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AlphaBravo Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 9. Juni 2009

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Ludwigsburg

Status: Halter

1

Donnerstag, 22. April 2010, 00:31

Leidensgeschichte: Phelsuma lat. laticauda

Hallo zusammen,

ich möchte euch kurz eine kleine Geschichte zu unserem Phelsuma lat. laticauda Weibchen erzählen,
welches wir Ende Januar aufgenommen haben. Schon von Anfang an war uns klar, dass mit der Kleinen
irgendwas nicht stimmen muss. Für ihr Alter von 14 Monaten war sie sehr klein und zierlich, unser
vermutliches Männchen (damals 5 Monate alt) war um einiges größer und stabiler.
Anfangs haben wir uns noch keine großen Sorgen gemacht, sie hat zwar nichts gefressen, was nach
dem Stress eines Umzugs allerdings aber auch vorkommen kann. Nach 2-3 Wochen wurde es dann
aber doch kritisch, da sie allmählich sehr dünn wurde. Um sicher zu gehen was genau los ist, machten
wir uns mit ihr auf den Weg zum Tierarzt. Leider konnte dort keine genaue Diagnose gestellt werden,
da es auch keinen Kot von ihr gab. In den folgenden 2 Wochen haben wir sie dann nach dem Behandlungs-
plan unserer Tierärztin mit einem Breitbandatibiotikum und einem Mittel gegen Pilzbefall behandelt.

Nach einiger Zeit waren wir sehr erfreut zu sehen, dass die Kleine Fortschritte macht. Zum ersten Mal
hat sie tatsächlich ein paar kleine Grillen verputzt, was sich in den darauffolgenden Tagen immer
wiederholte. Die Kleine war wieder putzmunter, sah viel besser aus und war auch recht flott in ihrem
Terrarium unterwegs.

Seit zwei Tagen ist die Freude allerdings verflogen. Angefangen hat es damit, dass sie seit einigen Tagen
schon recht früh an ihren Schlafplatz ging. Meistens so zwischen 18 und 19 Uhr, das Licht geht erst um
21:00 bzw. 21:30 Uhr aus. Normalerweise verkroch sie sich immer erst um kurz nach 21 Uhr wenn die
Hauptbeleuchtung ausging. Die angebotenen Grillen haben sie die letzten Tage auch nicht mehr interessiert,
genausowenig der Fruchtbrei.
Als ich sie heute den ganzen Tag noch nicht zu Gesicht bekommen hatte, habe ich das Terrarium etwas
durchforstet. Gefunden habe ich sie nicht weit entfernt von ihrem Schlafplatz, auf der Flucht vor meinen
Fingern. Allerdings hing sie sehr hilflos herum und kam nicht wirklich vom Fleck. Was ich gleich erkannte:

Die Kleine hat einen Wulst am Rücken, ungefähr auf der Höhe der Hinterbeine. Die Hinterbeine sind
absolut unbeweglich und werden nur noch hinterher gezogen. Klettern ist so praktisch unmöglich. Auch
der Schwanz scheint mir gelähmt zu sein, auf vorsichtige Berührungen reagiert sie dort nicht. Somit stand
heute gleich wieder ein Tierarztbesuch an.

Unsere Vermutung:
Zu geringe Versorgung mit Vitaminen, Kalzium und/oder UV-Licht

Da wir neben ihr noch andere Phelsumen halten, wird es eher nicht auf einen Haltungsfehler unsererseits
hinaus laufen. Ich gehe davon aus, dass der Versorgung mit Kalzium und Vitaminen schon beim Vorbesitzer
keine Beachtung geschenkt wurde. Diese Vermutung bestärkt ein Forenpost des Vorbesitzers, in welchem
dieser schildert, dass die Kleine eines Tages plötzlich auf dem Rücken am Boden lag und zappelte.

Unsere anderen Phelsumen sind fit, wachsen, fressen, legen Eier...
Ich denke, dass die lange Zeit ohne Futteraufnahme, und somit auch ohne Aufnahme von Vitaminen und
Calcium sowie die evtl. falsche Versorgung des Vorbesitzers dazu geführt haben. Nach Absprache mit
meiner Tierärztin versorge ich die Kleine jetzt täglich mit Kalzium und Vitaminen, welche in Fruchtbrei
eingerührt werden. Zudem ist natürlich, wie zuvor auch schon, für eine ausreichende UV-Beleuchtung gesorgt.

Ob die "Behandlung" Erfolg hat wird sich zeigen. Wir sind uns auch nicht sicher, ob wir das überhaupt weiter
führen soll, da sie sich sichtlich schwer tut. Wir waren heute eigentlich schon mit dem Gedanken auf dem Weg
zum Tierarzt, die Arme dort von ihren Qualen zu erlösen.

