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Registrierungsdatum: 10. März 2006

1

Donnerstag, 29. Juni 2006, 18:50

Bartagamen-Biss

Ich hatte heute keine glückliche Hand beim Füttern. Als ich de Männchen ein Stück Paprika geben will, beißt er daneben und mir voll in den Zeigefinger. Die haben einen ganz kräftigen Biss. Er hat den Finger wohl dabei immer noch für ein saftifes Stück Fleisch gehalten, denn er ließ nicht los. Ich musste also den Finger schnell wegziehen, wobei er ein bischen geflogen ist (das Männchen, nicht der Finger :D). Aber er hat direkt danach weitergefressen.

Ein paar Minuten später beißt auch das Weibchen daneben und in den anderen Finger.

Jetzt wollt ich mal wissen, ob ich vorsorglich was gegen Infektionen tun soll. Ich habe oft gehört, dass zumindest bei einigen Reptilien ein Biß oft tödlich ist (in freier Wildbahn), weil es regelrecht zur Jagd-/ Abwehrstrategie gehört, dass in dem Speichel möglichst viele Erreger sind.

Ich habe gleich nach dem Biss folgendes getan: kurz abgespült. Weil es nur langsam anfing zu bluten, habe ich den Arm geschkeudert, so dass Keime mit dem Blut rausgespült werden. Danach habe ich die Hände mit heftigem Chlor-Desinfektionsmittel eingerieben und versucht, das Zeug auch in die Wunde zu drücken. Danach noch ein paar Mal Arm geschleudert, damit Blut und danach Hände gewaschen.

Das müsste doch reichen, oder?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »eljoetheranger« (29. Juni 2006, 18:50)


coder Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 4. Juni 2006

Geschlecht: Männlich

2

Donnerstag, 29. Juni 2006, 22:42

das sollte mehr als locker reichen, da wo ich mein barti her habe, die machen gar nichts besonderes wenn sie mal versehentlich gebissen werden, und die leben immer noch ;)

bitte korrigieren wenn das ein fehlverhalten darstellen sollte!

gruß

christian

Draven Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 1. Juni 2006

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Düsseldorf

Status: Halter

3

Donnerstag, 29. Juni 2006, 23:12

Würde Tierbisse immer Desinfizieren, also schon richtig gemacht eljoetheranger.
Eine Freundin lag vor ein paar Wochen für 3 Tage im Krankenhaus wegen einem Rattenbiss (ja, ich weiß, dass das keine Reptilien sind).
Wenn es sich nicht entzündet, kann man aber entwarnung geben.
Man bedenke, dass auch Bisse von Menschen (nachdem sie sich entzündet haben) schlimme folgen haben können.

mfg
Draven

Goldskink Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 28. April 2006

Geschlecht: Männlich

Wohnort: nähe Nürnberg

Status: Halter

4

Donnerstag, 29. Juni 2006, 23:46

Wo hast Du denn diese Kentnisse her?

Hi erstmal !
Hoffe Du lebst noch?
Also mich würde es echt mal interressieren, wo Du diese Art zum Infektionsschutz her hast. Also um es kurz zu machen, ich bin seit ca. 20 Jahren Ehrenamtlich beim Roten Kreuz, u. a. auch als Sanitäter aktiv, aber mit Chlor Desinfektionsmitteln arbeiten wir nicht. Viel wichtiger finde ich, ist eine Ausreichende Tetanus Schutzimpfung, die sollte, wenn es zu einem Biss kommt, möglichst nicht älter als 2 Jahre sein. Ansonsten reicht ein normales Wunddesinfektionsmittel völlig aus, und das mit dem auswaschen kannt Du dir sparen, ebenso das mit dem Arm schleudern. Das machts eigentlich nur schlimmer, worauf ich hier jetzt aber nicht näher eingehen will. Desweiteren kann ich mir nicht so genau vorstellen, welche Art von "tödlichen" Bakterien sich in dem Speichel Deiner Echsen befinden sollen? Kannst ja mal nen TA fragen, der kann Dir da bestimmt weiter helfen.
Also noch mal zum mitschreiben: Bei Biss, was hoffentlich für Dich, nicht mehr so oft vorkommt, Wunde Desinfizieren, im Impfpass kucken wann die letzte Tetanus Schutzimpfung war, und wenn nach 2-3 Tagen nicht der ganze Finger stark gerötet und heiß ist, haste denk ich mal nichts zu befürchten. Da ich aber KEIN Arzt bin, und hier nur meine Erfahrungen wiedergebe, schließe ich mich jeglicher Haftung aus, bei unsicherheit ist es immer Besser einmal zu viel zum Arzt zu gehen, als zu spät oder gar nicht !!!
So, in diesem Sinne.

