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Korni22 Männlich

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Registrierungsdatum: 16. November 2006

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Baden-Baden

Status: Halter

1

Dienstag, 24. Juni 2008, 11:58

Tropiocolotes steudneri

Tropiocolotes steudneri dt. Handelsname Zwergwüstengecko
(Peters 1869)

Ich habe mich für diese Tiere eher aus einer Laune herraus entschieden, weil sie so süß und dabei noch so günstig waren, hätte ich mich vorher schlau gemacht hätte ich bereits festgestellt das es kaum Literatur darüber gibt, und mich vermutlich gegen sie Entschieden. Ich bin also mit den Angaben des Händlers (da brauchste nur n kleines Terrarium, und Licht brauchste auch keins die sind eh Nachtaktiv, füttern brauchste auch nur einmal im Monat) nach Hause gegangen und hab mich über das Internet schlau gemacht. Jetzt weiß ich nach einiger Recherche etwas mehr und hoffe ich kann einigen, die sich diese Tierchen anschaffen wollen damit weiter helfen.

Im Handel werden oftmals alle Tropiocolotes als eine einzige Art angeboten und weiß nicht ob es an der Unwissenheit oder Desinteresse der Zoo"fach"Händler liegt.
In 99% der Fälle werden im Handel Wildfänge angeboten, da eine Zucht aus finanzieller Sicht überhaupt nicht rentabel ist. Die Tiere kosten ca. 10-20€ und die Kosten für die Aufzucht der Jungtiere, inkl. Inkubation liegen dann doch etwas höher.

Herkunft:

Iran, Irak, Ägypten, Algerien

Lebensraum:

Trockene Habitate, Sandwüsten, Geröllwüsten, und in Innenstädten

Größe:
ca. 20-30 mm KRL
ca. 50-70 mm KSL

Lebenserwartung:

3-5 Jahre

Beschreibung:

Die Rückenschuppen sind glatt oder nur schwach gekielt und etwas geschindelt, die Bauch- und Kehlschuppen glatt. Von der Schnauzenspitze bis auf die Schulter verläuft ein braunes Band, das im Halsbereich etwas verblasst sein kann.
In Ägypten gibt es zwei Zeichnungsformen. Die dreifarbige hat eine mittelbraune Grundfärbung. Darauf befinden sich in Längsbinden angeordnete hellere und dunklere Flecken. Die zweifarbige Form hat auf sandfarbenem Grund größere schwarze Flecken, die manchmal zu Querbändern verschmelzen. Der Schwanz aller Zeichnungsformen ist meist deutlicher gebändert. Die Bauchseite ist weißlich.
Die Geschlechter lassen sich ziemlich leicht Unterscheiden da die Männchen eine deutlich verdickte Schwanzwurzel haben.

Verhalten:

Da Zwergwüstengeckos in der Regel nicht territorial und Artgenossen gegenüber wenig aggressiv sind, kann man sie in mehreren Gruppen aus Männchen und Weibchen halten. Vorrausgesetzt es sind gegügend Verstecke vorhanden, damit sich die Tiere, wenn sie doch nen schlechten Tag haben, aus dem Weg gehen können.
Die Tiere gelten eigendlich als nacht- und dämmerungsaktiv, jedoch sind sie auch häufig tagsüber zu beobachten.
Zu Beginn sind die Tiere sehr scheu und verstecken sich, bei der kleinsten Bewegung vor dem Terrarium, aber nach 2-3 Monaten läßt dieses Verhalten nach und die Tiere bleiben an ihren Positionen sitzen (eines meiner Männchen kommt sogar an die Scheibe gelaufen wenn jemand davor steht).
Wirklich zutraulich oder gar zahm werden sie jedoch nicht, spätestens wenn man die Scheibe öffnet sieht man von einer Sekunde auf die andere kein Tier mehr. Nach einigen Minuten gehen sie dann wieder auf ihre Sonnenplätze.
Abends und nachts kann man das für Tropicolotes typische zwitschern/zirpen hören was jedoch nach meinen Beobachtungen ausschließlich von den Männchen praktiziert wird. Die Tiere sitzen sich dann gegenüber und wechseln sich beim zirpen ab.
Geckos werfen ihren Schwanz bei Gefahr ab (diese Erfahrung mußte ich erst neulich machen als ich versucht habe ein entwischtes Tier zufangen), er wächst jedoch innerhalb von 2-3 Monaten wieder nach. Allerdings nicht ganz so lang und schön wie der erste.

