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Longi Männlich

Anwärter

Registrierungsdatum: 9. Oktober 2005

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Unterfranken

Status: Züchter

1

Samstag, 6. Januar 2007, 12:01

Beleuchtung - Beispiel

Hallo,

da in letzter Zeit verstärkt Fragen nach Beleuchtung (wie, was, woher) auftreten, möchte ich mein Aufzuchtbecken (Holz) für meine beiden Pog. Henrylawsoni vorstellen, das sie bis zu ihrem Freilandaufenthalt 2007 bewohnen. Es hat die Maße 120 x 60 x 60 cm, die Tiere sind jetzt ca. 6 Monate alt, ein Becken mit monströsen Abmessungen scheint mir für Tiere dieses Alters etwas weniger geeignet, da auch die inaktivere Winterphase berücksichtigt wurde.
Als Standartbeleuchtung habe ich zwei 70 Watt HQI-Strahler bei e*** ersteigert, welche ich mit einem HCI-Brenner von Osram, Powerball 942 NDL - 4200 K "aufgerüstet" habe. Dazu habe ich noch zwei Spots im Terrarium, wobei einer aber nur bei Bedarf zugeschaltet wird, da sich die Tiere meist unter den HCI´s aufhalten und die Temperatur samt Gefälle sonst schwieriger zu steuern ist. UV-B wird durch die geöffnete Scheibe mit einer Vitalux gegeben. Optional könnte man das Becken auch mit nur einem HCI-Strahler versehen und stattdessen z. B. einen Ganztagesstrahler diverser Hersteller zum Einsatz bringen. Kommt halt immer auch darauf an, wie viele Tiere im Terrarium sind, für zwei Tiere brauche ich keine sieben Wärmeplätze...
Auf die Verwendung von T5-Röhren habe ich verzichtet, da die HCI-Strahler sehr viel günstiger zu beschaffen sind, bei einem Terrarium von 60 cm Höhe wären diese aber sicher noch möglich gewesen.
Selbstverständlich gibt es noch andere mögliche Ausleuchtungsvarianten, sie alle hier aufzuführen würde den Rahmen sprengen. Was man auf gar keinen Fall machen sollte: Die "Wunderlampen" im Zooladen zu kaufen. Röhren strahlen meist nur bis ca. 30 cm ab, Kompaktlampen bringen bis ca. 50 cm noch einigermaßen akzeptable UV-B Werte.
Oftmals tauchen Fragen auf, welches Becken für Bartagamen besser geeignet ist: Ich bevorzuge ein Holzbecken, da sich die Tiere dort nicht spiegeln, was für sie ein zusätzlicher Streßfaktor sein kann. Außerdem finde ich ein Glasbecken im Hinblick auf die Thermoregulierung schwieriger zu händeln, von der Montagemöglichkeit der Beleuchtung ganz zu schweigen. Was ich in meinen Aquarianerzeiten gelernt habe: Glas und Sand verträgt sich nicht. Soll heißen, dass das Glas durch den Sand und die Reinigungsprozesse Kratzer bekommt, was auch nicht sonderlich schön aussieht.

Für ein Terrarium der Größe 150 x 80 x 80 cm könnte ich mir eine Grundbeleuchtung von zwei HCI 150 Watt, eine festinstallierte Vitalux und Spotstrahler nach Bedarf vorstellen. Eine genaue Abstimmung scheint mir aber erst nach Installation der Grundbeleuchtung und einem Probelauf sinnvoll.
Anzumerken wäre hier noch, dass die Beleuchtung bzw. Heizung immer auch stark vom Standort des Beckens abhängt: Im Heizungskeller wird eine andere Konstellation als im holzofenerwärmten Wohnzimmer benötigt. Auch die Sonneneinstrahlung im Sommer (Wintergarten) darf nicht vernachlässigt werden. Deshalb sind spezifische Fragen sicherheitshalber im Forum zu stellen.

Gruß Bernd

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