MfG
Goldskink

Registrierungsdatum: 10. März 2006

5

Samstag, 1. Juli 2006, 13:37

Hi.

Ja ich habs überlebt bisher.

Die Tips habe ich von meiner Ex-Freundin. Die ist Chirurgin in der Inneren und das sind so die ersten Dinge, die ein Azt machen soll, wenn er sich bei der OP veletzt hat (um AIDS-Ansteckungen zu verhindern). Allerdings benutzen die da auch keinen Chlorreiniger [big:D]

Das Ausbluten schwemmt wohl Keime aus der Wunde und der Chlorreiniger war einfach das einzige Desinfektionsmittel, was ich da hatte. Ich dachte mir, besser damit desinfizieren, als gar nicht.

Die Tetanus-Impfung ist glaube ich wirklich fällig ...

Das mit den Keimen im Speichel gibt es wirklich. Allerdings nicht bei Bartagamen. Es gibt eine Echsenart, deren Biss genau wegen der Keime extrem gefährlich sein soll. Es sind keine besonders tödlichen Keime , aber besonders viele und ganz verschiedene, so dass es unbehandelt wohl fast immer zu einer schweren Blutvergiftung kommt oder, was es halt so für Sachen gibt. Allerdings sind diese Echsen Aasfresser.

Ich habe einfach überlegt, dass es möglich sein könnte, dass andere Reptilien dann auch relativ viel Keime haben. Aber zum Glück ist es bei Barties ja nicht so...

Danke auf jeden Fall für die Tips!

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »eljoetheranger« (1. Juli 2006, 23:06)


Caro Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 14. April 2006

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Koblenz

Status: Halter

6

Montag, 3. Juli 2006, 11:56

Hi!
Das was du meinst sind Kommodowarane. Die wohl größte Echsneart. Die Tiere sind sehr groß und sehr schwer. Sie lauern einem Tier auf und beißen es. Dann warten sie einfach ab. In dem Speichel der Warane sind so viele Bakterien dass die gebissenen Tiere unweigerlich daran eingehen. Der Waran wartet darauf dass das Tier tot ist und spürt es dann mit seiner super feinen Nase auf um es zu fressen. Wie du schon sagtest. Kommodowarane sind As fresser und alleine um das Futter zu verdauen müssen sie "tödlichen" Speichel haben. durch ihr hohes Gewicht könnten sie anders kein Futter bekommen weil sie nicht so lange so schnell laufen können.
Die Warane gehen normalerweise Menschen aus dem Weg, trotzdem kommt es zwischendurch zu bissen, die direkt behandelt werden müssen.

Ich hab zur Desinfektion immer den Alkohol aus der Apotheke im Haus. Der Vorteil daran ist, dass du damit auch die Tierutensilien und das Terra desinfizieren kannst weil das nach dem Auslüften absolut ungefährlich ist. Ich halte da echt viel von und hat bis jetzt auch immer was gebracht. Ich würde mir bei so einem Biss nicht so viele Gedanken machen. Deine Tiere leben bei dir zu Hause, du weißt was sie fressen und das sie gesund ist. Ich finde Katzenbisse da immer schlimmer weil die überall rumstreunen und man nie weiß wo die vorher waren.
Liebe Grüße Caro

Registrierungsdatum: 10. März 2006

7

Montag, 3. Juli 2006, 12:54

Genau, die meinte ich! Das mit den Barties war nur so ne Idee und ich wollte auf Nummer sicher gehen.

