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Klemens

Mitglied

Registrierungsdatum: 6. November 2006

Status: Neuling

16

Freitag, 15. Juni 2007, 01:00

RE: Molche weg!

@Cerastes

Zitat

Wir haben jedes Jahr bei unserem Gartenteich das Problem, dass wir im Winter die Pflanzkörbe in den Keller holen müssen, damit die Seerosen und sonstige frostempfindliche Wasserpflanzen den winter überstehen. Dabei hab ich immer wider mal kleine Molche unwissentlich im Pflanzkorb mit in den Keller gebracht. Damit sie dann nicht Austrocknen, hab ich sie zu den Goldfischen mit ins Aquarium gesetzt und da büchsen die Tierchen, wenn nicht alles penibel abgesichert/abgedeckt ist, innerhalb kürzester Zeit wider aus.


Die Tiere müssen an Land und im freien überwintern. Unsere einheimischen Molche haben eine Landphase (Larvenstadium, bis sie dann im Sommer an Land gehen und adulte Tiere nach der Laichzeit)

Im Goldfischaquarium habe sie im Spätherbst definitiv nichts zu suchen! Da besteht auch die Möglichkeit, dass sie ertrinken. Zumindest unsere Molche haben ein Wasserkleid fürs Wasser und ein Landkleid, das gar nicht so fürs Wasser geeignet ist.
Da ich mich selber nicht besonders mit Molchen auskenne, kann das vielleicht wer anderer noch genauer ausführen (ev. Überwinterung von Larven - soll ja vorkommen bei Molchen, oder risikoarme Überwinterung, wenn es schon zu spät zum Aussetzen ist ... )

lg
Klemens

Cerastes

unregistriert

17

Freitag, 15. Juni 2007, 08:17

RE: Molche weg!

Hi,

danke für die Infos,

wir haben sie allerdings auch nur problehalber ins Aquarium mit reingesetzt. Das Wasser steht da auch nicht bis Oberkante, sondern nur zur Hälfte drin und Wurzeln ragen bis zur Oberfläche. Was mich allerdings wundert ist folgendes: Wenn die Tiere an Land überwintern, warum sitzen sie dann selbst im November noch im vergleichweise kühlen Wasser. Zu dieser zeit sind im oder am Teich nämlich weder Kröten noch Frösche noch irgendwelche Insketen mehr zu sehen. die sind alle schon weg.
Gehen die Tierchen in der Regel denn erst so spät in die Ruhephase?

Das zweite problem, was mich eben dazu gebracht hat die Tierchen ins Aquarium zu setzen, war die Tatsache, dass ich in dem Kellerraum, in dem die Wasserpflanzen überwintern, immer wider tote, eingetrocknete Molche gefunden habe. Irgendwie finden die Tiere wohl aber draußen keinen richtigen Überwinterungsplatz, hast du eine Idee, was man ihnen da anbieten könnte?

MfG Andreas

Klemens

Mitglied

Registrierungsdatum: 6. November 2006

Status: Neuling

18

Freitag, 15. Juni 2007, 16:36

RE: Molche weg!

Hallo Andreas,

Wie gesagt - Mit Molchen kenne ich mich wirklich nicht so toll aus. Aber die Lösung mit dem Goldfischbecken scheint mir auch mit meinen solala-Kenntnissen keine zu sein.

Was die Molche dann im Herbst noch im Wasser zu suchen haben, ist dann eine berechtigte Frage. ?(
Vermutlich würden aber im Kellerraum auch andere Tiere vertrocknen.
Bist Du Dir sicher, dass die durch die Pflanzen eingeschleppt werden? Viele Molche suchen dann einen Nagerbau als Überwinterungsplatz und da kann eine Öffnung vom Keller nach draussen eine tödliche Falle werden.

Wenn Du ihnen wirklich etwas anbieten möchtest:
Vielleicht Laubhaufen und seichte Wasserschale.
Eine gute Überwinterungsmöglichkeit sollte entsprechend feucht, aber auch kalt sein. Viele Kellerräume sinken ja auch im Winter nur bis 15°C - und das ist wohl zu warm. Nach meiner Erfahrung bei der Überwinterung von von Bombina orientalis beruhigen sich die Tiere erste ab ca. 5°C. Frieren darf es aber auch nicht.

Wäre nett, wenn sich auch jemand meldet, der sich besser mit Molchen auskennt als ich ;-).

