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jfcusson Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 22. August 2007

Geschlecht: Männlich

Status: Neuling

1

Sonntag, 22. Juni 2008, 14:15

Grundsatzfragen zur Inkubation

Bei der Inkubation wird ja mittels ideal Temperatur um die 28°C und der richtigen luftfeuchtigkeit, das erfolgreiche Schlüpfen der Tiere gefördert.

Im natürlichen Lebensraum herrschen mittlere Temperaturen von 20-30°C, an Sonnenplätzen bis zu 50°. Die Luftfeuchtigkeit beträgt im Mittel so um die 40%. Diese Werte aus Alice Springs sind natürlich Werte an der Oberfläche.

Ob in der Natur 20cm unter der Erdoberfläche 28°C vorherschen bezweifle ich jetzt hier einfach mal so.
Es frägt sich ob die Inkubation nicht ein schaffen von idealsten Idealbedingungen ist, von Bedingungen die zwar perfekt sind für die Schlüpfquote, in der Natur aber nur in den seltensten Fällen vorherschen.

Unbestritten erhalten durch die Inkubation auch schwächere Tiere eine Uberlebensmöglichkei.
Wärs nicht sinnvoller die Eier unter "Normalbedingungen" zu halten, dass nur die starken und gesunden überleben?
Bei PV wo der Markt derart überfüllt ist würde dies meiner Meinung nach sinn machen.
Oder schwächt man so andererseits die starken und gesunden Tiere?

Max92 Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 20. November 2006

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Bielefeld

Status: Halter

2

Freitag, 27. Juni 2008, 00:10

Ich habe noch eine ergänzung. Es wird ja immer gesagt dass Tropfwasser die Eier "vernichtet". Aber es regnet in Australien doch auch mal und dadurch gelangt Wasser an die eier und nicht nur feuchtigkeit. Als ich letztes Jahr 3 stück ausgebrütet habe, ist auch öfters mal wasser an die eier gekommen und siehe da alle haben es geschafft und leben noch.

Bartidame85 Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 26. August 2007

Geschlecht: Weiblich

3

Mittwoch, 2. Juli 2008, 00:46

Das es keiner kapiert mal das züchten sein zu lassen, kuk mal was Bartagamen bei Quoka so kosten 5 Euro bei mengen rabat kannste auch Ratten züchten ,in beiden Fällen kommen dankbare Schlagenhalter die sie gerne Verfüttern! Und verlust macht man dabei auch anständig bei der enormen Mengen an futtertiere!
Ich kann einfach nur die leute auslachen die 5 euro pro Tier verlangen oder sogar für 3-4 an die Zoohandlung abdrücken!
Wenn mir einer sagen kann das er dabei gewinn macht ist er echt von ner anderen welt, der markt ist dieses Jahr besonders extrem überschwemmt, weil jeder denkt man muss die Eier ausbrüten auf teufel komm raus!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bartidame85« (2. Juli 2008, 00:50)


Wutzi Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 1. Juli 2008

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Wien

4

Mittwoch, 2. Juli 2008, 01:35

RE: Grundsatzfragen zur Inkubation

Also beim inkubieren sind Wassertropfen in erster Linie schlecht, weil es sich dabei zu 99,9% um Kondenzwasser handelt. Darin sameln sich wesentlich mehr Bakterien u. Keime als in Leitungs od. Regenwasser. Mir ist auch schon mal beim Substrat befeuchten ein Tröpfchen Wasser an ein EI kekommen und es hat nicht geschadet.


Und zum Thema überschwemmter Markt..... Ich züchte auch Bartagamen bzw. sie tuns ganz von allein - verkaufe sie aber weder um 5€ noch gebe ich sie als Futter ab!! Meistens bringe ich sie zu mir in die Tierhandlung, und tausche sie gegen Futter, Terrarien od. andere Tiere!!

Es gibt einfach keinen bessere Bestätigung für einen Reptilienhalter das die Pfleglinge sich wohl fühlen und man "alles" richtig gemacht hat, als die Fortpflanzung!!

Und wenn die Eier gelegt sind, ist es doch wohl das mindeste sie zu Inkubieren!! Wenn man das nicht vor hat, ist es wohl sinnvoller sich 2 Weibchen zu kaufen!!

