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SnakeMe

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 26. Februar 2007

1

Montag, 26. Februar 2007, 15:45

Kranker Königspython, Schweregrad?

Hallo!

Habe seit ca. 5 Jahren einen Königspython.
Seit ca. 1 Monat verweigert sie die Nahrung und selbst Mäuse, die sie abgöttisch liebt, frisst sie nicht mehr.
Insgesamt wirkt die Schlange sehr schlapp und matt.
Was mir jetzt seit ca. 2 Tagen aufgefallen ist, dass sie immer wieder kurze laute Luftgeräusche von sich gibt, fast wie ein Niessen. Maulöffnug zeigt sie jedoch nicht.
Ich habe ihr auch mehrmals in das Maul geschaut, jedoch waren Rötungen,Reizungen oder Schleim nicht zu sehen.
Ich bin mir eigentlich jetzt ziemlich sicher, dass mein "Baby" krank ist.
Ich weis,dass sich auch Schlangen Erkältungen holen können.

Ich wollte hier noch nach Meinungen bzw. Tipps fragen, bevor ich morgn einen Tierarzt konsultiere.

Ich wäre über jeden einzelne Meldung sehr sehr dankbar, da mir an meiner Schlange sehr viel liegt.

Danke

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SnakeMe« (26. Februar 2007, 15:53)


Styx Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 6. Oktober 2006

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Schwäbisch Hall

Status: Züchter

2

Montag, 26. Februar 2007, 15:56

Huhu!

Die Futterverweigerung an sich wäre ja kein Grund zur Sorge... jedes Atemgeräusch sollte aber - besonders wenn es nun auch schon 2 Tage andauert - die Alarmglocken läuten lassen.

Ich würde nicht auf Tipps warten, sondern das Tier dem Tierarzt vorstellen, gerade wenn du schon selbst das Gefühl hast, dass das Tier krank ist.

Lieber einmal zu oft zum Tierarzt gerannt, als das Leben des Tieres riskieren. Bei den ersten Krankheitsanzeichen sind Reptilien in der Regel auch schon viel kränker, als sie aussehen.
Einen anderen Tipp als den Gang zum reptilienkundigen Tierarzt kann ich dir an dieser Stelle nicht geben. Bis dahin lass die Temperatur nicht zu sehr sinken und setze sie ggf. in Quarantäne.

Grüßle, Tini

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Styx« (26. Februar 2007, 15:56)


SnakeMe

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 26. Februar 2007

3

Montag, 26. Februar 2007, 18:12

Danke für Deinen Ratschlag!

Habe es sogar heute schon zum Tierarzt geschafft. Meine Schlange ist krank. Wohl die Lunge.

Therapie: 8 x 0,6 ml 2,5 % Baytril als subcutane Spritze.

tevion7000 Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 7. Dezember 2005

Geschlecht: Männlich

Wohnort: München

Status: Züchter

4

Montag, 26. Februar 2007, 18:42

Dann mal gute besserung!!! :)

Styx Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 6. Oktober 2006

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Schwäbisch Hall

Status: Züchter

5

Montag, 26. Februar 2007, 20:09

Hallo SnakeMe!

Schön, dass du es so schnell zum Tierarzt geschafft hast :) Was hat der Tierarzt denn genau untersucht?
Hat er ein Antibiogramm veranlasst? Oder steht die 8-Tage-Baytril-Therapie fest?
Ich frage deshalb, weil Keime auch Resistenzen bilden und daher nicht immer jedes Antibiotikum wirkt. Bei einem Antibiogramm wird der genaue Keim bestimmt und untersucht, inwiefern Resistenzen vorliegen.

Falls sich der Zustand deines Pythons also nicht bessert oder gar verschlechtert, dann such auf jeden Fall den Tierarzt nochmal auf.

Ansonsten ganz ganz viel Glück bei der Behandlung und alles Gute für den kleinen!

Grüßle, Tini

SnakeMe

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 26. Februar 2007

6

Montag, 26. Februar 2007, 22:16

Hallo Tini!

Er hat der Schlange in den Hals geschaut und auch auf den Kehldeckel.
Außerdem wurde sie abgetastet.

Das mit den Multiresistenzen kenne ich auch. Aber ein Antibiogramm fehlt.