Als Informationquelle vielleicht.
www.salamanderland.at
(von dort habe ich meine Grundkenntnisse)

lg
Klemens

Registrierungsdatum: 7. August 2006

Geschlecht: Männlich

Wohnort: 57... Siegen

Status: Neuling

19

Freitag, 15. Juni 2007, 18:49

Es ist wichtig, welche Art(en) dein Vater pflegt. Haben sie rote Bäuche wie Rotbauchunken? Der so genannte Rotbauch ist ein Japaner, bedingt winterhart und überwintert- wie mich deucht- am Grund.

Wenn man schon Seerosen und Röhricht frostfrei überwintern muss, alle darin gefundenen Tiere sofort nach draußen bringen! Falls schon der Frost begonnen hat, ein Faunarium flacher Ausführung wählen, mit nur wenig Wasser aus dem Teich füllen und Moos einbringen. Im Keller (!) lassen und nicht in die Wärme stellen. Das müsste genügen, den Tieren einen artgemäßen Unterschlupf zu bieten.
Dann im Frühling spätestens bei einsetzendem Wachstum der im Teich verbliebenen Pflanzen freilassen, und zwar nicht ins Wasser, sondern ans Ufer setzen.

Es kommt vor, dass Zoohändler auch heimische Molche anbieten. Diese werden vom Züchter mit Cites geliefert und sind baldigst im Freiland anzusiedeln.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Olaf in Siegen« (15. Juni 2007, 18:51)


Klemens

Mitglied

Registrierungsdatum: 6. November 2006

Status: Neuling

20

Samstag, 16. Juni 2007, 13:29

Hallo Olaf,

Zitat

Es kommt vor, dass Zoohändler auch heimische Molche anbieten. Diese werden vom Züchter mit Cites geliefert und sind baldigst im Freiland anzusiedeln.


So ist es wieder auch nicht. Natürlich sind legale Nachzuchten einheimischer Lurche aller Art erhältlich. Deren Auswilderung ist allerdings ebenso verboten. Manche Arten lassen sich vermutlich auch im Terrarium gut halten (Teichmolch?) bzw. - ich vermute, das hast Du gemeint - in einem ausbruchssicheren und artgerechtem Freigehege.

lg
Klemens

Registrierungsdatum: 30. Januar 2007

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Münster (Westf)

Status: Züchter

21

Samstag, 16. Juni 2007, 20:47

Hallo!

@ Olaf:

Zitat

Es ist wichtig, welche Art(en) dein Vater pflegt. Haben sie rote Bäuche wie Rotbauchunken? Der so genannte Rotbauch ist ein Japaner, bedingt winterhart und überwintert- wie mich deucht- am Grund.


Ich glaube eher nicht, dass ihr Vater Japaner im Gartenteich hält. Stark orangene bis korallenrote Bäuche haben die Bergmolchmännchen.

@ Cerastes:

Zitat

Was mich allerdings wundert ist folgendes: Wenn die Tiere an Land überwintern, warum sitzen sie dann selbst im November noch im vergleichweise kühlen Wasser


Meinst du bei dir im Aquarium? Wenn ja; wenn die Tiere Winterschlaf halten, in eine Winterstarre fallen, graben sie sich ein. Das sollte ein mindestens 5 bzw. besser 10 cm Bodensubstrat aus Erde, Laub und Moos sein. Damit hab ich gute Erfahrungen gemacht. Hm bei dem Problem mit dem Keller ... wenn sie in die Öffnung gehen und dann automatisch durch den Keller gehen, kannst du nicht vor der Öffnung einen Eimer hinstellen wo sie reinfallen, und dann wieder freilassen? Wobei, dann kämen sie ja wieder d::o! Ansonsten kann ich mich da Klemens nur anschließen. Vl. könntest du ein kleines (ist nur ein Vorschlag!) "Mini - Biotop" schaffen, also mit Steinaufbauten, bzw. eine feuchte Stelle, denn einheimische Bergmolche überwintern frostsicher unterirdisch, d. h., 3 Meter unter der Erde bis zum Frühling.

Hoffe ich konnte helfen ... .

Viele Grüße

Registrierungsdatum: 7. August 2006

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Wohnort: 57... Siegen

Status: Neuling

22

Samstag, 16. Juni 2007, 23:40

Triturus hat flächiges Orange am Bauch. Der japanische Cynops pyrrhogaster lebt ständig im Wasser, verbringt jedoch kurze Phasen von bis zu einem Monat an Land. Sein deutscher Name lautet Feuerbauchmolch. Der Bauch ist rot marmoriert.
Haltung im Flachwasser, Winter 8-10°C, Sommer Freilandanlage.

