Wahrscheinlich hast du Recht. Laut Wikipedia ist eine höhere Lebenserwartung durch Domestizierung* nicht möglich.
Typische Merkmalsänderungen wären:
* Abnahme der Gehirnmasse um 20-30%, Rückgang der Furchung, insbesondere in den für die Verarbeitung der Sinneseindrücke bedeutsamen Gehirnarealen
* Verstärkung für den Menschen nützlicher Eigenschaften (z.B. Milchleistung beim Rind)
* Änderung und Verlust einiger Verhaltensweisen (z.B. reduzierte Agressivität)
* Reduzierung des Gebisses und von Hörnern
* Änderung der Fellfarbe von Tarnfarben hin zu vielfältigeren, auffälligen Farbvarianten
* Reduzierung des Fells (z. B. beim Hausschwein)
* auftreten von Hängeohren
* Steilere Stirn
* Reduzierungen im Verdauungstrakt
* Ausbildung von Rassen mit z.T. gravierenden Unterschieden im Erscheinungsbild (z.b. die beide vom Wolf abstammenden Chihuahua und Bernhardiner)
* Weniger gut entwickeltes Flucht- und Verteidigungsverhalten
* Gesteigerte Fortpflanzungsrate
* Weniger stark ausgeprägtes Brutpflegeverhalten
Die Nachkommen domestizierter Wölfe bellen statt zu heulen, ohne jedoch mit Hunden in Kontakt zu treten.
Da derartige Effekte teilweise auch beim Menschen Homo sapiens zu beobachten sind (z. B. im Vergleich zum Homo neanderthalensis), sprechen manche Biologen (u. a. Konrad Lorenz) auch von der Verhaustierung des Menschen im Zuge seiner Entwicklung.
* Domestizierung oder Domestikation ist ein innerartlicher Veränderungsprozess von Wildtieren oder -pflanzen, bei dem diese über Generationen hinweg genetisch isoliert von der Wildform vom Menschen gehalten werden.
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