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Lady Froggy Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 28. Januar 2007

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Wien

Status: Züchter

1

Montag, 24. Oktober 2011, 17:41

Gedanken zur Beratungsresistenz mancher User in Inet-Foren ...

Grüß Euch,

nachdem ich mich wieder mal grün und blau geärgert hatte in einem Thread hier im Forum, würde ich gerne mit Euch über Eure Gedanken zur Beratungsresistenz mancher User in Internetforen plaudern.

Das Thema, welches mich dazu brachte, diese Diskussion zu starten, kann hier nachgelesen werden.
KLICK

Ich habe wirklich lange versucht, ohne mit der bösen Keule rumzuhauen, dem User in die richtige Bahn zu lenken.
Dazu musste ich teilweise wirklich stark mit mir kämpfen, um nicht meiner Wut freien Lauf zu lassen.

Um jetzt den Thread als Beispiel zu nehmen - ich bin mir sehr sicher, es gibt hier im Forum noch viele andre Threads in dieser oder ähnlicher Art - warum sind Menschen derartig stur?
Der User wird von vielen Seiten darauf hingewiesen, seine Haltung ist absolut unmöglich, die Tiere kommen vom Regen in die Traufe. Nicht nur, dass die Tiere großer Gefahr ausgesetzt sind (gefressen werden, Parasiten/Krankheiten, falsche Haltungsbedingungen), passt das vorn und hinten nix.
Von Quarantäne hätte man noch nie viel gehalten bis zu den wirklich dümmlichen Argumenten, ob wir denn glauben, er würde die Frösche im Plastikeimer halten.
Nachdem die Argumente ausgehen, wird man ausfällig, anstatt endlich einzugstehen, dass die Haltung unter jeder Kritik ist.

Beleidigt wird dann irgendwo im Netz ein Forum gesucht, wo man die Handlungen vielleicht noch lobt.
Es wird gebogen und gedreht von vielen Usern, so nach dem Motto: Was nicht passt, wird schon irgendwie passend gemacht.

Abgesehen davon, dass ich solch eine Haltung gegenüber den Lebewesen nicht verstehen oder gar akzeptieren kann, verstehe ich auch nicht, warum man sich einmal nicht vorab informiert.
Bevor ich meinen ersten Frosch ins Haus holte, habe ich mich ein halbes Jahr über Bücher und Internet schlau gelesen.
Gut, es ist passiert in vielen Fällen - lesen wir hier und in anderen Foren tagtäglich. Aber anstatt zu versuchen, die Fehler gut zu machen und die Bedingungen zu verbessern, wird rumgemotzt und beleidigte Leberwurst gespielt.

Warum meint Ihr, sind viele User derart beratungsresitent?
Ich könnte manchmal aufgrund meiner Hilflosigkeit aus der Haut fahren.

Es wundert mich nicht, dass uns die Exotenhaltung immer mehr erschwert wird, bei derartigen Menschen.

Wie denkt Ihr darüber? Wie meint Ihr, soll man mit ihnen umgehen? Sofort die Keule auspacken oder eher meinen Weg gehen, zuerst mal mit Ruhe und Geduld, sowie Aufklärung versuchen, etwas zu ändern und den User/die Userin in die richtige Bahn zu lenken?
Was, wenn so wie im Thread eine derartige Sturheit an den Tag gelegt wird und kein Argument auch nur annähernd angenommen wird.

Lieben Gruß,
Irina

Fast Eddi

unregistriert

2

Montag, 24. Oktober 2011, 18:07

Im Falle des genannten Thread: User verwarnen oder ggf. löschen. Punkt.

"Beratungsresistenz" ist ein Thema, das gern zu sehr pauschalisiert wird. Die wenigsten angehenden Halter WOLLEN Fehler machen. Die, die sich vorab informiert haben, bauen z.B. auf falschen oder veralteten Informationen auf. Man muß schon ein Stück weit differenzieren zwischen denen, die zumindest versuchen etwas auf die Reihe zu kriegen, und denen, denen alles schei++egal ist.

Warum sich Menschen so in Foren verhalten? Gute Frage, aber nicht pauschal zu beantworten. Schwarze Schafe gibt es immer und überall, die scheinbare Anonymität des Internet trägt ihren Teil dazu bei.

Gerade in Hinblick auf immer schärfere Gesetze und Verbote, sollten "Fachforen" meiner Meinung nach klar Stellung beziehen. Vielleicht vergrault man durch "harte" Moderation ein paar User, mag sein. Aber immer alles nur im Weichspülgang vermitteln, immer freundlich sein und sich gegenseitig den Allerwertesten küssen, egal mit welchem Stolz jemand seine Wissenslücken und seine Ignoranz in die Welt schreit? Irgendwann ist das Maß voll, und man muß (als Moderator) durchgreifen. Wenn ein User grundlos patzig wird... herrje, wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus!

Steph-96 Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 3. November 2008

Geschlecht: Männlich

Wohnort: BW Großraum Stuttgart

Status: Interessent

3

Montag, 24. Oktober 2011, 19:21

Hallo,

ich seh das auch so, dass ein Fachforum ganz streng Stellung beziehen muß, sachliche Informationen wären dann wünschenswert. Zum Schutz der Tiere geht halt oftmals keine Weichspülprogramm.

