Hallo Smaragd,
es freut mich wirklich sehr, dass ich in dir jemanden gefunden habe, der sich anscheinend auch so für den Gedanken begeistern kann, wie ich!
Ich denke bei den Termiten bisher nicht an eine ausschließliche Fütterung mit denselben. Dazu wäre die Produktion wohl auch zu aufwändig! Es soll eben eine Ergänzungsmöglichkeit sein, die den Tieren hin und wieder angeboten wird.
[...], aber sie sehen keine toten Insekten.
Ich würde in jedem Fall Transportgefäße wählen, in denen die Termiten einige Tage überleben. Sie könnten definitiv lebend verfüttert werden.
[...]Damit wäre ich noch bei der Frage von Gefahr im Terrarium und Wohnung?
Wie gesagt, geht es mir bei diesem Anliegen um pilzzüchtende Termitenarten, welche diesen mit kleinsten Pflanzenteilen ernähren.
Alleine schon durch ihre Symbiose mit einem Pilz können sie sich beinahe unmöglich in einem Haus ansiedeln, wenn sie nicht ein Stück des Mutterpilzes mit auf den Weg bekommen. Hinzu kommt, dass diese Termitenarten ohnehin keine Kolonie aus Arbeiterinnen etablieren können. Sie bräuchten dazu Geschlechtstiere oder wenigstens Nymphen, die sie zu denselben heran ziehen!
Eine Ansiedlung im Haus kann aus diesen Gründen absolut sicher ausgeschlossen werden.
[...]Wenn deine Daten stimmen, so haben die Termiten ganz wenig Fett, jedoch das Ca : P -Verhältnis würde ich gern gleichfalls puschen wollen.
Ich kenne mich mit dem Bedarf der verschiedenen Terrarientiere leider nicht aus. Welche Werte sollten angestrebt werden?
Die Daten stammen übrigens natürlich nicht von mir, sondern aus der oben angegebenen Wissenschaftlichen Arbeit, welche auch verlinkt wurde.
Aber ich kam zur Erkenntnis, dass ich diese Biester wohl nicht füttern kann.
Wie man dem Abstract dieser wissenschaftlichen Arbeit von Michael M. Martin und Joan S. Martin entnehmen kann, haben die Arbeiter der Gattung Macrotermes Cellulase in ihrem Mitteldarm:
http://www.sciencemag.org/content/199/4336/1453.short
Daher kann man darauf schließen, dass die Arbeiter sich nicht nur von den Konidienträgern der Pilze, sondern auch von eingetragenem Zellstoff direkt ernähren. Dies wird auch durch die folgende Arbeit herausgestellt:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7866723
Es ist also theoretisch möglich, durch Impfung des Cellulose-haltigen Inhalts der Transportbox, die Konzentration bestimmter Stoffe in den Termiten zu erhöhen. Natürlich müsste auch das erst getestet werden. Die Tiere könnten beispielsweise das so behandelte Material ablehnen oder daran sterben.
Zu gegebener Zeit wäre es also praktisch, wenn ich eine von dir und anderen zusammengestellte Liste an Zusatzstoffen an den Termiten teste.
Mich interessiert das Thema immer noch, werde sehen, was ich noch lesen kann.
Viel Spaß; zu lesen gibt es glücklicher Weise wohl mehr zu diesem Thema, als man in einem Leben erfassen könnte!