• Anmelden
  • Registrieren

Sie sind nicht angemeldet.

Ophelia Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 30. August 2007

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Frankfurt/Main

Status: Halter

1

Donnerstag, 6. September 2007, 13:44

Parasiten für den Menschen gefährlich?

Hallo!

Ich habe mal eine Frage an alle, deren Tiere schonmal Parasiten hatten. Sind die eigentlich auf den Menschen übertragbar?

Ich lese immer so viel darüber, dass man das Terrarium desinfizieren soll, aber mehr eigentlich nicht.

Vielleicht ist diese Frage ja ein bisschen blöd, aber es interessiert mich.

Viele Grüße,

Ophelia

Longi Männlich

Anwärter

Registrierungsdatum: 9. Oktober 2005

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Unterfranken

Status: Züchter

2

Donnerstag, 6. September 2007, 13:57

RE: Parasiten für den Menschen gefährlich?

Hi,

ich weiß, dass z.B. diverse Salmonellen durchaus auf den Menschen übertragen werden können.

Gruß Bernd

Registrierungsdatum: 7. Juli 2007

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Berlin Marzahn

Status: Halter

3

Donnerstag, 6. September 2007, 15:00

RE: Parasiten für den Menschen gefährlich?

Nach dem man am Terrarium was getan hat zb.reinigng,wasserwechsel oder das Tier in der Hand hatte,sollte man sich so wie so die Hände waschen und ich denke mal das ist die beste Möglichkeit irgend welche übertragungen vor zu beugen.Ich selber kenne keinen der durch Reptilien krank geworden ist.

Brane

Mitglied

Registrierungsdatum: 27. Juli 2007

Status: Neuling

4

Donnerstag, 6. September 2007, 15:36

RE: Parasiten für den Menschen gefährlich?

Bei Milben ist es besser wenn man auch außerhalb des Terrariums sauber macht.

Zhunami Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 22. Januar 2007

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Ilmenau,Thüringen

Status: Halter

5

Samstag, 8. September 2007, 09:52

Generell sind sie (außer Salmonellen) für den Menschen nicht gefährlich, wenn man damit nur beim Reinigen usw. in Kontakt kommt. Viele Menschen haben aber beispielsweise Allergien auf bestimmte Milbenarten, die dann Atembeschwerden und andere allergische Reaktionen auslösen können. Insbesondere Allergiker von Hausstaubmilben sollten im Umgang mit Sand aufpassen, da stecken auch Milben drin (unbedenklich für die Tiere und üblicherweise auch für Menschen), die bei Übermepfindlichkeit Asthma usw. hervorrufen können.

Dogma Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 12. Juni 2007

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Frankfurt/Main

Status: Halter

6

Samstag, 8. September 2007, 12:29

Ich kann nur Sagen das Keime,Bakterien und Vieren durch normales Händewaschen nicht von der Hand abgehn es gibt spezielles waschmittel in der Apotheke aber mit normaler Seife bekommt man nur sichtbaren Dreck weg

mfg Pascal

Cerastes

unregistriert

7

Samstag, 8. September 2007, 13:07

Darf ich fragen wo du das gehört hast?
Prinzipiell ist es so, dass man nur durch Sterilisieren etwas völlig keimfrei bekommt, dennoch ist das meist völlig übertrieben. Desinfektion bzw. gründliches waschen mit seife und warmem Wasser reicht völlig aus um die Keimzahl so stark zu senken, dass man quasi von sauber sprechen kann. Dass Viren und Bakterien sich mit Wasser nicht abwaschen lassen, halte ich für ein unsinnig, das Zeugs wird unter fließend Wasser zu 99% entfernt, man denek nur mal daran dass z.B. in der küche mit rohem Fleisch und eiern gearbeitet wird, das oftmals mit Salmonellen und anderen Keimen schwach belastet ist und sterilisiert bzw. desinfiziert etwa deswegen jemand seine Kücheneinrichtung bzw. das Besteck? Wohl kaum, auch reicht Händewaschen nach dem Anfassen von z.B. rohem Hähnchenfleisch völlig aus, da bleibt so gut wie nix mehr übrig, ein paar Keime sind überall und ein gesunder Organismus wird damit fertig bzw. braucht sie sogar, das ist völlig normal. Übrigens ist die Aufgabe eines Waschmittel allein nicht das völlige Entfernen von Keimen sondern in erster linie das Entfetten und bessere Ablösen von Schmutzpartikeln, zum Abtöten vom Keimen sind Desinfektionsmittel da. Wenn jemand meint, er müsse sich nach dem Arbeiten am Terrarium oder am Tier die Hände desinfizieren, würde ich Sterilium empfehlen, da dieses rückfettend für die Haut ist und somit im Gegensatz zu reinem Alkohol bei mehrfacher Anwendung nicht die Haut so schädigt.