Dass das nur in Foren so ist mag ich stark bezweifeln, die letzte Börse die ich besucht habe war zum Teil nicht anders, fands sogar noch heftiger. Die Leute haben ne größere Dose/Aquarium/netzbeutel o.ä. daheim und suchen dann nach einem Tier. Was grad schön dasteht,egal was.

Und es gibt genügend Züchter die nie und nimmer nachfragen wos den reinkommt, auch User die in Foren sich ganz ander präsentieren.

Ich glaube fast gut informierte Halter sind ehr die Ausnahme.


Gruß Steph

Queeny Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 2. Juli 2010

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Hamburg

Status: Halter

4

Montag, 24. Oktober 2011, 20:11

Hallo,

den Thread um den dieses Thema hier eröffnet wurde habe ich im stillen mitgelesen und war über die Entwicklung der Post´s schon sehr verwundert.

Gleich die "Keule" auszupacken ist meiner Meinung nach nicht unbedingt ein guter Start. Ich denke es kommt darauf an wie sich der Threadsteller verhält und was er im laufe der Zeit gewillt ist für sein Tier zu tun, oder auch nicht.

Es passieren nun mal Mitleids-oder Spontankäufe oder Käufe mit ungenügender Beratung oder Information im Vorfeld. Dann liegt es meiner Meinung nach am Halter selbst was er daraus macht. Da kommt es darauf an was er in einem Tier sieht. Mal etwas überspitzt gesagt entweder etwas buntes/exotisches/besonderes dass man sich als Dekoartikel ins Haus holt und her zeigen kann, oder das Tier als Lebewesen, welchem man einen geeigneten Lebensraum errichten will um es zu pflegen.
Und da denke ich ,reagiert man auch anders auf Kritik. Wenn ich willig bin etwas am Lebensraum meiner Tiere zu verändern weil ich etwas falsch mache bin ich über jede ehrliche Anwort dankbar. Vor allem ändere ich dann auch entsprechend die vorherrschende Situation. Da kann ich dann auch verstehen wenn mir klar eine (sachliche) Meinung gesagt wird.

Warum manche Menschen dann aber auf stur stellen und beleidgend werden kann ich nicht nachvollziehen. Vielleicht ist es das Wissen etwas falsch zu machen, aber man möchte nicht darauf hingewiesen werden. Bzw. will man gar nicht weiter auf das Thema eingehen, sonst kommt noch mehr zu Tage was nicht passt. Keine Ahnung.
Beratungsresistente Menschen wird es immer geben. Wohl noch viel mehr, die in gar kein Forum schreiben und sowieso machen was sie wollen....

Aber ich denke es sollte doch ein gewisser Ton und Respekt in den Beiträgen herrschen. Mit Beleidigungen und der gleichen kommt man ohnehin nicht weiter. Nur da kann ich es dann auch verstehen wenn einem mal der Kragen platzt und man auch als Moderator schroffer wird. User die es nicht schaffen sachlich zu bleiben und beleidigend werden und auch sonst keine Einsicht zeigen sind dann in einem Forum - meiner Meinung nach - fehl am Platz.

Gruß
Queeny

Lady Froggy Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 28. Januar 2007

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Wien

Status: Züchter

5

Montag, 24. Oktober 2011, 20:56

Grüß Euch,

bitte versteht mein Post und meine Gedanken nicht falsch. Wie Du Eddy richtig sagst, kann man weder alle Menschen in einen Pot werfen noch pauschal eine Antwort/Lösung finden.

In den letzten Monaten gab es einige Streitthemen hier im Forum. Einige User/Moderatoren haben sich zurückgezogen, weil sie irgendwie müde wurden. Immer zu kämpfen, gegen Windmühlen zu arbeiten, zu sehen, man kann es nicht ändern, die Leute interessiert nicht das Wohl der Tiere, etc, all das läßt viele verantwortungsvolle User fast verzweifeln und entmutigt viele, sich hier oder in anderen Foren mit dummen und sturen Menschen rumzuärgern und die Hilflosigkeit zu spüren, nichts ändern zu können.

Natürlich hat der Thread auch den Hintergedanken, als Moderatorin mit Euch Usern mal darüber zu sprechen, wie Ihr den Umgang als Moderator/in in solch einem Fachforum mit derartigen Menschen seht.

Sicher bin auch ich manchmal etwas schroff, wenn ich sehe, dass überhaupt keine Information über das zu haltende Tier eingeholt wurde. Sagt man etwas, ist der böse Zooladenverkäufer schuld, weil man hat ja dort eh gefragt, was das Tier benötigt.
Auf der anderen Seite bin ich froh, wenn diese Menschen nicht stillschweigend den Tieren ein artgerechtes Leben weiter vorenthalten, sondern sich (wenn auch durch Probleme oder eben viel später ) wenigstens jetzt anfangen sich zu informieren und auch bereit sind, etwas zu verändern.

