• Anmelden
  • Registrieren

Sie sind nicht angemeldet.

Unicrack Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 9. April 2009

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Rhein/Main

1

Donnerstag, 9. April 2009, 16:02

Terrarium Einrichtungs - Report

Hallo zusammen,

ich bin neu in der Welt der Reptilien und Terraristik, jedoch schon seit einiger Zeit am lesen, sowohl im Internet, als auch über ein Buch.

Auch wenn ich vielleicht (noch) nicht so viel Ahnung habe, habe ich mich entschlossen hier einen Report zu verfassen, damit ihr eure Meinung

äußern, oder euch inspirieren lassen könnt.



Rohbau

- Terrarium: 70x50x100 (LxBxH)

- 15mm ODF-Platten

- 3x Seitenverkleidet

- Frontscheibe aus Glas, Schiebetür

- 6 Lüftungsgitter (3 rückseitig, 3 frontseitig)



Das ist meine Ausgangssituation, mit der ich arbeiten will. Nach den gesammelten Infos will ich in die Anlage zwei Tiere setzen.





Was gemacht werden soll

1. Seiten- und Rückwandbau

2. Wasserlauf- und Wasserfallbau

3. Elektrik (Beleuchtung, Wärme)

4. Bepflanzung

5. Nutztiereinsetzung

6. Testlauf

7. Einsetzen der Bergagamen



Die Reihenfolge entspricht dabei den einzelnen Stufen meines Vorgehens.

Sobald mein Terrarium angekommen ist (ich habe es bei Ebay bestellt), werde ich dann mit dem Report anfangen.



Gruß,

Unicrack

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Unicrack« (9. April 2009, 16:11)


Unicrack Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 9. April 2009

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Rhein/Main

2

Mittwoch, 22. April 2009, 17:32

Hallo zusammen,

heute ist der Rohbau mit GLS gekommen, d.h., dass es jetzt nach und nach voran gehen kann.

Noch alles sauber durch den Hersteller des Selbstbaukastens verpackt:


Dann, nach dem Auspacken ergibt sich folgendes...

Hier die Rückwand, mit (zu kleinen) Belüftungslöchern:


Seitenwand (natürlich doppelt vorhanden ^^):


Identische Boden- bzw. Deckelteile:


Frontseitenteil (unten) mit Belüftungslöchern und Glasführungsschienen:


Frontseitenteil (oben) mit Glasführungsschienen:




Soweit so gut. Im nächsten Post geht es dann (endlich) mit dem (Seiten- und Rückwand-) Bau los (-;


Bis dahin,

- Unicrack

Smaragd Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 12. Januar 2007

Geschlecht: Weiblich

Status: Züchter

3

Mittwoch, 29. April 2009, 19:22

Hallo,
ich möchte nur sehr ungern deine Dokumentation unterbrechen, falls du es nicht wünschst, bitte einen Moderator meinen Beitrag wieder zu löschen.
Die Belüftung in der Front und im oberen Bereich entspricht nicht dem Waldterrarium, es könnte Stauluft und Nässe geben und sehr leicht Schimmel.
Die Belüftung im hinteren Bereich ist sicher sehr falsch, weil du das Terrarium nicht frei im Raum stellst, sondern womöglich an die Wand. Außerdem kann beim sprühen der Rückwand Wasser aus dem Terrarium gelangen.
Die Löcher in der Rückwand würde ich schließen und die Dachblatte fast kompeltt aussägen. Dort ein ziemlich großen Teil mit Gaze versehen, um auch Beleuchtung womöglich auf die Gaze legen zu können.
Die Luftlöcher in der Front würde ich gleichfalls als Steg aussägen und mit Lochblech versehen, also bis auf Stützstege unten ein etwa 8cm hohes über die ganze Breite Lochblech.

Ansosten wünsche ich dir viel Spaß beim Bau

Smaragd

Unicrack Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 9. April 2009

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Rhein/Main

4

Dienstag, 5. Mai 2009, 12:27

Hallo zusammen,

danke Smaragd für die Hinweise. Ich finde zu einem Report gehören auch Kommentare, daher finde ichs gut, wenn du deine hierher postest.
Ich habe versucht sie zu berücksichtigen.

