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Vinterland

unregistriert

1

Mittwoch, 8. Dezember 2010, 13:30

Mögliche Behandlung bei DS...

Huhu

In der aktuellen Arachne, Mitgliedszeitschrift der DeArGe, steht ein interessanter Bericht über Behandlungsmethoden per Hyperthermie bei befallenen Spinnen mit DS.

Hier wird beschrieben, wie man mittels hoher Temperatur, die Autorin spricht dabei von 53°C auf dem Heizkörper des Zimmers auf Stufe 5, ein befallenes Tier therapieren kann.
Inwieweit ich das hier zitieren darf, muss ich mal erfragen, da nicht jeder der Spinnen hält, das Heft lesen kann, bzw. bekommt.


Gruß

Michi

walanus Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 13. April 2010

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Dresden

Status: Halter

2

Mittwoch, 8. Dezember 2010, 13:33

Von dieser Behandlungsart hab ich schon gehört aber habe noch von keinen Erfolgen gehört.

Sind in der Ausgabe auch Erfolge beschrieben?

LG Louis

Vinterland

unregistriert

3

Mittwoch, 8. Dezember 2010, 13:45

Jap, zwei.
Bei Monocentropus balfouri und Poecilotheria formosa. Beide Tiere erfreuen bester Gesundheit.

Mehr, wenns eine Erlaubnis gibt...

Beens Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 25. Mai 2008

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Hamburg

Status: Halter

4

Freitag, 10. Dezember 2010, 20:42

Doofe Frage, aber was ist DS?

Der Mango Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 2. September 2010

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Wolfenbüttel

Status: Halter

5

Freitag, 10. Dezember 2010, 21:43

Wen ich nicht völlig hinterher hinke is dies die Abkürtzung für Dyskinetische Syndrom was wiederum ein Begrif für alle unbekannten tödlichverlaufenden Spinnenkrankheiten ist.
Da eine Behandlungsart unmöglich all diese Heilen kann, alleine schon weil Auslöser und Übertragungswege unbekannt sind, sehe ich das eher skeptisch!

Betroffene Tiere sind orientierungslos, krampfen und verbeissen sich in so ziemlich alles.
Da es sich um verschiedene Krankheiten handelt verlaufen sie auch oft unterschiedlich.
Es gibt Berichte über Halter die innerhalb kurtzer Zeit Ihren ganzen Bestand verloren haben.
Bei anderen ist es nur ein einziges Tier das betroffen ist selbst wen es mit anderen in einem Terrarium lebte.
Bei ganzen betroffenen Beständen ist zu beobachten das alle Tiere in den selben Abständen von ersten Symptomen bis zum Tot die gleiche zeit brauchen.
Wiederum bei anderen dauerte es fast einen Monat bis der Tot eintrat, zum glück werden die meisten Tiere vorher erlöst!

Ich lasse mich auch gerne eines Besseren belehren :D

Grüße: Mango

Vinterland

unregistriert

6

Samstag, 11. Dezember 2010, 10:58

Bei mir waren alle betroffnen Tiere damals innert 48h verstorben.
Wie gesagt wurde, das Dyskinetische Syndrom steht als Oberbegriff, nicht als Krankheit selbst, für ein äusserlich immer gleich ablaufendes Verhalten.
Was der Auslöser dafür ist, ist bisher nicht bekannt.
Es gab Vermutungen, dass zu große Hitze im Sommer ein Auslöser sein kann, Gift im Raum welcher Art auch immer (bei Schlangen mit Milbenbefall das Anti-Milbenmittel), vergiftetes Futter etc.

Was bei mir damals der Auslöser war, weiß ich bis heute nicht, jedenfalls sind 95% nur Jungspinnen befallen gewesen verschiedener Gattung und Art.