Genau dann bin ich sicher die Allerletzte, die nicht mit einer Engelsgeduld versucht, die Haltungsbedingungen durch Tipps zu verändern und die Leute auf den richtigen Weg zu bringen.

Nur eben was tun, wenn es nicht rund läuft? Klar, wir hatten hier schon viele User, die aus schlechten Bedingungen wirklich tolle Bedingungen geschaffen haben und über Kritik nicht böse waren, sondern eingesehen haben, dass sie das Pferd besser von vorne und nicht von hinten aufzäumen sollten.

Klar, manchmal möchte ich mit der größten Keule hinhauen. Dann nehm ich mich aber wieder zusammen und versuche über meinen Schatten zu springen, mich mit Vorwürfen zurückzunehmen und stattdessen mit guten Tipps zu helfen. Einfach, weil ich aus Erfahrung weiß, dass leider viele Menschen komplett bescheuert reagieren, wenn man ihnen Vorwürfe macht oder die Haltungsbedingungen/Herangehensweise/den Umgang mit den Tieren kritisiert oder anprangert.

Das Hobby Terraristik wird aus unterschiedlichsten Motivationen heraus betrieben.
Klar gibt es Menschen - zu denen auch ich mich zähle - die das Thema fast wissenschaftlich angehen. Sich vorab informieren über die Art und die Haltungsbedingungen. Die ihre Tiere nicht aus den Terrarien herausnehmen und mit ihnen kuscheln, sondern ihr Verhalten, ihre Art, ihre Nachzucht vernünftig betreiben und die Tiere an gute Plätze abgeben und schauen, dass Wildfänge nicht mehr nötig sind. Sich in Foren informieren, andren helfen, auch komplextere Themen wie Krankheiten, Artenschutz, Nachzucht, Zuchtprojekte, passende Fütterung, usw beleuchten und nicht einfach nur "mah herzig" unter ein Foto schreiben und das Thema ebenso handhaben.

Leider gibt es aber immer noch viel, viel zu viele Menschen, die genau das Gegenteil tun. Klar, dass das uns verantwortungsvollen Haltern/Züchtern mehr Steine in den Weg legt, als uns lieb ist.
Auf Messen, in Shops oder im Internet wird ein Tier gekauft, weil es herzig, cool oder so arm ist.
Die nötigen Bedingungen werden nicht gesehen/angewendet, weil man ja dem Verkäufer blindlings vertraut. Man holt das Tier vom Regen in die Traufe.

Natürlich gibt es auch noch die Leute, die Tiere halten um anzugeben.
Ich sagte mal sehr treffend - die Hundehaltung von gewissen Rassen wir stark eingeschränkt für gewisse Leute - so muss man sich eben ein andres Prestigeobjekt suchen. Ob die tolle Riesenschlange, die sonntags am Sofa zum Kuscheln eingeteilt wird oder der große Kampffrosch, mit dem man Videos drehen kann und auf Youtube und co einstellen kann. Und sich dann über die Kommentare freuen, wenn man andre schockieren kann, weil der Frosch die arme Maus auf qualvolle Art und Weise verspeist. Lustiges Gelächter im Hintergrund inklusive.

Sagt man den Leuten dann, dass das was sie machen, dem Tier schadet und die Haltung nicht artgerecht ist, reagieren sie patzig und fangen an, Fehler beim andren zu suchen um von den eigenen Fehlern abzulenken.
Anstatt die Bedingungen zu verändern, wird so lange rumgeschraubt und gedreht, bis irgendeiner schreibt, dass es so eh passt. Gelingt das nicht, wird so lange rumgeschimpft, bis man gesperrt wird.

Natürlich greift ein Moderator in so einem Fall ein. Darum hatte ich ja auch das Thema, welches ich als Beispiel nahm, für einige Tage gesperrt.
Gebracht hat es nichts - genauso wenig wie die vielen Stunden, die wir für Aufklärung aufgewendet hatten. Außer, dass der User offenbar in ein andres Forum abgetaucht ist und das Spiel solange weiter spielt, bis sich jemand findet, der ihn für seine ach so tollen Handlungen lobt.
Dann ist die Welt zufrieden und die bösen Moderatoren und die blöden Foren können ihnen getrost gestohlen bleiben.

Den Tieren hat es allerdings keine positive Veränderung gebracht.
Ich weiß einfach nicht, was man tun kann. Klar, Patentrezepte wird es keine geben. Aber vielleicht habt Ihr ein paar Ideen, wie man diese Menschen zu mehr Vernunft und Verantwortung bringen kann und wie Ihr denkt, dass Moderatoren mit solchen Themen/Leuten umgehen sollten?!

Lieben Gruß,
Irina

Queeny Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 2. Juli 2010

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Hamburg

Status: Halter

6

Montag, 24. Oktober 2011, 22:07

Hallo Irina,

das ist ein sehr schwieriges Thema. Ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen.

