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kakadu_ty Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 19. Mai 2007

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Österreich

Status: Halter

1

Samstag, 15. Dezember 2007, 20:38

ARCHE NOAH - Terrarium?!

HALLO!!!

Ich habe mir schon des öffteren Gedanken gemacht, wie man vielleicht die eine oder andere Tier-Art etwas "unterstützen" könnte...

Da dachte ich mir, wie es wäre - wenn wir Terrarianer versuchen, gefährdete Tiere bei uns daheim zu halten, aber natürlich kontrolliert - d.h. daß es (eventuell könnte das über die DGHT laufen?) ein Verzeichniss geben muß, wer was zu Hause hält.

Natürlich ist die legale Beschaffung dieses "Pools" von größter Wichtigkeit!
Wir wissen nicht, wie es weitergeht - mit den Lebensräumen unserer "tierischen Mitbewohner"?
Aber solange es solch starke Rückgänge gibt, könnten wir uns doch dabei nützlich machen? - Für unsere Welt, unsere Nachfahren - die Vielfalt...

Was bringt es uns, hundert verschiedene "Farbschläge" von z.B. dem Leopard-Gecko zu halten, wenn es doch viel wichtiger wäre, anderen Tieren diesen Platz bei uns (vorübergehend) zu ermöglichen???? ?(

Noch hab ich mir nicht genug Gedanken zu dem Thema gemacht. Es ist eine "sehr junge" Überlegung von mir.
Vielleicht habt Ihr Ideen oder Ihr findet es nicht gut?


Wie dem auch sei... Ich hoffe, einige Anregungen zu erhalten!
Liebe Grüße, Helga

July Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 9. April 2007

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Friedrichshafen

Status: Halter

2

Samstag, 15. Dezember 2007, 21:55

RE: ARCHE NOAH - Terrarium?!

Also ich finde deine Idee einfach nur Klasse!!!
Wir dürfen nich zulassen das die Tiere aussterben

Max92 Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 20. November 2006

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Bielefeld

Status: Halter

3

Montag, 17. Dezember 2007, 21:31

Lobenswerte Idee, nur leider extrem aufwändig. Man müsste einen verein gründen und dann wahrscheinlich viele genehmigungen bekommen, etc.

kakadu_ty Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 19. Mai 2007

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Österreich

Status: Halter

4

Montag, 24. Dezember 2007, 23:44

Ja, es wäre schon ziemlich aufwendig.
Doch ich denke, daß das die Zukunft ist!!!

Ich selbst halte eigentlich die sog. "gängigen" Tiere. Wobei u.a. der Rotkehl-Anolis als gefährdet eingestuft ist.
Vielleicht könnte sich hier jeder einmal etwas Gedanken dazu machen, bevor er sich für eine Tierart entscheidet?
Natürlich sollten die Natur-Entnahmen nicht ansteigen!!

SCHADE oder im Grunde genommen erschreckend, daß sich sowenige für dieses Thema zu interessieren scheinen........

????????????????

Justin Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 10. März 2006

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Kiel- S-H

Status: Züchter

5

Dienstag, 25. Dezember 2007, 01:02

vielleicht liegt es daran... das die meisten denken bzw glauben das dieses thema nicht mehr als heisse luft bleibt... versteh mich nicht falsch.. ich find die idee gut... aber mehr wirds nicht werden glaub ich...

Vinterland

unregistriert

6

Dienstag, 25. Dezember 2007, 01:19

Denke auch, da haben sich schon einige drum kümmern wollen, die höhere Etagen bewohnen, als wir kleine Halter, und es klappte nicht.
Man sehe sich diverse Zoos an.

Davon ab, nicht jeder möchte, dass alle wissen, was man daheim hält.

Und, wie bekommt man schon stark angeschlagene Tierarten daheim ins Terrarium, um sie womöglich vor dem Austerben schützen zu können?
Es ist so schon schwer genug, gängige Arten zu bekommen, man sehe Australien, strenges Ausfuhrverbot.

Allein an diesen scheitert so ein Vorhaben schon...


Dennoch viel Erfolg

Michi

Zerodyme Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 22. November 2007

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Erfurt

Status: Halter

7

Donnerstag, 27. Dezember 2007, 20:57

Interessanter Gedanke...