Terrarienhaltung:

Ein Terrarium mit 1-3 Individuen sollte mindestens mit 30x30x30 cm, eines mit 4-5 Individuen mindestens mit 50x30x30 cm bemessen sein.
Ich habe für meine 4.8 ein Becken mit mit den Maßen 120x50x40 mit sehr vielen Verstecken eingerichtet, als Vorbild habe ich mir die Sahara genommen, also ca. 3-5 cm hoher Sandboden, denn darin graben die Tropiocolotes sehr gern(der Sand fliegt oft richtig nach hinten weg).
Zur Dekoration und als Versteckplätze dienen einige aus Styropor gestaltete Steine. Zur Bepflanzung, auf die auch ganz verzichtet werden kann,habe ich einige Tillandsien in das Becken gelegt, jedoch sollte dann auf ein ausreichende Wasserversorgung (der Pflanzen) geachtet werden. Zusätzlich eine Wärmelampe(evtl. sogar UV nicht zwingend notwendig schadet aber nicht), welche die Temperaturen tagsüber im Sommer auf 35-38°C hält und im Winter auf 25°C.Die Beleuchtungdauer habe ich auf Sommer 14h/24h und winter 6h/24h festgelegt und habe damit keine Probleme. Insgesamt habe ich in meinem Terrarium von 23°C bis punktuell unter der Wärmelampe 42°C ein sehr breites Temperaturgefälle was von den Tieren auch gut angenommen wird. Nachts benötigen Tropiocolotes steudneri im Sommer 25°C und im Winter 20°C. Die nächtlichen Temperaturen werden am besten mit einer speziellen Mondlichtlampe erreicht, die auch das perfekte Licht zum Jagen bietet. Wasser benötigen die Tropiocolotes steudneri nur sehr wenig, dennoch biete ich immer eine sehr flache!!!! Wasserschale an (schwimmen können die kleinen nämlich nicht, auch wenn sie wie kleine Krokodile aussehen).

Futter:

Füttern 2-3x pro Woche im Winter nur 1-2 x pro Woche Heimchen von klein bis mittel, Wiesenplankton und alles was gleichgroß oder kleiner als der Kopf der der Geckos ist und zappelt.
Wichtig sind außerdem Vitaminpräperate und für die Mädels habe ich immer eine ein Schale mit zeriebener Sepiaschale im Terrarium die bedienen sich da nach Bedarf selbst.

Fortpflanzung und Inkubation:

Im Frühjahr so gegen April Mai, beginnt bei meiner Gruppe die Paarungszeit das zirpen in der Nacht wird lauter dauert länger und ist manchmal sogar tagsüber zuhören.
Dann beginnen die Paarungen, das Männchen balzt vor dem Weibchen indem es mit dem Schwanz peitscht (das scheint allgemein ein Zeichen von Erregung zu sein denn auch bei der Jagd oder wenn ich vor dem Terrarium stehe wedeln die Kleinen mit dem Schwanz).
Wenn das Weibchen nicht davon läuft klettert das Männchen auf sie und drückt seine Schwanzwurzel unter die des Weibchens. Das ganze dauert nur ein paar Sekunden und danach gehen beide getrennte Wege.
Wie lange die Tragzeit ist kann ich nicht genau sagen aber da ich ca. alle 6 Wochen neue Eier finde würde ich das mal als Richtlinie sehen. Das Weibchen legt die Eier dann entweder offen im Terrarium ab oder unter eines der Verstecke meistens nachts. Vergraben oder irgendwo hingeklebt werden die Eier nicht, ich habe einmal versucht eine Ecke des Terrariums feucht zuhalten, jedoch wurden die Eier weiter unter die Verstecke gelegt. Die Eier sin 6-9mm groß und verhältnismäßig hartschalig.
Inkubiert werden die Eier bei mir außerhalb des Terrariums obwohl das scheinbar nicht zwingend nötig ist. Ich inkubiere trocken bei 28,5°C und werde jetzt demnächst hoffentlich meine ersten Nachzuchten begrüßen dürfen. Die Inkubationszeit wird mit 58-64 Tagen angegeben

Aufzucht der Jungtiere:

Die Adulten Tiere können wohl ihren Nachwuchs sehr wohl von Futtertieren unterscheiden, jedoch halte ich es allein schon wegen der Futterkontrolle für sinnvoll die kleine seperat großzuziehen.Die kleinen sind etwas länger als ein 1 Cent stück im Durchmesser und bereits super schnell. Als Futter für Jungtiere kommen dementsprechend auch nur sehr sehr kleine Insekten wie z.B. Microheimchen oder Drosophila in Frage.

Winterruhe:

Ich reduziere ab November die Beleuchtungsdauer bis auf 6h/24h und steigere sie ab Februar wieder jeweils um 15min/Tag

Literatur:

Draco Nr. 18, ansonsten Wikipedia oder einige private HPs
Es sollte mal ein Art für Art Buch rauskommen