Jeder der die härte hat die gelegten Eier einfach weg zu werfen, dem fehlt meiner Meinung nach eine ordentliche Portion Respekt seinen Tieren gegenüber!! - oder sollte man, wenn man einen Hund hat der wirft, die Welpen erschlagen nur weil bei dieser Rasse der Markt überschwmmt ist??

jfcusson Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 22. August 2007

Geschlecht: Männlich

Status: Neuling

5

Freitag, 11. Juli 2008, 21:34

RE: Grundsatzfragen zur Inkubation

also eigentlich wollte ich hier drin nicht ne weitere diskussion übers sinnlose züchten anzetteln.

vielmehr wollte ich drüber diskutieren obs wirklich sinnvoll ist mittels inkubation bei "sterilen" idealbedingungen tiere zu züchten von denen es wie sand am meer gibt.
wenn züchten dann unter "normal" bedingungen --> weniger Tiere dafür mehr starke Tiere auf dem Markt... ??

denke man kann über so was auch diskutieren, ohne absicht selber nach zu züchten!
nicht jeder der über zucht spricht züchtet auch!!!

Longi Männlich

Anwärter

Registrierungsdatum: 9. Oktober 2005

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Unterfranken

Status: Züchter

6

Sonntag, 13. Juli 2008, 17:09

RE: Grundsatzfragen zur Inkubation

Hi,

Zitat

Es gibt einfach keinen bessere Bestätigung für einen Reptilienhalter das die Pfleglinge sich wohl fühlen und man "alles" richtig gemacht hat, als die Fortpflanzung!!


Das ist sicher nicht richtig! Man könnte auch -wo wir schon bei Bartagamen sind- ein Paar in ein kleines 80er Becken mit Funzelbeleuchtung "sperren", sie würden sich auch dort vermehren, ganz sicher! Zumindest würde der Bock seine Freuden ausleben. Hat man dann hier alles richtig gemacht?

Ein Nachzuchterfolg ist definitv kein Wohlfühlkriterium, man ist vor einiger Zeit hier im Forum dazu übergegangen, diese Themen nicht mehr zu behandeln. Sehr viele User beteiligen sich auch aus guten Grund nicht mehr daran, dass die Tiere mittlerweile Futtertiercharakteristik haben ist aber schön für Schlangen-/Waranhalter, so kommen wenigstens die auf ihre Kosten. Schade d::o!

Zitat

denke man kann über so was auch diskutieren, ohne absicht selber nach zu züchten!


Das ist sicher richtig, aber es finden sich schnell Nachahmer die auf die Idee kommen könnten, dass ihre nun unter "optimalen" Bedingungen gezogenen Tiere sogar von besserer Qualität sein könnten als Nachbars Kellernachzuchten, die pro Jahr 358 Tiere herausbringen (sie fühlen sich praktisch in ihrem Tun bestätigt = interessanter Fall für den Psychologen). Sozusagen als Bedienungsanleitung...

Zitat

Ich fürchte, es gibt mehr Fragen als Antworten, aber dennoch wäre ich auch auf andere Meinungen neugierig.


Ich weiß nicht ob man die Nachzucht einer Bergagame mit der einer Bartagame vergleichen kann (vermutlich liegen die Ansprüche höher ?), aber manchmal würde ich mir schon wünschen, dass für den Züchter ein erheblich größerer finanzieller Aufwand nötig wäre um eine erfolgreiche NZ zu erzielen um der Rattenplage (Achtung: Ironie!) Herr zu werden. Die Relation paßt hier nicht mehr, einer Bartagame für 10 EUR soll Beleuchtungstechnik verpaßt werden die jährlich 250 EUR an Stromkosten verschlingt? Ne, das ist ja viel zu viel! Wenn die Tiere "verbraucht" sind oder man sich ihrer Überdrussig geworden ist holt man sich neue. Gibt doch genug. Die im Zooladen haben schon Recht wenn sie mir empfehlen, diese oder jene (Stromspar-)Röhren für mein 8 Wochen altes Bartagamen-Pärchen *räusper* in den Einkaufswagen zu packen (bevor ich´s mir anders überlege). Und dass die Tiere soviel Licht brauchen stimmt ja auch nicht, sagen die. Es ist ja nicht so, dass man mir nur was verkaufen will, man will ja schließlich das Beste für sein Tier... 8o

Das war das Wort zum Sonntag von mir B:D B:D


Gruß Bernd

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