Ich hab mal eine Doku über die gesehen. Die Menschen, die in den Revieren der Kommodowarane leben, haben richtig Angst vor denen, weil sie wohl so groß und kräftig sind, dass sie durchaus Menschen töten können. Wenn schon die Barties so einen kräftigen Biss haben, dann will ich gar nicht wissen, wie es bei nem riesen Waran ist.

Gestern war ein Artikel in der Zeitung, in dem es um Leguane glaub ich ging. Die drohen, indem sie das Maul aufreißen und es offen lassen. Anhand der weißen Kiefermuskulatur, die man dann sieht, oder anhand eines weißen Fleckes im Maul, dessen Größe wohl irgendwie mit der Stärke der Kiefermuskulatur korrespondiert, kann der Feind dann sehen, wie kräftig der Biss wäre und sich verziehen.

Ich muss mir sowieso mal ne Hausapotheke zusammenstellen. Jetzt wo Dus sagst, ich hatte sogar Akohol zu Hause, hab aber nicht dran gedacht.

Danke für den Tip!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »eljoetheranger« (3. Juli 2006, 20:02)


Registrierungsdatum: 10. März 2006

8

Montag, 3. Juli 2006, 20:08

Hier ist ein Artikel über Kommodowarane aus Wikipedia:

Erscheinungsbild
Der Komodowaran lässt die meisten anderen heute lebenden Echsen wie Zwerge erscheinen. Er wird bis zu 3 Meter lang; mit leerem Magen wird er zwar selten schwerer als 50 kg; da er in kurzer Zeit bis zu 80% seines Körpergewichts an Nahrung aufnehmen kann, sind in vollgefressenem Zustand aber maximal 150 kg möglich (einige Quellen sprechen sogar von bis zu 250 kg, was aber als Übertreibung gelten muss). Er hat einen schweren graubraunen bis olivgrünen Körper, einen langen, dicken Schwanz und gut entwickelte Gliedmaßen mit klauenartigen Nägeln. Die Zähne sind groß und spitz, die Zunge ist gegabelt und kann schnell aus dem Maul herausgestreckt und wieder eingezogen werden. Trotz seiner Größe ist er ein guter Kletterer, der sich sowohl auf dem Land wie auch im Wasser, in dessen Nähe er oft lebt, schnell fortbewegen kann. Er kann eine Geschwindigkeit von bis zu ca. 30 km/h erreichen. Das erreichbare Alter wird auf 30 bis 50 Jahre geschätzt. Komodowarane haben einen äußerst unangenehmen Eigengeruch.

Lebensweise
Diese größte lebende Echse ist agil, besitzt ausgezeichnete Sinnesorgane und gilt als eines der intelligentesten Reptilien. Als Geruchsorgan benutzt er seine Zunge. Der Komodowaran lebt in den Wäldern und Buschländern der Inseln und ernährt sich dort unter anderem von Aas (wobei allerdings ein großer Teil dieser toten Tiere an Waranbissen verendet sein wird), schlägt aber durchaus auch häufig lebende Beute, angefangen von kleinen Reptilien, Vögeln und Säugern, bis hin zu großen Säugern wie Hirschen, Wildschweinen oder Pferden, die das Gewicht der Warane um ein Vielfaches übersteigen. Selbst vor einem Büffel schreckt er zuweilen nicht zurück. Die kleineren Beutetiere verspeist der Komodowaran im Ganzen. Früher bestand seine Hauptbeute aus heute ausgestorbenen Zwergelefanten, die damals als einzige große Säugetiere auf Komodo und den umliegenden Inseln vorkamen.