Ich schreibe zu jedem Abschnitt, was ich dafür gekauft habe im "Einkaufszettel".

Los geht es nun endlich, mit dem:


1. Seiten- und Rückwandbau

Einkaufszettel
- Acryl Fugendichtmasse (Lösemittelfrei) zum Spritzen, ca. 8,00 €
- Acryl Haftgrund (oder "Primer", ebenfalls Lösemittelfrei) für Innen und Außen, ca. 12,00 € / Liter
- Lackpinsel, ca. 3,00 €
- Fugenspachtel, ca. 6,00 € (für das Päckchen mit 4 Spachteln)
(- Fugenspritze. Hatte ich noch. Kostet circa. 15,00 €)
- Flüssige Teichfolie, ca. 25,00 €

Werkzeug
- Retsche oder Schraubenzieher
- Holzbohrer
- Stichsäge
- Meter
- Bleistift
- Hammer


Die Einzelteile hatte ich schnell mit einer Retsche und den beiliegenden Schrauben zusammen geschraubt. Hierbei ist es hilfreich, wenn man jmd hat, der einem hilft das Terra zu drehen und anzuheben. Da mein Mitbewohner grade nicht da war, musste ich es alleine machen, was mühseelig aber letztlich doch machbar war.
Die Schrauben muss man mit Gefühl anziehen, da sonst der Pressspan platzt/reißt; es empfiehlt sich daher auf einen Bohrer zu verzichten.

Nachdem ich alles, bis auf das obere Frontseitenteil angeschraubt hatte, habe ich die Fugen ausgespritzt. Das Acryl ist in etwa 15min getrocknet, sodass ich die zweite Schicht zeitnah auftragen und mit dem Fugenspachtel und etwas Wasser glattziehen konnte, wodurch man recht ebene Fugen erhält (ganz eben wird es wohl nie, da das Pressspan an sich ja teilweise erhaben ist).

So erhält man dieses Bild:


Nachdem auch die zweite Schicht der Fugenmasse getrocknet ist, habe ich nach etwa einer halben Stunde begonnen in die Decke mit einem Meter und einem Bleistift Markierungen im gleichmäßigen Abstand aufzuzeichnen und die Linien dann zu verbinden. So kann man sich helfen, wenn man keine Wasserwage zur Hand hat. In die Ecken der so entstandenen Rechtecke habe ich dann mit einem Bohrer (Holz) Löcher gebohrt um mit der Stichsäge sauber arbeiten zu können (damit habe ich den Einwand von Smaragd teilweise umgesetzt, s.o.). Ich habe aufgrund der Stabilität darauf verzichtet die komplette Decke großflächig auszusägen (die Kaminwirkung und die beiden "Schlitze" sollten genügen).

Dummerweise bin ich einmal am Stromkabel hängen geblieben, sodass ich krumm gesägt habe. Nicht schön, aber selten:


Nachdem ich den Staub und die herausgefallenen Teile entfernt und alles mit einem angefeuchteten Lappen ausgewischt hatte (damit der Haftgrund nicht "verkrümelt"), habe ich begonnen den Primer in der ersten Schicht aufzutragen. Die erste Schicht habe ich bewusst dünn gehalten, damit ich am nächsten morgen mit der zweiten (dickeren) Schicht weiter machen konnte.

Hier der Eindruck des Erstanstriches:


Beim zweiten Anstrich darauf achten, dass (wie bei einer Rauhfasertapete), dass alle Erhebungen und Täler mit dem Primer bestrichen und alle "Löcher" geschlossen sind.

Leider warte ich noch auf die flüssige Teichfolie, die ich mangels lokalem Anbieter ebenfalls bei Ebay bestelle. Fortsetzung folgt also...

Smaragd Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 12. Januar 2007

Geschlecht: Weiblich

Status: Züchter

5

Dienstag, 5. Mai 2009, 15:56

Hallo,
danke, dass ich kommentieren darf ;)

Nun die Luftfläche oben könnte wirklich genug sein, denn in meinen 1. Terrarien ist sie nur 10cm breit
unten halte ich noch für zu wenig, es könnte nicht genug Luftbewegung sein, also die kalte Luft muss unbedingt eindringen können, damit die warme Luft oben abziehen kann.

ich weise auf das benötigte kalte Klima hin, was du in dem Holzterrarium schwerlich schaffst. Bedenke in diesem Zusammenhang die Beleuchtungswärme, die zusätzlich Druck von oben ausübt und schnell Stauluft verursacht.