Ich habe ihn nach dem vermutlichen Erreger gefragt und er sagte, dass es die Pseudomonaden sind und deshalb Baytril das Mittel der Wahl ist.

Die erste Injektion hat er gesetzt und 7 weitere sollen von mir ausgeführt werden.

Er meinte, dass ich ,nach der Behandlung, meiner Schlange nochmal Futter präsentieren soll. Wenn das nicht klappt oder eine weitere Verschlechterung des Zustands erfolgt (Gewicht wurde auch gemessen) dann soll ich unbedingt vorbeikommen.

Stimmt das wirklich, dass man statt einer Zwangsfütterung auch der Schlange Eigelb in einer Spritze, welche man dann in den Rachen schiebt, applizieren kann???

Kann ich außer der Konstanthaltung der Temperatur/Luftfeuchte und der nötigen Ruhe meiner Schlange etwas Gutes tun?

Grüsse

Kinan

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SnakeMe« (26. Februar 2007, 22:46)


Styx Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 6. Oktober 2006

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Schwäbisch Hall

Status: Züchter

7

Dienstag, 27. Februar 2007, 10:20

Huhu Kinan!

Hat er denn sonst keine Untersuchungen gemacht? Abstriche oder irgendetwas? Das kommt ja fast einem Blick in die Kristallkugel gleich...

Zum Baytril noch... Ich habe es selbst bei den Schlangen noch nie verwendet, habe aber gehört, dass es teils Nekrosen an der Einstichstelle hinterlässt.

Von Eigelb zur Zwangsernährung habe ich bisher nicht gehört... ich habe Eigelb bisher lediglich dafür benutzt, dass die Sonde besser "flutscht" ;)
Zur Zwangsernährung eignet sich meiner Meinung nach anderes eher, lasse mich hier aber gerne umstimmen, wenn mir jemand eine verlässliche Quelle verrät.

Ansonsten wirst du für dein Tier im Moment nicht viel machen können. Beobachte ihn einfach gut.

Gute Besserung und viel Glück bei der Behandlung!
Grüßle, Tini

Vinterland

unregistriert

8

Dienstag, 27. Februar 2007, 10:52

Hallö

Leider wird von den meisten TA´s gleich Baytril verschrieben.
Baytril ist von meinem TA aber die letzte Waffe, wenn anderes nicht mehr hilft...

Wenn du dem Tier die Spritze gibst, mach das bitte mit zwei Personen, schnell ist man in das Innere des Tieres mit der Nadel, als das man subcutan verbleibt, wenn sie sich bewegt. Das kann dann unter Umständen schwerwiegendere Probleme mit sich bringen.

Aus Erfahrung weiß ich, dass keine Schlange nach der piekenden Behandlung mit Spritzen Futter annehmen wird. Was auch völlig normal ist.
Lass sie lieber eine Woche völlig in Ruhe, dass sie sich von dem ganzen Stress erholen kann, dann kannst du mal versuchen, ihr Futter anzubieten.
Und auch wenn sie dann keines annehmen sollte, steht eine Zwangsfütterung immer noch aus.

Beobachte sie, stelle sie notfalls nochmal beim TA vor, und wiege sie.
Solange nur ein paar Gramm fehlen, sehe ich da kein Problem drin, noch zu warten.

Zwangsfütterung sollte immer der letzte Schritt sein...


Gruß

Michi

SnakeMe

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 26. Februar 2007

9

Dienstag, 27. Februar 2007, 15:43

Hallo Tini und Michi!

Danke für Eure Antworten.

Ich habe meiner Schlange (zu zweit, wie vorgeschlagen :-) ) die zweite Spritze gesetzt.

Das ist nicht schön zu hören, dass eigentlich Baytril das letzte Mittel sein sollte und das man vorher einen Abstrich machen sollen.

Nun ja, jetzt muss man ja sowieso die begonnene Antibiotikatherapie fortsetzen und kann nur hoffen, dass es ein Schuss ins Schwarze ist !!!!

Ich habe heute meine Schlange den ganzen Tag beobachtet. Sie hat noch nicht einmal Schnappatmung gezeigt. Ein gutes Zeichen, oder???

