• Anmelden
  • Registrieren

Sie sind nicht angemeldet.

Registrierungsdatum: 4. September 2008

Geschlecht: Männlich

Status: Züchter

1

Mittwoch, 28. Juli 2010, 14:01

Terrarium für Physignathus cocincinus

Mindestanforderungen 2004 (www.ris.bka.gv.at)

Anzahl und Größe der Tiere Grundfläche m² Höhe m zusätzliche Fläche für
jedes weitere Tier m²
1-2 Tiere, bis 40 cm 0,60 0,80 0,20
1-2 Tiere, 40-60 cm 1,20 1,20 0,50
1-2 adulte Tiere 2,50 1,80 1,00


Terrarium/Einrichtung (LxBxH cm)
Adulte Wasseragamen werden in einem tropischen Großraumterrarium gehalten. Die Mindestgröße eines Terrariums für eine Gruppe 1,3 Wasseragamen liegt bei 200 cm x 100 cm x 200 cm, besser wären hier 250 cm x 125 cm x 200 cm!

Bauweise
Die empfehlenswerten Materialien sind diverse gepresste Sägemehl- Platten, wie zum Beispiel: MDF, Siebdruckplatten, OSB, kunststoffbeschichtete Spanplatten, Sperrholz ab 15mm, Tischlerplatten, aber auch Rigips ist mittlerweile keine Seltenheit mehr.
Bereits bei der Planung des Terrariums sollte je nach Standort an ein isolierendes Material gedacht werden. Wer sein Terrarium in einem ungeheizten kühlen Keller stehen hat, sollte hier mindestens eine 50mm Dämmung aus Styropor verbauen, im Wohnzimmer hingegen, reicht meist eine 30-40mm Dämmung aus, da die Raumtemperatur bei mindestens 21°C (Wohlfühltemperatur) liegt.

Styropor oder Styrodur lassen sich ganz leicht mit handwerklichem Geschick bearbeiten und formen, so kann man seine individuelle gestaltete Rückwand erstellen. Gedämmt werden sollten alle 4 Seiten, manche Halter meinen das 3 Seiten völlig ausreichend sind. Hierbei geht jedoch ein großer Teil der Wärme verloren.

Lüftungsschlitze
Sie sollten immer gegenüberliegend sein, sprich in der Front unter den Scheiben – ist wichtig, verhindert das Beschlagen der Frontscheiben - und im oberen Bereich der Rückwand oder in der Abdeckung des Terrariums. In einem Terrarium von 200 x100 x 200 (LxBxH) haben sich zwei Belüftungsschlitze je 20 x 6 cm bewährt.
Die Größe und Anbringung der Belüftungsschlitze kann man jedoch nicht Pauschaleisiren, denn es sind dafür die örtlichen Gegebenheiten ein zu kalkulieren.
Verwendet man Alugaze wird damit ein Entkommen der Futtertiere vorgebeugt.

Schon beim Bau sollte man sich Optionen der Klimaregelungen offen halten, indem man vorausschauend regelbare Belüftungsschlitze vorsieht. So kann man in der Einlaufphase diese nach Bedarf offen halten, oder sie verkleinern.

Versiegelt wird mit Epoxid- Harz oder flüssige Folie. Acryllack ist nicht geeignet! Glas sehe ich persönlich als ungünstig, da Glas im Verhältnis zu Holzplatten wesentlich teurer ist und ein Terrarium in den Mindestmaßen unbezahlbar machen würde, auch bringt es viele Nachteile mit sich! Die Dämmung des Terrariums verwendeten Styropor-Platten kann man nach Belieben strukturieren und sollten danach mindestens 3-mal mit Fliesenkleber abgedeckt werden. Weiterführend gibt es mehrere Möglichkeiten die Rückwand zu gestalten, zum Beispiel mit Hypertufa, E-Harz mit Quarzsand, Abtönfarben, Xaxim, diverse Torfe mit Latex gemischt, … Hypertufa

Drainage
Eine Drainage ist sehr zu empfehlen, sie besteht meist aus Kies (16-22mm), Blähton hingegen ist leichter und gerade bei großen Terrarien mit einer Gesamtfläche größer als 2m² vorteilhafter. Die Drainageschicht sollte mindestens 3 cm betragen, aber auch nicht mehr als 6cm.
Seramis ist auf Grund der Wasserspeicherung und geringen Körnung nicht geeignet!

Substrat
Sollte ein Gemisch, aus 20 Teile ungedüngter Blumenerde (z.B. Teicherde / Torf / Walderde) und 10 Teile Spielsand (siehe Baumarktangebote) bestehen. Zusätzlich kann das Substrat mit Pinienrinde (15-22mm) angereichert werden. Vorteil an der Pinienrinde wäre, dass die Feuchtigkeit im Substrat besser gehalten wird. Die Substrathöhe sollte für adulte Wasseragamen mindestens 15cm – 20 cm betragen, da die Weibchen bei zu flachen Substratschichten keinen passenden Ablageplatz für ihre Eier finden und in Legenot geraten können.

Wasserbecken
Das Wasserbecken kann rund die Hälfte der Grundfläche einnehmen und sollte mindestens 20-30 cm Wassertiefe aufweisen. Das Wasser wird mit einem Filter (Aquarienaußenfilter 500l/h) gereinigt. Es ist keine Zusatzheizung notwendig, da die Wassertemperatur ca. 2°C niedriger als die Umgebungstemperatur, allerdings nicht unter 22°C liegen sollten!

Wasserfall
Ein Wasserfall ist keine Bedingung, allerdings sehr vorteilhaft, da durch ihn nochmals die Luftfeuchte angehoben wird und somit auch stabiler gehalten werden kann. Außerdem bevorzugen die Wasseragamen diesen zum relaxen und baden.
Baudokumentation eines Wasserfalles


[1,0 Physignathus cocincinus]


Dekoration
Es sollten der Größe der Tiere angepasste und fest angebrachte Kletteräste verbaut werden.
Als Minimum für den erforderlichen Durchmesser der Äste sollte der Körperumfang der Wasseragame (Männchen 10 cm und Weibchen ca. 6-7 cm) dienen.
Äste die im Substratbereich stehen, sollte man zusätzlich mit Epoxydharz versiegeln,
Die Äste müssen gut verschraubt werden und die Schrauben dürfen keine Verletzungsgefahr mit sich bringen. Gleichfalls sind kleine Astgabelungen zu vermeiden oder sollten mit Naturmaterial, wie zum Beispiel Bast, gesichert werden.
Hier ist eine mögliche Verletzung vorzubeugen.

Pflanzen
Echte Pflanzen sind ein ausgezeichneter Klimaregler und lassen sich auch mit künstlichen Pflanzen kombinieren. Beispiele: Ficusarten, Bromelien, Efeutute, Yucca-Palme, Tillandsien, Drachenbaum, Zwergpalmen.



[FAQ] Bartagamen [FAQ] Bergagamen [FAQ] Dornschwanzagamen [FAQ] Nackenstachler [FAQ] Wasseragamen [FAQ] Weitere Agamenarten