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Mopper04

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 26. März 2009

1

Donnerstag, 26. Januar 2012, 20:16

Maulfäule bei Morelia

Art/Gattung: ... Morelia spilota ssp.
Geschlecht: ... 0.1
Alter: ... DNZ 2010
WF oder NZ: ...
Terrariengröße LxTxH: ... 80x50x80 z.Z. in Quarantäne( 40x40x50)
Einrichtung/Bodengrund: ...
Luftfeuchtigkeit: ... ca 70%
Temperaturen (Tag, Nacht, Sonnenplätze, Temperaturunterschiede im Terrarium): ... 27°-28°, 23°-25°, 34°-36°
Beleuchtung (genaue Bezeichnung): ... 1x T5 Leuchtstoffröhre, 1x Halogenspot, 1x Bright Sun Jungle 50 Watt / in Quarantäne 1x LSR, 1x Halogenspot

Ernährung: ... Mäuse


Hallo,

ich habe heute das Ergebniss eines Maulabstrichs von einem meiner Morelias bekommen. Anamnese: Maulfäule, hervorgerufen durch Morganella morganii, Delftia acidovorans und Klebsiella oxytoca.
Ich bin direkt zum Tierarzt meines Vertrauens gefahren, der den Befund des Instituts schon am Vortag per Fax bekommen hatte, um die weiteren Schritte zu besprechen und das Tier nochmal begutachten zu lassen.

Die Behandlung sieht wie folgt aus: Täglich einmal Enrofloxacin subkutan injezieren.
Täglich zweimal eine Tinktur mit dem gleichen
Antibiotikum direkt ins Maul schmieren.

Hoffe jetzt natürlich das Beste.

Nun zu meinen Fragen.

1. Kann ich zusätzlich noch was zur Stabilisierung des Tieres machen, wie bspw. zerdrückte Pink über eine Magensonde verabreichen, die ich ohnehin schon alle 2 Tage lege, um Bisoerin, Elektrolyte und Wasser einzugeben?

2. Hatte jemand schon mal was ähnliches und kann mir etwas über den Verlauf bzw. die Heilungschancen sagen?

Über baldige Antworten würde ich mich freuen.

Grüße
Patrick

snakemum Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 18. Mai 2006

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Baden Württemberg

Status: Züchter

2

Donnerstag, 26. Januar 2012, 20:24

Hast du den Tierarzt nicht danach gefragt?
Ich würde mich an seinen Behandlungsplan halten.

Meiner Meinung nach stresst du das Tier nur zusätzlich mit dem was du vorhast und es wird dann eher nachteilig auswirken. Es wird besser sein, die Erkrankung auskurieren und dann an eine Fütterung zu denken.

Hast du erfahren, wie das Tier zu so einer Erkrankung gekommen ist? Das würd mich auch interessieren.

gruß Anette

Fast Eddi

unregistriert

3

Donnerstag, 26. Januar 2012, 20:29

RE: Maulfäule bei Morelia


1. Kann ich zusätzlich noch was zur Stabilisierung des Tieres machen, wie bspw. zerdrückte Pink über eine Magensonde verabreichen, die ich ohnehin schon alle 2 Tage lege, um Bisoerin, Elektrolyte und Wasser einzugeben?


Verabreichst Du diese Mixtur auf Anraten eines Tierarztes bzw. des Institutes, das den Abstrich untersuchte?

Um überhaupt etwas halbwegs aussagekräftiges beisteuern zu können, müßte man den Krankheisverlauf sowie möglichst viele Details kennen. Grundsätzlich sollte solche Fragen aber Dein Tierarzt beantworten.


2. Hatte jemand schon mal was ähnliches und kann mir etwas über den Verlauf bzw. die Heilungschancen sagen?


Ich bekam vor Jahren mal zwei Tiere mit Stomatitis. Beide verstarben wenige Stunden nach Ankunft.

Auch hier sollte am ehesten Dein Tierarzt was zu den realistischen Zukunftsaussichten sagen, kein User kennt die Umstände und die Situation.

Mopper04

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 26. März 2009

4

Donnerstag, 26. Januar 2012, 20:56

Das ging ja schnell. :-)

Den Tierarzt habe ich zwar auch danach gefragt, aber seine Antwort war wenig aussage kräftig. Er meinte nur, dass das von Fall zu Fall unterschiedlich sei.

Den Cocktail gebe ich dem Tier wie mit dem TA besprochen. Er hält das, ebenso wie ich, für sinnvoll, da das Tier sowohl die Wasser- ,als auch die Futteraufnahme verweigert und bereits Gewicht verliert.

