Einfach nur zum Heulen

Richtig übel finde ich aber die Ameisenhaltung was Wildfänge angeht. Da sind zu 98% NUR WF verfügbar, da niemand sich wirklich ernsthaft mit der Nachzucht fortpflanzungsfähiger Königinnen beschäftigt.
Als Argument kommt immer "Das ist verdammt aufwendig. Antstore und co. würden die niemals verkauft bekommen weil sie viel zu teuer sind."
Aber wo ist das Problem? Statt dutzender exotischer Ameisen, die ohnehin zum Großteil versterben könnte man einfach mal ein oder zwei Arten halten, versuchen sie zu vermehren und einfach verschenken.
Es mag noch RELATIV harmlos sein, von tausenden abfliegnden Königinnen 20 oder 30 Stück abzusammeln. Solbald aber ganze Nester ausgegraben und exportiert werden, ist ein Punkt erreicht, der einfach nicht mehr zu vertreten ist.
Zudem wird die Ameisenhaltung immer populärer, was die gefangenen Stückzahlen drastisch erhöht. Mal ganz abgesehen von den ökologischen Risiken für die heimische Flora und Fauna, wenn irgendwelche Deppen Arten aussetzen, die sich hier halten und vermehren können.
Was nicht erst einmal passiert ist.
Ein gutes Beispiel für die Gedankenlosigkeit ist die Art Myrmica rubra aus Deutschland. Sie ist polygyn, das heisst, es leben viele Königinen zusammen.
Hier könnte man vermehren. Und ich habe es eine Zeit lang auch und die Gynen verschenkt, bis mir dann die Kolonie an einem Milbenbefall eingegangen ist.
Stattdessen werden weiterhin Königinnen und ganze Nester der Natur entnommen, oftmals werden sie dabei mit selteneren, geschützten Myrmica Arten vertauscht.
Oder Zierfische? Da bedarf es wohl keiner Erklärung. Ganze Riffe, Seen und Flüsse wurden leer gefischt.
Blutauffrischung und Einführung neuer Arten sind nachvollziehbar. In jedem Zweig der "Glashaltung von Tieren",, Aber ganz ehrlich: Wie viel Prozent macht das aus?