Hier bei der Behandlungsmethode wurde von der Autorin geschrieben, dass sie die befallenen Spinnen in je eine Heimchendose gesetzt hat und diese dann auf eine auf Stufe 5 stehende Heizung stellte (53°C), als Bodengrund Zewa nahm, dies befeuchtete und nach einigen Minuten gegen trockenes tauschte. Alle 20 Minuten wurde die Dose geöffnet, um einen akkuraten Luftaustausch bei der Hitze zu gewähren. Das Papier wechselte sie tgl.
Laut ihrer Ausführung entkrampfte das Tier bereits nach wenigen Minuten in der Dose. Nach 10 Tagen war das Taumeln und Krampfen sehr weit zurückgegangen, dargebotenes Futter in Form eines Heimchens wurde angenommen und nach 14 Tagen setzte sie das betroffene Tier wieder ins Terrarium zurück.

Für eine exakte Kopie des Beitrages aus der Arachne erhielt ich keine Genehmigung, jedoch dies mit eigenen Worten zu schreiben, vielen Dank an Volker von Wirth dafür an dieser Stelle. Der genaue Beitrag ist in der aktuellen Arachne, Ausgabe 6, nachzulesen, www.dearge.de

Es soll hier auch nur eine Möglichkeit aufgezeigt werden, diese ist nicht als absolutes Heilmittel zu verstehen.
Sicherlich kann es einen betroffenen Halter ermöglichen, befallene Tiere zu retten, ich hab damals den Gang zum Froster gewählt. Seit dem hatte ich auch keinen Fall mehr in meinem Bestand zu verzeichnen.
Sollte dies irgendwann wieder vorkommen, werde ich diese Möglichkeit jedoch in Betracht ziehen.

Aki Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 30. Januar 2009

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Berlin

Status: Halter

7

Donnerstag, 16. Dezember 2010, 09:41

Moin,

ich selbst habe bei 3 von DS betroffenen Tieren immerhin eines mit dieser Methode retten können.
Bei den anderen zweien waren noch andere Umstände für das Verscheiden verantwortlich. Bei einer C. leetzi wußte ich nichts über diese Symptome und Behandlungsmöglichkeiten, zudem ging es unglaublich schnell. Bei einer A. versicolor habe ich wahrscheinlich zu spät mit der Behandlung angefangen.
Einzig bei einer A. minatrix konnte ich, vor 4 Monaten, einen Erfolg erzielen, da die Behandlung sehr schnell erfolgte. Nach 4 Tagen war dann der Spuk zum Glück vorbei. Das Tier lebt und bewegt sich bis heute vollkommen normal.

Beens Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 25. Mai 2008

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Hamburg

Status: Halter

8

Donnerstag, 16. Dezember 2010, 10:36

Ich nehme an, das ist sowas hier:
http://www.youtube.com/watch?v=OzGtJuFnryY

In wieweit ist das in dem Video denn schon fortgeschrotten? Ist ja grausig.

Vinterland

unregistriert

9

Donnerstag, 16. Dezember 2010, 14:12

Schon recht weit, da kommt ja kaum noch ne Regung.
Ob mans allerdings unter DS ablegen kann...

Meine sahen alle in dieser Richtung hin aus.
http://www.youtube.com/watch?v=lT4LjZ04JQ4&feature=related

Hab leider keine Videos von meinen mehr...

Das Typische an DS sind eigentlich schnelle, unkrontrollierte Bewegungen, nicht das, was die Poecilotheria zeigt.

Vinterland

unregistriert

10

Freitag, 17. Dezember 2010, 16:08

Habe wohl zu laut HIER gerufen...

Gestern abend sah ich meine P. formosa unförmig laufen, heute dann volles geeier.
Hab dann alles aus dem Terrarium ausgeräumt, nur einen Ast drin gelassen, an dem sie sich klammerte.

Sah vorhin noch so aus, hatte kurz mal gepustet...
http://www.youtube.com/watch?v=ATUx41VREHs

Das Terrarium ist wie gesagt bis auf Bodengrund und Ast leer. Am Boden herrschen jetzt 28°C, oben um 31°C, vorher waren oben um 27°C.

