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nase Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 21. November 2006

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Kreis Offenbach

1

Montag, 8. Oktober 2007, 12:10

Zucht Hyla arborea

Moin Leute,

mal vorneweg geschickt:

Ich habe offiziell bei der Unteren Naturschutzbehörde angemeldete Tiere!!! Keine Wildfänge oder ähnliches illegales.

Da die Kleinen mittlerweile ausgewachsen sind, unglaublich wie groß bei den Männchen die Schallblasen im Verhältnis zum Körper sind, wollte ich mal hören, ob jemand bereits Erfahrungen mit Nachzuchten bei den Hylas hat. Ich plane sie 3 Monate zu überwintern, dann das Terra im Frühjahr mit einemhohen Wasseranteil auszurüsten, Schwimmpflanzen rein und dann das Beste zu hoffen. Weibchen sind natürlich auch vorhanden......

Kann ich die Eier im Wasserbehältnis lassen, ggf. später nur die Kaulquappen umsetzen? Wie ist Euer best-practise?

Grüßle, N.

Klemens

Mitglied

Registrierungsdatum: 6. November 2006

Status: Neuling

2

Freitag, 26. Oktober 2007, 01:11

RE: Zucht Hyla arborea

Hallo nase,

Schade, dass sich auf Deine Frage niemand meldet.
Ich selber habe ja mit Hyla arborea keine eigenen Erfahrungen, aber vielleicht hilft Dir das eine oder andere, was ich darüber gehört habe und eigene Erfahrungen mit anderen Froschlurchen.

Die Paarungsbereitschaft von Anuren erhöht sich meiner Beobachtung nach:
.) Wenn sie in Ruhe gelassen werden.
.) Wenn das Wetter auch draussen passt und drinnen annähernd simuliert wird: Nachtabsenkung, Beregnung.
.) Bei Hyla arborea würde ich sogar meinen im Freien (Garten oder Balkon) - ACHTUNG die rufen laut und wenn sich Nachbarn beschweren, tun sie das in diesem Fall zurecht ;-).
.) Beckengröße

Falls es wirklich klappt:
Ich meine, dass man die Quappen im Becken schlüpfen lassen soll und dann, wenn sie frei schwimmen (das dauert bei den mir bekannten Arten 2-5 Tage), rausfängt und in ein eigenes Aufzuchtbecken überführen. Rausfangen am besten mit einem Glas, in das man sie hineinschwappt. Beachte, dass Hyla arborea sehr viele Eier absetzen kann!!! Du kannst also nur einen Teil des Geleges hochziehen. (Nach meiner Erfahrung, wird alles mühsam, was die Zahl 30 überschreitet). Und je früher Du eingreifst, desto leichter ist es für das Herz!

Vorbereitung:
Wenn Du eine größere Gruppe hochziehen willst, dann mußt Du die Futtertierzuchten im Griff haben! Glaub mir, ansonsten wird das SEHR teuer.
Das Wasser im Laubfroschbecken und im Aufzuchtbecken soll "eingefahren" sein. Das sollte im normalen Wasser nach drei Wochen geschehen sein. Also rechtzeitig beginnen. Eine Nitritvergiftung wäre für kiemenatmende Wirbeltiere tödlich und den Alten tut es sicher auch nicht gut. Ich bin auch der Überzeugung, dass sich ansetzender Bakterienfilm als Nahrung für die Quappen eignet.
Es ist von Vorteil, wenn das Aufzuchtbecken hell steht und sich auch Algen bilden, reich bepflanzt. Wenn Du fotografieren willst, dann ist ein Glasbecken von Vorteil. Leichte Durchlüftung. Hamburger Mattenfilter oder Schwammfilter - ansonsten besser keinen Filter. Hamburger Mattenfilter ist auch eine große Hilfe beim Wasserwechsel. Die Verwendung von Erlenzapfen und Eichenlaub tut der Wasserqualität gut. Achte darauf, dass Du keine Planarien einschleppst. Die gehen auf das Gelege und die Jungquappen.

Ernährung:
Nicht von mir - aber von anderen. Fischfutter mit Hefe kann bei den Quappen zu "Blähungen" führen.
Nicht zu früh zu füttern beginnen. Die mir bekannten Arten beginnen dann zu fressen, wenn die Kiemen eingewachsen sind und die Quappen frei schwimmen. Auch etwas "Eiweiss" zufüttern. Z.B. Frostfutter, wie für Fische. Meine Hyla cinerea-Quappen haben sehr gerne Aufzuchtfutter für Fische von der Oberfläche filtriert. Probier da ruhig einiges aus und beobachte, wie die Quappen reagiern.

Ein paar Dinge, die Dir bekannt sein sollten:
Nitritpeak
Crowdingeffekt
(findest schnell über google)
"Weniger ist mehr" ;-). Wenn die Nachzucht schief geht, ist das traurig. Aber wirklich traurig ist, wenn Du 200 Jungtiere an Land bringst und sie Dir aus hygienischen Gründen alle krank werden und sterben. Mein Tipp ist: Beginne mit 30 Quappen. Von denen werden vermutlich 20 an Land gehen. Damit kann man/frau fertig werden. Rechne auch nicht damit, dass Dir die Jungfrösche aus der Hand gerissen werden. In Deutschland ist da die Situation sicher besser als in Österreich - aber trotzdem!

Wünsch Dir gutes Gelingen!!!

Klemens

nase Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 21. November 2006

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Kreis Offenbach

3

Mittwoch, 14. November 2007, 15:53

RE: Zucht Hyla arborea

Vielen Dank Klemens.

Was die aufzucht betrifft habe ich einen erfahrenen Froschmenschen an der Hand, der mir behilflich sein wird. Hyla arboreas hatte er zwar bislang keine aber weiß was eine Aufzucht mit 120 einzelnen Beckerchen bedeutet.....

Danke nochmals.

Stephango

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 2. November 2008

4

Sonntag, 2. November 2008, 20:05

RE: Zucht Hyla arborea

Moin, ich habe dieses Jahr die ersten Erfahrungen mit der Aufzucht von Europäischen Laubfröchen gemacht.

Ich halte die Tiere (6 angemeldete Tiere) in einem Freigehege.

Die Paarungszeit dauerte ca. 3 Wochen und war recht laut und daher für die Nachbarn recht belastend.

Leider habe ich aufgrund einiger Haltungsfehler in diesem Jahr viel Jungtiere eingebüßt, sodass ich jetzt noch ca. 5,6 Kaulquappen habe und 5 gesunde Jungfrösche.

Diese Jungfrösche sind wärend meiner Urlaubszeit ohne mein Einwirken und ohne "Betreuung" an Land gegangen.

Ein Fehler war, die Kaulquappen bei einsetzender Kälte mit in die Wohnung zu nehmen. Offensichtlich war die Anpassung an die Wohntemperatur für die Tiere zu krass.

Jetzt stellt sich die Frage, ob ich die Jungtiere schon überwintern lasse.
Hierzu werde ich die Fachleute dieses Forums nochmal befragen.

Meine Erfahrung zusammengefasst:
Im Freigehege ist die Zucht kein Problem. Je weniger der Mensch in den Prozeß eingreift, desto komplizierter wirds.

Gruß
Stephan

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