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Sassy1985 Weiblich

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 27. Februar 2011

Geschlecht: Weiblich

Status: Neuling

1

Sonntag, 27. Februar 2011, 13:22

Leguan uriniert, kotet aber nicht

Hallo,



habe vor knapp 2 Jahren einen Leguan aus sehr schlechter Haltung übernommen: er
war sehr unterentwickelt( viel zu klein und leicht), ihm fehlt eine Kralle und
die vorderen Gliedmaßen sind stark deformiert...ich denke, dass dies durch den
starken Calciummangel hervorging. ich habe ihn so gut wie möglich aufgepäppelt.
Bis heute gab es keine Probleme, von seiner Aggresivität mal abgesehen (diese
ist auch schwächer geworden). Er hat immer ganz normal uriniert und gekotet,
ebenso war er ein kleiner Vielfraß. Dies hat sich vor ca. 2 Wo geändert, er hat
erst das Fressen reduziert und mittlerweile frisst er gar nicht mehr....ebenso
kotet er nicht mehr, uriniert aber. Ich habe Angst, dass er einen Darmverschluß
hat, da ich beobachtet habe, dass er drückt, aber es kommt nix, gar nix...es
stülpt sich auch nix vor oder so. Er trinkt sehr viel und ist viel am Boden und
springt gegen die Scheibe...kann es sein, dass es doch ein Weibchen ist und es
sich um Legenot handelt? Habe noch ein paar aktuelle Bilder von heute...hoffe
ihr könnt mir weiterhelfen. Mache mir echt Sorgen, da ich weiß, dass die
schlechte Haltung ihn bis heute noch einschränkt.



Gruß Saskia.
[img]http://www.bilder-space.de/show_img.php?img=faf2e4-1298809314.jpg&size=original[/img]
[img]http://www.bilder-space.de/show_img.php?img=e60b6d-1298809239.jpg&size=original[/img]
[img]http://www.bilder-space.de/show_img.php?img=759f78-1298809144.jpg&size=original[/img]
[img]http://www.bilder-space.de/show_img.php?img=07dfb9-1298808746.jpg&size=original[/img]

jaybee Weiblich

Moderatorin

Registrierungsdatum: 5. Juni 2007

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Wohnort: Berlin

Status: Halter

2

Sonntag, 27. Februar 2011, 17:13

Hi,

zuerst möchte ich anmerken, dass ich der Meinung bin, es handelt sich um ein Weibchen. Desweiteren ist es ein Alarmzeichen, wenn das Tier sehr viel trinkt. Da sollte m. E. unbedingt ein reptilienkundiger TA zu Rate gezogen werden. Das Tier könnte Nierenprobleme haben.

LG Jana

Sassy1985 Weiblich

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 27. Februar 2011

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3

Sonntag, 27. Februar 2011, 18:41

Zum Tierarzt gehe ich sowieso, da ich mir viel zu große Sorgen mache....hm Nierenprobleme wie kann es dazu kommen? Kann man dagegen was machen? Kann es sein, dass er dadurch nicht kotet?

bine_mn Weiblich

Moderatorin

Registrierungsdatum: 6. November 2006

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4

Montag, 28. Februar 2011, 09:09

Hi Saskia.
Ich sehe hier auch ein Weibchen.
Eine Trächtigkeit ist auch nicht ausgeschlossen, obwohl die Dame schlank aussieht.
WENN sie trächtig wäre, würde das Graben am Boden passen, dass Nicht-Fressen, dafür aber Trinken. Dass dann auch nur noch Urin kommt und kein Kot, wäre dann auch normal.

Wenn Du zum Tierarzt fährst, sollte dieser also Röntgen. Eier würde man dann sehen, wenn welche da sind.

Du solltest dann natürlich Legekisten so schnell wie möglich bereit stellen: Bau-Doku Eiablagekiste

Natürlich können es auch andere Krankheiten sein, dass sie nicht frisst. Der Tierarzt sollte auf jeden Fall Reptilien-kundig sein.
Ein gutes Zeichen ist sicherlich, dass die Leguan-Dame noch aktiv zu sein scheint.

Auf den Bildern kann man das Terrarium nicht komplett erkennen, aber was man sieht, sollte sicherlich überprüft und überarbeitet werden ;)
..zum Wohle des Tieres.

Gruß Sabine

Sassy1985 Weiblich

Grünschnabel

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5

Freitag, 4. März 2011, 14:37

Also wollte mal eine Berichterstattung machen...es sieht nicht gut aus...Pete wurde stationär aufgenommen...vieles deutet auf ein Nierenproblem hin...sie hat eine Entzündung im Mund...der Tierarzt meinte sie sieht gut genährt aus etc....weitere ergebnisse erfahre ich heute nachmittag...mache mir richtige Sorgen.