Du solltest auch jetzt schon einen Plan haben, welche Technik du einsetzen möchtest, dies erspart dir später durchschnittene Kabel, um die Stecker aus dem Terrarium zu bekommen.
Wie wäre die Idee, oben eine allgemeine Bohrung von etwa 8cm Durchmesser zu schaffen, wo du alle Kabel vereint durchführen kannst. Ich habe dafür einen Schranklüfter eingesetzt, dem ich entkernt und später mit Filterschwamm verschlossen habe.
So bleibst du unabhängig, welche Verkabelung du mal wählst.

Sobald du die Flüssigfolie aufgetragen hast, solltest du dafür sorgen dass sie durch Manipularionen nicht mehr beschädigt wird. Ich habe nach dem Ausdunsten einen Anstrich Fließenkleber aufgetragen, weil auf der Flüssigfolie (Gummischicht) nichts haftet.
Wenn möglich arbeite mit der Flüssigfolie außen, sie stinkt sehr und wenn weiter möglich lege das Terrarium auf die jeweilige Fläche, die du beschichtest, sie tropft sehr und du hast in Bodengrund einen See, der nur langsam aushärtet. Dieser Ratschlag kann dich aber etwa 3-4 Pinsel kosten, oder ein Mittelchen um Pinsel zu reinigen. Ich habe sie immer verworfen. Die Flüssigfolie muss sehr stark aufgerührt werden, da am Bodengrund viel dicker.

Und noch einen Ratschlag, aber nur falls du das Holz von außen nicht noch abdecken möchtest. Es eignen sich entlang deiner Schnittflächen sehr gut Alu-Winkel-Leisten. Damit kannst du auch die Schnittfläche der Gaze/Lochblech gut abdecken. Es macht sich also gut, wenn die Kanten gerade sind.

Viel Freude weiterhin wünscht
Samaragd

Unicrack Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 9. April 2009

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Rhein/Main

6

Montag, 18. Mai 2009, 14:56

... Fortsetzung Seiten-/Rückwandbau ...

So, nachdem nun endlich die Teichfolie gekommen ist und ich wieder etwas Zeit erübrigen kann (ich arbeite stets nur dann weiter, wenn ich keinen Zeitdruck habe), habe ich begonnen weiter zu arbeiten.

Getreu nach Smaragds Vorschlag habe ich die unteren Frontlüfter (s. oben) heraus gebrochen und mit einer Stichsäge die Löcher verbunden, sodass ich nun ein durchgängiges Rechteck als unteren Lüftungsschlitz habe. Damit sollte dem Luftaustausch genüge getan sein. Die Sägekanten habe ich mit einem feinkörnigen Schleifpapier nachbearbeitet.

Viel Staub und Plastikbrösel später:



Wieder habe ich alles ausgesaugt und mit einem feuchten Lappen nachgewischt, damit kein Staub meine nachfolgenden Arbeiten verdreckt.
Anschließend habe ich das obere Frontteil und die Scheiben eingesetzt. Geht leider nicht anders, auch wenn ich nun höllisch beim Streichen mit der Teichfolie aufpassen muss und die arbeiten drinnen durch die Scheiben verkompliziert werden.



Immerhin kann man nun erkennen, dass es einmal ein Terrarium werden soll ;-).

Dann habe ich mich (bzw. meinen Oberkörper) zu einem Drittel in den Kasten gequetscht und mit dem Acryl (s. oben. Die Acryltube kann übrigens problemlos weiter benutzt werden, wenn man die Tubenspitze verschließt. Ein Schraubverschluß kostet etwa 0,50€.) die letzten Fugen ausgespritzt.



Nun warte ich etwa einen Stunde, bis die Fugenmasse ausgehärtet ist, um dann mit dem Primer (s. oben) den Rest, also das obere Frontteil (innen) anzustreichen.