Man müsste sich allerdings mit sehr vielen Organisationen kurzschließen. Zudem müsste man wissen, welche Tierart man wo beherbergt, das spricht zum anderen für eine exzellente Organisation und Absprache zwischen den einzelnenen Mitgliedern. Nur kann man das nicht immer so in der Artverwirklichen - Entfernungen stehen dazwischen und auch, das manch andere auch ein weitreichendes und zeitraubendes Privatleben haben =)

Wieso sich nicht mit dem innerörtlichen Naturbund beschäftigen und versuchen, einheimische Tierarten zu retten? Ringelnattern gibt es auch noch elten und auch die Kreuzottern sind auf dem Rückzug...

Cerastes

unregistriert

8

Samstag, 29. Dezember 2007, 17:04

Hallo zusammen,

Zitat

Da dachte ich mir, wie es wäre - wenn wir Terrarianer versuchen, gefährdete Tiere bei uns daheim zu halten, aber natürlich kontrolliert - d.h. daß es (eventuell könnte das über die DGHT laufen?) ein Verzeichniss geben muß, wer was zu Hause hält.


Dazu habe ich eine zwiespältige Meinung. Das Verzeichnis von dem du redest gibt es für alle geschützten und somit meldepflichtigen Arten bei den Regierungspräsidien/Naturschutzbehörden doch sowieso schon. Alle weiteren solcher Projekte auf freiwilliger Basis sind doch bestenfalls Wunschdenken.
Ich kann nur für die Arten, die ich bislang selbst gehalten habe bzw. selbst halte sprechen und da sind bei vielen Arten ziemlich genau zeitgleich zum mittlerweile gültigen Importverbot in die EU, die Halter und Nachzuchtzahlen stark eingebrochen, was wohl darauf schließen lässt, dass der Aufbau einer stabilen Population in Händen der Hobbyterrarianer nicht richtig geklappt hat. Auf kurz oder lang führt das dann dazu, dass die Arten aus unseren Terrarien wieder verschwinden werden bzw. da zu wenige Individuen gehalten werden, der Genpool verarmt. Andererseits wurden auf Börsen und teils auch im Zoofachhandel viele Wildfänge der betroffenen Arten doch geradezu zu billigsten Preisen verramscht, und dass man dem einen Riegel vorschiebt finde ich richtig. Der Großteil dieser Tiere dürfte wohl innerhalb kürzester Zeit im Terrarium totgepflegt worden sein. Wenn man einen sicheren Bestand mit ausreichend großer Individuenzahl in Menschenhand aufbauen will, dann kann es nicht sein, dass dabei 90% der Tiere auf der Strecke bleiben und teils ganze Kolonien und Bereiche des natürlichen Verbreitungsgebiets leergeräumt werden. Allerdings ist der Fang dieser Tiere wohl nur eine Bedrohung von vielen und steht zumindest bei den von mir gehaltenen Uromastyx mittlerweile weit hinter der Lebensraumzertörung. Gegen eine kontrollierte, durch den natürlichen Bestand auszugleichende Entnahme gibt es nix einzuwenden.

Zitat

Was bringt es uns, hundert verschiedene "Farbschläge" von z.B. dem Leopard-Gecko zu halten, wenn es doch viel wichtiger wäre, anderen Tieren diesen Platz bei uns (vorübergehend) zu ermöglichen???? verwirrt


Das muss jeder selbst wissen, aber grade bei den von dir angesprochenen Leopardgeckos, bei Rotkehlanolis, Kornnattern und auch bei Bartagamen, kann man doch als verantwortungsvoller Halter nicht mehr an Zucht denken, da hier das Verhältnis von Angebot und Nachfrage doch wohl völlig aus dem Ruder gelaufen ist und sich bei der heutigen Massenzucht gar nicht mehr auf stabile Preise einpendeln kann.

Gruß Andreas

alexer Männlich

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 18. Januar 2008

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Schwarzwald

Status: Züchter

9

Montag, 21. Januar 2008, 16:32

Guten Abend Zusammen,
Die Arche -Idee hat in meinen Augen einen grossen Haken:
1. Veschleppt man auf diese Weise Krankheiten wie zB. den Chytridpilz zu uns.
(Wer würde über viele Jahre alles was dem Terrarium entnommen wird autoklavieren? Was ist mit den Mücken und Grillen die ausbrechen?)
2. Wer garantiert ein zukünftiges Habitat zum erneuten Ansiedeln der überlebenden Tiere.
3. Ich bin geneigt dieses Unterfangen als eine Art "Lebendkonservierung" zu bezeichnen.
(Das Ziel rechtfertigt in keinster Weise den Aufwand von den möglichen Gefahren ganz zu schweigen)

Einzig vor Ort etwas zu Bewegen währe für mich Sinnvoll.
Auch hierzulande gibt es Arten welche dringend Unterstützung benötigen, warum also in die Ferne schweifen wenns vor der eigenen Haustüre brennt?