Beschrieben ist er im Gartenteich- Atlas von Mergus auf Seite 936. Ein Buch speziell zu Schwanzlurchen:
`Salamander und Molche´ von Kurt Rimpp
200 Arten, umfassend beschrieben.
205 Seiten, 32 Farbfotos, 150 Verbreitungskarten
ISBN 3-800-7154-6
Erschienen im Ulmer- Verlag. Aber ob es noch zu haben ist, weis ich nicht.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Olaf in Siegen« (16. Juni 2007, 23:48)


Cerastes

unregistriert

23

Sonntag, 17. Juni 2007, 09:45

Hallo zusammen,

also um welche Art es sich in meinem Fall handelt, weiß ich leider nicht, werde aber wenn ich das nächste mal einen Molche im Teich sehe mal versuchen ein paar Fotos zu machen. Ich weiß nur, dass er einen Rückenkamm hatte und fast schwarz war.

Zur Überwinterung:
Erst mal danke für die Tipps.

Die Tiere(Molche) befanden sich letztes Jahr, wo es zumindest bei uns im November noch relativ mild war, noch im Teich. Ende das Monats(November) haben wir dann die frostempfindlichen Pflanzen in ihren Körben in den Keller in einigen Wassereimern zur Überweinterung gestellt.
Ich weiß nicht, ob die Molche da auch noch im Pflanzkorb waren, auf jeden Fall gab es nach dem Hereinholen der Pflanzen und Fische dann immer wider tote Molche im Keller(Außenkeller, unbeheizt ca. 5°C). Dann hab ich wohl die Fehlannahme getroffen, die Tiere brächten Flüssigkeit(bin da halt ein Laie was Amphibien betrifft) und sie deshalb zu den Goldfischen in Aquarium gesetzt. Das dies nicht das Optimale gewesen sein kann, hab ich dann schon gemerkt, weil die Tiere nicht im Aquarium geblieben sind, sondern im Keller spazieren gingen. Die Kellerfenster sind meist geöffnet und auch unter dem Türspalt(eben ne alte Tür) passen sie hindurch. ich bin mir nicht mal sicher, ob wir die Tiere wirklich in den Pflanzkörben mit eingeschleppt haben oder ob sie von selbst in den Keller gekommen sind.
Was eine Überwinterungsmöglichkeit im Garten betrifft, so lässt ich da denke ich schon mal was machen. Steine habe ich genug, um da was aufzuschichten.
Eins muss ich aber noch dazu sagen, mit Ausnahme eines für mich adult wirkenden tieres, waren alle anderen echte Winzlinge(wenige Zentimeter lang). machen die Winterruhe nur die adulten oder graben sich selbst Jungtiere schon an Land ein?

MfG Andreas

Registrierungsdatum: 7. August 2006

Geschlecht: Männlich

Wohnort: 57... Siegen

Status: Neuling

24

Sonntag, 17. Juni 2007, 21:12

Laut Mergus- Gartenteich- Atlas ist es der Kammmolch.
Bergmolch Triturus alpestris hat als Männchen über dem Orange an den Flanken ein blaues Längsband zwischen Vorder- und Hinterbein.
Bei ihm sind Winterverstecke in Gewässernähe einzurichten

Beschreibung von Seite 938:
Kammolch T. cristatus
GU: Zur Balz- und Fortpflanzungszeit...Männchen...besitzt... einen breiten, gezackten Saum ("Kamm", Name!) an Rücken und Schwanz...

Soz. Verh.:
...Die Männchen meiden sich nach Erkennen durch Beschnuppern. Die Landform ist nachtaktiv.

Zu:
...Im Wasser sind die Kammolche und ihre Larven voll tagaktiv. Sie halten sich meist am Grund auf, sind aber beim Luftschnappen zu beobachten. Die Larven finden sich oft im wärmeren Flachwasser.
...schlüpfen nach zwei Wochen, sind nur 1cm groß und benötigen drei Monate bis zur Metamorphose. Mit etwa 7cm Größe verlassen die Jungtiere das Wasser. Auch die Alttiere bleiben oft nach Balz und Eiablage im Wasser. Einzelne Individuen verbringen ihr ganzes Leben dort und überwintern am Grund. Die Mehrzahl verbringt den Winter jedoch in Verstecken, Höhlen oder unter Holz und Steinen an Land. Kammolche werden mit drei Jahren geschlechtsreif.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Olaf in Siegen« (17. Juni 2007, 21:14)


Registrierungsdatum: 30. Januar 2007

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Münster (Westf)

Status: Züchter

25

Donnerstag, 21. Juni 2007, 19:03

Hm, ich glaube, dass die Tiere mittlerweile immer noch nicht
aufgetaucht sind, oder?

Froschlurche Schwanzlurche