Die Erkrankung kam in Folge eines Milbenbefalls, welcher inzwischen erfolgreich bekämpft ist. Innerhalb der letzten 4 Wochen, verschlechterte sich der Zustand des Tieres rapide. Anfänglich nahm es nur kein Futter an, zeigte aber sonst keine Auffälligkeiten. Ein paar Tage später bemerkte ich leichte Atemgeräusche und erhöhte prophylaktisch die Temp. und die LF leicht. Innerhalb der nächsten Tage konnte ich dann schon leichte Schleimabsonderungen aus dem Maul erkennen. Bereits am nächsten Tag, bildeten sich beim Atmen schon Blasen und der Ausfluss wurde stärker. Vor fast 2 Wochen stellte ich das das Tier beim TA vor. Dieser machte einen Abstrich und schickte diesen ins Labor. Da begann ich dann auch mit dem Zwangseinflößen mittels Magensonde.
Vor 5 Tagen wollte sich die Kleine häuten, kam aber nur mit Hilfe aus der Haut. Wie oben zu lesen ist, war eben heute der letzte Besuch beim TA.

Grüße
Patrick

Fast Eddi

unregistriert

5

Donnerstag, 26. Januar 2012, 21:13


Die Erkrankung kam in Folge eines Milbenbefalls


Stomatitis als Resultat eines Milbenbefalls, obwohl eingangs mehrere andere Verursacher gelistet wurden... so, so...
Sicher, daß da ein kausaler Zusammenhang besteht? Ich meine, es wäre denkbar, daß das Tier durch den Milbenbefall so sehr geschwächt war, daß es anfällig für alles mögliche und unmögliche wurde. Aber ob das realistisch ist, und wie hochgradig/langfristig der Befall gewesen sein müßte für sowas...?!


Den Tierarzt habe ich zwar auch danach gefragt, aber seine Antwort war wenig aussage kräftig. Er meinte nur, dass das von Fall zu Fall unterschiedlich sei.


Wenn Dein TA in DEINEM Fall keine konkrete Aussage treffen will, such Dir einfach eine andere Praxis.
Ich persönlich würde die Medikamente wie besprochen geben und hoffen, daß die Stomatitis nicht chronisch wird. Alles weitere würde ich nur auf tierärztliche Anweisung tun, sofern ich es nicht selbst besser weiß oder verantworten kann.

Mopper04

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 26. März 2009

6

Donnerstag, 26. Januar 2012, 21:29

Hab das etwas blöd formuliert. Dass die Stomatitis unmittelbar durch die Milben ausgelöst wurde denke ich nicht. Ich meinte eigentlich, dass sich die beiden Sachen überschnitten. Woher die Erreger genau kommen, kann ich leider nicht sagen. Das Tier wurde ja ohnehin schon "steril" in Quarantäne gehalten, wegen der Milben.

Ich denke auch, dass es wohl das Beste sein wird, die Behandlung wie verordnet durchzuführen.
Der Grundgedanke, auf dem die Idee mit dem Pinkybrei beruht, war der, dass ich mehrfach gelesen habe, dass Bioserin bei zu langer Anwendung die Nieren schädigen kann und ich deshalb nach einer Alternative suchen sollte.

Gruß :)

snakemum Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 18. Mai 2006

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Baden Württemberg

Status: Züchter

7

Donnerstag, 26. Januar 2012, 21:54

Wenn du überlegst, ist ein Mensch krank, so isst er wenig bis gar nichts. Meistens trinkt man nur viel.
Nach einer Krankheit nimmt man dann wieder Essen zu sich und kommt wieder zu Kräften.
Tiere unterscheiden sich da gar nicht so stark von uns Menschen.

gruß Anette

Mopper04

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 26. März 2009

8

Donnerstag, 26. Januar 2012, 22:07

Wohl war. :)

Für gewöhnlich machte ich mir da auch keinen Kopf. Kommt ja schon mal vor, dass das Fressen über längere Zeit verweigert wird. Muss ja auch nicht immer krankheitsbedingt sein. Problem hier ist nur, dass schon die Milben an dem Tier gezehrt haben und jetzt noch, für wer weiss wie lange Zeit, die Maulfäule zur Verweigerung führt. Die Kleine wiegt gerade mal noch 126g. Ich habe Teppichpythons im gleichen Alter, die weit mehr als das dreifache wiegen.

Ist ja auch nicht so, als wäre ich blutiger Anfänger. Halte seit mittlerweile 14 Jahren Reptilien und habe auch schon so manches gesehen und miterlebt. Nur in diesem Fall bin ich mit meinem Latein ziemlich am Ende.

Gruß
Patrick

Fast Eddi

unregistriert

9

Donnerstag, 26. Januar 2012, 22:26

Die Kleine wiegt gerade mal noch 126g. Ich habe Teppichpythons im gleichen Alter, die weit mehr als das dreifache wiegen.


