Hi!
Ich züchte seit kurzem Mehlkäfer und muss sagen, dass es auf Anhieb gut geklappt hat.Man kauft sich einfach ein bis zwei Dosen Mehlwürmer und füllt die in eine geeignete große Kiste um. Diese braucht nicht mal nen Deckel und Füttern tust du täglich frisches Grünzeugs(Löwenzahn und Wildkräuter, kein gespritztes Obst und Gemüse).Ansonsten ist bei mir immer genug Hundetrockenfutter und Haferflocken, sowie Mehl, Trockenhefe und Weizenkleie in der Kiste, damit sich die Würmer auch mal einbuddeln können. Ich sammle alle zwei Tage die Larven raus und lege sie in Heimchendosen(die brauchen ja nicht so viel Platz, da sie sich nicht wirklich bewegen). Die geschöüpften Käfer kommen dann wieder in eine große Kiste, diesmal mit Deckel, und werden genau so ernährt, wie die Würmer. Bald kann man denen dann beim Paaren zusehen und dann werden die Eier in den Bodengrund(Mehl, Haferflocken, etc.) gelegt. Ca. einen Monat später sieht man dann die ersten Minimehlwürmer im Bodengrund fleuchen. Dann wechsle ich den Bodengrund immer komplett aus uns ziehe die Würmchen extra groß, man kann sie aber auch einfach bei den Käfern belassen.
Verfüttern tu ich nur die Käfer, die noch nicht so alt sind(hellerer "Panzer"), da sie bei mir lieber genommen werden, als die dunkleren. Mehlkäfer haben ein gutes Calcium-Phosphor-Verhältnis, aber relativ wenig Vitamine, was man dann durch die Supplementierung ausgleichen muss.
Letzte Woche habe ich einen Zuchtansatz Steppengrillen angesetzt, mal sehen, wie das klappt, aber die fressen sich halt auch bei mir trotz Hundefutter und Putenbrust oft gegenseitig auf.
Heimchen würde ich nicht züchten wollen, da die mir zu viel und zu hoch springen und wenn eine entfleucht, vermehren die sich in der Wohnung schneller und besser, als Steppengrillen. Außerdem werden Steppengrillen größer als Heimchen und sind auch für ein ausgewachsenes Jemenchamäleon eine ordentliche Portion.
Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen und sorry, wenns etwas lang geworden ist
LG Binchen