Erstmal wünsche ich allen noch Frohe Weihnachten. Das wichtigste zuerst, der Bartagame geht es deutlich besser. Nachdem sie zwei Tage nichts gefressen hatte, hat sie wieder gesunden Appetit und der Kot ist seit ewigen Zeiten mal wieder normal! Ich hatte in den Feiertagen noch mit dem TA gesprochen, und es kam wohl wirklich von den Medikamenten, die wir nun abgesetzt haben, bis auf das Korvimin natürlich.
Dennoch möchte ich natürlich eure Fragen beantworten. @ Brane& Fast Eddi:
Lehmpulver werden wir in den kommenden Wochen ergänzen, damit die kleine Maus noch besser buddeln kann.
Die UVB- Lampe (natürlich Tageslicht) hat 6300 K. Sie ist 12 Stunden an, da es eher der Natur entspricht, die Bestrahlung möglichst lange am Tag bestehen zu haben, als nur für 1 Stunde am Tag mit einer sehr wattstarken UVB Lampe zu bestrahlen. Ein Grund dafür ist, dass es nicht besonders realistisch ist, dass die Bartagame dann genau in dieser Stunde "passend liegt" und auch etwas von der Bestrahlung abbekommt. Wenn sie zu dieser Zeit nämlich in ihrer Höhle ist, dann war die Bestrahlung nicht erfolgreich!Und sie jedesmal für die Bestrahlung zu händeln,finde ich sehr stressig für das Tier. Außerdem finde ich es sehr schwer, mit wattstarken Leuchtmitteln zu arbeiten, da Verbrennungen gerade mit UVB-Strahlen sehr böse enden können, diese können schließlich trotz guter Terrariumhöhe etc auftreten.
Der Rest der Beleuchtung hat ca. 3200 K. Ich nehme mal an, dass ihr mit euren Tageslichtscheinwerfern nicht die Lichttemperatur steigern wollt, sondern die Lichtausbeute (korrigiert mich gern, wenn ich daneben liege), aber die Lichtausbeute hat ja nicht zwangsläufig etwas mit der Farbtemperatur des Leuchtmittels zu tun. Um die Lichtausbeute zu erhöhen, kann man genausogut Kunstlicht statt Tageslicht zur UVB-Lampe dazuschalten. Falls ihr anderer Ansicht seit, würde ich gern genau wissen, warum ihr es anders macht, um meine Meinung zu überdenken. Wie gesagt, es geht hier nicht darum, ausschließlich Warmlicht zu benutzen, sondern darum, die zweifelsfrei notwendige UVB-Beleuchtung mit Warmlicht zu unterstützen. Also wenn bei uns im Terrarium Licht an ist, ist das ganze Wohnzimmer hell erleuchtet! Die Leuchtstoffröhre hat eine sehr gute Lichtausbeute. Vielleicht wurde das falsch von mir ausgedrückt, aber diese Lampe, die bei Abschalten den Lichtes nachleuchtet, ist den ganzen mit einem zweiten Spot drin an! Lediglich der Schirm leuchtet später etwas nach.
Zu den Temperaturen:
Wir haben ein Temperaturgefälle drin. An den "kältesten", schattigen Stellen sind 25Grad, dort wo kein Schatten, aber auch kein Spot ist, sind 30Grad und unter den Spotts sind an der wärmsten Stelle bis zu 50 Grad.
Das Tier, wird nie aus dem Terrarium genommen, außer für TA oder Medikamentengabe!
@ Fast Eddi
Du sagst, es ist Quatsch, das Tier im ersten Jahr nicht in die Winterruhe zu schicken. Aber du wirst mir Rechtgeben, dass ich ein noch geschwächtes Tier, was einen starken Wurmbefall hatte, nicht in die Winterruhe schicken kann oder? Ansonsten wäre ich nun sehr verwundert.
@ Trixi: Die Bartagame war monatelang in einem Glasterrarium in Quarantäne. Als die Kotproben nagativ waren, konnte sie wieder ins normale umziehen (besser gesagt in ein gänzlich neues). Abduschen und abschruppen bringt nur etwas, wenn das Tier auf der Haut mit Parasiten befallen ist, nicht jedoch bei dem von mir beschriebenen Wurmbefall, der sich im Tier abspielt.
@ Smaragd
ich gebe dir Recht, die Tiefe/Höhe des Terrariums ist für eine ausgewachsene Bartagame nicht ideal. Allerdings ist unsere noch sehr klein für ihr Alter (ca. 35 cm mit sehr langem Schwanz). Ein Terrarium mit anderen Maßen ist für 2010 in Planung, bzw in Arbeit (wir basteln selbst, das dauert leider etwas) und im Moment verliert sich das Tier fast noch in diesem Terrarium. Passende Beleuchtung ist jedoch mit etwas Mühe immer möglich. Als Lichttechniker weiß mein Freund da, was er tut, man muss nur einige Vorkehrungen (Kästen etc) treffen.
Täglich Heimchen bekommt sie, wie gesagt auf Anordnung der Tierärtze (selbstverständliche haben wir mehrere Meinungen eingeholt). Da das Tier aber gerade zu Beginn der Behandlung noch sehr jung war, sollten wir keine anderen Insekten füttern, da die Tierärtze meinten, Heimchen wären von der Größe, Fettgehalt, Nährwert etc. genau richtig. Jungtiere bis zu zwei Jahren sollten überwiegend tierisch ernährt werden, Gemüse allerdings ständig angeboten werden, damit später die Umstellung leichter fällt, wenn nur noch einmal wöchentlich tierisch gefüttert wird.
An Gemüse bekommt sie alles, was laut Futterplan vom TA erlaubt ist. z.B.:
Möhren, Endiviensalat, Chicoree, Löwenzahn, Klee, Radischengrün, Kohlrabieblätter, Paprika, Gurke, ab und zu etwas Obst, allerdings wegen den Fruchtzuckergehalts nicht zu viel, Lauch, ab und zu frische Kräuter wie Basilikum, Kresse, Oregano (alles selbstgezogen), Obstbaumblätter, Ahornblätter und noch vieles mehr.