Und noch ne Frage habe ich: Welche Antibiotika hätten den noch zur Debatte gestanden???

Deinen Tip Michi, mit der Fütterung eine Woche zu warten, nach Therapieende, werde ich befolgen!!!

Tini, Deine Homepage finde ich gut gelungen. Auch Deine Michi.

Grüsse aus dem wunderschönen Ruhrgebiet, aus dem wunderschönen Dortmund.

Kinan

JETZT IST NOCH EIN NEUES PROBLEM AUFGETAUCHT!!!!
Ich bemerke, dass meine Schlange sich wegen der Häutung anfängt zu trüben.
Ist das nicht jetzt alles ein bisschen zu viel für sie??????

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »SnakeMe« (27. Februar 2007, 18:37)


Styx Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 6. Oktober 2006

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Schwäbisch Hall

Status: Züchter

10

Mittwoch, 28. Februar 2007, 08:09

Hi Kinan!

Es gibt ja allerhand verschiedene Antibiotika. Das Antibiotikum, das im Bestfall zur Debatte steht, ist dann das, was das Antibiogramm ergeben hat ;)

Dass dein Tier direkt ein Antibiotikum bekommt (für welches sich der Tierarzt auch immer entscheidet) ist ja an sich sehr sinnig. Er hat sich ja in deinem Falle auch für ein Breitbandantibiotikum entschieden, das hier ja schon gegen allerhand Keime Wirkung zeigt - Mal von denen abgesehen, die schon Resistenzen entwickelt haben. Und das sollen bei Baytril nicht gerade wenige sein. Wie es hier allerdings mit Pseudomonas aussieht kann ich nicht sagen und ich will hier auch nicht orakeln, ich bin ja kein Tierarzt.

Idealerweise sollte nebenher der Resistenztest laufen, um ggf. das Antibiotikum zu wechseln, wenn es bei diesem Keim nicht anschlagen sollte. Selbst Pseudomonas sind nicht gleich Pseudomonas und lt. meinem Tierarzt können hier je nach Stamm auch verschiedene Antibiotika wirken.

Ich bin natürlich wie gesagt selbst kein Tierarzt und kann nur von eigenen Erfahrungen berichten. Wie Vinterland ja schon sagte ist es eine sehr gängige Praxis vieler Tierärzte, direkt Baytril zu verschreiben. Oft geht dies gut, manchmal eben nicht. Ich möchte mich hier auch nicht negativ über deinen Tierarzt äußern und dich auch nicht verunsichern, aber schon die Diagnostik finde ich ein wenig... seltsam.

Aber ich freue mich natürlich, wenn du den Eindruck hast, dass sie auf dem Weg der Besserung ist. :)

Tja und mit der Häutung... das ist natürlich jetzt noch ein Kraftakt nebenher. Aber leider kann man ihr ja zusätzlich nun nichts gutes tun.

Bei der ersten Fütterung nach der Behandlung würde ich der guten Verdauung wegen auch ein etwas kleineres Futtertier wählen, da durch die Antibiotika-Behandlung unter Umständen auch die Darmflora aus dem Gleichgewicht gerät.

Weiterhin alles Gute für euch zwei!

Grüßle, Tini

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Styx« (28. Februar 2007, 08:10)


Pimbura Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 27. März 2006

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Ludwigsburg

Status: Züchter

11

Mittwoch, 28. Februar 2007, 08:21

Eine kurze Ergänzung...
Das andere und nach aktuellem Wissensstand bessere Breitbandantibiotikum heisst Marbocyl.

Vinterland

unregistriert

12

Mittwoch, 28. Februar 2007, 09:39

Hallö

Habe selbst mit dem Medikament Marbocyl sehr gute Erfahrungen gemacht.
Es schaut zwar sehr nach Urin aus, riecht und schmeckt auch so, aber es hilft gut.

Da du die erste Spritze schon gegeben hast, mache dann weiter, auch wenn die Häutung eingeläutet wird.
Im schlimmsten Fall wird sie sich nicht ganz oder an einem Stück häuten, aber besser, als wenn alles verschleppt wird und das Ganze komplett von vorne losgehen müsste.

Wird schon werden, habe da schon wesentlich schlimmeres gehabt...


Gruß

Michi

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