Ich lese hier sehr viel und verfolge auch einiges. Was kann man mehr tun? Mehr als sich die Zeit zu nehmen (wie du es auch tust) auf den User einzugehen, versuchen ihn aufzuklären, ihm Hilfe anzubieten etc.... denke ich kann man nicht. Darauf hoffen dass sich der User das was er an Hilfestellung bekommt auch umsetzt und versteht.
Natürlich ist es auf Dauer erschöpfend und frustrierend wenn man immer wieder sieht wie die Ratschläge verpuffen. Dann muss man sich vielleicht immer wieder vor Augen halten wievielen Tieren man hier doch letztlich geholfen hat bei Usern die auch etwas ändern wollen.
Aber wie will man User handhaben die augenscheinlich nicht zum Wohle des Tieres handeln? Darauf wüsste ich auch keine Antwort. Mehr als versuchen etwas daran zu ändern kann man nicht. Wenn ich nochmal den Thread nehme auf den du dich anfangs bezogen hast, hier wurde erklärt was zu tun ist, welche Rahmenbedingungen zu erfüllen sind etc. Mehr als all das zu schreiben und Hilfe anzubieten könnt ihr als Moderatoren ja auch nicht tun.

Es wird immer Menschen geben die, aus den schon von dir geschriebenen Gründen wohl nie zu bekehren sind. Nur sollte man sich dadurch nicht entmutigen lassen es bei jedem Neuling wieder zu versuchen. Das ist wohl eine Aufgabe fürs Leben. Und wie ich das hier so verfolge wird das ja auch tagtäglich gemacht.


Gruß
Queeny

Cerastes Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 10. Oktober 2011

Geschlecht: Männlich

Status: Halter

7

Montag, 24. Oktober 2011, 22:15

Hallo zusammen,

wie einige hier wohl sicher noch wissen oder auch nicht^^, war ich früher selbst hier einige Jahre lange Moderator und kenne die Abnutzungserscheinungen auch wenn der Grund meines Weggangs überwiegend privat war(Real Life geht eben vor). Ich weiß auch nicht ob das hier eigentlich so offen der richtige Ort für solche eine "Grundsatzdiskussion" ist, aber naja, du sprichst auch viel wahres an Lady Froggy und so schlecht finde ich diese Diskussion auch garnicht.

Ich möchte hier aber nicht viel dazu sagen, aber für dich Lady Froggy mal ein paar Worte, wenn du schon so offen darüber reden möchtest. Ich würde das auch garnich auf diesen einen Thread runterreduzieren sondern allgemein halten.

  • Wenn etwas zu sehr aufregt und man das Gefühl hat, es nicht ändern zu können, einfach eine Stunde den PC ausmachen/was anderes tun, wirkt Wunder.
  • Die Hammermethode ist daher falsch, weil wenn du schaust wie viele Gäste dieses Forum hat, mehr als das DGHT und auch mehr als das Ultimative, dann muss man sich immer überlegen wie es auf die stillen Mitleser wirkt, und wenn hier unfreundlich und unpersönlich argumentiert wird, oder gleich der Hammer ausgepackt wird, dann schreckt das viele ab und wirkt nach außen einfach unfreundlich.
  • Zu viel Ressourcen an Zeit, Arbeitseinsatz, die ganze Tipperei halt und vllt noch Links suchen und co, lohnt sich nur bis zu einem gewissen Grad, dann muss jeder selbst entscheiden wann er aussteigt, jedoch finde ich, ohne das noch lautstark im Beitrag anzukündigen, weil das interessiert einen sturen Themenstarten sowieso nicht, es sieht nur nicht gut aus für alle anderen.
  • Es hilft wie du auch sagst ein wenig sich an die guten und gelungenen Dinge zu erinnern, ehe man aufgibt, das bringt dann etwas die schlechte Laune weg.
  • Nichts zu nah an sich rankommen lassen, vor allem als Moderator nicht. Ich weiß manche User denken da auch noch, man wolle sich aufspielen und haben ein völlig falsches Bild von der Arbeit, man muss damit leben dass manche Leute unverbesserlich, stur oder auch einfach nur ihren Spaß machen wollen (Stichwort: Forentroll). Jeden kann man nicht erreichen, und es ist wichtig sich wie gesagt genug Auszeiten zu nehmen.
  • Wer gehen will soll gehen. Das muss man akzeptieren.
  • Wenn man mal wirklich die Nase voll hat, einfach ne längere Pause(ruhig auch mal über paar Tage/Wochen) machen.
Ich denke damit kommt man überall einigermaßen gut durch, ehe man sich total kaputt macht und dann ganz die Lust verliert. Man darf sich nicht immer so hineinsteigern sondern muss dann einfach etwas mehr Abstand gewinnen, auch wenns manchmal schwer fällt, man hängt ja auch dran und will helfen.

Grüße Andreas

blacky64 Männlich

Teamleiter

Registrierungsdatum: 8. Januar 2005

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Bremen

Status: Züchter

8

Montag, 24. Oktober 2011, 23:22

Moin,
plaudern wir doch mal aus dem Nähkästchen... die Zeit als die Terraristik das Hobby ein paar "Irrer" war ist nun mal vorbei und daran kann man auch nicht mehr ändern.
Verkaufen kann heute fast nur noch der jenige der die Leute bescheißt oder sich über Jahre einen guten Namen als Züchter gemacht hat.
Durch immer höhere Unterhaltskosten wird auch immer mehr die Geiz ist Geil mentalität gefördert.
Meine beiden Terraristikläden haben schon lange ihre Türen geschlossen, die haben fast ausschließlich teure Nachzuchten verkauft nur leider wollte die irgendwann keiner mehr haben weil um die Ecke beim Baumarkt waren sie ja billiger. Sie haben auch immer eine angemessene Terrariengröße und Beleuchtung angeboten... neben an musste es aber nur halb so groß sein und auch das Licht und Ausstattung war dort billiger, noch billiger bekommt man alles auf inzwischen unendlich vielen Börsen.

