auf allen Behältnissen NZ drauf - nona.
Nur wenn man sich mit gewissen Tieren auskennt dann weiß man, ob und wer/wo Nachzuchten anbietet/anbieten kann oder ob diese Tiere sicher nicht in D (DNZ), Ö (ÖNZ), etc nachgezüchtet wurden.

Und das kotzt mich am meisten an.

Ich sehe das Thema Wildfang grundsätzlich recht unterschiedlich. Was uns allen klar sein muss. Ohne Wildfänge gäbe es kein einziges Terrarientier.
Natürlich ist auf jeden Fall eine Nachzucht einem Wildfang oder einer Farmzucht vorzuziehen. Ganz klar, da brauchen wir nicht darüber nachdenken. Schon alleine aus den Aspekten der Gesundheit, dem Schutz der Tiere, etc.

Mir sind natürlich auch die TIere am liebsten, wo ich die Züchter kenne oder zumindest aus verlässlichen Quellen weiß, dass diese in Ordnung sind.

Lieben Gruß,
Irina

Marten Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 2. Januar 2011

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Dresden

Status: Halter

5

Dienstag, 21. Juni 2011, 22:01

HI,
meiner Meinung nach haben die Einheimischen oder die Händler keine Schuld, die EIngeborenen verdienen damit ihren Lebensunterhalt, hängen eben am Existenzminimum, die Händler beuten die Leute aus, kriegen fett Kohle für skrupelloses Handeln, haben anscheinend kein Gewissen, aber ohne Nachfrage, die ja nunmal leider besteht, gäbe es das nicht.
DIe Leute, die die WF kaufen, ohne damit züchten zu wollen und letzten Endes das Tier, wie andere schon meinten als Statussymbol besitzen wollen, die sind die wahren Schuldigen.
Ohne Menschenverstand, aufgezogen in der Großstadt ohne Tierbezug, Schwein und Rind nur als Salami und Co. kennengelernt gehen die Leute daran.
Tiere werden als Gegenstände gesehen und das lassen unsere Gesetzte größtenteils zu!
Für Wirbellose bestehen ja gar keine Gesetze!
Gäbe es striktere Einfuhrauflagen für Tiere aller Art bestünden höhere Preise, die Nachfrage würde sinken, die Händler würden weniger importieren, die Zölle hätten noch größere Auswirkungen auf den Preis, die NAchfrage würde noch mehr sinken, bis am Ende nur noch die wirklichen Liebhaber übrigblieben, die die Tier unbedingt haben möchten und für den Preis auch nachzüchten wollen.

Ganz "einfach": Neues Ministerium für solche Angelegenheiten und höhere Strafen für Händler!



Und auch wir kaufen uns die Tiere für uns! Auch wenn es Nachzuchten sind, schlussendlich stärken wir damit nur unser Ego, aber hoffentlich auch zum größten Teil den Tierbestand der jeweiligen Art

MfG
Marten

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