Über ein paar Anregungen, Expertenmeinungen etc. wären wir euch sehr dankbar.

Marcel123

Mitglied

Registrierungsdatum: 7. Januar 2009

Status: Interessent

2

Donnerstag, 22. April 2010, 11:26

Hallo

Wie sieht denn die aktuelle UV Versorgung aus?
Wenn es dir möglich ist würde ich das Tier mit einer Vitalux oder echtem Sonnenlicht "behandeln".
Ist auch ganz gut das du auch im DGHT Forum gepostet hast. Eventl. kann Ingo dir ja einen Tip für ein Flüssigpräparat geben.

Gruß Marcel

AlphaBravo Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 9. Juni 2009

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Ludwigsburg

Status: Halter

3

Donnerstag, 22. April 2010, 14:27

Hi Marcel,

die UV Versorgung wird aktuell über eine BrightSun Desert geregelt, jetzt wo es Wärmer ist stell ich sie mit
ihrer kleinen Faunabox auch auf die Fensterbank in die Sonne. Klar, das Sonnenlicht ist am optimalsten. Die
Box hab ich ihr so gut wie möglich eingerichtet, da sie nicht mehr klettern kann hat sie nun alles am Boden.
Kleine Verstecke, eine Wasserpfütze, Sepiaschale, alles gut für sie erreichbar.

Leider muss sie sich gerade jetzt häuten, die Haut liegt grau meliert auf ihrem Körper. Anstalten das selbst
zu machen macht sie nicht, war mir auch klar. Jetzt muss ich mal schauen, wie ich das kleine Ding mit meinen
Fingern von der alten Haut befreie...

AlphaBravo Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 9. Juni 2009

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Ludwigsburg

Status: Halter

4

Montag, 10. Mai 2010, 03:29

Hallo zusammen,

ein kurzes Update.
Der Zustand des Weibchens hat sich die letzten Tage zusehends verschlechtert. Bewegungen ihrerseits wurden
immer weniger, meist lag sie lange Zeit in einer Position da. Zudem wurde sie weiterhin sichtlich dünner, dazu kamen
eine Art Hautabschürfungen. Unter der fehlenden Haut war die noch feuchte neue Haut zu sehen. Gestern hatte ich
dann nochmals versucht, sie mit kleinen Grillen zu füttern. Nach einiger Zeit hat sie auch ein paar Mal danach geschnappt,
wobei das eher nach Abwehr als nach Fressversuch aussah. Dabei konnte man sehen, dass die Mundhöhle sehr dunkel
ist und sich auf der Zunge eine Art Blase gebildet hat. Zum Schlafen habe ich sie dann in den Schutz eines Blattes in
eine Pflanze gelegt. Dort habe ich sie dann heute morgen in der selben Position auch wieder gefunden, leider ohne
jedes Lebenszeichen. Die Augen waren eingefallen, die Vorderbeinchen leicht aufgestellt. Leider haben unsere
Bemühungen nichts gebracht. Machs gut kleine Cody...


Registrierungsdatum: 19. August 2009

Status: Halter

5

Montag, 10. Mai 2010, 08:33

Ach so ein mist....ist immer sch... wenn man sehen muss wie so ein kleines lebewesen gehen muss!
Hab momentan auch ein sehr schwaches Picturatus weibchen was in quarantäne sitzt....sie frisst schlecht und ist auch schon sichtlich dünner geworden!
Wenn es dann schon soweit ist kann man nur hoffen!

MFG David

Marcel123

Mitglied

Registrierungsdatum: 7. Januar 2009

Status: Interessent

6

Montag, 10. Mai 2010, 10:43

Hallo

Sehr traurig. Hat das Tier ein Schwanzgenerat oder warum sieht der Schwanz auf dem Bild so stark geschwollen aus? Deine aufgezählten Krankheitsbilder sind ja erschreckend. Was hat denn der Tierarzt zu dem aktuellen Krankheitsbild gesagt? Die Blase auf der Zunge könnte auch eine bakterielle oder virale Ursache haben.
Finde es gut das du soviel Zeit und wahrscheinlich auch Geld in so ein kleines Tier steckst. Der meisten Menschen würden es einfach das Klo runterspülen oder einfrieren und dann vergraben.

Gruß Marcel

Registrierungsdatum: 19. August 2009

Status: Halter

7

Montag, 10. Mai 2010, 11:11

Hat das Tier ein Schwanzgenerat oder warum sieht der Schwanz auf dem Bild so stark geschwollen aus?

:P ! Phelsuma Laticauda haben diese verdickten schwänze....das schaut ganz normal aus!

MFG Dave

reptim

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 26. August 2010

8

Freitag, 27. August 2010, 20:58

hallo
bist du dir sicher das das ein phelsuma laticauda l. war?Das sieht eher nach phelsuma serraticauda aus.

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