Hallo Stefan,
es tut mir leid dass du auch von solchen 'Fach'verkäufern rein gelegt wurdest. Sie predigen noch Haltungsbeschreibungen vor über 10-20 Jahren wo man tatsächlich noch Bartagamen in kleinen 'Dunkelkammern' gepflegt hat.
Mit dem heutigen Wissensstand und der heutigen Technik sieht das jedoch ganz anders aus.
Ich weiß es werden nun einige Ausgaben auf dich zukommen aber zuerst einmal alles nach der Reihe.
Kannst du uns ein Bild von deiner Agame zeigen? Kannst du uns ihre Größe sagen?
Leider wirst du noch mehr Geld ausgeben müssen um dieses Tier artgerecht zu pflegen. Vorerst solltest du dich auf ein besseres Büchlein konzentrieren:
Dieses sagt eigentlich schon alles was du wissen musst, kaufe es dir um deinem Tier auch von langer Dauer etwas gutes zu tun.
BartagamenDie Gattung Pogona
Artgerechte Haltung, Pflege und Zucht
Peter Maria Müller
Hier im
FAQ Bartagamen findest du
Terrariengröße für P. henrylawsoni
und die Haltungsbeschreibung des größeren Verwandten der
Pogona vitticeps. Bis auf kleine Details werden die beiden Arten annähernd gleich gehalten und daher empfiehlt es sich auch diese Datei zu lesen - bis du das neue Buch erhältst.
Anschließend solltest du dir Gedanken wegen einem größeren Terrarium machen. Entweder du baust es selbst - Holz würde sich hierfür am besten eignen - oder du kaufst dir eines.
Je nach Preis und Handwerksgeschick kannst du dich für eine dieser beiden Varianten entscheiden.
Die Beleuchtung reicht bei weitem nicht aus, leider. Besonders von solchen "Marken" Strahlern der Terraristik würde ich dir abraten. Für eine vernünftige UV-Versorgung haben sich nur 3 erwähnenswerte Lampen bewährt. Die Osram Vitalux 300 Watt, Bright Sun oder die T-Rex. Wobei letztere bei uns wohl am seltensten verwendet wird.
Nun hast du eine UV-Beleuchtung welche du je nach Lampe entweder nur für wenige Minuten am Tag oder ganztägig aktiviert hast.
Nun bräuchtest du auch noch 1-2 Wärmelampen. Verwendest du eine Bright Sun, wäre dies beispielsweise bereits ein Wärmeplatz nun fehlt noch ein zweiter. Hierfür eignen sich normale Glühspots aus dem Baumarkt oder stärkere HCI Spots welche zudem bei der Anschaffung zwar teurer, der Lichtausbeute und der Lebensdauer sich alle mal rentieren. Ggf. bei fehlender Helligkeit am Spotplatz oder fehlender Wärme, müssen diese Lampen kombiniert werden.
Gut, haken wir ab. Wir haben eine UV-Versorgung und Wärmeplätze für unsere Agamen, aber jetzt ist es immer noch recht dunkel im Terrarium. Vergiss nicht, deine Agamen haben die Steppengebiete in Australien als Lebensraum, dort brennt die Sonne förmlich herunter.
Durch die letzten Jahre und unserem neu erworbenen Technik Know-How, wurde auch die Farbtemperatur zu einem wichtigen Aspekt der Reptilienhaltung. Um es hier kurz zu machen, Glühlampen geben gelbliches Licht ab, wir jedoch möchten 'Tages ähnliches Licht' schaffen. Das werden wir zar kaum in einem Terrarium erreichen, jedoch können wir dieses Bedürfnis unserer Agamen annähernd mit HQI oder HCI Flood Strahlern und/oder in Verbindung mit T5-Balken decken.
Du siehst, die Beleuchtung ist und bleibt der teuerste Aspekt bei der Bartagamenhaltung. Aus Erfahrung kann ich dir nur sagen, spare nicht am falschen Platz.
So, ich denke ich habe dir fürn Anfang genug geschrieben. Lass es dir durch den Kopf gehen, lese die von mir verlinkten Seiten durch und dann sehen wir mal wie es weiter geht
Liebe Grüße
Melina