Sassy1985 Weiblich

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 27. Februar 2011

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6

Freitag, 4. März 2011, 16:33

So es sind alle Ergebnisse vorhanden....Blutwerte ok...Entzündungswerte erhöht (Entzündung im Mund)...Niere ok....sie hat aber Vorstufen von Eiern die nicht gut aussehen und die auf den Darm drücken...sie wird wahrscheinlich kastriert, das entscheidet sich am Montag.

bine_mn Weiblich

Moderatorin

Registrierungsdatum: 6. November 2006

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Schiffdorf

Status: Halter

7

Freitag, 4. März 2011, 19:23

Hi.

Danke, dass Du weiter berichtest. Auch wenn die Nachrichten nicht so toll sind.
Ich drücke die Daumen.

Eier, die auf den Darm drücken? Sowas hab ich noch nie gehört. Kurios. Die Eier sind ja vollkommen weich, sogar ganz am Ende noch. Ich hätte gedacht, die schmiegen sich im Körper bestens an alles an. Wie wurde das Eier-Problem erkannt? Per Ultraschall oder Röntgen oder ?

Gruß Sabine

Sassy1985 Weiblich

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 27. Februar 2011

Geschlecht: Weiblich

Status: Neuling

8

Freitag, 4. März 2011, 20:04

Danke. Ja kein Ding, ich möchte meine Erfahrungen auch gerne weitergeben.

Ja also es handelt sich genauer gesagt um Follikel....sie hat es mir so erklärt, dass es wie beim Menschen Zysten im Eierstock sind und diese sehen eigenartig aus und könnten sich vielleicht nicht normal ausbilden und das Problem ist, dass diese nicht wandern dann (sorry ich kanns nicht so gut erklären). Diese Follikel drücken wohl auf den Darm....erkannt wurde es durch Röntgen und Ultraschall(vor allem durch Ultraschall)......ach und dann ist sie auch zu dick hinten...das Fettgewebe drückt auch. Sie bekommt auch Antibiotikum, da Bakterien in der Wunde im Mund festgestellt worden.

Ich wohne in Leipzig und kann bisher die Tierklinik für Vögel und Reptilien (hab ich auch bei euch in der Liste gefunden) sehr empfehlen...

bine_mn Weiblich

Moderatorin

Registrierungsdatum: 6. November 2006

Geschlecht: Weiblich

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9

Samstag, 5. März 2011, 12:42

O.K. so ist es verständlicher.
Sollen die Follikel nun operativ entfernt werden oder wird abgewartet?
Nur beschalte Eier können normal durch die zwei Eileiter abgelegt werden. Die Follikel (Frühstadium der Eier) müssten sich also weiterentwickeln.

Gut, dass Du Deine Leguandame in Behandlung gegeben hast.

Gruß Sabine

Sassy1985 Weiblich

Grünschnabel

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Geschlecht: Weiblich

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10

Sonntag, 6. März 2011, 10:53

Das mit der OP wird am Montag entschieden, die Tierärztin möchte den Oberarzt, weil er sich schon viel länger damit auskennt, nochmal drüber gucken lassen. Wenn er sagt, dass die Follikel sich nicht normal weiterentwickeln, da es danach aussieht, wird dann über eine Kastration gesprochen. Ich weiß bloß leider nicht, warum gleich eine Kastration vorgenommen werden soll. Aber wenn, frag ich nochmal nach.

Sassy1985 Weiblich

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 27. Februar 2011

Geschlecht: Weiblich

Status: Neuling

11

Dienstag, 8. März 2011, 22:22

Also zuerst die Follikel sind i.O. und sie muss nicht operiert werden...ich hab mich sehr darüber gefreut und es wurde mir erklärt, dass Pete, aufgrund der Antibiotikainfusionen bis Donnerstag bleiben muss.

Heute kam ein Anruf...."Wir müssen Ihnen was sagen, ihre Leguandame hat sich im Terrarium verletzt und muss morgen operiert werden mit Narkose. Sie hat sich am rechten vorderen Gliedmaßen eine Kralle komplett aufgerissen und das muss amputiert werden (nicht nur die Kralle, sondern auch der "Finger" mit). Es tut uns leid, sie tragen natürlich keine Kosten und wir überprüfen das Terrarium...die Kleine ist ja so lebhaft, da wird es dabei passiert sein..."etc.

