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Caporal Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 27. September 2007

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Berlin

Status: Halter

1

Freitag, 8. August 2008, 20:48

Leiocephalus schreibersi geschlüpft

Hallöli
Heute ist das komplette Gelege (5 Jungtiere) geschlüpft. Da ich bereits seit einiger Zeit die Aufzuchtbecken fertig habe. (Das erste Gelege ist leider komplett verfault), fing ich an die Zwerge in die Aufzuchtbecken umzusetzen.
Bei den ersten drei klappte auch alles ganz gut. Als ich dann Nr. 4 ganz vorsichtig in eine Heimchenbox bugsiert hatte, legte er sich plötzlich auf die Seite, streckte alle Viere von sich und es sah so aus als ob er nach Luft schnappte. Ich dachte schon er ist hin. War aber nicht der Fall. Nach diesem Schreck habe ich die letzten beiden erstmal zurück in die Brutbox und damit in den Inkubator gestellt. Ich warte nun bis morgen und setze sie dann um.
Vielleicht ist das zuviel Streß oder sie sind noch zu schwach. Sie müssen irgendwann zwischen Gestern 18:00 Uhr und Heute 17:30 Uhr geschlüpft sein. Hat jemand Erfahrungen damit oder kann mir sagen was dieses zu bedeuten hat??? ?(
Nr. 1 hat sich mittlerweile in seinem neuen Heim eigenständig bewegt. Nr. 2 und Nr. 3 sind in ihren Aufzuchtbecken momentan nicht zu sehen.
Ich werde mir morgen mikro-Heimchen und anderes Minifutter holen und lasse die Zwerge erstmal in Ruhe. Je nach Verhalten der Zwerge werde ich entscheiden, wann ich das erste Mal Futter anbiete.
Gruß Caporal
»Caporal« hat folgende Bilder angehängt:
  • 1.Schlupf2.jpg
  • 1.Schlupf7.jpg
  • 1.Schlupf8.jpg

Thomas

Mitglied

Registrierungsdatum: 12. August 2005

Wohnort: Aachen NRW

2

Freitag, 8. August 2008, 22:34

RE: Leiocephalus schreibersi geschlüpft

Hallo Thomas,

zunächst Glückwunsch zur "Vaterschaft" B:D

Das hört sich nach den gefüchteten, aber leider nicht selten auftretenden "Zitterkrämpfen" an.
Ursache ist meist ein Calcium-Vitamin-Mangel und die Symptome treten meist in Stresssituationen auf (Fangen, Sprühen, Füttern, Flüchten etc.) - krampfendes Verbiegen des Körpers, Maulaufsperren, Muskelzuckungen und -vibrationen der Extremitäten. Insbesondere bei Jungtieren ist das häufig zu beobachten.
Die Ursache ist bei frisch geschlüpften Jungtieren wohl eher bei einer Unterversorgung des Muttertieres zu suchen.
Diese Krämpfe verursachen meist irreparable Schäden, d.h. es kann danach zu dauerhaften Fehlhaltungen/Schädigungen des Skeletts kommen (krummer Rücken, Nachziehen der Extremitäten etc. Manche Tiere erholen sich wieder, jedoch wird sich ohne intensive Behandlung die Symptomatik meistens wiederholen und das Tierchen weiter schädigen. Oft sterben die betroffenen Jungtiere nach kurzer Zeit an den Folgen (Nahrungsverweigerung, Aphatie etc.)
Das Problem ist die genaue Ursache zu finden. Man kann "auf Verdacht" verstärkt Calcium und Vitamin D und B geben, aber das Bepudern der Futtertiere reicht oft nicht aus bei einem akuten Mangel, der solche Krämpfe auslöst. Andererseits ist das Fangen und orale Verabreichen von Flüssigpräparaten schon bei großen Schreibersii sehr problematisch bis unmöglich - für die Winzlinge würde der enorme Stress in dieser Situation den sichern Abgang bedeuten. Der Stress würde mehr schaden, als die Verabreichung nützen.
Es bleibt wohl nur übrig, dem Tierchen optimale Beleuchtung (UV?) mit intensiver Anreicherung der besagten Stoffe über die Futterinsekten oder das Sprüh-/Trinkwasser zu bieten und zu hoffen, dass keine bleibenden Schäden entstanden sind.

Toitoitoi
Thomas

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Thomas« (8. August 2008, 22:36)


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