Häutung bei Agamen
Verhalten & Häutung, Problematik
(Update: 29.01.2011)Verhalten & Häutung
Während dieser Zeit erscheinen die Agamen oft aggressiv und gestresst, nehmen keine Nahrung zu sich und reiben sich an Einrichtungsgegenständen.
Um Probleme zu vermeiden, sollten Agamen während der Häutung stets genau beobachtet werden.
Pogona Arten häuten sich in Stücken, d.h. Kopf, Gliedmaßen, Bauch und Schwanz werden jeweils einzeln gehäutet. Die Haut platzt auf und löst sich in Fetzen ab. Bis zur nächsten Häutung können Wochen und Monate vergehen.
Junge Agamen häuten sich öfter als adulte Tiere.
Die Haut der Agamen färbt sich einige Tage zuvor milchig grau, bis sie anschließend aufreißt und von den Tieren abgestreift wird.
In dieser Zeit reiben sie sich an rauen Gegenständen, spreizen den Bart, drücken die Augen hervor und flachen ihren Körper ab.

Häutungsprobleme
Häutungsprobleme entstehen beispielsweise bei zu trockener Haltung, falscher Ernährung und Vitamin/Mineral Versorge, aber auch Krankheiten können eine wichtige Rolle spielen.
Besonders die Zehen, Gliedmaßen, Schwanzspitze und der Nacken wie Hals sind davon betroffen.
Körperpartien mit nicht lösenden Hautschichten, muss nachgeholfen werden.
Diese hindern das Wachstum, vorrangig unterbindet dieses Abschnüren die Sauerstoff-/Blutzufuhr. D.h. die alte Haut schnürt die Körperpartie ein und der davon betroffene Teil stirbt in Folge dessen ab.
Dieses Absterben und das Faulen von Gewebe (organischen Material) wird Nekrose genannt.
Handelt es sich um Hautfetzten, welche in der Regel keine Bedrohung für das Tier darstellen, muss nicht eingegriffen werden. Diese Fetzten lösen sich meistens bei der nächsten Häutung.
PROBLEMATIK
Bei Problemen wird die Stelle mit einem feuchten Tuch, durch Salben oder Sonnenblumenöl eingerieben und die Haut somit ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt. Dies führt dazu, dass die alte Haut aufweicht und vorsichtig entfernt werden kann.Sollte man die alte Haut ohne vorheriges anfeuchten herunter reißen, wird die darunter liegende Schuppenschicht verletzt.
Werden diese Häutungsreste zu spät erkannt und der Körperteil ist bereits ausgetrocknet/abgestorben muss ein reptilienkundiger Tierarzt aufgesucht werden.
Oft ist eine Amputation, durchgeführt von einem reptilienkundigen Tierarzt, die letzte Rettung für das Tier.
Gezeichnet: Melina Baurecht (Username: dark_beauty_)