Das Problem sind nicht die Foren, die bösen Moderatoren oder User die eine falsche Haltung anprangern, nein weit gefehlt.
Oft liegt es daran wie man es dem User beibringt das er verarscht worden ist, ich weiß nicht wie ich mich manchmal fühlen würde wenn ich stolz wie Oskar hier mein neues Tier und Terrarium vorstelle, was mich gerade viele 100 Euronen gekostet hat und der Verkäufer war ja auch so nett und hat voll die Ahnung... und werde dann hier oft aufs übelste angemacht anstatt mit Fingerspitzengefühl an die Sache ran zu gehen.
Ein Mensch der merkt das er viel Geld für die falschen Sachen ausgegeben hat ist vielleicht auch gerade nicht gut drauf.

Das größte Problem ist in meinen Augen aber unser lieber Gesetzgeber, der nicht in der Lage ist der Sache Herr zu werden und aus Unwissenheit immer wieder unausgereifte Verbote macht.
Bundeweit einheitliche Bestimmungen zur Haltung von Wildtieren müssen her und keine Verbote. Die Zucht und der Verkauf sollte nur über autorisierte Züchter mit dem erforderlichen Wissen erlaubt sein und was ich ganz wichtig finde nur an Personen wo vorher die Haltungsbedingungen überprüft wurden. Erst mit diesem Dokument kann ich mir dann das Tier bei einem Züchter kaufen.

Diesen ganzen Unmut in Foren könnte man dann auf ein Minimum reduzieren.
Nur leider sieht die Realität anders aus, so lange jeder jedes Tier ohne Kentnisse zu haben kaufen kann wird sich nichts ändern, nicht in Foren, nicht in unseren Wohnzimmern, die Leidtragenden sind dabei leider immer die Tiere und nicht wir, denn die nächste Börse kommt bestimmt ;(

Mir persönlich macht alles immer weniger Spaß dabei ist es egal ob es meine Zucht ist oder der Verkauf.
Ich warte schon darauf wann mein letzter Käufer hier aufschlägt und dann wohl auch geteert und gefedert wird, leider konnte ich den Verkauf nicht mehr rückgängig machen X-(
Er Kaufte bei mir 2 Basiliscus plumifrons Jungtiere, ich wusste er hat schon 5 grüne Leguane was ich erst später am Telefon erfuhr lies mich erschaudern, die grünen Leguane alles Jungtiere, meine zwei Basilisken und am Tag vorher hat er sich auf einer Börse noch 3 Basilisken gekauft und nun kommts alle sollen in einem Terrarium zusammen gehalten werden.
10x unbestimmtes Geschlecht+ 1 Terrarium= wieviel tote und verstümmelte Tiere?
Leider waren meine Tiere schon versendet.

Liebe Grüße
Kai

Brane

Mitglied

Registrierungsdatum: 27. Juli 2007

Status: Neuling

9

Dienstag, 25. Oktober 2011, 08:25



Das größte Problem ist in meinen Augen aber unser lieber Gesetzgeber, der nicht in der Lage ist der Sache Herr zu werden und aus Unwissenheit immer wieder unausgereifte Verbote macht.
Bundeweit einheitliche Bestimmungen zur Haltung von Wildtieren müssen her und keine Verbote. Die Zucht und der Verkauf sollte nur über autorisierte Züchter mit dem erforderlichen Wissen erlaubt sein und was ich ganz wichtig finde nur an Personen wo vorher die Haltungsbedingungen überprüft wurden. Erst mit diesem Dokument kann ich mir dann das Tier bei einem Züchter kaufen.



Hallo,

genau so sehe ich das auch. Es kommen vom Gesetzgeber nur verbote, ohne sich mit Fachleuten an den runden Tisch zu setzen, was man besser machen kann.


Ich kann Irina sehr gut verstehen und finde es sehr gut, das sie es öffentlich zur Diskusion stellt. Warum Probleme immer verschweigen und nur im Internen darüber tuscheln? Ist ja nicht nur ein Problem der Moderatoren.
Viele User geben sich Mühe bei der Beratung. Leider wird einiges oft falsch interpretiert, so wohl von den Hilfesuchenden, als auch von anderen Usern. Wenn man Klartext redet kommt dann oft der Vorwurf das man den Threadsteller angreift. Es wird oft verdreht nur weil man Texte ohne Emotionen verfasst.
Ich selbst wurde schon kritisiert, warum ich Bücher empfehle und nicht direkt helfe.
Ja die Zeiten haben sich geändert. Wozu ein Buch...im Net steht ja alles und es ist kostenlos...
Mittlereweile braucht man als Moderator und User ein dickes Fell. Ich mache es so das ich meine Meinung klar und deutlich äußere (nein ich blase niemanden Zucker hinten rein, nur damit angeblich das Ansehen des Forum nicht leidet...), und wenn es nicht ankommt halte ich mich aus dem Thread raus. Als Moderator muß ich es natürlich anders bewerkstelligen. Da schließe ich im Notfall den Thread.