Gruß Andreas

Brane

Mitglied

Registrierungsdatum: 27. Juli 2007

Status: Neuling

8

Samstag, 8. September 2007, 13:11

Ich finde das auch etwas übertrieben. Seife reicht vollkommen aus. Die Tiere haben ja keine Hepatitis oder ähnliches

Neo Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 17. Januar 2007

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Schweiz-Dänemark

Status: Halter

9

Samstag, 8. September 2007, 13:24

Hallo

Pentastomiden wären Zoonose-Erreger. Sie sind also auch für den Menschen gefährlich. Die Übertragung müsste aber über die Eier oder die Infektionslarven erfolgen.

Zitat:

Die Larve nistet sich in den oberen Atemwegen und im Rachenraum ein, wobei sie dort ihre Eier ablegen, die teilweise "nach oben" abtransportiert werden (Aushusten, Niesen), oder durch den Darm wandern und dort mit dem Kot ausgeschieden werden. Danach müssen sie von einem Zwischenwirt aufgenommen werden. Im Zwischenwirt schlüpft dann die erste Larve, diese durchbricht die Darmwand. Nun wandert sie in verschiedene Organe ein und bildet eine Cyste. Der Zwischenwirt dient nun als Überträger und muss von einem günstigen Endwirt gefressen werden.

mfg Philipp

PS: Nicht gerade toll, wenn man Larven im Rachenraum/in den Atemwegen hat 8o

Dogma Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 12. Juni 2007

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Frankfurt/Main

Status: Halter

10

Samstag, 8. September 2007, 13:43

vieleicht hat sich das für euch übertrieben angehört aber was machen den allergiker und in der küche werden die bestimmt nicht nur mit wasser ihren platz sauber halten und wenn gefährliche keime bakterien usw so einfach abwaschbar wären können die ja am ende doch nicht so gefährlich sein oder nicht.... naja aber ich meinte ja nicht die hamlosen alltäglichen dinge sonder die von mensch zu tier oder umgekerht übertragen werden können die zur gefahr werden könnten

mfg

Dogma Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 12. Juni 2007

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Frankfurt/Main

Status: Halter

11

Samstag, 8. September 2007, 14:10

Unzählige unsichtbare Keime umgeben den Menschen in jeder Lebenssituation. Normalerweise ist dieses natürliche Lebensumfeld kein Problem für seinen Organismus. Anders ist das allerdings für Kranke, Ältere, Kinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Eine Grippe-, Salmonellen- oder Pneumokokken-Infektion kann hier schon lebensbedrohlich sein. Aber es gibt auch unzählige Keime, die bei Gesunden zu ernsten Infektionserkrankungen führen können.

Weltweit waren und sind Infektionen verantwortlich für eine hohe Erkrankungs- und Sterblichkeitsrate. Erst 1864 erkannte Louis Pasteur aufgrund seiner Experimente, dass Infektionskrankheiten von lebenden Organismen, zum Beispiel von Bakterien, Viren und Pilze, verursacht werden.

Bakterien
Bakterien sind sehr kleine, einzellige Lebewesen, die sich durch Querteilung vermehren. Jeder Mensch ist mit einer speziellen natürlichen Mikroflora von mehr als 1000 verschiedenen Bakterien-Arten besiedelt. Aber nur wenige von ihnen können Krankheiten verursachen. Ist das Immunsystem geschwächt oder gibt es in der Haut Risse, können Bakterien in tiefere Hautschichten eindringen. Dort nisten sie sich ein und vermehren sich. Der Körper wehrt sich gegen die Erreger mit einer akuten Entzündungsreaktion.
Nur wenige Krankheiten entstehen durch Giftstoffe, die Bakterien zum Beispiel in Lebensmitteln außerhalb eines Wirts produzieren.
Die äußere Erscheinung der Bakterien lässt sich auf einfache Grundformen zurückführen; auf Kokken (Kugelbakterien), stäbchenförmige Bakterien und gekrümmte Stäbchen.
Bestimmte Bakterienarten können ihre Gestalt wechseln. Und als so genannte Sporen können sie sehr widerstandsfähige Dauerformen bilden, die auch widrigsten Umweltbedingungen Jahrzehnte trotzen.





Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten.; Rechte: Hauptsache Gesund
Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten.
Viren
Viren sind besonders kleine Krankheitserreger. Sie besitzen keinen eigenen Stoffwechsel und können sich deshalb nur in lebenden Zellen eines Wirtes vermehren. Dazu benutzen sie Menschen, Tiere oder sogar Bakterien als Wirte. Das Virus hängt sich an eine Zelle an und dringt in sie ein. Auf diese Weise schleust es sein Erbgut in das der Wirtszelle, so dass diese gezwungen ist, neue Viren zu produzieren. Nach der Vermehrung verlassen die Viren die Zelle und infizieren neue Zellen.
Viren können Auslöser von relativ harmlosen Infektionen wie Erkältungen sein. Einige Viren-Erkrankungen wie Hepatitis oder AIDS dagegen sind lebensgefährlich.

Ist das Immunsystem durch Viren aber geschwächt, können sich nachfolgend auch die Bakterien vermehren, die vorher in Schach gehalten wurden. Es kommt dann zu einer so genannten Superinfektion, die zu weiteren Komplikationen (Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchitis, Mittelohrentzündung, sogar Hirnhaut- oder Lungenentzündung) führen kann.

Beide Erreger, Bakterien und Viren, werden auf drei verschiedenen Wegen übertragen:
1. Durch direkteren Kontakt (Körperkontakt, Händeschütteln, Sex, verunreinigte Nahrung, Berührung von infizierten Gegenständen)
2. Übertragung durch die Luft (Tröpfcheninfektion), durch Husten oder Niesen.
3. Durch Blut, Operationen, durch Mehrfachbenutzen von Spritzbestecken

Pilze; Rechte: Hauptsache Gesund

Pilze
Pilze
Auch Pilze kommen überall in der Umwelt vor. Sie sind aus einzelnen Zellen aufgebaut, die regelrechte Fäden ausbilden, die Pilzfäden. Diese verzweigen sich und bilden widerstandsfähige Geflechte, so genannte Myzel. Die Sporen sind der Teil des Pilzes, der für die Vermehrung zuständig ist. Sporen haben eine Dauerform und können praktisch ohne Stoffwechsel überleben. Finden sie dann ideale Lebensbedingungen, fangen sie an zu keimen und ein Pilzgeflecht zu entwickeln.
Pilzinfektionen (Mykosen) entstehen vorwiegend auf der Haut, den Genitalien und dem gesamten Mund-Magen-Darm-Trakt. Studien ergaben in Deutschland eine Pilzdurchseuchung von 35 bis 45 Prozent der Bevölkerung.

Solange der Mensch nicht geschwächt und für eine Infektion anfällig ist, führen die meisten Pilze nicht zu einer Erkrankung. Sie siedeln sich vor allem dann an und vermehren sich, wenn die Bedingungen günstig sind. Dabei bevorzugen sie eine feucht-warme Umgebung. Deshalb sind vorwiegend jene Körperregionen betroffen, in denen ein solches Mikroklima besteht: Füße in eng anliegendem, atmungsinaktivem Schuhwerk; die Haut der Leistengegend, Schleimhäute des Genitalbereiches, Hautfalten, Haut unter der Babywindel.
Pilz-Infektionen sind ansteckend. Durch mangelnde Hygiene können sie auch bei ein- und derselben Person immer wieder auftreten.

Parasiten
Parasiten sind Organismen, die auf Kosten eines Wirtes leben. Dabei kann er sich auf dem Organismus oder im Organismus seines Wirtes aufhalten. Sie ernähren sich von dessen Körpersubstanz, seinen Körpersäften oder vom Darminhalt.
Im deutschen Sprachraum versteht man unter Parasiten hauptsächlich tierische Schmarotzer wie Einzeller (Protozoen), Gliederfüßler (Arthropoden) und Würmer (Helminten). Zu den verbreitetsten Schmarotzern gehören zum Beispiel die Kopf- und Filzläuse.
Die größten Parasiten, die Bandwürmer, quartieren sich in den verschlungenen Darmwindungen eines Menschen ein. Sie werden 12 Meter lang. Die Namensgebung der einzelnen Bandwürmer orientiert sich dabei an den Wirten, wie z.B. Fisch-, Hunde-, Rinder- oder Schweinebandwurm. Der Mensch kann durch die Aufnahme von Eiern oder Larven sowohl zum Zwischen- als auch Endwirt im Entwicklungszyklus der Bandwürmer werden.