Na ja, das kann man so nicht stehen lassen...

Innerhalb der letzten 4 Wochen, verschlechterte sich der Zustand des Tieres rapide. Anfänglich nahm es nur kein Futter an


Ich kann mir nicht vorstellen, daß das Tier binnen vier Wochen >250g verloren und das Körpergewicht auf weniger als ein Drittel des Normalzustandes reduziert haben soll, nur wegen vierwöchiger Futterverweigerung.
Wieviel Gewicht hat dieses Tier nun tatsächlich verloren, und warum ist es so viel leichter im Vergleich zu anderen, ähnlich alten Tieren (aus dem selben Gelege, oder zumindest der selben Art/Unterart, vergleichbarer Größe usw.?) ? Würde man "weit mehr als das dreifache" als Normalzustand annehmen, dürfte das jetzt betroffene Tier bestenfalls noch aus Haut und Knochen bestehen.

Mopper04

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 26. März 2009

10

Donnerstag, 26. Januar 2012, 22:41

Warum kann man das so nicht stehen lassen?

Effektiv verloren hat sie 92g, was in 5 Wochen (letztes mal gewogen) schon einiges ist. Die größte war sie aber, trotz regelmäßiger Fütterung, noch nie. Die anderen Tiere von denen ich spreche sind nicht aus dem gleichen Gelege, aber ebenfalls mcdowellis (zumindest größtenteils, da man das bei den Farbmorphen ja nie so genau sagen kann.) Haut und Knochen triffts schon fast. Die Wirbelsäule ist schon ziemlich hervorgetreten.

Fast Eddi

unregistriert

11

Donnerstag, 26. Januar 2012, 23:24

Warum kann man das so nicht stehen lassen?


Das habe ich doch eben anhand Deiner Zahlen erklärt, wo ich Verständnisprobleme habe, bzw. was meiner Meinung nach nicht zusammenpasst.

Nun haben wir einige Fakten mehr, ich bleibe jedoch irritiert. Ein Gewichtsverlust um 92 auf jetzt 126g in fünf Wochen ist ziemlich extrem, und kann meiner Erfahrung mit Schlangen nach unmöglich nur auf der Futterverweigerung basieren. Ich würde die eine oder andere parasitologische Untersuchung durchführen lassen, und wie schon vorsichtig angesprochen, ggf. auch einen anderen Tierarzt suchen, zumindest aber eine zweite Meinung einholen.

Gewichtsverlust ist bei Stomatitis zwar recht normal, aber DAS ist nur noch als rasanter Verfall zu bezeichnen, und sollte so sicher nicht sein.

Mopper04

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 26. März 2009

12

Freitag, 27. Januar 2012, 14:24

Warum kann man das so nicht stehen lassen?


Das habe ich doch eben anhand Deiner Zahlen erklärt, wo ich Verständnisprobleme habe, bzw. was meiner Meinung nach nicht zusammenpasst.


Ach so meintest du das.^^ Ich hab deine obere und die untere Antwort getrennt behandelt.

Gut, jetzt sind wir, denke ich, auf einem Nenner. Mir erscheint das ganze auch nicht ganz koscher. Zu dem Abstrich, wurde auch eine Kotprobe getestet, an die ich glücklicherweise noch kam. Allerdings wurden nur in geringen Mengen Kokzidienoozysten gefunden die nicht pathogen sind. Eine Blutprobe hielt der TA nicht für sinnvoll, solange das Tier so geschwächt ist. Er riet mit aber dazu, für den Fall, dass das Tier verstirbt, dieses komplett einzusenden um es auf Viren untersuchen zu lassen.(IBD etc.) Es lassen sich auch bem Abtasten des Tieres keine "schwammigen" Stellen(ich hoffe du weisst was ich meine), wie sie bei Endoparasiten häufig vorkommen finden.
Mit meinem TA bin ich zufrieden. Im Bezug auf Reptilien, weiss er was er tut. Das kann man ja auch daran sehen, dass das mein erster Thread hier ist. Ich lese zwar schon sehr lange mit, aber es gab noch nie eine Notwendigkeit, selbst etwas zu posten.

Gruß
Patrick :)

jp2006 Männlich

Moderator

Registrierungsdatum: 26. April 2006

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Osnabrück

Status: Halter

13

Freitag, 3. Februar 2012, 12:39

Hi,

die Nahrungsaufnahme, halte ich auch nur für bedingt geeignet, es wäre interessant zu sehen wie das Tier aktuell aussieht (Foto vom Tier, Quarantänebecken).
Wie oft wurden denn vom Maul Abstrichen gemacht, gab es da denn schon Fortschritte, oder habe ich dass jetzt überlesen.

Hatt dir dein Tierarzt empfohlen die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, oder machst du das von dir aus.

MfG
JP

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