Terrarium:
Der Tropfentaggecko ist sowohl in der freien Natur, als auch im Terrarium eine nicht sehr scheue Phelsume. Sie wird daher immer häufiger ein beliebter Pflegling.
Phelsuma guttata hat eine Kopf-Rumpf-Länge von ca. 7cm und benötigt daher ein Terrarium von mindestens 42x42x56cm (LxTxH). Meiner Meinung nach ist dies jedoch viel zu klein. Ich habe mein Paar in einem 60x60x120cm Terrarium gehalten und konnte eine deutlich erhöhte Aktivität im Vergleich zu einem 60x60x60 Terrarium beobachten. Ich rate daher zu einem möglichst großen Terrarium. Dies stellt kein Problem für das Anschauen der Phelsumen dar, da diese wenig scheuen Vertreter fast kein Fluchtverhalten zeigen. Die meisten Phelsumen flüchten, wenn man in das entsprechende Zimmer hereinkommt. Anders Phelsum guttata. Man wird zwar angestarrt, kann aber kein Fluchtverhalten erkennen. Wenn sich die Phelsumen gestört fühlen rücken sie auf die andere Seite des Astes, auf dem sie gerade sitzten und pressen sich dagegen.
Das Terrarium sollte dicht bepflanzt sein. Da die Geckos ihre Eier gerne in die Blattachseln von Bromelien und großen Tillandsien legen, sollten diese in allen Höhen- und Temperaturbereichen vorhanden sein. Auch Bambus wird zur Eiablage verwendet und sollte daher in verschiedenen Höhen und Winkeln im Terrarium angebracht werden.
Da Phelsuma guttata den Regenwald bewohnt, sollte die Luftfeuchtigkeit entsprechend hoch sein. Ich empfehle dazu eine Regenanlage zu benutzten. Das Sprühen erfolgte bei mir zweimal am Tag: einmal vormittags und einmal abends. Um Schimmelbildung zu verhindern sollten große Lüftungsflächen, sowohl oben als auch unten, vorhanden sein. So erreicht man eine Luftfeuchtigkeit von durchschnittlich 60-80%.
Beleuchtung:
Die Beleuchtung ist zu einem großen Teil für das Wohlbefinden der Tiere verantwortlich und ist daher besonders wichtig!
Da Phelsuma guttata ein tagaktiver Gecko ist, kann auf keinen Fall auf UV-Licht verzichtet werden. Ich habe gute Erfahrung mit der BrightSun UV Jungle (kurz: BS) gemacht. Sie dient als UV-und gleichzeitig als Wämequelle. Die BS ist zur allgemeinen Wärmeerzeugung geeignet. Zusätzlich zur BS sollten deshalb auch Wärmestrahler zur punktuellen Bestrahlung vorhanden sein. Diese können in verschiedenen Wattstärken im Baumarkt gekauft werden und müssen keine speziellen Terraristikstrahler sein. Um das Terrarium heller zu machen, sollten außerdem Leuchtstofföhren angebracht werden. Die T5 BioVital-Röhren eignen sich hierfür meiner Meinung nach am besten. Je nach Größe des Terrariums sollten 2-4 Röhren für Licht sorgen. Im Terrarium sollte ein Temperaturgefälle vorhanden sein. In den unteren Regionen kann Zimmertemperatur herrschen, in den oberen Regionen ca. 25-28°C und unter den Spots bis 35°C.