Hallo nase,
Schade, dass sich auf Deine Frage niemand meldet.
Ich selber habe ja mit Hyla arborea keine eigenen Erfahrungen, aber vielleicht hilft Dir das eine oder andere, was ich darüber gehört habe und eigene Erfahrungen mit anderen Froschlurchen.
Die Paarungsbereitschaft von Anuren erhöht sich meiner Beobachtung nach:
.) Wenn sie in Ruhe gelassen werden.
.) Wenn das Wetter auch draussen passt und drinnen annähernd simuliert wird: Nachtabsenkung, Beregnung.
.) Bei Hyla arborea würde ich sogar meinen im Freien (Garten oder Balkon) - ACHTUNG die rufen laut und wenn sich Nachbarn beschweren, tun sie das in diesem Fall zurecht

.
.) Beckengröße
Falls es wirklich klappt:
Ich meine, dass man die Quappen im Becken schlüpfen lassen soll und dann, wenn sie frei schwimmen (das dauert bei den mir bekannten Arten 2-5 Tage), rausfängt und in ein eigenes Aufzuchtbecken überführen. Rausfangen am besten mit einem Glas, in das man sie hineinschwappt. Beachte, dass Hyla arborea sehr viele Eier absetzen kann!!! Du kannst also nur einen Teil des Geleges hochziehen. (Nach meiner Erfahrung, wird alles mühsam, was die Zahl 30 überschreitet). Und je früher Du eingreifst, desto leichter ist es für das Herz!
Vorbereitung:
Wenn Du eine größere Gruppe hochziehen willst, dann mußt Du die Futtertierzuchten im Griff haben! Glaub mir, ansonsten wird das SEHR teuer.
Das Wasser im Laubfroschbecken und im Aufzuchtbecken soll "eingefahren" sein. Das sollte im normalen Wasser nach drei Wochen geschehen sein. Also rechtzeitig beginnen. Eine Nitritvergiftung wäre für kiemenatmende Wirbeltiere tödlich und den Alten tut es sicher auch nicht gut. Ich bin auch der Überzeugung, dass sich ansetzender Bakterienfilm als Nahrung für die Quappen eignet.
Es ist von Vorteil, wenn das Aufzuchtbecken hell steht und sich auch Algen bilden, reich bepflanzt. Wenn Du fotografieren willst, dann ist ein Glasbecken von Vorteil. Leichte Durchlüftung. Hamburger Mattenfilter oder Schwammfilter - ansonsten besser keinen Filter. Hamburger Mattenfilter ist auch eine große Hilfe beim Wasserwechsel. Die Verwendung von Erlenzapfen und Eichenlaub tut der Wasserqualität gut. Achte darauf, dass Du keine Planarien einschleppst. Die gehen auf das Gelege und die Jungquappen.
Ernährung:
Nicht von mir - aber von anderen. Fischfutter mit Hefe kann bei den Quappen zu "Blähungen" führen.
Nicht zu früh zu füttern beginnen. Die mir bekannten Arten beginnen dann zu fressen, wenn die Kiemen eingewachsen sind und die Quappen frei schwimmen. Auch etwas "Eiweiss" zufüttern. Z.B. Frostfutter, wie für Fische. Meine Hyla cinerea-Quappen haben sehr gerne Aufzuchtfutter für Fische von der Oberfläche filtriert. Probier da ruhig einiges aus und beobachte, wie die Quappen reagiern.
Ein paar Dinge, die Dir bekannt sein sollten:
Nitritpeak
Crowdingeffekt
(findest schnell über google)
"Weniger ist mehr"

. Wenn die Nachzucht schief geht, ist das traurig. Aber wirklich traurig ist, wenn Du 200 Jungtiere an Land bringst und sie Dir aus hygienischen Gründen alle krank werden und sterben. Mein Tipp ist: Beginne mit 30 Quappen. Von denen werden vermutlich 20 an Land gehen. Damit kann man/frau fertig werden. Rechne auch nicht damit, dass Dir die Jungfrösche aus der Hand gerissen werden. In Deutschland ist da die Situation sicher besser als in Österreich - aber trotzdem!
Wünsch Dir gutes Gelingen!!!
Klemens