also ich kenne jemanden hier in Dresden, der ebenfalls Rotkehlanolise hält! Er hat ca. 6 Tiere in einem 40-45er Würfel, er weiß weder wieviele Männchen noch wieviele Weibchen, meine beiden sind leider auch von ihm:
Er verkauft seinen Nachwuchs, welchen er in einem extra Terrarium hält, fragt mich nicht wie groß, ich weiß es selber nicht, aber größer als ein 20er Würfel dürfte das Teil nicht sein, an einen Zooladen hier in Dresden (Zwo&Bo auf der Yössefienenstraase bei der Haltestelle Krankenhaus St. Joseph-Stift)(mit Absicht falsch geschrieben) für 5€, die dort verkaufen sie für 19 € weiter und halten sie mit Langschwanzeidechsen in einem schätzungsweise 45x25x35-Terarium Ich habe meine Tier leider auch dort gekauft, alles Geschwister meinte der Verkäufer, aber Inzuchterscheinungen würden nicht auftreten, naja...
Das Männchen ist rasch verstorben und der Verkäufer wollte mir kurz vor seinem Tod noch ein Vitaminpräparat verkaufen, naja war eben beim Tierarzt und die Kotprobenuntersuchung hatte nichts ergeben... Nach einer Woche war er dann tot. Habe mir dann ein neues Männchen aus einem anderen Zoogeschäft geholt. Die Weibchen sind meistens grau und liegen den ganzen Tag fast nur rum, fressen ordentlich und haben die Winterruhe bestens überstanden, sprinegen sofort weg wenn ich mit der Hand näher komme und sind in der Hinsicht auch aktiv, naja.. Ich hoffe mal, dass ihre Hormone jetzt in der Paarungszeit sie ein bisschen antreiben werden.
Jedenfalls wollte ich fragen, ob ich den Veterinär auch zu privaten Personen schicken kann?
Diese Person ist 12 oder 13 Jahre alt und hat zu seinen Tieren eine ähnliche Einstellung wie zu Ausländern, Stark pigmentierten Mitbürgern und allen Linken, wurde aber von seinen Eltern und seinem Bruder so geprägt, leider! Ein Zitat: "Die sind das doch nicht anders gewohnt, bestimmt schon seit sieben Generationen!" und "Ach was, die brauchen keine Winterruhe, die legen auch so schon genug Eier", was leider stimmt, aber vermehren tuen sie sich ja auch in einer Pappschachtel. Er hatt 24h das Licht an, ganz wie in der Natur. Also, kann ich den Veterinär zu ihm schicken? Denn er verletzt ja das gesetzliche Mindestmaß mit dieser Terrariengröße, wahrscheinlich sogar schon für ein Tier.
PS: Habe unter anderem deswegen für die Schule ein Glosse über das Thema "Terraristik - ein rentabler Wirtschaftszweig" (Glosse= ironischer Appell an Personen, Aufklärung über Missstände..)
Hoffe, sie gefällt euch und macht euch auch ein bisschen nachdenklich
16.01.2011 Deutsch Marten Viereck 9a
Glosse zum Thema "Terraristik - ein rentabler Wirtschaftszweig"
Wilderei ist ein Verbrechen, sobald die Mehrheit aufmerksam auf den Artenschwund wird. Das Herausfangen vieler Arten, die ein warmes und helles Plätzchen in einem abgedunkelten Schuhkarton bei Menschen finden, fällt nur selten unter die Kategorie "Wilderei". Dies ist ja auch nicht besonders verwunderlich, denn (fast) alle verdienen daran und jeder hat seinen Spaß mit den süßen kleinen parasitenverseuchten Reptilien, den possierlich niedlichen keimschleudernden Amphibien und den wunderlich interessanten unheilbar kranken Wirbellosen. Die meisten Käufer dieser Tiere, die sich noch nie mit dieser Art beschäftigt haben, aber zu viel Geld einstecken hatten und zufällig am Zoogeschäft vorbeigelaufen sind, verlieren oft und schnell ihre Lust an diesen Tieren, dann wird dieses fast tote Lebewesen eben bei ebay versteigert und als Bonus gibt es das Terrarium oder vielmehr die Pappschachtel sowie die nur selten vorhandene und dann sehr klägliche Beleuchtung obendrauf! Na, wer da nicht zuschlägt, der muss sich entweder mit dem Tier auskennen oder zu wenig Geld besitzen, beides kommt leider viel zu selten vor. Der Preissturz der Tiere ist mit den billigen Importen zu erklären, die Einheimischen fangen die Tiere und geben sie an den Zwischenhändler, der wiederum verkauft sie oft als falsche Art und noch häufiger als falsches Geschlecht an den Zooladen. Im Zooladen angekommen wird die Hälfte ordnungsgemäß entsorgt -solche Ausfälle sind ja normal- und die andere Hälfte wird in großzügig bemessene Behälter gegeben, sodass das Tier sich zur Hälfte drehen kann, ohne sich den Hals zu brechen, denn ein Artgenosse polstert seinen Kopf, indem er darunter liegt -ganz wie in ihrer Natur -. Die Vergesellschaftung wird entgegen aller vernünftiger Meinungen durchgeführt, natürlich nicht, um Kosten zu sparen und so noch mehr Gewinn zu erzielen, sondern weil sich die in Ostasien beheimate Langschwanzeidechse auch in freier Natur mit den in Mittelamerika heimischen Rotkehlanolis trifft. Nun werden die Tiere für den im Schnitt 30-50-fachen Preis, den der Einheimische pro Tier bekommt, an den Endverbraucher verkauft -nur fair, wenn man bedenkt, wie viel Arbeit dahinter steckt, die Tiere in ein Gefäß zu überführen und gelegentlich Futter hinein zu werfen und letzten Endes den Käufer noch voll zu schwafeln, obwohl man sich nie mit dieser Art beschäftigt hat, aber über ein bestimmtes Allgemeinhalbwissen verfügt-. Nun wird dem Käufer ein handliches Terrarium mit unnötiger Lichttechnik, die überteuert ist, dafür aber auch nicht funktioniert, aufgeschwatzt und das Monatseinkommen gesichert. Nun wird das Tier in das neue Terrarium überführt und darf sich oft über weitere Artgenossen oder gar andere Tiere freuen. Nach einem Bruchteil des durchschnittlichen Lebensalters liegt das Tier bewegungslos im Terrarium und wird dann weggeschmissen. Wenn dieses Tier gerade nicht auf Lager ist, wird eben ein anderes Tier im Zooladen gekauft, als Lückenfüller.