Bis später :)

heikoschuetter Männlich

gesperrter User

Registrierungsdatum: 13. Dezember 2004

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Lüdenscheid

Status: Halter

7

Montag, 18. Mai 2009, 19:20

Hallo,

Ich hab mal 2 Fragen,
die 1. wäre, wo liegt der Vorteil bei so einem "Bausatz" von Ebay ?
Es sei denn es gibt keinen Baumarkt in Deiner Nähe, dann erklärt es sich von selbst.
Und 2. wie hast Du Deinen Fußboden erstellt ? Den auf den ersten Bildern meine ich. Das sieht ja mehr als interessant aus.

Gruß
Heiko

Unicrack Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 9. April 2009

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Rhein/Main

8

Dienstag, 19. Mai 2009, 15:30



die 1. wäre, wo liegt der Vorteil bei so einem "Bausatz" von Ebay ?
Es sei denn es gibt keinen Baumarkt in Deiner Nähe, dann erklärt es sich von selbst.


Eigentlich gibt es keinen Vorteil (einen Baumarkt habe ich in der Nähe). Einen m² des gleichen Sperrholzes gibt es dort für 12€,
was dann insgesamt (bei angenommenen 3,1 m²) etwa 38€ wären. Leider hatte ich zu diesem Zeitpunkt kein Auto zur Verfügung,
weswegen ich den teureren Weg gehen musste.



Und 2. wie hast Du Deinen Fußboden erstellt ? Den auf den ersten Bildern meine ich. Das sieht ja mehr als interessant aus.


Der Fußboden ist mehr als 50 Jahre alt und gehört zum Dielenboden meiner Altbauwohnung ;-).


- Unicrack

Hexenhammer Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 13. Mai 2008

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Kurpfalz / Pfalzgrafschaft bei Rhein

9

Dienstag, 19. Mai 2009, 18:31

Was hat der Baussatz den gekostet? Mein favorisierter Baumarkt liefert für pauschal 30 Euro unglaubliche Mengen zu mir nach Hause...

p4nik Männlich

ehemals p4nik

Registrierungsdatum: 9. Mai 2009

Geschlecht: Männlich

Status: Interessent

10

Dienstag, 19. Mai 2009, 18:51

bei den maßen tippe ich auf 75- 85 euro je nach anbieter ^^

Smaragd Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 12. Januar 2007

Geschlecht: Weiblich

Status: Züchter

11

Dienstag, 19. Mai 2009, 23:39

Fakt ist, bei dem jetzigen Stand der Arbeitsschritte habe ich keine weiteren Einwände.
Oben hinten an der Rückwand befinden sich noch die 3 Luftlöcher. Du kannst überlegen, ob du nicht eines noch offen lässt, um dort besser Kabel aus dem Becken zu führen.
Ganz zum Abschluss muss auch das sicher verschlossen werden, da sonst Insekten entweichen können, oder dort die Rückwand anfressen, oder Sprühwasser doch noch zum Holz vordringt. Aber so ein Verschluss lässt sich sicher realisieren.

Die größere Belüftung freut mich, du wirst es nicht bereuen.

BG
Esther

Unicrack Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 9. April 2009

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Rhein/Main

12

Mittwoch, 20. Mai 2009, 11:29

... Fortsetzung Seiten-/Rückwandbau...

Nachdem die Fugen ausgehärtet und der Haftgrund nach zweimaligem Anstrich vollständig durchgetrocknet ist, habe ich nun begonnen die Teichfolie aufzutragen. Ich legte den Kasten zunächst auf die Hinterseite, begann die Teichfolie hinein laufen zu lassen und dann mit einer kurzhaarigen Walze gleichmäßig zu verteilen. Tut euch selbst einen Gefallen und benutzt dazu Einweghandschuhe; ich habe die Teichfolie auf die Hände bekommen und sie nur mit Aceton von der Haut bekommen.
Empfehlenswert ist es außerdem die Arbeit draußen zu verrichten. Ich habe derzeit ein Zimmer, dass nicht in Gebrauch ist. So kann ich das Fenster tag und nacht offen lassen, was eine passable Lüftung gewährleistet. Die Teichfolie ist der Teufel ;-)