Die Taktik auf der Jagd ist folgende: Der Waran versteckt sich im Gras und versucht ein großes Opfer so nah herankommen zu lassen, dass ihm eine Bisswunde zugefügt werden kann. Da der zähflüssige Speichel des Komodowaranes mit verschiedenen Wundbrand-und Blutvergiftung auslösenden Bakterien versetzt ist, wird diese Wunde gleichzeitig infiziert, so dass der Waran nun nur noch das Opfer solange verfolgen muss, bis es an der Vergiftung zugrunde geht, was in aller Regel nach wenigen Tagen der Fall ist. Kleinere Beutetiere dagegen werden einfach in typischer Waran-Manier gepackt und gegebenenfalls totgeschüttelt. Auch Jungtiere der eigenen Art werden häufig von den Alttieren gefressen, weshalb sie sich während der ersten Lebensjahre größtenteils auf Bäumen aufhalten, um so den Nachstellungen ihrer Verwandten zu entgehen. Angriffe mit Todesfolge auf den Menschen sind selten; allerdings sind Bisswunden durch Komodowarane auch durch die moderne Medizin nur selten heilbar, so dass infizierte Gliedmaßen oft amputiert werden müssen. Es ist allerdings auch schon passiert, dass Menschen von Komodowaranen gefressen wurden.

Fortpflanzung
Komodowarane paaren sich zwischen Mai und August; die Eiablage erfolgt im September. Das Weibchen legt jeweils etwa 15 Eier, die es im Boden vergräbt. Nach der Fürsorge für das Nest werden die Jungtiere (100 g schwer, 40 cm lang) sich selber überlassen, und oft sogar als Beute gefressen. Überlebende Jungtiere wachsen innerhalb fünf bis sieben Jahren auf eine Länge von etwa 1,50 Meter und sind auch dann erst geschlechtsreif. Bis zu diesem Zeitpunkt leben die Jungtiere ausschließlich auf Bäumen, die ihre älteren Artgenossen auf Grund ihres größeren Gewichtes nicht erklettern können. Damit sind sie gut gegen kannibalistische Überfälle gewappnet.

Erste wissenschaftliche Beschreibung
Die erste wissenschaftliche Beschreibung des Komodowarans stammt aus dem Jahre 1912 von Peter Ouwens, dem Leiter des zoologischen Museums von Bogor auf Java. Bereits in den Jahren zuvor hatten die stattlichen Echsen das Interesse niederländischer Perlentaucher und Soldaten erweckt. Wegen seiner Ähnlichkeit zum "Drachen" dachte man einige Zeit, der Komodowaran könne Feuer speien.

Zum Schutz des Komodowarans wurde 1980 der Komodo-Nationalpark gegründet.

Videos, Bilder usw.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »eljoetheranger« (3. Juli 2006, 20:11)


Caro Weiblich

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9

Dienstag, 4. Juli 2006, 10:23

Wow, du hast dir ja echt Mühe gegeben. Vor nicht allzu langer Zeit kam ein Film im Tv über die Kommodowarane. War echt interessant. Wahnsinn was die Natur so macht. Ich meine mit dem Speichel und so...

Registrierungsdatum: 10. März 2006

10

Dienstag, 4. Juli 2006, 17:21

"Wahnsinn was die Natur so macht. Ich meine mit dem Speichel und so... "

Ja, oder? Irgendwo stand mal: "Wo die Evolution am wirken ist, da braucht man keine Intelligenz" oder so ähnlich ... :D
Ich finds heftig, dass man selbst heutzutage die Bisswunden selten heilen kann... 8o

So viel Mühe wars nicht, ich hab einfach aus Wikipedia kopiert [big:D]

Gruß

Edited: Sind Warane eigentlich Echsen? Irgendwo hab ich mal so nen Stammbaum der Reptilien gesehen ...

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »eljoetheranger« (4. Juli 2006, 17:28)


Caro Weiblich

Mitglied

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Status: Halter

11

Donnerstag, 6. Juli 2006, 09:33

Ja die zählen wohl zu den Echsen und somit zu den Schuppenkriechtieren. Der Kommodowaran ist die größte Echse der Welt.
Hab so ein Kinderbuch über Reptilien für meine Kidis im Kindergarten ( man muß ja schon jetzt denen bißchen was erzählen, über Reptilien lernen die in der Schule ja nicht wirklich viel) und da steht das auch über den Kommodowaran drin.

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