neue Blutlinie für Crotaphytus collaris auriceps in Europa
Hallo,
in den letzten Jahren bin ich immer wieder von besorgten Halsbandleguanhaltern angesprochen worden unter der Besorgnis, dass wegen fehlenden Importen und bei der relativ kleinen Ausgangsbasis für die aus dem östlichen Utah und westlichen Colorado stammenden Goldkopfhalsbandleguane (Smith and Tanners "auriceps") alle Tiere in Europa heute weitgehend miteinander verwandt seien.
Dazu möchte ich sagen, dass aus einer sehr kleinen Ausgangsgruppe (2 Männchen und 2 Weibchen aus Mesa County, Colorado) eine sehr breitgefächerte und in menschlicher Obhut lebende Population aufgebaut wurde, in der auch heute nach 10 Jahren mit nicht verwandten Tieren und auf breiter Basis gezüchtet wird.
Die augenblicklich benutzten Zuchttiere entstammen zwar bereits einer F3 und F4 Generation, aber sind konsequent über Kreuz mit Tieren aus anderer nicht verwandter Konstellation zusammengestellt.
Ich möchte weiter anmerken, dass auch wenn dies nicht der Fall währe, bei der augenblicklichen Generationenfolge noch längere Zeit nicht mit Nachteilen durch Inzucht zu rechnen währe, dazu währe die augenblickliche Generationenfolge einfach noch viel zu gering.
Sicher kann gesagt werden, dass aus den bisherigen Aufzuchten für eine Haltung im Terrarium nicht geeignet schwache Tiere konsequent aus der Zucht gehalten wurden und damit die heutigen Nachzuchten unter Terrarienbedingungen gesünder und widerstandsfähiger aufwachsen als die ursprünglichen Wildfänge.
Weiter muss daran erinnert werden, dass bereits vor 20 Jahren ein weiteres Männchen und ein weiteres Weibchen aus Montezuma County, Colorado importiert werden konnten, also eine zweite Blutlinie. Auch die daraus entstammenden Tiere (aus der Zeit vor 2000 von mir gezüchtet und abgegeben) sind sicherlich noch in Europa sporadisch vertreten und wurden in den vergangenen Jahren von dem ein oder anderen Pfleger wissentlich oder nicht wissentlich mit eingekreuzt.
Umso mehr freue ich mich, dass ich im letzten Jahr wiederum ein Männchen und ein weiteres Weibchen aus Grand County, Utah importieren konnte.
Die beiden bilden eine neue dritte und unabhängige Blutlinie dieser Unterart, die heute verschiedentlich nur noch als besonders hübsche Standortvariante angesehen wird, was ihrer Erhaltbarkeit aber keinen Abbruch antut.
In diesem Jahr konnten bereits mehrere Nachzuchten abgegeben werden und es werden gerade neue Gruppen gebildet.
Ich hoffe die daraus entstammenden Nachzuchten werden unsere Zuchtgruppen bereichern und weiter gegenüber ungünstigen Einflüssen absichern.
Als höchstes Ziel sollten wir uns auf den Fahnenmast schreiben diese schönen Tiere, die bisher allein privat und in kleinstem Umfang nach Europa gelangt sind "rein" zu erhalten.
Wer Fragen und Anregungen zum Thema hat kann sich bitte bei mir melden. Ich werde meine Nachzuchten in Zukunft mit einem kurzen Abstammungshinweis vergeben und rege an, dass auch andere Halter/Züchter solch einen Hinweis bei der Weitergabe von Jungtieren mitgeben.
herzliche Grüße, Robert Schumacher (hier alias G3KKO)
Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »G3KKO« (18. September 2010, 02:26)