Was mach ich jetzt? Klar er war total nett am Telefon und hat sich entschuldigt, aber mittlerweile habe ich echt Angst sie total verstört wieder zu bekommen.

Gruß Saskia.

bine_mn Weiblich

Moderatorin

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Status: Halter

12

Mittwoch, 9. März 2011, 08:53

Hi Saskia.
Krallen-Verluste gibt es häufig und meist liegt es wirklich an ungeeigneter Einrichtung im Terrarium, wo die Kralle hängenbleibt (Lochgitter, Spalten, Ritzen, Sisal-Seile, Netze o.ä.). Der Leguan zieht dann am Fuß, weil er weg will und dann reißt die Kralle ab. Das sowas per Narkose operiert werden muss, ist mir jetzt neu, und warum die ganze Zehe amputiert werden soll ebenfalls. Allerdings per Ferndiagnose, ohne Bild, ohne es selbst gesehen zu haben, kann man nur auf das Urteil des Arztes vertrauen. Vielleicht hat ja auch nicht nur die Kralle, sondern die Zehe irgendwo eingequetscht gehangen und ist teils mit abgerissen.
Wenn Du unsicher bist, kannst Du doch jederzeit hinfahren und es selbst angucken und es Dir erklären lassen.

Meine Leguane haben alle drei teils Zehen ohne Krallen oder auch verkrüppelte Zehen. Wenn es gut verheilt ist, stellt sowas kein Problem dar, solange noch genug andere Krallen am Fuß vorhanden sind.

Hoffen wir das beste für Deine Leguandame.

Gruß Sabine

Sassy1985 Weiblich

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 27. Februar 2011

Geschlecht: Weiblich

Status: Neuling

13

Mittwoch, 9. März 2011, 10:17

Hallo Sabine,

sie hat hat sich den kompletten Zeh aufgerissen und die Haut ist weggerissen, deswegen muss der komplette Zeh amputiert werden. Ich weiß, dass sowas schnell passieren kann, aber warum gibt es solche Hindernisse, dass der komplette Zeh aufreißt?! Ich weiß auch, dass sie damit keine Einschränkungen haben wird, aber ich mach mir dann doch schon Sorgen wegen der Narkose etc. Ich bin immernoch der Meinung, dass diese Tierklinik genau richtig war und die Ärzte Ahnung haben von ihrem Fach, aber man macht sich halt trotzdem Sorgen.

Gruß Saskia.

bine_mn Weiblich

Moderatorin

Registrierungsdatum: 6. November 2006

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Schiffdorf

Status: Halter

14

Mittwoch, 9. März 2011, 10:57

Hi.
Ich denke, dass sie den Leguan nicht ein einem perfekten Terrarium unterbringen können in der Tierklinik. Würde man für jede Tierart ein 100% korrektes Gehege parat haben, wäre der Umfang enorm. Das geht wahrscheinlich nicht.

Frag halt einfach wie es passieren konnte.

Es gibt Narkosen zum Spritzen (schwer dosierbar und nicht zu empfehlen) und Narkose zum Inhalieren (üblich bei Vögeln, Reptilien). Ich denke diese Tierklink wird auf jeden Fall die Gerätschaften da haben für eine Inhalationsnarkose und dann ist die Sache sicherlich in wenigen Minuten über die Bühne und nahezu ohne Nachwirkungen (bis auf die sicherlich vernähte Wundfläche). Die Tiere wachen quasi auf, sobald der Kopf aus der Haube entfernt wird, wo sie das Gas eingeatmet haben. Ebenso schlafen sie vor der OP sehr schnell ein, innerhalb der ersten Atemzüge. Meine Ärztin sah die einzige Schwierigkeit darin, dass klevere Tiere das Gas in der Atemluft bemerken und die Luft dann anhalten und nicht weiter einatmen :) und das teilweise ziemlich lange! Aber da heißt es Geduld haben.

Gruß Sabine

Sassy1985 Weiblich

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 27. Februar 2011

Geschlecht: Weiblich

Status: Neuling

15

Donnerstag, 10. März 2011, 12:50

Hi,

also es ist alles gut verlaufen und sie kommt heute wieder mit nach Hause...wir haben jegliches Substrat aus dem Terrarium entfernt und sie muss nun eine Woche mit Zeitungspapier auskommen, so dass die Wunde weitesgehend nicht "verdrecken" kann.
Ich wollte mich auf jeden Fall nochmal für euren Rat und Erfahrungen bedanken. DANKE :) .

Gruß Saskia.

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