Grüsse Alex

Fast Eddi

unregistriert

10

Montag, 21. Januar 2008, 17:06

Der Grundgedanke ist ja lobenswert, aber vielleicht sollte man das auch mal aus einer anderen Perspektive betrachten?

Warum sind denn so viele Arten vom Aussterben bedroht?

Zitat

Original von alexer
2. Wer garantiert ein zukünftiges Habitat zum erneuten Ansiedeln der überlebenden Tiere.


Und da kommen wir doch zum eigentlichen Problem. Sicherlich kann man einzelne Arten dauerhaft in Terrarien halten. Sicherlich kann man auch den Genpool recht groß halten, wenn man es denn halbwegs gut organisiert angeht und nicht jeder planlos drauflos vermehrt.

Aber was dann?

Der Mensch hat die Lebensräume vieler Arten vernichtet und wird in absehbarer Zeit damit auch nicht aufhören. Naturschutzgebiete sind zwar schön, aber nur ein Tropfen auf dem heissen Stein.

Sollte man also nicht erstmal dafür sorgen, daß die Zerstörung der natürlichen Lebensräume unserer Schützlinge gestoppt wird? Daß die wenigen noch vorhandenen Lebensräume erhalten bleiben?

So manche Art ist in der Natur nicht mehr überlebensfähig, und egal wie sehr unsereins sich auch darum bemüht, diese Arten in Terrarien nachzuzüchten und am leben zu halten, wir kämpfen einen lange verlorenen Kampf.

Mein Vorredner trifft es doch schon auf den Punkt... es brennt auch vor der eigenen Haustüre.

allu Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 21. Oktober 2007

Geschlecht: Männlich

Wohnort: pfaffenhofen

11

Samstag, 26. Januar 2008, 10:38

hallole

ich muß fAST Eddi völlig zustimmen

die idee ist nicht schlecht aber das ist ein kampf den keiner gewinnen kann

foxy Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 8. Oktober 2006

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Herne

Status: Halter

12

Samstag, 26. Januar 2008, 13:00

Die Idee ist wirklich gut, aber wenn sich die Einstellung der Menschen in Bezug auf die Natur und die damit auch gegeüber den Tieren nicht ändert, bringt diese Mühe leider rein ganichts.

Jedoch wäre es erstrebenswert dieses Zzuchtprogramm" so einzusetzen, dass es kaum (vielleicht auch mal i-wann keine) Wildfänge mehr geben muss um den Bedarf von Terrarientieren in Deutschland zu decken.

Zhunami Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 22. Januar 2007

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Ilmenau,Thüringen

Status: Halter

13

Montag, 4. Februar 2008, 15:24

Die Idee ist irgendwie schön, aber wie Cerastes ist auch meine Meinung dazu zwiespältig und neigt sich eher zu einem Contra. Die Idee, bedrohte Tierte privat nachzuzüchten, ist zwar im prinzip irgendwie gut, aber meines Erachtens nach nicht richtig. Damit wird langfristig nichts erreicht, und wir bekämpfen nur die Symptome dieser "Krankheit", nicht aber ihre Ursache, nämlich die, dass den Tieren in ihren natürlichen Habitaten der Lebensraum weggenommen wird. Dementsprechend halte ich es für sinnvoller, Zeit und Geld in die Erhaltung der Lebensräume zu investieren, anstatt die Tiere nach Deutschland zu importieren und hier dann zu pflegen oder zu vermehren. Auch Zuchtprogramme in den unmittelbaren Habitaten sind sinnvoller, weil die Tiere dann wieder ausgewildert werden können und man so nachhaltiger den Bestand erhalten kann. Wer sich also um die Arterhaltung kümmern will, sollte Spenden tätigen, die in entsprechende Zuchtprogramme investiert werden. Solche Programme gibt es weltweit genug, und die sind immer auf Spender angewiesen...

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