Irina, ich finde Du hast alles richtig gemacht. Mehr kann man da nicht tun.

MfG

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Brane« (25. Oktober 2011, 08:43)


Kael Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 22. Juli 2011

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Rheinhessen

Status: Halter

10

Mittwoch, 26. Oktober 2011, 09:59

Hallo,


ich möchte als relativer Neuling auch ein paar Worte dazu sagen.

Im Prinzip wäre es schön und sicher der Idealfall, wenn man sich als Anfänger im Vorfeld mit dem Thema befasst, dann gäbe es weniger Probleme bzw. man hätte schon ein gewisses Grundwissen und könnte auch gezielter Fragen stellen. Es wird einem aber leider auch relativ leicht gemacht sich bestimmte Tiere zu kaufen ohne große Einschränkung. Da wäre es aus meiner Sicht sinnvoll, dies einzuschränken und es dürfte auch nicht jeder einfach Tiere verkaufen können ohne Einschränkungen. Über den Preis kann man dann sicher auch noch einiges regeln. Solange es aber möglich ist z.B. eine Bartagame sehr günstig zu kaufen, wird es zum Teil einfach schick sein, sich ein solches exotisches Tier ins Haus zu holen. Sollte dann nicht alles so funktionieren, dann holt man sich das nächste Tier.

Ob sich viele Halter Gedanken machen zum Thema Tierschutzgesetz und der damit verbunden Verantwortung, lasse ich mal offen. Ich glaube auch, dass das, was schon von blacky64 und Brane erwähnt wurde, zutrifft. Es müssen einheitliche Bestimmung her und die Entscheidungsträger beim Gesetzgeber sollten sich bei Unwissenheit den Rat von Fachleuten holen. Solange das nicht geschieht wird der einfache Weg genommen und nur Verbote ausgesprochen. Es bleibt daher die Hoffnung, dass sich dies in Zukunft hoffentlich ändern wird. Dazu braucht es aber auch einen langen Atem von den Fachleuten. Denen wird es irgendwann sicher genauso gehen wie hier den Moderatoren. Da hat man sicher öfters das Gefühl gegen Windmühlen anzukämpfen.

Ich bewundere daher jeden, der seine Zeit opfert und sich mit allem möglichen herumplagen muss. Ich persönliche finde, dass hier im Forum von den Moderatoren eine gute Arbeit geleistet wird. Ihr werdet es nicht allen gerecht machen können. Der eine versucht es mehr auf dem diplomatischen Wege, aber es ist sicher auch nicht verkehrt, es direkt anzusprechen, wenn was verkehrt läuft. Wenn ein Anfänger nicht auf die gutgemeinten Hinweise eingeht und es auch noch persönlich oder beleidigend wird, dann hat man da keine Chance. Dieser User wird sich dann eine Plattform suchen, wo er seine Meinung bestätigt bekommt. Ich fände es auch nicht Schade, diese User ziehen zu lassen. Schade ist es nur für das Tier.

Ich finde auch die Ratschläge von Andreas sehr gut. Wenn man als Moderator an so einem Punkt angelangt ist, einfach mal einen Break machen und neue Kraft tanken. Sich wieder mit etwas Positivem beschäftigen und sich dann den Anfängern wieder zuwenden, die bereit sind auch die Hinweise anzunehmen. Ich glaube auch, dass die Mehrzahl dazu bereit ist und hoffe auch, dass die 'Unverbesserlichen' immer weniger werden.

In diesem Sinne wünsche ich allen Moderatoren weiterhin viel Kraft für ihre Arbeit.



Gruß

Karl-Ludwig

Nöschli Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 26. Dezember 2007

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Andasibe, Madagaskar

Status: Interessent

11

Mittwoch, 26. Oktober 2011, 20:43

Hallo!

Schön, dass es mal so einen Thread gibt!

Ich persönlich schreibe nun schon länger keine Threads mehr, was zum einen daran liegt, dass ich es schwer finde mit manchen Usern zu sprechen, zum anderen fehlt mir die Praxis.

Eines der größten Probleme, sehe ich in den Missverständnissen, die es im Forum allzu oft gibt. Wir kennen natürlich schon viele User, die ihre Tiere falsch gehalten haben und erwarten häufig schon das Schlimmste. Aber manchmal sollten wir uns die Zeit nehmen noch einmal den Thread anschauen. Haben wir evtl. schon zuviel interpretiert?
Ich persönlich bevorzuge die Gespräche im Chat, das ist deutlich einfacher und Missverständnisse lassen sich besser vermeiden. Der Hammer ist meiner Meinung nach nie der richtige Weg, denn wie Blacky schon sagte, wir müssen uns auch in die Situation der Leute hineinversetzen und wer kann das schon nach 2-3 Beiträgen?
Letztendlich ist es doch so, dass wir alle das gleiche wollen: Das Beste für unsere Tiere. Sollte dies nicht der Fall sein, muss der User gelöscht werden!