Naja ich habe also begonnen die Teichfolie zunächst in einer dünnen Grundschicht aufzutragen, pfiff mir dabei ein Lied und ging in Gedanken die weiteren Arbeitsschritte durch, als es plötzlich BUMM machte und mein Herz in die Gegend zwischen meine Beine rutschte... Das Glas fiel aus der Führungsschiene und landete auf die bereits angestrichene Fläche. Scheiße. Glas kaputt? Nein. Immerhin. Jetzt weiß ich zumindest, dass ich die Glasscheiben raus nehmen kann, wenn das Terra auf dem "Rücken" liegt. Das Reinigen der Scheibe hat etwa 2 Stunden gedauert ... *seuftzt*

Die Schichten lasse ich nach jedem Anstrich jeweils 12 Stunden trocknen, bevor ich das Terra auf eine andere Seite drehe und dort weiter streiche. Das mache ich, damit keine "Nasen" entstehen oder das Teufelszeug irgendwo hinläuft, wo es nicht hinlaufen soll. Bis ich einmal durch bin, ist die Teichfolie auf der ersten Seite (der Rückwand) soweit durchgetrocknet, dass ich die zweite und letzte Schicht auftragen kann.

Gestern hatte ich also so ein Bild:


Als nächstes kommt dann der Fliesenkleber auf die Teichfolie, sobald der zweite Anstrich vollständig durchgetrocknet ist. In der Anleitung steht, dass die Teichfolie nach sieben Tagen vollständig belastbar ist, das heißt es dauert nun noch etwa eine Woche bis es weiter geht.

Bis dahin,
Beste Grüße,

- Unicrack


PS: Für den Bausatz habe ich etwa 85,00 € gezahlt.

Unicrack Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 9. April 2009

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Rhein/Main

13

Mittwoch, 27. Mai 2009, 13:08

... Fortsetzung Seiten-/Rückwandbau ...

Hallo zusammen,

eine Woche ist verstrichen und nach einem Geruchtest stellte ich fest, dass die Teichfolie nicht mehr "ausgast"; d.h. ich konnte also beginnen den Fliesenkleber aufzutragen.

Hinweis: Wenn ihr noch nie (zumindest kleine Flächen) verputzt oder Mörtel angerührt habt, dann empfehle ich, dass ihr euch von jemandem helfen lasst, der bereits Erfahrungen gesammelt hat. Klar lernt es jeder evtl. irgendwann einmal, aber vielleicht nicht grade, wenn ihr schon soviel Geld in ein Projekt gesteckt habt, dass sich langsam dem Ende nähert.


Einkaufszettel
- Fliesenkleber (ca. 10,00 €)
- Spachtel (ca. 1,00 €)
- Mischeimer (ca. 2,50 €, hatte ich aber noch)


Nachdem ich den Fliesenkleber fertig angerührt hatte (verwendet kleine Mengen), habe ich zunächst begonnen den Boden zu verspachteln. Zum Arbeiten habe ich keine Kelle benutzt, da diese zu groß und mir damit als ungeeignet erschien. Mit einer Spachtel zu arbeiten erfordert mehr geduld und man sollte es vorher schonmal gemacht haben. Dafür bekommt man aber (meiner Meinung nach) wesentlich besser in die Ecken des doch sehr beengten Raumes.
Danach habe ich nach und nach an den Wänden empor verspachtelt, wobei ich insgesamt dreimal neue Masse anrühren müsste.

Zwei der drei Lüftungslöcher habe ich ebenfalls verspachtelt, wobei es mir nicht um die "Dichte" geht, sondern lediglich um die Festigkeit, damit ich dort später Styropor aufkleben kann. Ein Loch bleibt für Kabel offen, wobei ich dieses zunächst großzügig eingespachtelt und anschließend mit dem feuchten Finger ausgewischt habe.