Caro Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 14. April 2006

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Koblenz

Status: Halter

12

Donnerstag, 13. September 2007, 11:03

Respekt. Das hast du mal schön veranschaulicht! Noch mal zu dem Thema Händewaschen. Ich hatte gerade wegen Salmonellen auch schon mal Angst, da ich Erzieherin bin und mit ein paar Kindern einen Ausflug zu mir gemacht habe, da wir Reptilien als Thema hatten. Bin vorher in die Apotheke und habe mich schlau gemacht. Salmonellen gehen von den Händen durch waschen mit warmen Wasser und Seife ab. Er hat mir die Angst genommen und gesagt wenn die Kiddis die Hände nicht in den Mund stecken und sich danach die Finger waschen, dann ist da kein Risiko. Sonst hätte ich die kleinen n icht mitgenommen. Überall wo man sich erkundigt, Bücher, Internet usw. steht das Reptilien als Krankheitserreger kaum eine Rolle spielen. Ein Hund zb. ist potenziell gefährlich im Gegenteil zu einem Reptil!
Ich habe zwar auch Sterilium zu Hause, nehme das jedoch nur in gewissen Situationen. Nicht aber nur wegen einer Ansteckung zum Menschen, sondern auch wegen Ansteckung von Tier zu Tier. Fasse ich zb. die Schildkröten an und muß danach was bei den Bartagamen machen, dann sterilisiere ich mir die Hände um die Bartagamen zu schützen.
Ich selber benutze das nur wenn ich mit dem Kot der Tiere in Kontakt gekommen bin. Anonsten reicht Händewaschen vollkommen aus!

Registrierungsdatum: 7. Juli 2007

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Berlin Marzahn

Status: Halter

13

Donnerstag, 13. September 2007, 13:02

Zitat

Original von Caro
Nicht aber nur wegen einer Ansteckung zum Menschen, sondern auch wegen Ansteckung von Tier zu Tier. Fasse ich zb. die Schildkröten an und muß danach was bei den Bartagamen machen, dann sterilisiere ich mir die Hände um die Bartagamen zu schützen.
Anonsten reicht Händewaschen vollkommen aus!
Noch besser ist es wenn man sich erst um die Bartagamen kümmert und danach zu den Schildkröten geht um eine Ansteckung zu vermeiden.Ansonsten bin ich auch immer noch der Meinung das Händewaschen ausreicht :]

Caro Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 14. April 2006

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Koblenz

Status: Halter

14

Sonntag, 16. September 2007, 20:43

Ja klar das mache ich schon. Erst die Bartis dann die Schildis aber manchmal kommt halt irgendwas blödes dazwischen und dann muß man trotzdem nach den Schildis in die anderen Terras. Dafüpr finde ich streilkium nicht schlecht. Aber ich glaube das ist eher dazu da um sein Gewissen zu beruhigen...

Cerastes

unregistriert

15

Montag, 17. September 2007, 08:44

@Caro: Die Hauptgefahr bei Schildkröten geht ja durch die Übertragungsgefahr von Amöben, die für andere Echsen teils hochgefährlich sind, aus. Ich weiß aber z.B. vom Reptilium in Landau, dass sie dort auch Landschildkröten der Gattung Testudo mit anderen wüsten- und steppenbewohnenden Echsen zusammenhalten, und das teils schon über Jahre hinweg und ohne sichtbare Probleme. Irgendwie kann man die Dauerausscheidung von für andere Echsen gefährlichen Parasiten wohl also auch beseitigen, ich denke nur, dass viele reine Schildkrötenhalter diesen aufwand nicht betreiben, da sie ja für Schildkröten ungefährlich zu sein scheinen.

Gruß Andreas

Allgemeine Fragen (Bartagamen) Bildergalerie (Bartagamen) Ernährung (Bartagamen) Fachbücher und Literatur-Hinweise (Bartagamen) FAQ Bereich Bartagamen Fortpflanzung (Bartagamen) Haltungsberichte (Bartagamen) Krankheiten (Bartagamen) Terrarien (Bartagamen) Verhalten (Bartagamen) Züchterliste (Bartagamen)