Ein weiteres, großes Problem in der Terraristik ist, dass unser Hobby die Haltung von Lebewesen beinhaltet, für deren Leben wir verantwortlich sind. Wenn wir ein Fehler machen, dann leidet das Lebewesen; sprich: Wir dürfen keine Fehler machen! Das zumindest ist die Meinung vieler Terrarianer und ist schlichtweg nicht möglich. Jeder macht Fehler; wir können nur versuchen zu minimieren. Wenn wir hier aber jeden ankacken, der einen Fehler macht, vermitteln wir den Usern eher Unsicherheit, die dazu führt, dass sie nicht in jedem Fall die Wahrheit sagen. Wir müssen die Fehler akzeptieren und helfen zu verbessern. Warum soll ich auf schon geschehenem rumhacken, das kann ich so wie so nicht mehr ändern! Wir müssen sagen, dass es nicht gut war und einen Strich darunter machen. Was nutzt es dem User und vor allem dem Tier, wenn 10 Leute ihm sagen, dass er sich hätte vorher informieren sollen?

Insofern grüße ich aus dem ziemlich warmen Madagaskar!
Janosch

Cristoforo

Mitglied

Registrierungsdatum: 16. Januar 2010

Status: Halter

12

Mittwoch, 26. Oktober 2011, 21:21

Hallo & 1. Beitrag seit 13.März 2011 !!!

Danke Janosch für den Beitrag !!

und weiterhin *gut schwitz*

LG

C. aus Wien (6°, Sturm & Regen)

Lady Froggy Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 28. Januar 2007

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Wien

Status: Züchter

13

Donnerstag, 27. Oktober 2011, 01:04

Grüß Euch,

danke Euch allen für Eure Gedanken.
Ich schreibe jetzt hier einmal ganz bewußt auch als Moderator, aber eben auch als User.

Leider wird das ja von vielen Usern strickt getrennt gesehen. Als Moderator darf man keine eigene Meinung äußern.

Das, was Du Janosch angesprochen hast, ist ein Punkt, der nicht vergessen werden sollte.
Selbst mit den Smilies (die ich eigentlich nicht so gern nütze) läßt sich z.B. eine Emotion, die man normalerweise durch Stimme/Gesichtsausdruck zu einer Aussage sehen würde, nicht wirklich rübergebracht werden.
Mißverständnisse sind somit vorprogrammeriert. Das ist leider ein Manko, mit dem alle Foren zu kämpfen haben...

Danke Brane!

Zitat

ch kann Irina sehr gut verstehen und finde es sehr gut, das sie es öffentlich zur Diskusion stellt. Warum Probleme immer verschweigen und nur im Internen darüber tuscheln? Ist ja nicht nur ein Problem der Moderatoren.


Genau darum habe ich es angesprochen. Es wird ja nichts internes augesplaudert. Aber ich denke, ein Forum sollte auch einmal die Meinungen/Bedürfnisse seiner User ansprechen dürfen. Denn von den Beiträgen und den Usern lebt ein Forum.
Verschwiegen wird hier sicher nichts, keine Sorge! Natürlich werden viele Themen/Probleme im Team besprochen (das tut ja fast jedes Forum) und das ist auch wichtig und völlig ok so. Hier zumindest wollen alle das gleiche Ziel - jeder von uns im Forum versucht es auf seine Weise. Und klar, jeder von uns ist auch nur ein Mensch. Und was wir nie vergessen sollten - wir alle haben einmal begonnen.

Die von Kai angesprochene Gesetzeslage ist natürlich auch ein sehr komplexes, heikles und schwieriges Thema.
Ich denke in Deutschland werden genauso wie bei uns in Österreich von der Politik halt mal eben einige Gesetze aus dem Boden gestampft, damit man einer Organisation, die Wind macht oder einer Problematik, zumindest Medienwirksam oder momentan entgegen wirkt. Dauerhaft jedoch bergen solch Schnellschußgesetze meiner Meinung große Gefahren.
Aber gut, das ist ein andres Thema.



Zitat

Das größte Problem ist in meinen Augen aber unser lieber Gesetzgeber, der nicht in der Lage ist der Sache Herr zu werden und aus Unwissenheit immer wieder unausgereifte Verbote macht.
Bundeweit einheitliche Bestimmungen zur Haltung von Wildtieren müssen her und keine Verbote. Die Zucht und der Verkauf sollte nur über autorisierte Züchter mit dem erforderlichen Wissen erlaubt sein und was ich ganz wichtig finde nur an Personen wo vorher die Haltungsbedingungen überprüft wurden. Erst mit diesem Dokument kann ich mir dann das Tier bei einem Züchter kaufen.


Ich bin da völlig bei Dir, Kai. Jedoch glaub ich, dass es nicht wirklich überprüfbar ist. Willst Du jetzt jeden Tierhalter (Vögel, Hamster, Ratten, Hasen, Schweine, Brieftauben, ... alles überprüfen?) Einmal nicht administrierbar und ich möchte das auch gar nicht.

