Oreocryptophis porphyraceus coxi (Thailändische Bambusnatter)
Oreocryptophis porphyraceus hainana (Hainan Bambusnatter)
Oreocryptophis porphyraceus kawakamii (Taiwan Bambusnatter)
Oreocryptophis porphyraceus laticinctus (Breitband Bambusnatter)
Oreocryptophis porphyraceus porphyraceus (Rote Bambusnatter)
Oreocryptophis porphyraceus pulchra (Yunnan Bambusnatter)
Oreocryptophis porphyraceus vaillanti (Chinesische Bambusnatter)
Allgemeines:
Auch bei ihr gibt es das gleiche Problem, Wildfänge sind kaum am Leben zu halten. Zum Glück sind sie in ihrem Vorkommensgebiet (Thailand) geschützt wodurch die Unsitte der Massenausfuhren, wie es bei anderen asiatischen Nattern gemacht wird, verhindert wird. Nachzuchten bereiten keine Schwierigkeiten. Fressen sehr gut, sind sehr stabil und vermehrungsfreudig.
Beschreibung:
Oreocryptophis porphyraceus coxi gehört zu den kleineren Arten die nur selten über 100 cm lang werden. Meist 80 - 90 cm. Der Kopf ist nur wenig vom Hals abgesetzt. Sie sind von einer roten bis leuchtend orangen Grundfarbe, unterbrochen von zwei tiefschwarzen Längsstreifen, die mal dicker oder dünner sein können und von den Augen bis zum Schwanz verlaufen. Bei einigen wenigen Tieren sind die Streifen nur zur Hälfte vorhanden. Viele Tiere besitzen zwischen den Streifen schwarze Flecken die im Alter verblassen.
Herkunft:
Die coxi ist in den Regenwäldern der Berge Thailands, Provinz Loei beheimatet. Auch sie ist wie die Mandarinnatter eine sehr versteckt lebende Art, die die meiste Zeit des Tages in einem feuchten Unterschlupf, wie z.B. Moospolster oder ähnlichem verbringt. Sie ist meist nur morgens oder abends zu sehen.
Haltung:
Ich halte meine Tiere einzeln in Terrarien mit den Maßen 100 x 40 x 50cm (L x T x H). Der Rückwandgestaltung sind keine Grenzen gesetzt, es eignen Eigenbauten genau so gut wie Fertigrückwände. Zur Bepflanzung eignen sich, den klimatischen Bedingungen entsprechend, subtropische Farne und Efeu, die in einem kühlen, feuchten Terrarium gut gedeihen. Zur besseren Hygiene sind meine Terrarien mit Kunstpflanzen ausgestattet. Als Bodengrund eignet sich ungedüngter Weißtorf, auch feine Terrarienerde kann verwendet werden. Da Bambusnatter leicht feuchten Bodengrund bevorzugen ist Torf am besten geeignet. Er hält die Feuchtigkeit gut, schimmelt nicht und sieht natürlich aus. Meine Tiere halten sich fast den ganzen Tag in ihrem Unterschlupf auf. Ihrer Herkunft entsprechend ist sie eher kühler zu halten. 25 - 28 Grad Tagestemperatur die Nachts um 10 Grad sinken kann. Einige feuchte Versteckmöglichkeiten sollten angeboten werden. Hier haben sich Blumentöpfe mit Spagnummoos bewährt. Klettermöglichkeiten werden nur selten genutzt. Jungtiere reagieren sehr hektisch bei Störung, was sich mit zunehmendem Alter legt. Der Unterschlupf sollte immer feucht gehalten werden, da es sonst zu Häutungsproblemen kommt. Bei Paarhaltung kann es immer wieder zu unvorhergesehenen Kopulationen kommen, so das das 0,1 so lange Eier absetzt, immer im Abstand von 2 - 3 Monaten, bis es an Erschöpfung eingeht. Aus diesem Grund ist eine Einzelhaltung, mind. getrennt nach Geschlechtern angeraten. Wie schon das eine oder andere Mal erwähnt, ist sie, in ihrem Wesen und ihren klimatischen Ansprüchen, der Mandarinnatter sehr ähnlich.
Zucht:
Für eine erfolgreiche Nachzucht ist eine 4 - 8 wöchige Überwinterung bei 10 - 15 Grad unerlässlich, bei mir wurden auch 6 Grad problemlos überstanden. Hat sich das 0,1 zum ersten mal nach der Überwinterung gehäutet, wird das 1,0 zur Paarung dazu gesetzt. Meistens beginnen sie gleich mit der Kopula, die bis zu 14 h dauern kann. Danach werden sie gleich wieder getrennt. Etwa 2 - 3 Monate später werden 3 - 8 Eier in einem feuchten Unterschlupf abgelegt. Bei einer Zeitigung bei 28 Grad kann eine fast 100 %ige Schlupfrate, nach einer Dauer von ca. 50 - 55 Tagen, erzielt werden. Ein Zweitgelege 2 - 3 Monate nach dem ersten hat sich bei meinen Tieren als die Regel herausgestellt. Die Aufzucht der Jungschlangen bereitet keinerlei Schwierigkeiten, bereitwillig werden kleine Babymäuse gefressen.