Dieses Bild zeigt, was ich meine:


Die Kanten könnt ihr mit dem Finger glattziehen, sodass ihr sicher gehen könnt, dass die Ecken sauber verschlossen sind. An dieser Stelle möchte ich vielleicht noch anmerken, dass es nicht darum geht möglichst viel Kleber aufzutragen oder 100% der Fläche bis auf die noch so kleinste Fläche abgedeckt zu haben. Ihr wollt keine Fliesen aufkleben, sondern lediglich einen Haftgrund schaffen, an dem das Epoxydharz hält. Wenn ihr zuviel Kleber auftragt ("Je mehr desto besser"), desto wahrscheinlicher ist es, dass er beim Trocknen abbröckeln wird. Naja. Nachdem ich die Kanten geglättet hatte, ergab sich dieses Bild:


Nachdem alle Flächen eingeklebt waren, was etwa 1,5h gedauert hat (nehmt euch also wieder genügend Zeit dafür!), hat man bereits eine ungefähre Vorstellung davon, wie es später einmal aussehen wird (man stelle sich das Ganze mit Naturstreu usw vor...):



Den Kleber lasse ich 24h aushärten. Der Mischeimer kann dann von den Resten befreit und ausgewaschen werden, sodass ihr später dort das Epoxydharz mischen können solltet. Den Spachtel könnt ihr abkratzen und später ebenfalls wieder (z.B. zum Modellieren des Bauschaums für den Wasserfall) verwenden.

Epoxydharz und Glasmatte sind für den nächsten Schritt online bestellt. Kleinere Mengen gibt es auch im Baumarkt, die jedoch im Verhältnis viel zu teuer sind.

Bis zum nächsten Mal,

- Unicrack

Smaragd Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 12. Januar 2007

Geschlecht: Weiblich

Status: Züchter

14

Mittwoch, 27. Mai 2009, 15:42

Hm,
du möchtest doch sicher wieder meinen Senf dazu :]

nun ganz toll bisher

Ich las, du willst den Eimer für Epoxydharz nehmen?
Da möchte ich dich warnen, nimm eher kleine Gefäße und mische ja keine großen Portionen.
Je mehr du mischt, desto mehr Wärme, ja sogar wirklich Hitze, entwickelt das Zeugs, es entstehen auch mehr Dämpfe und alles kann dir innerhalb von Minuten abbinden, sodass du es weg werfen musst.

Du benötigst dafür eine Haushaltswaage, sie sollte schon grammgenau sein und auf NULL zurück schaltbar.

Wiege nicht mehr als 300g Harz mit dem genauen Anteil Härter ab, dann erhältst du schon ca. 500g Epoxydharz und die musst du ja erst mal verarbeiten.
Also nochmals, du könntest ein Produkt haben, welches du 100:40 mischen sollst, oder 100:45 oder...........
das heißt 100g Harz plus 40g Härter!!!! das wirklich einigermaßen ganz genau, wobei 1-3g +- nicht der Weltuntergang ist.

Ziehe Einweghandschuhe an und wenn möglich noch feste Haushaltshandschuhe darüber
Decke die Waage mit Klarsichtfolie ab, damit Hausfrauchen nicht tobt
nimm eine Schale, die du anschließend weg werfen kannst (Plastiksuppenschüsseln für Gartenparty)
Nimm Pinsel, die leicht gewinkelt sind, (bessere Fugenarbeit) und lass die ruhig ganz billig sein, die sind dann eh hart
Arbeite mit Epoxyd, wenn dich nichts weiter treibt, also keine Telefonate oder so, ansonsten 1. Handschuh ausziehen
Arbeite ruhig, du hast pro Mischung 45 Minuten Zeit, bis es anfängt zu härten, das ist die Tropfzeit auf der Anleitung
du kannst in vielen weiteren Mischungen und Schichten nacheinander arbeiten, Epoxyd härtet erst in 24-48 völlig aus.
du kannst die letze Schicht nach deinen Wünschen beschichten, aber du willst ja darauf die tatsächliche Rückwand aufbauen, also lass es unbeschichtet und glänzend aushärten.
darauf hält dann das Silikon mit der Rückwand, die du tatsächlich gestalten kannst, auch farbig

puh ganz schön viel Senf wa 8o
Smaragd

Nick Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 28. Februar 2006

Geschlecht: Männlich

Status: Halter

15

Freitag, 5. Juni 2009, 21:57

Hi hast du schon fortschritte gemacht wenn ja stelle doch nochmal ein paar Bilder online.