Vielleicht bin ich zu blauäugig. Aber wir müssen versuchen, die Menschen zu sensibilisieren.
Die Menschen, die TIere als Ware oder Gegenstand sehen, werden sich von Gesetzen auch nicht angesprochen oder eingeschränkt fühlen.
Die tun sowieso was sie wollen.

Glaubst Du wirklich, dass die Gesetzeslage was ändern würde? Der Schwarzmarkt würde wahrscheinlich ähnlich dem, des Drogenmarktes boomen.
Verantwortungsvolle Halter/Züchter tun das sowieso. Der Rest, dem ist das wurscht.

Und ich bin ganz bei Dir, auch die User nicht sofort in den Boden zu stampfen, die Du, wie Du sagst, einem Laden auf den Leim gingen.
Auch wenn man sich vorab informieren hätte sollen und man die Verantwortung demjenigen nicht absprechen sollte, so bin ich bei Dir, dass man mit Vernunft und Geduld mehr erreichen kann als mit Keulen.
Ich versuche eh immer mehr, meine eigenen Emotionen wegzustecken und dem User mit Vernunft zu helfen.
Bin halt auch nur ein Mensch und fühle wie einer. Auch wenn Moderator drunter steht ;-)

Lieben Gruß Euch,
Irina

blacky64 Männlich

Teamleiter

Registrierungsdatum: 8. Januar 2005

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Bremen

Status: Züchter

14

Donnerstag, 27. Oktober 2011, 09:45

Zitat


Zitat

Das größte Problem ist in meinen Augen aber unser lieber Gesetzgeber, der nicht in der Lage ist der Sache Herr zu werden und aus Unwissenheit immer wieder unausgereifte Verbote macht.
Bundeweit einheitliche Bestimmungen zur Haltung von Wildtieren müssen her und keine Verbote. Die Zucht und der Verkauf sollte nur über autorisierte Züchter mit dem erforderlichen Wissen erlaubt sein und was ich ganz wichtig finde nur an Personen wo vorher die Haltungsbedingungen überprüft wurden. Erst mit diesem Dokument kann ich mir dann das Tier bei einem Züchter kaufen.


Ich bin da völlig bei Dir, Kai. Jedoch glaub ich, dass es nicht wirklich überprüfbar ist. Willst Du jetzt jeden Tierhalter (Vögel, Hamster, Ratten, Hasen, Schweine, Brieftauben, ... alles überprüfen?) Einmal nicht administrierbar und ich möchte das auch gar nicht.

Vielleicht bin ich zu blauäugig. Aber wir müssen versuchen, die Menschen zu sensibilisieren.
Die Menschen, die TIere als Ware oder Gegenstand sehen, werden sich von Gesetzen auch nicht angesprochen oder eingeschränkt fühlen.
Die tun sowieso was sie wollen.

Glaubst Du wirklich, dass die Gesetzeslage was ändern würde? Der Schwarzmarkt würde wahrscheinlich ähnlich dem, des Drogenmarktes boomen.
Verantwortungsvolle Halter/Züchter tun das sowieso. Der Rest, dem ist das wurscht.


Lieben Gruß Euch,
Irina


Moin Irina,
siehst du da gehen die Meinungen schon auseinander, du sprichst von Schwarzmarkt andere vielleicht von Polizeistaat.
ich rede auch nicht von Hamster & Co sondern von Reptilien auch wenn es alle Tiere verdient hätten artgerecht gehalten zu werden.
Schwarzmarkt wird es immer geben, bei einem Verbot gibt es aber nur diesen Weg.
In der Schweiz geht es doch auch z.B. bei Furcifer pardalis, natürlich alles gebührenpflichtig, so was schützt auf jeden Fall vor spontankäufen.

Grüße
Kai

Lady Froggy Weiblich

Mitglied

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Wohnort: Wien

Status: Züchter

15

Donnerstag, 27. Oktober 2011, 15:06

Servus Kai,

das mit dem Überwachunsstaat ist sowieso ein eigenes und heikles Thema und meiner Meinung bringt es in der Regel nach außen viel, tatsächlich aber eher wenig.

Ich weiß nicht, was ich mir dazu denken soll, wenn ich ehrlich bin.
So denke ich, dass es natürlich etwas schwerer wird, Tiere - besonders im Spontankauf - zu erstehen. Aber wie willst Du als Züchter überprüfen, ob der Halter ein Terrarium artgerecht eingerichtet hat?
Kannst Du nicht.

Weißt Du, ich halte wenig davon, die Verantwortung abzugeben. Genauso wenig wie ich die "Ausrede" nicht mag - naja, der Zooladen hat ja gesagt ...
Meiner Meinung machen es sich die Menschen da ein wenig zu einfach.

Darum bin ich der Meinung, die Menschen müssen endlich verstehen, dass es sich um Lebewesen handelt, wenn wir Tiere (egal ob Hamster, Fisch oder Exote) halten, die alle individuelle Betreuung benötigen.

Lieben Gruß,
Irina

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