Werde das jetztmal beobachten, sonst Mist auch...

Sie hockt jetzt weit oben am Ast, eben lief sie ein wenig am Ast entlang, schon kontrolierter, hoffe, dass gibt sich wieder. Hab sie von den anderen separiert...

Marcel123

Mitglied

Registrierungsdatum: 7. Januar 2009

Status: Interessent

11

Samstag, 18. Dezember 2010, 20:40

Hallo

Hoffe dein Tier erholt sich wieder.
Der Boden sieht mir sehr trocken aus. P. formosa kommt zwar mit weniger Luftfeuchtigkeit aus als andere Poecilotheria Arten aber ich würde eine Hälfte des "Quarantäneterrariums" feuchter halten und das Verhalten beobachten.
Ist aber schon ein krasses Verhalten was dein Tier da an den Tag legt. Wurde DS schon mal bei wildlebenden Tieren beobachtet oder tritt diese "Krankheit" nur in Gefangenschaft auf?

PS: Eventl. mal im Poecilotheria Forum nachfragen. Das wird von Thomas Märklin geleitet.

Gruß Marcel

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Marcel123« (18. Dezember 2010, 20:53)


Der Mango Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 2. September 2010

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Wolfenbüttel

Status: Halter

12

Samstag, 18. Dezember 2010, 21:06

Wirklich heftige Aufnamen!
Mir fällt die Häufigkeit bei der Gattung Poecilotheria allerdings seher ins Auge.

Ich würde gerne gerne mehr sehn und erfahren!

Vinterland

unregistriert

13

Sonntag, 19. Dezember 2010, 22:02

Der Bodenteil unten ist feucht, oben schon abgetrocknet.
Wie es bei wildlebenden Tieren ist, keine Ahnung, weiß auch nicht, obs da wer schon versucht hat, zu forschen.

Bekannt ist ja, dass über viele Spinnen in freier Wildbahn sehr wenig bekannt ist, im Buch über Poecilotheria , ua. von Thomas Märklin, steht nichts.

Werd sie morgen in eine Heimchendose setzen, in dem Terrarium klappts nicht.

Das Forum ist nicht gerade der Hit, da würde eine Frage in anderen Foren schneller beantwortet werden, was mir derzeit aber nicht wirklich hilft.

Marcel123

Mitglied

Registrierungsdatum: 7. Januar 2009

Status: Interessent

14

Montag, 20. Dezember 2010, 19:03

Das Forum ist nicht gerade der Hit, da würde eine Frage in anderen Foren schneller beantwortet werden, was mir derzeit aber nicht wirklich hilft.

Da hast du natürlich Recht. Ist recht wenig los da. Vielleicht bringt ein neuer Beitrag etwas Leben rein. ;-)
Mir ging es eher um die Tatsache das dir dort auch Antworten von Experten deiner Spinnenart zur Verfügung stehen und kein Rätselraten oder Halbwissen wie in den meisten Foren. Das Buch ist von 2008. Eventl. gibt es mittlerweile schon ein paar neue Informationen zu dem Thema DS bei Spinnen.
Da ich auch Halter von Poecilotheria´s bin interessiert mich das Thema natürlich besonders. Wenn du willst kann ich mal eine Anfrage dort im Forum starten. Bin ohnehin da angemeldet. Fragen kostet ja bekanntlich nichts.

PS: Wie gehts dem Tier?

Gruß Marcel

Vinterland

unregistriert

15

Montag, 20. Dezember 2010, 19:33

Nuja, Besserung ist bisher keine eingetreten. Seit heute Nachmittag ist sie in der HD, auf feuchtem Zewa, und steht auf der Heizung, Stufe 5 bei ~42°C.
Alle 20mins lüfte ich die Dose komplett für einen Moment, dann gehts wieder auf die Heizung.

Ich werde mich morgen mal in DeArGe Forum umsehen, und eventuell eine Frage stellen. Oder halt mal im Arachnophilia Forum, bin da glaube ich noch registriert...

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