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1

Montag, 29. September 2008, 18:25

Misteriöses Sterben von Poecilotheria-Nachzuchten

Hallo miteinander!

Leider sind letzte Woche gleich 4 Poecilotheria-Nachzuchten in meinem Bestand plötzlich verstorben (1 x P. miranda, 1 x 1 x P. fasciata und 2 x P. pederseni).

Es scheint sich bei diesem gleichzeitigen Ereignis ja um ein systematisches Problem zu handeln!

Ein Foto eines verstorbenen Tieres habe ich beigefügt. Auffälig ist, dass das Tier in einer "neutralen" Position" einfach verstorben ist. Die häufige Auffindeposition (auf dem Rücken liegend mit angezogenen Beinen) war kein einziges Mal festzustellen.

Meine Haltungsbedingungen sind Terrarienraumtemperatur von 24 - 27° C (je nach Tageszeit), leicht feuchter Bodengrund und Heimchen als Nahrung alle 7 - 12 Tage je nach Arbeitssituation. Direkte Beleuchtung wende ich nicht an, um die "feuchte und zu warme Haltung" (häufigster Fehler bei der Aufzucht von Spiderlingen) zu vermeiden.

Bin für jede Hilfe dankbar!

Vielleicht hat jemand von euch eine Anregung...

Liebe Grüße

Christian
»Arachnophilus« hat folgendes Bild angehängt:
  • Massensterben.jpg

romantschek Männlich

Moderator

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2

Montag, 29. September 2008, 20:07

RE: Misteriöses Sterben von Poecilotheria-Nachzuchten

Guude,

sieht irgendwie nach Schimmel aus. Irgendwie auch ein bißchen zu feucht.
Hast du ausreichend Belüftungslöcher in die Dose gemacht?

Von hier aus ist es aber schwierig zu urteilen. Trotzdem mein Beileid ;(

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3

Montag, 29. September 2008, 22:37

RE: Misteriöses Sterben von Poecilotheria-Nachzuchten

Hmmm, diese Theorie hatte ich auch schon...

Das komische ist allerdings, dass ich Sie seid Januar alle so halte (insgesamt 40 Stück) und alles bisher gut geklappt hat...

Meine Befürchtungen gingen aber auch in Richtung eines infektiösen Agens...

Habe ca. 12 - 14 Belüftungslöcher im Schnitt pro Dose...

Vielleicht hat ja noch jemand eine Anregung oder selber schon einmal einen ähnlichen Vorfall erlebt?

LG

Christian

romantschek Männlich

Moderator

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4

Dienstag, 30. September 2008, 19:35

RE: Misteriöses Sterben von Poecilotheria-Nachzuchten

Guude,

da du 40 Stück hälst, kann es auch sein das es einfach "natürliche Auslese" war. Dann kannst su einfach nichts dafür.

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5

Mittwoch, 1. Oktober 2008, 01:03

RE: Misteriöses Sterben von Poecilotheria-Nachzuchten

Ich denke, das mit der natürlichen Auslese zieht nur zum Teil. Mit den bereits vorher stattgefundenen Verlusten komme ich so auf 20%, was für A. versicolor sicher ganz gut wäre, für Poecilotheria aber einfach zu viel...

Bin gerade dabei die Dose neu zu machen. Hatte vor einigen Wochen von echtem Torf auf Kokoshumus gewechselt, vielleicht muss ich mich an das neue Medium erst noch gewöhnen.

Ich werde in nächster Zeit mal meine Erfahrungen posten.

LG

Christian

-jack- Weiblich

Mitglied

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6

Mittwoch, 1. Oktober 2008, 11:44

RE: Misteriöses Sterben von Poecilotheria-Nachzuchten

hi!

also, ich hab auch schon pözzis aufgezogen...doch auf ne ganz andere weise.

die kleinen kommen bei mir zu aufzucht in krümelteedosen, gelöcher und mit etwa 2cm bodengrund.
der bodengrund ist meist maulwurfserde aber auch schom mal blumenerde.

die dosen sind eingerichtet..und zwar mit kletterästen, nem kleinen teil kunstpflanzen und eichenlaub.
und ich halte die erde feucht!

es kam noch nie zu schimmelbildung, denn die belüftung ist mehr als ausreichend..der deckel und auch die dose hat ne menge löcher!
und alle slings sind bisher durchgekommen und nun über 1cm groß!

wie sieht es denn bei dir mit der flüssigkeitsversorgung aus??
wenn du die tiere nun anscheinend nicht sooo feucht hältst?
grad nach ner häutung ist flüssigkeit sehr wichtig!

besonders schade für deine tierchen finde ich, daß sie anscheinend keinerlei versteckmöglichkeiten haben..ein kleines stück rinde z.B..

viel glück mit dem rest deiner rasselbande!

gruß, nicole

Vinterland

unregistriert

7

Mittwoch, 1. Oktober 2008, 14:47

RE: Misteriöses Sterben von Poecilotheria-Nachzuchten

Hmm, ich find die Dose für die Spinnengröße etwas zu klein.
Hab meine kleinen alle in Heimchendosen sitzen gehabt und da gings ohne Probleme.
Meine jetzigen Fremdnachzuchten von Poecilotheria ssp. halte ich ebenfalls in Heimchendosen, eine Ecke feucht und keine Probleme damit.

Die größeren sitzen jetzt auch in passenden Plastdosen.

Stauluft und Staunässe sind neben der natürlichen Auslese oftmals der Grund für Verluste. Gerade die kleinen reagieren da sehr drauf.

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8

Donnerstag, 2. Oktober 2008, 20:07

RE: Misteriöses Sterben von Poecilotheria-Nachzuchten

@all

Vielen Dank für eure Hinweise.

Ich denke, bei meinen Verlusten sind so einige Dinge zusammen gekommen:

1.) Wechsel von Torf auf Kokoshumus (und meine Unerfahrenheit mit diesem Material, habe es wohl etwas nasser als den Torf gehalten)
2.) Staunässe bei magelnder Belüftung (durch Stapeln von Dosen einige Luftlöcher verdeckt)
3.) Mangelnde Aufmerksamkeit durch meine Person (habe wegen einr OP 2 Wochen flachgelegen), so dass mir die nicht optimalen Haltungsbedingungen nicht schnell genug aufgefallen sind.

Jetzt verbessere ich die Bedingungen:

- Zu feuchter Kokoshumus wird ausgetauscht.
- Größere Tiere (ab 4. FH) ziehen in Heimchendosen um.
- Ab jetzt werden die Dosen nicht mehr gestapelt, damit sämtlice Lüftungsflächen immer zur Verfügung stehen.

Ich hoffe, dass diese Maßnahmen dazu beitragen, das Problem dauerhaft zu lösen.

Liebe Grüße

Christian

P.S: Vogelspinnen brauchen nicht zwingend Trinkgefäße (eigentlich nie), dass dient nur dazu Anfänger vor dem Dehydrieren der Spiderlinge zu bewahren. Kein Profi-Züchter (z.B. Stefan Vinmann, dessen Zuchtanlage ich sehr gut kenne) benutzt so etwas.