FAQ - AgamidaeTrapelus savignii(DUMÉRIL & BIBRON, 1837)Update: 03.01.2009
TrivialnamenWüstenagame, oft auch als Steppenagame oder Blaukehlagame angeboten. Grundsätzlich sind Trivialnamen bei Trapelus ein großes Problem, da nicht nur diese bunt gemischt werden, sondern beim Verkauf der Tiere teils auch andere Arten angegeben werden, z.B. Pseudotrapelus sinaitus.
Bei den Arten, die im Handel angeboten werden, handelt es sich in der Regel um Trapelus savignii, Trapelus mutabilis und Trapelus pallidus. Verbreitung und LebensraumHalbwüsten, wüstenähnliche Landschaften und Steppen von Nordafrika bis Südwestasien. Die importierten Arten stammen allerdings soweit bekannt aus Nordafrika.
BeschreibungHelle Sandfarbe (teilweise gräulich) mit dunkleren Querstreifen, aufgewärmt sind diese kaum noch zu sehen. Männchen färben Kehle und Flanken bei Aufregung blau,
die Weibchen färben hauptsächlich bei Trächtigkeit oder vor der Paarung die Querstreifen auf dem Rücken rot, der Schwanz bekommt einen leichten Gelbton. AlterÜber 5 Jahre.
Terrarium/Einrichtung (LxTxH cm)Trapelus sind aktive Tiere, die Mindestanforderungen sind für diese Art sehr knapp bemessen. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, für 2 Tiere auf keinen
Fall unter 100 x 60 x 60 cm zu gehen und eine Rückwand mit vielen Felsvorsprüngen anzubringen, um weitere Fläche zu bieten. ![]() BeleuchtungTrapelus sind heliophile Tiere und besitzten hohe Beleuchtungsansprüche. Temperatur
LuftfeuchteDie Luftfeuchte sollte bei etwa 30-40% liegen. Beim Sprühen steigt die Luftfeuchtigkeit kurzzeitig. Bei zu feuchter Haltung könnten Hautpilzerkrankungen auftreten. ErnährungLebendfutter VerhaltenTrapelus sind recht aktiv, können einzeln gehalten werden; eine Vergesellschaftung kann, muss aber nicht zwingend gut gehen. Ich hatte auch schon einen Fall von Unterdrückung bei einem Pärchen beobachtet und die Tiere daraufhin trennen müssen. Sie sind interessant zu beobachten und recht pflegeleicht, bei Wildfängen können
allerdings schnell Probleme auftreten (Parasiten, Legenot, ...). BesatzDie Tiere können problemlos alleine gehalten werden. Auch eine Paar- oder Gruppenhaltung (1.x) kann funktionieren, allerdings ist es dann nötig, verstärkt auf Unterdrückung zu achten und die Tiere notfalls zu trennen, folglich auch Ausweichbecken bereit zu halten. ZuchtDas Weibchen färbt bei Trächtigkeit die Querstreifen rot, der Schwanz wird deutlich gelber. Ein Gelege besteht meist aus 7-12 Eiern, für die Ablage sind im Terrarium einige Stellen feucht zu halten. Die Inkubationstemperatur sollte etwa 28°C betragen.
HäutungTrapelus häutet sich Gliedweise, d.h. nicht in einem Stück, sondern Schwanz, Gliedmaßen, Rumpf und Kopf getrennt. Häufig auftretende ErkrankungenNekrose (abgestorbene Gliedmaßen) SonstigesDie Problematik der Haltung besteht darin, dass kaum Nachzuchten verfügbar sind und größtenteils auf Wildfänge zurückgegriffen werden muss. Zusätzlich ist es für den Laien äußerst schwierig, die Trapelusarten auseinander zu halten, was ebenso zu Problemen führen kann, da alle Arten im Handel meist nur unter Trapelus mutabilis aufgeführt sind oder sogar als Pseudotrapelus sinaitus oder Ähnliche verkauft werden. SchutzstatusKein Schutzstatus LiteraturLiteratur speziell über Wüstenagamen ist kaum zu bekommen. Die einzigen (mir bekannten) Informationsquellen sind (das Internet ausgenommen) einige allgemeine Bücher über Agamen (z.B. „Agamen im Terrarium“ von Henkel und Schmidt, …), in denen einige Angaben zur Haltung gemacht werden. Allerdings sind die Mindestmaße dort recht knapp bemessen.
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Care sheet - InformationenBegriffserklärungCare Sheets gewähren uns einen kurz zusammengefassten Überblick über eine Tierart.Diese eignen sich nicht als alleinige Informationsquelle zur Haltung von Tieren! Durch Anklicken der jeweiligen Überschriften gelangen sie zu den ausführlichen Threads, falls vorhanden.
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Gezeichnet: Müller Patricia (Trex)




